Presseberichte

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg


(Süderländer Tageblatt,11.3.2008)

(Westfälische Rundschau, 4.3.2008)

 

(Plettenberger Rundschau,29.1.2008)

(Plettenberger Rundschau, 30.1.2008)

(Süderländer Tageblatt, 19.01.2008)

 

(Süderländer Tageblatt, 20.12.2007)

(Süderländer Tageblatt, 13.12.2007)

(Plettenberger Rundschau, 11.12.2007)

(Westfälische Rundschau, 11.12.2007)

(Plettenberger Rundschau, 20.11.2007)

(Süderländer Tageblatt, 16.11.2007)

(Süderländer Tageblatt, 24.9.2007)

(Westfälische Rundschau, 17.9.2007)

(25.10.2007)

(Plettenberger Rundschau, 25.10.2007)

(Westfäliche Rundschau, 18.10.2007)

(Süderländer Tageblatt, 19.10.2007)

(Süderländer Tageblatt, 31.8.2007)

(Westfälische Rundschau, 9.2007)

(Westfälische Rundschau, 14.9.2007)

(Plettenberg, 14.9.2007)

(Süderländer Tageblatt, 1.9.2007)

(Westfälische Rundschau, 21.8.2007)

(Süderländer Tageblatt, 16.6.2007)

(Westfälische Rundschau, 16.6.2007)

(Süderländer Tageblatt, 16.6.2007)

(Westfälische Rundschau, 14.6.2007)

(Lüdenscheider Nachrichten, 15.6.2007)

(Westfälische Rundschau, 15.06.2007)

Naschen erlaubt, aber auf den richtigen Umgang mit Süßigkeiten kommt es an

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg als Gesundheitsschule will für vernünftigen Umgang mit Süßigkeiten werben / Unterstufe der Kinderpfleger machten Projekt zu aktuellen Thema
Die Bundesregierung hat vor wenigen Tagen auf ein brisantes Problem in unserer heutigen Gesellschaft aufmerksam gemacht: über die Hälfte der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland ist übergewichtig. Grund dafür ist mangelnde Bewegung und auch vielfach falsche Ernährung. Grund genug für die Fachlehrerinnen Dr. Triantafillia Kan und Janina Stumpf-Gathe dieses wichtige Thema im Unterricht aufzugreifen und die Schüler der Unterstufe der Kinderpfleger für eine vernünftige Ernährung zu sensibilisieren. Diese wollten die in ihrem Projekt erarbeiteten Erkenntnisse aber nicht nur für sich behalten, sondern auch den anderen Schülerinnen und Schüler des GBBK zugänglich machen. So präsentierte die Klasse am vergangenen Freitag unter anderem in der Pausenhalle die Ergebnisse ihres Projektes.
So stellten die Schüler dar, dass insbesondere Kinder eine angeborene Vorliebe für süßen Geschmack haben und Gummibärchen, Bonbons und Schokolade zu den Lieblingsspeisen der meisten Kinder gehören. Diese sind eine harte Konkurrenz zu den gesunden Lebensmitteln. Somit ist für Eltern heutzutage schwerer denn je Süßes zu verbieten. Nicht nur durch gezielte Werbung, die oft auf die „kleinsten Mitglieder“ unserer Gesellschaft ausgerichtet ist, sondern auch durch die Verlockung von Süßigkeiten bei jedem Einkauf im Supermarkt wird ein starker Anreiz für alle Konsumenten gegeben.
Die Schüler betrachteten aber auch kritisch ihre eigene Nahrungsaufnahme an der Schule. Hier stellten sie fest, dass das Pausenbrot bei den meisten Altersgenossen aus Süßigkeiten besteht.
Hier wollten die Schüler denn dann auch ansetzen und auf die häufig falsche und ungesunde Ernährung aufmerksam machen. So wurden auf dem Pausenhof aber auch in manchem Klassenzimmer Spiele rund um das Thema Süßigkeiten vorgestellt. Diese Spiele waren zuvor im Rahmen ihres Projektes für Kindergarten- und Schulkinder, die spielerisch an den richtigen Umgang mit Süßigkeiten herangeführt werden sollten, erarbeitet worden.
Es wurde etwa ein „Würfelsspiel“ entwickelt, bei dem die Schüler raten sollten, wie viele Zuckerwürfel in verschiedenen Süßigkeiten stecken. Ein Liter Cola alleine enthält z.B. etwa 36, eine Tafel Schokolade 18 und eine Ketchupflasche 23 Stücke Zucker. Dies führte doch bei manchen Schülern zu ungläubigen Staunen. „Ich hätte nie gedacht, dass in Cola und Ketchup soviel Zucker enthalten ist!“, so eine Schülerin nach dem ihre Schätzungen ganz daneben gelegen haben.
Eine weitere Schülergruppe informierte über sogenannte „Zuckerfallen“. Hier wurden Lebensmittel gezeigt, die oft als zuckerfrei genannt werden, wo jedoch der Name Zucker unter einem anderen Begriff versteckt enthalten ist. Die Schüler konnten hier Einkaufsdetektiv spielen und versteckte Zuckernamen auf der Zutatenliste herausfinden.
Frau Dr. Kan, Fachlehrerin der Klasse, warnte allerdings davor, Kindern Süßigkeiten vollständig zu verbieten: „Es geht um einen verantwortungsvollen Umgang und den kann man lernen. Verbote bewirken häufig das Gegenteil!“ Und darauf war dann auch ein letztes Spiel mit dem Titel „Naschen erlaubt“ ausgerichtet: Die Schüler konnten selbst abwiegen, welche Mengen an Süßigkeiten sie am Tag wirklich konsumieren sollten. Als Faustregel gilt hier, dass ca. 10% des täglichen Energiebedarfs eines Menschen mit Süßigkeiten gedeckt werden dürfen. Bei einem Mann wären dies ungefähr 250-300 kcal, also etwa eine halbe Tafel Schokolade am Tag. Eine wichtige Regel, die von vielen Menschen in der heutigen Gesellschaft wohl allzu häufig ignorieret wird.

Sehr zufrieden über die Aufklärungsarbeit der Kinderpflegerklasse zeigte denn auch Standortleiter Lutz Schäfer: „Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg ist als Gesundheitsschule in besonderer Verantwortung diese wichtigen Erkenntnisse an Schüler weiter zu geben. Dieses Projekt von Schülern für Schüler sensibilisiert sowohl jüngere als auch ältere Schüler, damit sie ihr Essverhalten reflektieren und ihren Umgang mit Süßigkeiten überdenken und wenn nötig ändern.“
(Plettenberg 16.5.2007)

Westfälische Rundschau, 14.5.2007

Westfälische Rundschau, 9.5.2007

Süderländer Tageblatt, 11.5.2007

Lüdenscheider Nachrichten, 2.5.2007

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg hatte gestern zu Lehrerkonferenz auf hohem Niveau eingeladen - Kabarettist überzeugte
Geduld, Geduld: Integration ist Frage der Zeit

Schulleiterin Frau Ulla Wortmann-Mielke
Schuldezernent Herr Eckehard Beck
Bürgermeister von Plettenberg Herr Klaus Müller
Integrationsklasse PBF1i mit Kabarettist Mushin Omurca
Frau Dr. Zenk vom Arbeitskreis Integration des GBBK
Podiumsdiskussion mit Frau Dr. Martina Sauer (2.v.r.)

weitere Bilder

Plettenberg. (lis) Leckere Kostproben zum Thema schmeckten gestern im Foyer des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs den Gästen, bevor es in den offiziellen Teil der Schulkonferenz ging, Thema: „Neue Impulse für den schulischen Integrationsprozess.”
Applaus gab es für die 18 Mädchen der Integrationsklasse, die, zusammen mit den Lehrerinnen Marianne Lopatenko und Maria Schmand, köstliches Finger- Food zubereitet hatten.
„Soziale Integration ereignet sich nicht von selbst,” so Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke bei der Begrüßung. Diese Veranstaltung wäre undenkbar ohne den schulischen Arbeitskreis Integration - und die Sponsoren. Schuldezernent Eckehard Beck brachte Grüße vom Landrat und wies auf die im Auslandsvergleich schlechteren Bildungschancen in Deutschland besonders auch für Migrantenkinder hin. Sein Lob galt dem Gertrud-Bäumer-Berufskolleg für den besonderen Einsatz für Integration, die kein Selbstzweck wäre. Bürgermeister Klaus Müller zollte dem Imbiss („Hab fast alles probiert") wie der Veranstaltung dickes Lob und wies auf den 15-prozentigen Ausländeranteil (73 Nationen) Pletteribergs hin. Die Zuwanderung, mit langer Tradition in Deutschland, sollte als Chance gesehen werden, gerade im Zeichen der Globalisierung und des Demographiewandels: „Wir brauchen alle Begabungen, Bildung ist unser Rohstoff!”
Für den wegen eines Trauerfalls verhinderten Professor Dr. Faruk Sen, Leiter des Zentrums für Türkeistudien Essen, übernahm seine Mitarbeiterin Dr. Martina Sauer den Vortrag des Tages zu „neuen Impulsen für den schulischen Integrationsprozess.” Das ist wichtig an einem Kolleg mit 572 Schülerinnen, 22 Prozent Schüler verteilen sich auf 15 andere Nationen. An der anschließenden Diskussionsrunde um die Referentin beteiligten sich die Lehrer Mike Keylock und Heike Schrapper, Hatice Gündogdu, Dr. Ulrike Zenk sowie die Schülerin Gülcan Kiraz. Wenig charismatisch, doch erfreulich sachlich stellte Dr. Martina Sauer mit vielen Daten belegte Ergebnisse der Arbeit ihres Instituts vor. Zutage traten Versäumnisse der ersten Jahre der Immigration - auf beiden Seiten: „Erst seit 1998 bekennt sich die Bundesrepublik als Einwanderland.” Den Zuhörern vermittelte Dr. Sauer ein so weitgehend noch nicht bekanntes, sehr komplexes Bild von Türken in Deutschland: Fast alle Muslime, davon 76 Prozent eher religiös; diese Zahl stieg nach verallgemeinernden Islam-Verunglimpfungen nach den New York-Attentaten. Viele fühlen sich hier zu Haus, einige sind weder hier noch dort beheimatet. Viele wünschen (mehr) Kontakt mit Deutschen, nur 2 Prozent schotten sich ganz ab. Mehr als ein Drittel ist in deutschen und türkischen Vereinen. Drei Viertel der Erwachsenen sind verheiratet mit Kindern. Wenig bekannt, dass jährlich an die 20 000 Heiratsimmigranten (40 Prozent. Männer) kommen - meist ohne jeden Plan von Deutschland und seiner Kultur.
Klare Fakten: Ausländerkinder besuchen überproportional Sonder- und Hauptschulen, nur 4 Prozent Gymnasien. Warnsignal: Nur 12 Prozent der Jungen fühlten sich Deutschland nahe; das könnte zu Rückzug und religiösem Übereifer führen. Die Referentin sieht Parallelen zu einer Studie der USA von 1930: Typisch die sentimentale Rückbesinnung auf „Werte” gerade in der 3. Einwandergeneration bei schlechter Zukunftsperspektive, hier weder Türkisch noch Deutsch; es bilde sich eine Art Minderheiten-Subkultur.
Bausteine zur (langfristigen) Abhilfe: Sprachförderung, islamischer Religionsunterricht, türkischstämmige Lehrer, Polizei, Sozialarbeiter, Familienzentren, Zusammenarbeit der Schulen mit Verbänden, Ganztagsschulen...
Einig waren sich die Diskutanten, dass Integration nicht naiv einseitige Assimilation bedeuten könnte: „Andersartiges muss für uns nicht immer Bereicherung sein.”
Für den leckeren Imbiss zu Beginn hatte es Rezepte gegeben, doch nicht für die bange Frage der angesichts vieler Rückschläge teilweise resignierenden Lehrer nach der Motivation. Geduld und nochmals Geduld angesichts von zur Zeit noch nicht Änderbarem, Toleranz Fremdem gegenüber scheinen Zutaten zum Gelingen des Integrations-Gerichts. Aber auch Freude über Erreichtes: Das Gertrud-Bäumer-Kolleg scheint ein positives Beispiel.
Ein türkischstämmiger Schwabe beleuchtet die türkische Männergesellschaft satirisch: Der Kabarettist Mushin Omurca brachte, körperlich wie geistig überaus beweglich, den ganzen Saal zum Lachen.
(Westfälische Rundschau, 19.4.2007)

Dr. Sauer: „Geleistete Anpassung der Zuwanderer wird unterschätzt“
Integrationskonferenz am Berufskolleg: Türk. Kabarett mit Mushin Omurca

PLETTENBERG: „Deutschland bekennt sich erst seit 1998 dazu, ein Einwanderungsland zu sein und tut sich immer noch schwer, die Migranten als gleichberechtigten Teil der Gesellschaft anzuerkennen”, konstatierte die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Zentrums für Türkeistudien in Essen, Dr. Martina Sauer. Damit beinhalte die öffentliche Debatte gleich zwei Fehlentwicklungen, betonte sie im Rahmen der ersten Integrationskonferenz in der Aula des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in Eiringhausen (ST berichtete bereits): Zum einen werde die geleistete Anpassung der Zuwanderer völlig unterschätzt, zum anderen schrieben die Deutschen die Fälle fehlgeschlagener Integration der „Unwilligkeit der »Fremden« zu”. Unter dem Strich, so Dr. Martina Sauer, erbrächten Migranten eine große Leistung; die Deutschen seien seltener bereit, auf die Ausländer zuzugehen, sich mit ihnen auseinander zu setzen - geschweige denn, sie als gleichwertig zu akzeptieren.
Überdies werde in den Medien über den Islam wesentlich häufiger - insbesondere seit den Anschlägen in den USA am 11. September 2001 - im Zusammenhang mit Terrorismus und Bedrohungsszenarien berichtet, die Muslime als fremd und gefährlich dargestellt, führte die Dr. Martina Sauer weiter aus.
Sehr interessant waren die Zahlen, die sie den Schülern, Lehrern und Gästen am Mittwochnachmittag vorstellte. Seit 1999 befragt das Zentrum für Türkeistudien türkisch-stämmige Menschen in Nordrhein-Westfalen zur Lebenssituation und zur Eingliederung. Nur noch 18 Prozent der erwachsenen Migranten seien noch der ersten Generation zuzurechnen, 52 Prozent der Nachfolgegeneration, sprich in Deutschland geboren oder aufgewachsen. Ein Viertel seien jedoch in der Türkei aufgewachsene Heiratsmigranten - jährlich reisten 16 000 bis 20 000 nach Deutschland, davon 40 Prozent Männer. „Sie haben häufig falsche oder gar keine Vorstellungen von dem Leben hier und sind nicht vorbereitet”, betonte Dr. Sauer. Folgen seien geringe Erwerbsmöglichkeiten, hohe Abhängigkeit von den Ehepartnern und die Gefahr der Isolierung.
Nur ein Drittel der Befragten könne sich vorstellen, wieder in die Türkei zurückzukehren, die meisten fühlten sich in Deutschland (52 Prozent) heimisch. Einige sähen sich jedoch auch zwischen Deutschland und der Türkei hin- und hergerissen. Dies kann laut Dr. Martina Sauer dazu führen, dass sich „Subkulturen, Parallelgesellschaften bilden”. Erfreulich sei allerdings die Tatsache, dass sich die meisten Migranten engeren Kontakt mit Deutschen wünschten. „Lediglich zwei Prozent der Befragten isolieren sich freiwillig, ebenso viele unfreiwillig.”
Eines der größten Probleme der. Migranten zeigt sich in der amtlichen Schulstatistik - die „Chancenungleichheit”: Ausländische Kinder stellen demnach zehn Prozent an allen Schülern, 16 Prozent an Sonder-, 19 Prozent an Hauptschülern und nur vier Prozent an Gymnasiasten. Die Chancen für Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte, einen höheren Schulabschluss zu erreichen, liegen laut dem Zen­trum für Türkeistudien um das Dreifache niedriger als von deutschen Schülern. Und die Erfolgsaussichten ausländischer Bewerber um einen Beruf liegen bei den Migranten bei 29 Prozent gegenüber den Deutschen mit 40 Prozent. Im Anschluss an den Vortrag und die Podiumsdiskussion gab es im Berufskolleg am Mittwoch leichtere Kost - der frech-charmante Kabarettist Mushin Omurca aus dem Schwabenland ,brachte die türkischen Besucher ebenso wie die deutschen zum herzhaften Lachen. Er unterschied in seinem Programm zwischen Bio-Deutschen und getürkten Deutschen, erklärte, dass die Türken viel versprächen („Ich schwör-) aber wenig hielten. Die Deutschen blieben hingegen ihrem Wort grundsätzlich treu: „Dafür versprechen sienichts!”
(Süderländer Tageblatt, 21.4.2007)

Türkischstämmiger Kabarettist Mushin Omurca vielgelobter Gast im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg
Ernstes Thema einmal mit Humor besehen

Plettenberg. (lis) Geistig wie körperlich überaus beweglich, beherrscht Mushin Omurca die große Kunst, schwere Probleme auf die leichte Schulter zu nehmen. Der türkischstämmige Kabarettist stellte am Mittwochnachmittag die seriöse Veranstaltung zum Thema Integration im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg auf humorvolle Füße.Doch eigentlich war der Hintergrund gleich: Die Schwierigkeiten „unserer Migranten”, ihre Zerrissenheit zwischen zwei Ländern und Kulturen begreifbar zu machen. Mushin Orcuma - eine dunkle Erscheinung mit hellem Esprit - ist türkischer Deutscher. Ein Schwabe aus Ulm, der im Ländle viel bekannter ist als hier bei uns in Preußen.Gerne hätte er die doppelte Staatsbürgerschaft bekommen, doch das ging. nach allerlei Volksbefragung ja nicht, dann wurde er deutscher Bürger.
Frage an Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke im Publikum: „Sind Sie eine unbewusste Deutsche?” Er jedenfalls sei bewusster Deutscher, ein staatlich geprüfter Deutscher, im Gegensatz zum Naturdeutschen, zum Biodeutscher ein getürkter Deutscher.Ganz zu Beginn hatte Omurca seine Wandlung vom Jungen zum Mann geschildert: So dramatisch für ein männliches Kind, beinahe wie „vor Christus” und da nach. Eigentlich gar nicht komisch die Bibber-Angst des Kleinen vor der Beschneidung: „Fühlte mich wie geteilt. Und ich wollte doch gar kein richtiger türkischer Mann werden.” Schon, weil er „vorher” ins wohlige Frauenbad, den Hamam, mit durfte. Na ja, auch das Männerbad hat was, schon ökonomisch gesehen: „Nach der Enthaarungsprozedur können die Endprodukte als Bio-Pullover verkauft werden.”
Ach ja, die türkische Lust zu Fabulieren - und jedem irgendwas zu versprechen - und nichts zu halten. Und die deutsche Art, nichts zu versprechen, aber alles zu halten. Deutsche Spraak, schwere Spraak, allein die vielen Artikel, überflüssig, weil die nix bedeuten: „Bei 100 Worten gibt's 50 Artikel!” Fazit: Die Deutschen sprechen leere Worte.
Auch das Thema Sex klammerte der Kabarettist nicht aus. Köstlich, zu erfahren, wie die Aufklärung der kleinen türkischen Jungen aussieht. „Das Thema Sex ist tabu in der Türkei, spricht ein Kind das mal an, sind die Eltern entsetzt. Die Lösung: Wir verheirateten das Kind, dann kann es spielend lernen.”
Und was eigentlich ist ein Transwesttürke? Das ist unser Kabarettist bei seiner Reise in die alte Heimat. Polizeikontrolle in der Türkei, Blick in den Pass: „Ah, hast in Deutschland Karriere gemacht? Ah, Mushin Omurca, schöner deutscher Name, den Du hast!”
(Plettenberger Rundschau, 21.4.2007)

„Plettenberg kann von Offenheit für Fremde in der Zukunft profitieren”
Integrationskonferenz gestern im Berufskolleg. 73 Nationen in unserer Stadt!

PLETTENBERG: Offenheit für Fremde habe sich bereits in der Vergangenheit bewährt und sei im Zuge der Globalisierung, der zunehmenden internationalen Verflechtungen in Wirtschaft, Politik und Kultur ein wichtiger Faktor, unterstrich Bürgermeister Klaus Müller gestern Nachmittag. In einer nahezu vollbesetzten Aula eröffnete das Stadtoberhaupt am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Eiringhausen die erste Integrationskonferenz und wies dabei auf die enorme Bedeutung eines guten Miteinanders in einer Stadt, in der Menschen 73 verschiedener Nationen und 4 202 Bürger mit einem ausländischen Pass lebten, hin. Plettenbergs Ausländeranteil liege bei einer Gesamtbevölkerungszahl von knapp 29 000 Einwohnern bei 15 Prozent. Wenn diese 15 Prozent im Vergleich zu Werdohl mit 21 Prozent zunächst „unspektakulär” erscheine, so liege die Vier-Täler-Stadt jedoch fünf Prozent über Nordrhein-Westfalen und drei Prozent höher als der Märkische Kreis insgesamt. Die Zahl der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sei in Plettenberg noch einmal höher, bedenke man, dass jene nicht erfasst seien, die bereits einen deutschen Pass besäßen.
Die Bildung und insbesondere die Förderung der Kinder mit Migrationshintergrund bezeichnete Klaus Müller als Rohstoff, als späteres Kapital, das unserer Gesellschaft zugute komme. Die Zuwanderer seien damals, nach Ende des zweiten Weltkrieges, als Westdeutschland alle Verfolgten und Flüchtigen aufgenommen hatte, als Bereicherung angesehen worden.

Eckehard Beck, Fachbereichsleiter für Schule und Bildung des Märkischen Kreises, wies auf die Pisa-Studie in 2003 hin, bei der Migranten deutlich schlechter abschnitten und vor allem durch sprachliche Defizite auffielen. Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg erfülle jedenfalls den Auftrag, der im Schulgesetz formuliert sei, Migranten aktiv zu fördern, mit Leben - dies nicht zuletzt durch den 2006 eingerichteten „Arbeitskreis Integration”, der die Veranstaltung unter der Leitung der beiden Lehrerinnen Dr. Ulrike Zenk und Hatice Gündogdu initiiert hatte. Die 18 Mädchen der Gruppe servierten den Gästen bereits eine halbe Stunde vor Beginn des offiziellen Teils im Foyer der Schule türkische Spezialitäten - darunter Weinblätter, gefüllt mit Reis und Hackfleisch, Teigtaschen mit Schafskäse und Petersilie und süßes Gebäck. „Es war eine Kostprobe der internationalen Bereicherung”, betonte Berufskolleg-Leiterin und Nachfolgerin von Dr. Hans Ulrich Hilse, Ursula Wortmann-Mielke.
Ursprünglich sollte gestern Nachmittag Professor Dr. Faruk Sen, Direktor im Zentrum für Türkeistudien in Essen, als Referent sprechen. Doch ein plötzlicher Todesfall in seinem Freundeskreis verhinderte sein Kommen. Kurzfristig sprang seine wissenschaftliche Mitarbeiterin, Dr. Martina Sauer, ein und zeigte Fehler und Perspektiven für den Integrationsprozess auf und gab Gedankenanstöße. Die Deutschen sähen die -Menschen mit Zuwanderungsgeschichte als Gefahr und die Selbstkritik nehme ab. Die falsche, wenn es auch die bequemste Einstellung sei: „Zuwanderer - passt Euch mit Euren Lebensgewohnheiten und Einstellungen an uns an!”. Beide Seiten, so Dr. Martina Sauer, müssten aufeinanderzugehen.
Sie sieht einen Weg zur Verbesserung der Situation, indem: erstens Lehrer interkulturell sensibilisiert, zweitens weitere Ganztagsschulen und Familienzentren eingerichtet würden und drittens Migranten an Kommunalwahlen teilnehmen dürften, der Islam als Religionsfach eingeführt würde und Türken regelmäßig auch als Polizisten, Sozialarbeiter oder Lehrer arbeiten könnten.
(Süderländer Tageblatt, 19.4.2007)

Gemeinsam leben und lernen!
Organisatoren des Berufskolleg zeihen positive Bilanz

Lüdenscheid: Erneut organisierte das Berufskolleg eine bedeutende Zusammenkunft. Dabei kamen Schüler aus allen Schulformen in NRW zusammen, um gemeinsam in speziell eingerichteten Bildungsgängen zu lernen und unterrichtet zu werden.
Das Projekt des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs, bei dem Abiturienten gemeinsam mit Schülern ohne derzeitige Berufsausbildung Unterrichtsprojekte gestalteten, wurde durch die Initiative „Gemeinsam leben, gemeinsam lernen“ umfangreich unterstützt. Sie ermöglichte erst die Projekte, die den Schulalltag auflockern und bereichern sollten. Unter anderem gestalteten die Schüler ihren Klassenraum neu, verschönerten ein altes Auto und bastelten Bilderrahmen für Klassenfotos. Für Verpflegung und gute Laune der Kollegen wurde ebenfalls gesorgt. Mit Waffeln und anderen Leckereien kümmerten sich eine Gruppe um das Wohlergehen der Teilnehmer. Auch Schönheitspflege und sportliche Betätigung gehörten zum Programm.

„Das gemeinsame Projekt hat viele Berührungsängste genommen und wurde von allen als Bereicherung empfunden“, so das zuständige Lehrteam um Fachleiter Ulrich Neuhaus. „Letztendlich ist dies genau das, was uns und dem Spender am Herzen liegt: Die Verschiedenheit der Menschen als Bereicherung zu erfahren.“
(Westfälische Rundschau, 13.3.2007)

Gertrud-Bäumer Berufskolleg: Lehrerkonferenz zum Thema Integration mit hochkarätigem Besuch

Herr Prof.Dr. Faruk Sen

Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid und Plettenberg plant für den 18.4.2007 eine Lehrerkonferenz zum Thema "Integration" am Schulstandort Plettenberg.  Initiiert ist diese Veranstaltung durch den schulischen Arbeitskreis Integration. Stellvertretend für diesen erklärt die Leiterin des Arbeitskreises Frau Dr. Ulrike Zenk: "Die aktuellen Integrations- und Islam- "gipfel" in Berlin sorgen sicherlich für eine positive Stimmung im Lande. Um aber die Verbesserung der konkreten Integrationsarbeit an unserer Schule voranzutreiben, müssen wir es schaffen, den schulgesetzlich verankerten übergeordneten Integrationsauftrag zu unserer wirklichen Alltagsaufgabe zu machen".

Das GBBK hat entsprechende Ziele und Bausteine einer zukunftsweisenden Integrationsarbeit in seinem Schulprogramm 2006 festgeschrieben. Nun geht es darum, dieses Programm ernst zu nehmen und in die Praxis umzusetzen. Die Schulleiterin Frau Ursula Wortmann-Mielke betrachtet "die Integration als eine primäre Aufgabe von Schule und hofft mit dieser Veranstaltung in ihrem Kollegium diesbezüglich neues Feuer zu entfachen".
Speziell am GBBK Plettenberg bilden die türkischstämmigen Migranten einen hohen Anteil der Gesamtschülerpopulation. Sie erreichen jedoch proportional betrachtet in sehr geringem Maße höhere Schulabschlüsse. Ebenso nehmen die Kompetenzen der Schüler, die an das Kolleg kommen, von Jahr zu Jahr ab, ihre Türkisch- und Deutschkenntnisse gehen dramatisch zurück: Man spricht von „bilingualen Analphabeten“. Im Bundesdurchschnitt verlässt beinahe jeder vierte junge Türke die Schule ohne einen Abschluss, mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt aller Schüler (vgl. SZ 10./11.2.2007, S. 2). Die Folgen sind Schulprobleme im Leistungs- und Verhaltensbereich, erschwerter beruflicher Einstieg, geringe berufliche Qualifizierung, vermehrte Aggression und/ oder starke Rückzugstendenzen in scheinbar islamisch begründete Lebensformen. Aufgrund der besonderen schulischen Situation freuen sich die Standortleiter Stephanie Sperlich und Lutz Schäfer, dass die Gertrud-Bäumer-Berufskolleg -Integrationsveranstaltung in der Aula am Schulstandort Plettenberg stattfinden wird.
Von den schulischen Integrationsbemühungen sollen ebenso die sozialpädagogischen Ausbildungsgänge profitieren: Die angehenden Erzieherinnen finden in den Praktikumseinrichtungen der Region eine hohe Konzentration von Kindern und Jugendlichen türkischer Abstammung vor. Für ihre Integrationsarbeit benötigen sie ein hohes Maß an interkultureller Sensibilität und fachlicher Kompetenz auf dem Gebiet von Förderangeboten.
Das Programm am 18.4.2007 sieht folgendermaßen aus: Zunächst bietet die hauswirtschaftliche Abteilung des Kollegs (ab 13.15 Uhr) einen türkischen Imbiss im Foyer an. Um 14.00 Uhr wird die Schulleiterin in der Aula die Lehrerkonferenz eröffnen und geladene Gäste begrüßen. Für den Fachvortrag mit sich anschließender Podiumsdiskussion konnte erfreulicherweise der Direktor des Zentrums für Türkeistudien, Herr Prof. Dr. Faruk Sen gewonnen werden, der auch in Berlin als ein hochrangiger Integrationsexperte gilt und Teilnehmer des Integrationsgipfels bei Bundeskanzlerin Angela Merkel ist. Er wird über die aktuelle Lebenslage der türkischstämmigen Migranten, über Gründe misslungener Integration, aber vornehmlich über Chancen und die Notwendigkeit einer Korrektur der Integrationsarbeit referieren und mit den Lehrern diskutieren.
Zum Abschluss darf die außergewöhnliche Lehrerkonferenz noch einen außergewöhnlichen Gast begrüßen: den Kabarettisten Muhsin Omurca. Omurca gilt als legitimer Begründer der Migranten-Comedy, die zu Beginn seiner Karriere noch als politisch inkorrekt galt. Er karikiert mit viel Gefühl die deutsch-türkischen Vorurteile mit seinem Programm „Die EUmanen kommen“, indem er über die Hochzeitswünsche der Türken mit der EU ein geistreiches und überwältigend komisches Programm präsentiert.

Die Veranstaltung wurde unter anderem möglich mit Hilfe der Stadtwerke Plettenberg und Lüdenscheid sowie den Sparkassen Plettenberg und Lüdenscheid, die sich freundlicherweise als Sponsoren zur Verfügung stellten. An diese richten Schulleitung und Kollegium des GBBK einen besonders herzlichen Dank!
Mitglieder und Ansprechpartner des GBBK Arbeitskreises Integration (AKI) sind die KollegInnen: Kornelia Daniel, Hatice Gündogdu, Mike Keylock, Melanie Reher-Dietz, Lutz Schäfer, Heike Schrapper, Tanja Wojczak, Dr. Ulrike Zenk
(11.4.2007, Lüdenscheid)

Gertrud-Bäumer Schüler besuchten Theaterstück „Wegen der Ehre“

Arbeitskreis Integration fuhr mit verschiedenen Klassen zum Theaterprojekt des Freien Werkstatt Theaters Köln/ Thema Ehrenmorde konnte im Anschluss auch mit den Schauspielern diskutiert werden

Verschiedene Klassen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs besuchten am vergangenen Mittwoch die Uraufführung „Wegen der Ehre“ des Freien Werkstatt Theaters in Köln. Das durch verschiedene Stiftungen unterstützte Theaterprojekt hat sich des Themas Ehrenmorde angenommen. Dabei wird sich dem Thema nicht oberflächlich genähert wie es häufig in der Tagespresse passiert, sondern sehr intensiv das „Innenleben“ der beteiligten Personen dargestellt.
Das von der in der Türkei geborenen und in Deutschland lebenden Schauspielerin Sema Meray geschriebene Stück handelt von einer türkischen Frau, die sich von ihrem türkischen Ehemann getrennt hat und mit ihrer Tochter nun ein eigenes Leben führen will. Dies trifft auf den Widerstand ihres Vaters, der sie vor die Wahl stellt, entweder bei ihrem Ehemann zu bleiben oder wieder zu ihrer Familie zu ziehen.
Eines Tages kommt ihr Bruder in ihre Wohnung und verlangt, dass sie dem Willen ihres Vaters folgt und droht Konsequenzen für ihre Weigerung an.
„Der Ehrenmord an Hatun Sürücü in Berlin war für mich Anstoß, dieses Stück zu schreiben.“, so Autorin und Schauspielerin Sema Meray im Anschluss an die Aufführung vor den Schülern. „Mir war klar, dass ich meinen Beruf als Schauspielerin nutzen muß, um so ein sensibles Thema in die Öffentlichkeit zu tragen, wohlgemerkt, ohne Voyeurismus!“, gibt Sema Meray Auskunft über ihre Beweggründe.
So bleibt denn auch der Schluss des Stückes offen, der zu befürchtende Mord findet nicht statt. Dass dies aber auch nicht nötig war, zeigte die Reaktion der verschiedenen Schüler, die im Anschluss an die Aufführung betroffen und intensiv mit den Schauspielern diskutierten. So wurde die Position der türkischen Frauen in der heutigen Gesellschaft genauso hinterfragt wie auch die bestehenden Normen und Werte, die zu Rollenkonflikten führen.
„Für junge türkische Frauen ist es ein Problem nicht ganz von der deutschen Gesellschaft und ebenso nicht ganz von der türkischen Gesellschaft akzeptiert zu werden!“, so eine Türkeistämmige Schülerin vom GBBK. „Das führt zu zahlreichen Interessenkonflikten im täglichen Leben!“
Dass das bedrückende Thema Ehrenmorde, von denen es weltweit nach Informationen der UNO ca. 5000 jährlich gibt, sich als Aufhänger für eine viel grundsätzlichere Diskussion eignete, zeigte auch die weitere Diskussion. Da wurden alltägliche Erfahrungen aus Familien-, Schul- und Berufsleben ausgetauscht und besprochen. Einige türkeistämmige Schülerinnen stellten klar, dass Ehrenmorde natürlich für die allermeisten Familien überhaupt nicht in Frage kämen. Andererseits gäbe es aber auch durchaus Einstellungen, die das Leben der jungen Frauen sehr stark prägten.
„Natürlich sind die Ehrenmorde ein eher extremer und in Deutschland Gott sei Dank nicht alltäglicher Vorgang,“, so die Leiterin des Arbeitskreises Integration Dr. Ulrike Zenk, „deshalb geht es uns am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in erster Linie darum, die Rolle der jungen Frauen zu stärken!“ Eine solche Aufführung sei ein guter Aufhänger, diese unterschiedlichen Wertvorstellungen zu diskutieren und zu hinterfragen. Hier sei man auf einem guten Weg
(18.3.2007, Plettenberg)

3. Interkulturelles Türkei-Projekt

Fachschule für Sozialpädagogik besucht vom 18. bis zum 24. März die Metropole Istanbul /Fortsetzung des von der Körber-Stiftung ausgezeichneten Schulprojektes/ Dr. Zenk: Interkultureller Austausch in Fragen der Erziehung und Bildung ist von hoher Bedeutung

Die Bilder zeigen die Klassen der Fachschule für Sozialpädagogik und der Abiturklasse vor der berühmten Bibliothek der antiken Stadt Ephesus

Im Oktober 2004 besuchte erstmals eine Klasse der Fachschule für Sozialpädagogik die Türkei. Die Metropole Istanbul war das Ziel eines von Fachlehrerin Dr. Ulrike Zenk ins Leben gerufenen Projektes zum interkulturellen Austausch. Viele Begegnungen und Gespräche, sowie die intensive Teilnahme an den Veranstaltungen der verschiedenen Bildungseinrichtungen verschafften den Schülerinnen einen intensiven Einblick in die türkische Kultur. Gerade im heimischen Raum sind dies wichtige Voraussetzungen im Umgang mit den zahlreichen Migrantenkindern in den verschiedenen Kindertageseinrichtungen.
Mit dem diesjährigen Projektvorhaben setzt das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg seine von der Körber-Stiftung (Deutsch-Türkischer-Dialog, Hamburg) 2003 „sowohl unter organisatorischen als auch interkulturellen Gesichtspunkten als vorbildlich für andere Schulen und Jugendgruppen“ ausgezeichnete Projektarbeit fort.
Das Projektthema ist ein interkultureller Austausch in Fragen der Erziehung und Bildung, was sich entsprechend im geplanten Programm wiederfindet. So stehen Schülern und Lehrern Hospitationen im Kindergarten und der Schule des Europakollegs, kleinere selbstständige Aktivitätsangebote der GBBK - Erzieherschüler aus den Bereichen Musik-Rhythmik, Sport, Spiel und kulturelle Umwelten, Diskussionen mit Schülern und Lehrern zu aktuellen Fragen wie etwa dem EU-Beitritt der Türkei sowie gemeinsame pädagogische Aktivitäten von Schülergruppen und Lehrern beider Schulen bevor.
Die deutschen Schüler und Lehrer sammeln auch in diesem Jahr weitere berufsqualifizierende Erfahrungen durch Kontakte mit sozialpädagogischen Einrichtungen in Istanbul wie etwa dem „Verein der Freiwilligen Helfer der Straßenkinder“ oder sozialpädagogischen Jugendeinrichtungen sowie durch ein umfassendes kulturelles Rahmenprogramm: Besucht wird unter anderem die Blaue Moschee, die Hagia Sophia und der Ägyptischer Bazar, außerdem ist auch eine Schifffahrt zwischen dem europäischen und dem asiatischen Kontinent geplant. Jedem Teilnehmer wird die Mitarbeit an diesem interkulturellen Projekt auf seinem Zeugnis ausgewiesen.

Den Erfolg der beiden letzten Fahrten möchte Frau Dr. Zenk, die unterstützt wird durch die Fachlehrer Hatice Gündogdu, Kornelia Daniel und Mike Keylock nun fortsetzen und mit der „nächsten Generation“ der Fachschule für Sozialpädagogik in die Türkei reisen.„Das GBBK nimmt seine im Schulprogramm avisierten Ziele der Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen ernst und versucht sie durch geeignete Projekte in die Praxis umzusetzen.“, so Dr. Ulrike Zenk.

Nun hofft man am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg nicht nur für die zukünftige Erzieherinnengeneration die Möglichkeit zu schaffen, eine wichtige inhaltliche und pädagogische Erfahrung zu sammeln, sondern auch für die Integrationsarbeit an der Schule. „Wir haben hier einen recht hohen Anteil von insbesondere türkischen Migrantenkindern,“, so Standortleiter Lutz Schäfer, „da ist die Kenntnis der jeweiligen anderen Kultur ein wichtiger Grundstein für das tägliche Miteinander!“. Deshalb hofft die Standortleitung auch auf weitere positive Anreize durch die Fahrt.
(09.03.2007, Plettenberg)

Große Spendebereitschaft bei der Schülerschaft des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs
Blutspendedienst des DRK West konnte fast 60 Schüler „anzapfen“ / Auch 34 Erstspender konnten für die „gute“ Sache gewonnen werden

Am vergangenen Donnerstag hatten die volljährigen Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in Plettenberg die Gelegenheit, beim Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes mit ihrer Blutspende Menschen zu helfen.

Jennifer Vetter und ihr Team vom Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes West hatten den Weg ins heimische Plettenberg gerne auf sich genommen, da Blutspenden ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung von Patienten darstellt. „Wir fahren zu Schulen, um auch die Jugend anzusprechen. Wir erleben es immer wieder, dass die Blutspende zu einem Gruppenerlebnis wird, was den Jugendlichen Spaß macht! Viele sind aber hinterher auch stolz, weil sie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und bis zu 3 Menschen helfen können!“

Die Verwendung von Blutspenden geschieht heute nämlich sehr gezielt nach den Bedürfnissen des jeweiligen Patienten und da bei einer Spende drei Produkte entstehen – Erythrozyten, Thrombozyten und Plasma – kann bis zu 3 Menschen geholfen werden.

Dass Blutspenden eine hilfreiche aber auch ernste Sache ist, hatten die Schülerinnen und Schüler bereits bei einer vorbereitenden Informations – und Aufklärungsveranstaltung dargestellt bekommen. Denn oberste Priorität hat sowohl der Schutz der hilfsbedürftigen Patienten als auch die Gesundheit der jeweiligen Spender. Und so mussten alle Interessenten einen umfangreichen Fragenkatalog beantworten, um Risiken weitestgehend auszuschließen.

Die Bereitschaft zu helfen trübte dies aber nicht, denn am Donnerstag fanden sich 11 Gruppen aus insgesamt 7 verschiedenen Klassen nacheinander in der Aula des GBBK ein. Mit knapp 60 Schülerinnen und Schülern hatten sich noch mehr beteiligt, als im vergangenen Jahr. Hilfsbereitschaft und Neugierde war denn auch der Tenor der Schüleräußerungen während des Blutspendetermines: „Ich war neugierig und wollte wissen, wie es ist Blut zu spenden!“, so eine Schülerin aus der Stufe 12 der Fachoberschulklasse und aus der Fachschule für Sozialpädagogik sagte eine andere: „Aus unserer Klasse haben sich viele zur Blutspende angemeldet. Wir waren durch Informationsveranstaltung wirklich motiviert!“

Dass dies für viele auch nicht der letzte Blutspendetermin war, konnte Jennifer Vetter zufrieden feststellen, denn die meisten Schülerinnen und Schüler bestätigten die Schmerzlosigkeit des Eingriffes: „Ich würde es wieder tun, denn es tat ja gar nicht weh!“, so war es vielfach zu hören.

Um wieder zu Kräften zu kommen und als „kleine“ Entschädigung für das bereitwillige Blutspenden gab es für die Beteiligten abschließend einen kleinen Imbiss, den Fachlehrerinnen Petra Heidenreich und Marianne Lopatenko mit der Unterstufe der Berufsfachschule im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft vorbereitet hatte. Dieser sah nicht nur gut aus, sondern schmeckte auch allen ausgezeichnet.

So war Standortleiter Lutz Schäfer mittags denn auch sehr zufrieden über den organisatorischen Ablauf und insbesondere über die Bereitschaft und Disziplin seiner Schützlinge: „Ich kann die Schülerinnen und Schüler nur ausdrücklich dafür loben, dass soviele Gebrauch von der Möglichkeit Blut zu spenden gemacht haben! Das ist heute leider nicht mehr so selbstverständlich!“ Diesem Kompliment schloss sich Jennifer Vetter vom DRK Hagen ausdrücklich an: „Ich möchte mich aber auch sehr herzlich für das Wohlwollen und das Entgegenkommen durch Kollegium und die Leitung bedanken, die uns und unsere Arbeit sehr unterstützt haben!“ Sie zollte insbesondere den 34 Erstspendern großen Respekt und äußerte abschließend die Hoffnung, diese und weitere Schüler bei einer Wiederholung der Aktion erneut als Spender begrüßen zu dürfen.
(21.2.2007 Plettenberg)

Beratungstag wurde gut bersucht- Viele Möglichkeiten für berufliches und schulisches Weiterkommen
Informationen standen im Berufskolleg im Vordergrund

Plettenberg: Groß war das Interesse der Mädchen und Jungen mit ihren Eltern, die den Beratungstag des Bertrud-Bäumer Berufskollegs (GBBK) besuchten. Sie wurden von beratenden Lehrern, freundlichen Schüler und einem großen Menü der unterschiedlichsten Beratungen zu den verschiedenen Berufszweigen empfangen.Wer am Beratungstag das GBBK betrat, war umgeben von Lehren und Schülern, die den fragenden und neugierigen Gesichtern der vielleicht zukünftigen Schüler auf die Sprünge halfen. Jeder der Räume im Gebäude – erstrahlend in neuer, einladender Farbe – war mindestens mit vier bis sechs Interessenten gefüllt, die sich nach den verschiedenen Möglichkeiten für ein berufliches oder schulisches Weiterkommen erkundigten. Ob Hauptschul- oder Realschulabschluss, Fachabitur oder Abitur, alle Möglichkeiten konnten erfragt und gemeinsam mit den zur Verfügung stehenden Beratern individuell oder in Gruppengesprächen erörtert werden. Selbst das viel besprochene Zentral-Abitur wird am GBBK langsam und gestaffelt eingeführt. Eine Hauswirtschaftsklasse übernahm die Bewirtung der Gäste und gestaltete sehr dekorativ, extra für diesen Zweck eine Cafeteria. Die Standortleiter Stephanie Sperlich und Lutz Schäfer freuten sich über diesen großen Zuspruch, der jetzt seit mehr als 10 Jahre kontinuierlich anhält.
(Westfälische Rundschau, 30.1.2007)

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Beratungstag am 27. Januar – Anmeldeverfahren für die Bildungsgänge läuft

"Halbjahreszeugnisse – Wie in jedem Jahr sehen sich zur Zeit viele Schülerinnen und Schüler vor das Problem gestellt: Was passiert am Ende dieses Schuljahres und wie geht es dann weiter? Es ist für viele Absolventen der allgemein bildenden Schulen auch in diesem Jahr nicht einfach, einen den Wünschen entsprechenden geeigneten betrieblichen Ausbildungsplatz zu finden. Die Bildungsgänge der Berufskollegs können interessante Alternativen in der Aus- und Weiterbildung bieten.

Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg bietet deshalb am 27. Januar einen Beratungstag an, um Schülerinnen und Schülern, sowie deren Eltern Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten zu geben. Zwischen 9.00 und 13.30 Uhr stehen die Kolleginnen und Kollegen um die Standortleitung von Steffi Sperlich und Lutz Schäfer Rede und Antwort. Am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg werden vielfältige attraktive Möglichkeiten angeboten, die Jugendlichen und Heranwachsenden helfen sollen, an zunehmend international geprägten Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft teilzunehmen. Ein großer Vorteil der Bildungsgänge des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs liegt in der Möglichkeit der Doppelqualifikation, das heisst es können Berufsabschlüsse, berufliche Grundbildung oder berufliche Kenntnisse und gleichzeitig alle allgemein bildenden Schulabschlüsse - vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur – erreicht bzw. nachgeholt werden.

Hier ist bereits jetzt ein erster Überblick über die einzelnen Bildungsgänge:

Erfolgreich etabliert hat sich der Bildungsgang Allgemeine Hochschulreife und Berufsabschluss Erzieherin/Erzieher (EA). In vier Jahren ist es möglich den Berufsabschluss Erzieherin/Erzieher und die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Das Abitur wird bereits nach 3 Jahren vermittelt. Angesprochen werden insbesondere Schülerinnen und Schüler, deren Interessen im Bereich „Erziehung und Soziales“ liegen und die – neben dem Berufsziel des Erziehers – ein Studium z. B. im sozialpädagogischen, sozialwissenschaftlichen, biologisch-naturwissenschaftlichen Bereich oder ein Lehramtsstudium mit den entsprechenden Fächern anstreben. Eingangsvoraussetzung ist entweder die Fachoberschulreife mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe oder der erfolgreiche Besuch der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen oder eine abgeschlossene Erzieherausbildung mit Fachhochschulreife.

Wer sein "Fachabitur" machen will, kann die Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen (F) besuchen. Hierzu ist die Fachoberschulreife notwendig, aber auch berufserfahrene Erwachsene können aufgenommen werden. Während in der Klasse 11 neben 2 Unterrichtstagen in der Schule gleichzeitig ein Praktikum abzuleisten ist, wird in der Klasse 12 nur die Schule besucht. Erfolgreiche Absolventen erhalten durch die Vermittlung beruflicher Kenntnisse eine attraktive Vorbereitung auf Berufe in den Berufsfeldern „Soziales“ (Erziehen, Anleiten, Beraten, Versorgen, Betreuen, Pflegen) und „Gesundheit“ (Heilen, Beraten, Pflegen, Betreuen, Medizinische Technik) oder können anschließend ein Studium an einer Fachhochschule aufnehmen. Außerdem ermöglicht ein erfolgreicher Abschluss die Aufnahme in die Fachschule für Sozialpädagogik mit dem Ausbildungsziel „Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)“.

Wunsch: Fachoberschulreife? Hier bietet sich u. a. der Besuch eines Zweijährigen Bildungsganges im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft (BF) an, der ausserdem eine berufliche Grundbildung für den gesamten ernährungsgewerblichen und hauswirtschaftlichen Bereich vermittelt. Für die Aufnahme ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 notwendig. Unter Umständen kann der „mittlere Bildungsabschluss“ auch schon nach einem Jahr erworben werden. Dieser Bildungsgang stellt auch eine geeignete Vorbildung für pflegerische, soziale und sozialpädagogische Berufe dar. Die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe wird ermöglicht.

Der zweijährige Bildungsgang Berufsausbildung zur Sozialhelferin / zum Sozialhelfer (BS) wird für Schülerinnen und Schüler angeboten, die mindestens den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 mitbringen. Wer sich grundsätzlich für einen Beruf im sozialen Bereich interessiert, kann insbesondere durch Praktika verschiedene Berufs- und Arbeitsfelder der Gesundheits- und Sozialpflege kennen lernen. Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, für Behinderte und auch stationäre oder ambulante Einrichtungen der Familien- und Altenhilfe. Somit ist diese Ausbildung vor allem als Orientierungshilfe für Jugendliche anzusehen, die noch keine klare Berufsvorstellung haben. Neben dem Berufsabschluss wird außerdem die Fachoberschulreife vermittelt. Hieran anschließend kann bei Interesse für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen die Fachschule für Sozialpädagogik besucht werden. Hier würde dann der Berufsabschluss „Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)“ und auch die Fachhochschulreife ermöglicht. (weitere Informationen unter Fachschule für Sozialpädagogik)

Das Berufsgrundschuljahr im Berufsfeld Körperpflege (BGK) bietet neben beruflicher Grundbildung den Erwerb der Fachoberschulreife. Ein hoher Anteil an Fachpraxis kommt auch mehr praktisch begabten Schülerinnen und Schülern entgegen. Vermittelt wird eine berufliche Grundbildung, die als erstes Ausbildungsjahr im Ausbildungsberuf „Friseur/Friseurin“ anerkannt wird oder Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich „Kosmetik“ eröffnet.

Wer später z. B. als Arzthelfer(in), Krankenpfleger(in) oder Physiotherapeut(in) arbeiten möchte kann das Berufsgrundschuljahr im Berufsfeld Gesundheit (BGG) besuchen. Eingangsvoraussetzung für diesen Bildungsgang ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 10. Bei der Vermittlung der beruflichen Grundbildung wird besonderer Wert auf die berufsbezogene Theorie und Praxis – z. B. durch ein achtwöchiges Praktikum – gelegt. Dieser Bildungsgang eröffnet gute Aussichten, anschließend einen Ausbildungsplatz im Gesundheits- oder Pflegebereich, sowie in der Physiotherapie zu erhalten. Absolventen können ausserdem die Fachoberschulreife erwerben.

Freie Ausbildungsplätze gibt es in der Fachschule für Sozialpädagogik (FS) . Wer sich für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen interessiert, kann nach 3 theoretisch und praktisch ausgerichteten Jahren den Berufsabschluss "Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)" erwerben. Als Schulabschluss wird die Fachoberschulreife sowie eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer vorausgesetzt. Alternativ sind die Fachhochschulreife (s. auch Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen) oder der Nachweis über eine einschlägige fünfjährige Berufserfahrung als Aufnahmevoraussetzung möglich. Durch die gleichzeitige Vermittlung der Fachhochschulreife wird ein Studium an einer Fachhochschule ermöglicht.

Während Erzieher(innen) in Kindertagesstätten, Horten, Heimen oder Jugendfreizeiteinrichtungen tätig werden, haben Kinderpfleger(innen) ihren Aufgabenbereich mehr bei den Jüngeren, entweder im Kindergarten oder in der Familie, aber auch auf einer Säuglingsstation eines Krankenhauses. Voraussetzung für diesen Zweijährigen Bildungsgang Kinderpflege (BK) ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 10. Erfolgreiche Absolventen erwerben den Berufsabschluss „Staatlich geprüfte(r) Kinderpfleger(in)“ und die Fachoberschulreife. Hieran anschließend kann bei Interesse für die Arbeit mit den „älteren“ Kindern und Jugendlichen die Fachschule für Sozialpädagogik besucht werden. Hier würde dann der Berufsabschluss „Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)“ und auch die Fachhochschulreife ermöglicht. (weitere Informationen unter Fachschule für Sozialpädagogik)

Hauptschulabschluss - Fehlanzeige? In einem Jahr ist dieser möglich, wenn man sich für das Berufsorientierungsjahr (BO) entscheidet. Diese Schulform dient der Vorbereitung zur Aufnahme einer Berufsausbildung und soll Kenntnisse und Fertigkeiten in den Berufsfeldern Ernährung und Hauswirtschaft sowie Körperpflege vermitteln.

Weitere Informationen und Auskünfte können interessierte Schüler und Eltern am 27. Januar ab 9.30 Uhr im Gebäude des GBBK in der Schulstraße erhalten. Parkmöglichkeiten sind hinter dem Gebäude in der Heinrichsstraße ausreichend vorhanden. Telefonisch ist die Schule unter der Rufnummer 02391/54642 (Montag bis Freitag 8 bis 14 Uhr), Fax: 02391/54958 zu erreichen. Anmeldungen für die einzelnen Bildungsgänge sind bereits ab sofort möglich oder können am Beratungstag direkt vorgenommen werden.
(Lüdenscheid, den 18.1.2007)

Schüler laden zum Beratungstag am 27. Januar ein
Angehende Erzieher stellen ihr Lernsystem vor: „Müssen die gleichen Leistungen bringen wie am Gymnasium“

Plettenberg: Ein Leserbrief, in dem die Schülerinnen und Schüler des“PEA10“ (Bildungsgang Erzieher und allgemeine Hochschulreife am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg) einen Rückblick auf ein Halbes Jahr am Berufskolleg ziehen, erreicht jüngst die Redaktion der Heimatzeihtung. „Seit fast einem halben Jahr besuchen wir nun das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg, genauer gesagt den Bildungsgang „Erzieher/in und allgemeine Hochschulreife“. Dies bedeutet, dass wir gleichzeitig unser Abitur und die Ausbildung zum Erzieher absolvieren. Diese mögliche Doppelqualifizierung spiegelt sich auch in unserem Schulalltag wider. Neben dem späteren Leistungskurs Erziehungswissenschaften dreht es sich auch in den andern Fächern um Kinder und Jugendliche.
Die Atmosphäre wird hier am GBBK besonders groß geschrieben. Der Untericht findet fast durchgehend im Klassenverband statt und gemeinsam geht es auch noch in diesem Schuljahr auf Klassenfahrt nach Paris. „Es darf jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass das hier alles leicht ist“, betont Nadja Werner, „auch wir absolvieren ein Zentralabitur und müssen die gleichen leistungen bringen wie am Gymnasium“.
Im Januar steht dann das erste Praktikum vor der Tür. Jedes Schuljahr absolvieren wir ein Praktikum in sozialpädagogischen Einrichtungen – im Kindergarten, Hort, Heim, Jeugendzentrum etc. alle Bereiche offen, in denen ein Erzieher arbeiten kann. „Einen Nachteil hat unser Bildungsgang“ merkt Sabrina Reitmayer lachend an, „ in unserer Klasse gibt es nur einen Mann“. Aber ihm hat es unter all den Frauen gut.“

Im nächsten Schuljahr kann das schon wieder anders aussehen. So langsam scheint sich diese klare Alternative zum Gymnasium herumsprechen. Beim Beratungstag am 27. Januar in Plettenberg werden auf jeden Fall auch einige von uns die Gelegenheit nutzen und aus Schülersicht über diesen Bildungsgang berichten.
(Süderländer Tageblatt, 10.1.2007)


Seit einem halben Jahr läuft der Bildungsgang am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg
Ausbildung und Abitur gleichzeitig

Eiringhausen: Seit fast einem halben Jahr besuchen die Schülerinnen und ein Schüler der Stufe 11 des Bildungsganges Abitur/Ausbildung des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs den Bildungsgang „Erzieher/-in und allgemeine Hochschulreife“.
Dies bedeutet, dass gleichzeitig das Abitur und die Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin gemacht wird. Diese mögliche Doppelqualifizierung spiegelt sich auch im Schulalltag wieder. Neben dem späteren Leistungskurs Erziehungswissenschaften dreht es sich auch in den anderen Fächern häufig um Kinder und Jugendliche. So werden zum Beispiel in Musik Fingerspiele thematisiert oder in Biologie Kinderkrankheiten.In einem Erfahrungsbericht schreibt die Klasse 11: „Unseren Wechsel vom Gymnasium, der Gesamt-oder Realschule zum GBBK haben wir nicht bereut. Der Wechsel in diesen Bildungsgang war genau die richtige Entscheidung für mich. Erziehung und Pädagogik haben mich schon immer interessiert. Und hier sind genau das Schwerpunktthemen“, äußert sich Laura Henkel und wird von Hannah Padur bestätigt: „Im Vergleich zu meiner alten Schule, ist hier die Atmosphäre viel lockerer. Wir arbeiten hier viel in Gruppen und präsentieren unsere Ergebnisse hinterher der gesamten Klasse. Das ist eine super Übung auch für später, fürs Studium oder so. Gerade die, die Lehramt oder etwas Pädagogisches studieren wollen, sind hier genau richtig.“Die Atmosphäre wird am GBBK besonders groß geschrieben. Der Unterricht findet fast durchgehend im Klassenverband statt und gemeinsam geht es auch noch in diesem Schuljahr auf Klassenfahrt nach Paris.
„Es darf jedoch nicht der eindruck entstehen, dass das hier alles leicht ist.“ betont Nadja Werner. „Auch wir haben am Ende Zentralabitur und müssen die Leistungen bringen wie am Gymnasium.“
Im Januar steht das erste Praktikum vor der Tür. Jedes Schuljahr absolvieren die Schülerinnen ein Praktikum in sozialpädagogischen Einrichtungen – im Kindergarten, Hort, Heim, Jugendzentrum etc.

Beim Beratungstag am 27. Januar in Plettenberg werden auf jeden Fall auch einige Schülerinnen der Klassen 11 die Gelegenheit nutzen und aus Schülersicht über diesen Bildungsgang berichten und Interessierte beraten.
(Plettenberger Rundschau, 10.1.2007)

 

Traditionelles Weihnachts-Volleyballturnier am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg

Sportliches Event machte Schülern und Lehrern auch dieses Jahr viel Freude / Sportlicher Ehrgeiz und Teamfähigkeit standen im Mittelpunkt

Es hat schon seit Jahren gute Tradition am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Das vorweihnachtliche Volleyballturnier zwischen Mannschaften aller Klassen und des Lehrerkollegiums, das am vergangenen Dienstagnachmittag stattfand. Und auch diesmal hatten alle Beteiligten wieder viel Spaß an dem sportlichen Wettkampf. „Für uns stehen Teamfähigkeit und sportlicher Ehrgeiz im Mittelpunkt dieses Turniers,“, so Standortleiter Lutz Schäfer, „dies sind wichtige pädagogische Zielsetzungen auch im „normalen“ Schulalltag!“. Aber Spaß und Freude sind in jedem Jahr dabei und auch dieses Mal fehlten sie nicht, denn die Veranstaltung wurde zudem „versüßt“ von den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe der Hauswirtschaftsklasse PBFH2 unter der Leitung von Fachlehrerin Marianna Lopatenko, die allerlei selbstgemachte vorweihnachtliche Leckereien anboten.

Bild der Siegerklasse FO2G

Als Sieger konnte Standortleiterin Steffi Sperlich die Unterstufe der Fachschule für Sozialpädagogik PFS1 küren. Auf den Plätzen 2 und 3 folgte die Stufe 12 der Fachhochschulklasse Gesundheit und die Kombinationsmannschaft aus Stufe 11 und 12 des Bildungsganges Abitur und Ausbildung Erzieher.
(Plettenberg den 20.12.2006)

 

Türkische Tänze zum Abschluss des gelungenen Integrations-Projektes
Dr. Ulrike Zenk, Lehrerin am Berufskolleg, ist stolz auf ihre Schülerinnen

Plettenberg: Mit türkischen Tänzen schlossen Schülerinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in der Aula ihre Projektwoche mit dem Titel „Interkulturelle Erziehung“ ab. Die angehenden Erzieherinnen, Nicola-Katharina Müller, Erminia Lategano, Sandra Langhans, Karoline Kedron und Gülcan Kiraz hatten sich den Islam zum Thema gemacht. Zusammen mit 18 Schülerinnen der Integrationsklasse, die ihre Fachoberschulreife sowie eine berufliche Grundausbildung in Hauswirtschaft und Ernährung am Berufskolleg erwerben, wurden Themen rund um die Erziehung und die Rolle der Frau erarbeitet. Überraschend war für sie: „Wir haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gefunden“, so die Mädchen unisono. Die Integrationsklasse ist neu und setzt sich ausschließlich aus türkischstämmigen Mädchen zusammen, die man so gezielter fördern möchte. Als Klassenlehrerin konnte Hatice Gundogdu gewonnen werden.

Projektleiterin und Lehrerin Dr. Ulrike Zenk ist auf die Schülerinnen und ihr Projekt sehr stolz: Ich bin fasziniert von dieser Arbeit. Davon kann die Schule nur profitieren“, sagte sie. Am liebsten hätten sich an der „Projektidee 2006“ noch mehr angehende Erzieherinnen beteiligt.

Zu Türkischer Musik kredenzten man leckere Weihnachtsplätzchen und stellte Christentum und den Islam gegenüber, unterhielten sich über den Ramadan, über Sitten und Bräche in den Kulturne und stellte fest, dass man einander „näher ist, als man manchmal denkt“. Höhepunkt war der Auftritt der Folkloregruppe um Gülcan Kiraz, die die Trachten aus Werdohl mitgebracht und einen Tag vorher den Tanz einstudiert hatte. Lehrerin Zenk und einige Besucher waren begeistert.
(Süderländer Tageblatt 1.12.06)


Festlicher Höhepunkt
Schülerinnen entdeckten erstaunlich viele Gemeinsamkeiten

Plettenberg: Ein Integrationsprojekt, das hilft und zudem noch Spaß macht, fand am Donnerstag in der Aula des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs eine festlichen Höhepunkt.

Unter Leitung der Pädagogin Dr. Ulrike Zenk hatten fünf Schülerinnen der Erzieherinnen-Klasse ihren Beitrag zum Projekt 2006 unter dem Thema „Interkulturelle Erziehung“ geleistet: Nicola Katharina Müller, Gulcan Kiraz, Karoline Kedron, Sandra Langhans und Erminia Lategano stellten sich auf die Bedürfineisse von 18 Mitschülerinnen aus der „Integrationsklasse“ ein, um Themen wie Erziehung oder die Rolle der Frau zu erarbeiten.

Seit kurzem gibt es am Gertrud- Bäumer-Berufskolleg, parallel zur Klasse mit deutschen oder andersnationalen Mädchen, eine Hauswirtschaftsklasse, die sich nur aus türkischen Schülerinnen zusammensetzt. Für diese Klasse, die die Identität der jungen Türkinnen mehr fördert, konnte Hatice Gundogdu als Lehrerin gewonnen werden.

Nicola Müller berichtet:“ Wir haben zunächst gefragt, was die Schülerinnen interessiert – und kamen auf Spiele, Kochen und Tanzen.“ Die fünf angehenden Erzieherinnen entwickelten eigene Spiele zur „Rolle der Frau“, kochten zusammen, übten Tänze ein – und entdeckten erstaunlich viele Gemeinsamkeiten zwischen jungen Deutschen und Türkinnen. So wurden, wie Dr. Zenk mitteilte, Weihnachtsplätzchen zu türkischer Musik un deutschen Gesprächen gebacken. Dann gab es auf Türkisch Aufklärung zu Thema.“ Was ist der Ramadan?“

Nur an einem Tag studierte Gulcan Kiraz die wunderschönen türkischen Täze ein, die am Donnerstag in der Aula anlässlich der Wideröffnung der sanierten, schimmelfreien Schule vorgeführt wurden. Als Überrachung, so Gulcan Kiraz, hatte die Körperpflege-Klasse die Tänzerinnen frisiert und geschminkt, ganz wie die Models. Die Kostüme, netterweise geliehen vom Türkischen Frauenverein Werdohl (hier ist Kiraz auch engagiert), gaben dem Ganzen ein orientalisches Flair. Doch nach kurzer Zeit hielt es auch die „zivil“ gekleideten Mädchen nicht mehr: Sie kletterten auf die Bühne und mischten sich unter die Tanzenden. Nach so vielen Aktivitäten konnte frau sich am keinen Büffet bei Getränken und kleinen Snacks stärken.

„Wir sind durch dieses Projekt näher zusammen gerückt“, kommentiert Nicola Müller zufrieden. Und Gulcan Kiraz lobt die Offenheit und das Engagement der türkischen Mädchen.

Dem Lob schließt sich Dr. Ulrike Zenk an: „Als Schule profitieren wir vom Projekt. Ich muss sagen – wir sind einfach fasziniert.“
(Westfälische Rundschau, 28.11.2006)

 

Lumbricus – der Umweltbus zu Gast beim - Gertrud-Bäumer-Berufskolleg

Spezieller Bus der Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA) ermöglichte Forschung vor Ort / GBBK holte als Umweltschule begehrtes rollendes Forschungslabor nach Plettenberg

Umwelt erfahren und Einfluss nehmen – das ist das Motto des Umweltbusses Lumbricus. Lumbricus ist die wissenschaftliche Bezeichnung für Regenwurm und zugleich der Name des rollenden Forschungslabors der Natur- und Umweltakademie Nordrhein – Westfalens. Ziel dieser Einrichtung ist das unmittelbare Erleben der Umwelt mit technischen Hilfsmitteln, denn vieles liegt im Verborgenen. Dieses rollende Klassenzimmer mit 24 Arbeitsplätzen war am vergangenen Mittwoch zu Gast beim GBBK auf der Bredde. Die Fachlehrer Tanja Wojczak und Peter Treudt hatten mit der Oberstufe der Fachschule für Sozialpädagogik im Rahmen des Biologieunterrichtes den Unterricht „ins Freie“ verlegt. Dabei waren auch zahlreiche Umweltbeauftragte der verschiedenen Klassen des Gertrud-Bäumer Berufskollegs, das als Umweltschule in jeder Klasse solche Beauftragten wählt. Der Lumbricus verfügt über eine mobile Laborausrüstung mit Mess- und Analysegeräten für Wasser-, Boden- und Lärmuntersuchungen. Darüber hinaus gehört eine EDV-Anlage zum Repertoire, mit der die Umweltdaten aus NRW aus dem Internet anschaulich dargestellt und regionalbezogen ausgewertet werden können. Zudem sorgt eine Photovoltaikanlage für eine unabhängige Stromversorgung.

Unter fachkundiger Anleitung eines Umweltpädagogen führte die Klasse PFS 2 Untersuchungen im biologischen, chemischen und landschaftsökologischen Bereich durch. „Die Wahrnehmung biologischer Details und ökologischer Zusammenhänge steht dabei im Vordergrund.“, so Tanja Wojczak, die als Fachlehrerin für Biologie und Gesundheitswissenschaften am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg tätig ist. „Mit der eigenhändigen Durchführung soll die Einstellung zu und das Verhältnis für Natur und Umwelt positiv beeinflusst werden.“, betonte Wojczak. Darüber hinaus sei es ein wichtiges bildungspolitisches Ziel, dass Naturwissenschaften auch im Kindergarten zukünftig stärker gefördert werden sollen.

„Erfahrungsbezogenes Lernen ist für die Aufnahme von Wissen und das Verständnis von Zusammenhängen sehr sinnvoll. Gerade für die Zielgruppe der angehenden Erzieherinnen hat dies einen besonders hohen Stellenwert!“, ergänzte Fachlehrer Peter Treudt, der den Lumbricus Umweltbus im Rahmen der Umweltarbeit an der Schule für einen Besuch beim GBBK gewinnen konnte.

Neben Gewässer- und Bodenuntersuchungen wurden zugleich auch Lärmmessungen durchgeführt. Wie laut ist ein Vogelzwitschern oder ein vorbei fahrendes Auto? Hierauf konnten die Schülerinnen und Schüler Antworten erhalten.

Die Veranstaltung gliederte sich in jeweils drei einstündige Abschnitte:

Zunächst wurden Tiere, Daten oder Informationen im Gelände gesammelt. Diese wurden im zweiten Abschnitt jeweils analysiert und ausgewertet. Abschließend wurde im Rahmen einer Dokumentationsphase z.B. chemische Ergebnisse tabellarisch visualisiert und Tiere in einer Videoprojektion dargestellt.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich sehr interessiert und genossen den „alternativen“ Unterricht sichtlich: „Es ist viel anschaulicher, wenn man Dinge nicht nur in einem Buch sieht, sondern sie auch selber umsetzen kann!“, so eine Schülerin. Eine andere ergänzte: „Jetzt verstehe ich manche Zusammenhänge sehr viel besser.“

So verließen die beiden Klassen zufrieden den Lumbricus Umweltbus, der völlig neue Einblicke ermöglichte.

Der Bus ist vom 15. März bis zum 15. November im Einsatz. Interessierte Klassen oder Schulen sollten sich aber rechtzeitig anmelden, da die Einsatzplanung halbjährlich stattfindet. Weitere Informationen sind auch auf der Homepage www.lumbricus.nrw.de zu finden.
(27.9.2006)

Gertrud-Bäumer Schülerinnen absolvierten Tagespraktikum im Landtag

Sabrina Wolf und Özlem Alptekin folgten Einladung des Landtagsabgeordneten Thorsten Schick / Interessanter Einblick in den Tagesablauf eines Abgeordneten / Sogar Treffen mit Verbraucherschutzminister Eckard Uhlenberg war möglich

Praktika gehören zum Schulalltag der Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs. Doch die Schülerinnen der Fachoberschule Sabrina Wolf und Özlem Alptekin konnten in der ersten Woche der Herbstferien ein Praktikum der besonderen Art absolvieren. Auf Einladung des Mitgliedes des Landtags Thorsten Schick konnten die beiden Schülerinnen einen guten Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten im Landtag bekommen.

Zustande gekommen war der Kontakt durch einen Besuch der Klassen im Mai diesen Jahres, welcher durch die Fachlehrer Lutz Schäfer und Karsten Meininghaus organisiert worden war.

Neben den Abläufen der Büroarbeit im Landtag konnten beide auch die Landtagssitzung verfolgen. Besonders spannend war für die Schülerinnen ein Termin beim Minister für Landwirtschaft- und Verbraucherschutz Eckard Uhlenberg. „Solche Termine sind für mich wichtig, damit ich Anfragen und Probleme aus und in meinem Wahlkreis vernünftig bearbeiten kann.“, so der MdL Thorsten Schick.

Gerne stand der Minister dann auch für Fragen der beiden Tagespraktikantinnen zur Verfügung. So konnten beide einiges über die Arbeit eines Ministers in Erfahrung bringen. Gerade vor dem Hintergrund der Funde von „Gammelfleisch“ und „Blauzungenkrankheit“ in Deutschland zeigte sich, wie umfangreich die Tätigkeiten eines Ministers sind.

Beide Schülerinnen waren nach einem langen Tag in Düsseldorf denn auch sehr beeindruckt und zufrieden: „Das war für uns eine tolle Erfahrung und ein aufregender Einblick in eine ganz andere Welt!“, äußerte sich Sabrina Wolf begeistert. Ihre Mitschülerin Özlem Alpetekin ergänzte: „Die Arbeit im Landtag ist wirklich spannend! Ich überlege, ob für mich dies nicht auch eine berufliche Perspektive sein könnte!“

Erfreut über das zufriedene Urteil „seiner“ Praktikantinnen war dann auch MdL Schick: „Mir ist es sehr wichtig, dass junge Menschen die Möglichkeit bekommen, die politische Arbeit besser kennen zu lernen!“
(Oktober 2006)


Erlebispädagogik im „Outdoor und Adventure Repetalpark“ bei Attendorn

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Die Oberstufe der Fachschule für Sozialpädagogik erlebte spannende Fortbildungsveranstaltung / „Aufregendes Erlebnis mit pädagogischen Sinn!“

Erlebnis und Pädagogik!? Wie passt diese Kombination zusammen? Diese Frage stellten sich im Vorfeld ihrer Fortbildungsveranstaltung im „Outdoor und Adventure Park“ des schönen Repetals bei Attendorn die Schülerinnen der Fachschule für Sozialpädagogik. Die angehenden Erzieherinnen nahmen am vergangenen Freitag mit ihren Fachlehrern Eberhard Scholz und Jürgen Kleinsorge an der Hochseilgartenveranstaltung des Repetalparkes teil.

Unter Anleitung erfahrener Trainer wurde ein etwa vierstündiges pädagogisches Programm absolviert, bei dem durch gezielte Aufgaben die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen und Sozialkompetenzen im Mittelpunkt stand. Neben der Verbesserung von Gruppenstrukturen und Förderung des Teamgeistes bot sich auch für jeden Einzelnen die Möglichkeit, Wissen und Können selbst zu erarbeiten und durch bewusste Reflexion die neuen Erkenntnisse zu transferieren.

Das dreistufige Programm umfasste dabei drei wesentliche Elemente: Als erstes die theoretische Einführung am Boden mit entsprechenden Vorübungen. Daran schlossen sich die sogenannten Vertikal-Elemente an, bei denen in luftiger Höhe verschiedene Übungen durchgeführt wurden, aber nach jeder Übung die Rückkehr zum Boden erfolgte. Abschließend standen noch die Horizontal-Elemente auf dem Einsatzplan. Hier wurden Übungen auf Brücken- und Balkenkonstruktionen in Höhe von 5 bis 18 Metern absolviert. Dies kostete einige Überwindung und brachte so manche Schülerin, aber auch die beiden Fachlehrer Scholz und Kleinsorge ins Schwitzen.

Schwerpunkt aller Übungen war, als Gruppe in kooperativen Abenteuerspielen definierte Ziele zu erreichen. Dies ging natürlich nur auf gemeinschaftlicher Basis, wie die Schülerinnen recht schnell merkten. Jana Thiel, Schülerin der PFS 2, brachte die Erkenntnisse aller Teilnehmerinnen auf den Punkt: „Wir haben sehr viel bewusster wahrgenommen, wie die Nutzung der Stärken und die Rücksichtnahme auf die Schwächen der Einzelnen bei der Lösung der Aufgaben wichtig war.“ Eine andere Schülerin ergänzte: „Hier wurden Rollen und Beziehungen geklärt, sowie Kommunikationsfähigkeit im Team verbessert und damit problemorientiertes Handeln gefördert!“

Was sich sehr theoretisch und pädagogisch anhört, machte Schülerinnen und Lehrern aber auch sehr viel Spaß. Die Fachlehrer Eberhard Scholz und Jürgen Keinsorge waren sehr zufrieden: „Ein aufregendes Erlebnis mit pädagogischen Sinn!“ In der Schule könne man viele Dinge zwar ansprechen, aber was Teamgeist in der Praxis bedeute, das könne man sehr viel besser in der Praxis sehen.
(Lüdenscheid, September 2006)


Eine großartige Bilanz – 318 Blutspender/innen an den Berufskollegs am Raithelplatz

Die volljährigen Schülerinnen und Schüler der beiden Berufskollegs am Raithelplatz hatten zum wiederholten Male die Gelegenheit beim Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit ihrer Blutspende anderen Menschen zu helfen. Dazu stand eine Woche lang ein Blutspende-Mobil bereit. Wie erfolgreich eine solche Blutspendeaktion an Schulen ablaufen kann, zeigen die folgenden Zahlen: 318 Schüler und Schülerinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs und des Berufskollegs für Technik sind allein an 5 Tagen zusammengekommen. Der Dienstag ist dabei mit seinen 76 Spendern/Spenderinnen besonders hervorzuheben.

Das Team vom Blutspendedienst Hagen hatte den Weg nach Lüdenscheid gerne auf sich genommen, da Blutspenden ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung von Patienten darstellt. Um die Jugend anzusprechen, werden immer wieder Schulen besucht. Die Erfahrung zeigt, dass viele Schüler und Schülerinnen stolz sind, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen zu können, da ihre Spende bis zu drei Menschen helfen kann. Dies liegt an der Auftrennung jeder „Vollblut“-Spende in drei Bestandteile: Rote Blutkörperchen, Blutplättchen und Blutplasma.

Rote Blutkörperchen, die Sauerstoff transportieren, können bei einem plötzlichen Blutverlust oder bei Blutarmut eingesetzt werden. Blutplättchen - lebenswichtig für die Gerinnung - benötigen Patienten, deren Plättchenbildung gestört ist, z.B. bei Leukämieerkrankungen während einer Chemotherapie. Blutplasma, die eigentliche Blutflüssigkeit, wird dagegen bei Gerinnungsstörungen, großem Blutverlust und als Ausgangsstoff für Arzneimittel verwandt.

Neben Schülern und Schülerinnen, die schon Erfahrungen mit dem Blutspenden hatten, sind auch wieder viele hinzugekommen, die dies das erste Mal ausprobiert haben. "Ich war neugierig und wollte wissen, wie es ist, Blut zu spenden", erklärte eine Schülerin. Immer wieder bestätigten die Schüler und Schülerinnen dabei die Schmerzlosigkeit des Eingriffes. „Wir würden es wieder tun, denn es tat gar nicht weh,“ war vielfach zu hören.

Zur Stärkung nach der Blutspende und als "kleine" Entschädigung für das bereitwillige Blutspenden gab es für die Beteiligten abschließend einen kleinen Imbiss. Dieser sah nicht nur gut aus, sondern schmeckte auch allen ausgezeichnet.
(Lüdenscheid, den 20.11.2006)

 

Integration geht weiter voran
Schülerinnen des Berufkollegs gehen auf Spurensuche. Interkulturelle Verständigung

In Sachen Integration will das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg weiter vermehrt Anstrengungen betreiben. Nach der Einrichtung des interkulterellen Türkeiprojektes im Harh 2004 ist jetzt als ständiger „Ansprechpartner“ für Fragen und Probleme rund um das Thema Eingliederung der Arbeitskreis Integration is Leben gerufen worden. ein wichtiger Erfolg des Arbeitskreises war die Einrichtung einer speziell auf Integration ausgerichteten Klasse in der Berufsfachschule Hauswirtschaft in diesem Schuljahr.

Nach den Herbstferien soll diese Klasse mit der Fachschule für Erzieher kooperieren. Dadurch erweitert die Fachschule für Erzieher ihre interkulterullen Kompetenzen, indem nicht nur im klassischen Fachunterricht gelehrt wird, sondern im Kontakt mit der an der Schule erstmals eingerichteten Integrationsklasse. Dort werden 18 türkischstämmige Mädchen durch besondere Maßnahmen einen qualifizierten Schulabschluss erwerben. Die Klassenlehrerin Hatice Gündogdu unterrichtet in dieser Klasse Türkisch und Deutsch und hat für die Mädchen eine sehr hohe Vorbildfunktion, denn sie hat den Weg in die deutsche Gesellschaft erfolgreich gemeistert. Aufgrund ihrer eigenen Geschichte kann sie die interkulturellen Konflikte der Mädchen sehr gut verstehen und sie begleiten. Der neue Ansatz heiß „Open Space“. Es wird Raum geschaffen für neue Themen. Die Schülerinnen begeben sich im Lernfeld „Lebensgeschichte“ auf Spurensuche. Sie tauchen ein in die subjektive Wirklichkeit der türkischen Migrantinnen und erwerben eine zentrale Kompetenz der interkulturellen Verständigung. Dr. Ulrike Zenk Fachlehrerin für Erziehungswissenschaften: „ Im Zuhören, Erzählen und Schreiben biographischer Geschehnisse in deutscher Sprache, im dynamischen Prozess zwischen Selbst und Anderem, Vertrautem und Fremdem, nutzen wir viele Lernchancen der interkulturellen Kompetenz.
(Lüdenscheider Nachrichten 14.10.06)


Fachschulklasse wurde mit beeindruckendem Büffet türkischer Spezialitäten empfangen
Integration findet in der Schule statt

Eiringhausen. In Sachen Integration betreibt das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg weiter vermehrt Anstrengungen. Nach Einrichtung des interkulturellen Türkeiprojektes im Jahr 2004 Wurde als ständiger „Ansprechpartner“ für Fragen und Probleme rund um das Thema Eingliederung der Arbeitskreis Integration ins Leben gerufen.

Ein wichtiger Erfolg des Arbeitskreises war die Einrichtung einer speziell auf Integration ausgerichteten Klasse in der Berufsfachschule Hauswirtschaft in diesem Schuljahr. Nun soll diese Klasse mit der Fachschule für Erzieher kooperieren. Dadurch erweitert die Fachschule für Erzieher ihre interkulturellen Kompetenzen, indem nicht nur im Klassischen Fachunterricht gelehrt wird, sondern im Kontakt mit der an der Schule erstmals eingerichteten Integrationsklasse. Hier werden 18 türkischstämmige Mädchen durch besondere Maßnahmen einen qualifizierten Schulabschluss erwerben. Die Klassenlehrerin Hatice Gündogdu unterrichtet in dieser Klasse Türkisch und Deutsch und hat für die Mädchen eine sehr hohe Vorbildfunktion, denn sie hat den Weg in die deutsche Gesellschaft geschafft. Aufgrund ihrer Geschichte kann sie die interkulturellen Konflikte der Mädchen verstehen und begleiten.

Der neue Didaktikansatz heißt „Open Space“. Es wird Raum geschaffen für neue Themen und Methoden. Die Fachschülerinnen begeben sich im Lernfeld „Lebensgeschichte“ auf Spurensuche. Sie tauchen ein in die subjektive Wirklichkeit der Migrantinnen und erwerben eine zentrale Kompetenz der interkulturellen Verständigung.

Dr. Ulrike Zenk, Fachlehrerin für Erziehungswissenschaften: „Im Zuhören, Erzählen und Schreiben biographischer Geschehnisse in deutscher Sprache, im dynamischen Prozess zwischen Selbst und Anderem, Vertrautem und Fremdem nutzen wir viele Lernchancen der interkulturellen Kompetenz“.

Vor den Ferien fand nun eine Begegnung beider Klassen besonderer Art statt: Die Integrationsklasse empfing die Fachschulklasse mit einem beeindruckenden Büffet türkischer Spezialitäten. Damit war eine gute Voraussetzung geschaffen für intensive Dialoge. „Wir haben es lange vermieden, uns miteinander auseinander zu setzen und verstehen zu lernen“, sagt zufrieden Schülerin Gülcan Kiraz.
(Plettenberger Rundschau, 7.10.2006)

 

Gertud-Bäumer-Schüler halfen bei der Fußball-WM Behinderter mit
Oberstufe betreut Rollstuhlfahrer beim Halbfinale der WM am 12. September

Plettenberg: In Köln hat jetzt die Fußball- Weltmeisterschaft Behinderter mit einer großen Eröffnungsfeier begonnen. Bis zum 17. September werden 16 Nationalteams – darunter Deutschland, England, Brasilien, und die Niederlande – gegeneinander antreten, um den Weltmeistertitel zu erringen. Wenn das Halbfinale am 12. September im Lüdenscheider Nattenbergstadion angepfiffen wird, werden auch zahlreiche Schüler des Gertrud-Bäumer-Berufskolleg vor Ort sein, um dort die teilnehmenden Behinderten zu betreuen.

Die Oberstufe der Sozialhelfer des Berufskollegs in Plettenberg unter der Leitung von Klassenlehrerin Kornelia Daniel erklärte sich bereit, im Rahmen der Weltmeisterschaft mit anzupacken, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden kann. Um auf die bevorstehende Großveranstaltung vorbereitet zu sein, informierte jetzt der Geschäftsführer der Lebenshilfe Lüdenscheid Rolf Wille, die Schüler über die Aufgaben.

So werden die Bäumer-Schüler an ihrem Einsatztag als „zuständige Kooperationspartner“ fungieren und 60 bis 70 Rollstuhlfahrer sowie andere Gehbehinderte den ganzen Tag über begleiten. Das der Ungang mit behinderten Menschen den Schülern nicht fremd ist, liegt an dem Unterrichtsthema“ Menschen mit Behinderung“, das in der Oberstufe des zweijährigen Bildungsganges einen Schwerpunkt bildet. „Wir bereiten die Schüler inhaltlich auf diese Herausforderung vor, damit ihnen der Umgang mit behinderten Menschen leichter fällt“, erklärt Kornelia Daniel vom Gertrud-Bäumer-Berufskolleg, Innerhalb des Schuljahres werden die Schüler auch noch ein sechswöchiges Praktikum in einer Behinderteneinrichtung absolvieren, bevor sie die zweijährige Ausbildung im Mai des nächsten Jahres dann beenden. „Die Fußball WM für die Menschen mit Behinderungen ist so gesehen ein Glücksfall, denn das motiviert die Schüler bei diesem nicht immer einfachen Thema“, betont Kornelia Daniel.

Dass sie mit dieser Aussage recht hat, zeigte sich schnell beim Gespräch mit den Schüler der Klasse, die sich „sehr auf das Halbfinalspiel freuen“ und ihrer Aufgabe „ein wenig aufgeregt, aber auch stolz und interessiert entgegensehen“.

Rolf Wille von der Lüdenscheider Lebenshilfe zeigte sich nach der „Einweisung der Schüler denn auch sehr dankbar und zufrieden über die ehrenamtlichen Helfer: „Bei der Organisation einer solchen Großveranstaltung ist es eine große Hilfe, wenn wir so qualifizierte Unterstützung erhalten“, betonte Rolf Wille.
(Plettenberger Rundschau, 6.9.06)

 

Schimmel im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg
Ursache ungeklärt, Vier Unterrichtsräume wurden geschlossen. Folgen des kapitalen Wasserschadens vor einem Jahr

Plettenberg: Sind es die Folgen des kapitalen Wasserschadens im August letzten Jahres oder ist es eine völlig neue Geschichte? Fest steht, dass vier Klassenräume im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Eiringhausen von Schimmelpilzen befallen und geschlossen worden sind. Eine Lehrerin hatte nach Angaben des Schulleiters Dr. Hans-Ulrich Hilse bereits vor den Sommerferien über gesundheitliche Probleme geklagt. Daraufhin gebe man Sporenfallen aufgestellt, mit denen eine erhöhte Pilzkonzentration nachgewiesen werden konnte. Die Ursache für den Befall konnte nach Angaben Hilses bislang noch nicht ausgemacht werden. Hilse und der Märkische Kreis warten nun auf das Gutachten einer eingeschalteten Baubiologin. Mit den ersten Ergebnissen rechnet man laut Kreispressesprecher Hendrik Klein noch in dieser Woche.

Von dem Gutachten versprechen sich Kreis und Berufskolleg nähere Erkenntnisse über die Gründe des Pilzbefalls. Gleichzeitig erstellt de Baubiologin ein Konzept für die Sanierung, die voraussichtlich in den Herbstferien vorgenommen werden soll. Die Kosten dafür belaufen sich nach Auskunft Kleins auf schätzungsweise 200000Euro.

Rund 100 000 Euro wurden bereits nach dem kapitalen Wasserschaden am Plettenberger Berufskolleg im vergangenen Jahr für die Trocknung sowie die anschließende Instandsetzung der Unterrichtsräume fällig. Damals wie heute handele es sich um einen Versicherungsschaden, betonte Klein. Betroffen von dem Schaden waren seinerzeit zwölf Räume – darunter ein Computer-Fachraum sowie ein Raum für die Ausbildung der Friseur. Zum Wasseraustritt war es nach der Demontage eines Waschbeckens gekommen. Die Leitung hatte man mit einem Stopfen abgedichtet. Vermutlich hatte ein Materialfehler dann dazu geführt, dass der Stopfen sich vom Rohr löste und das Wasser in Strömen durch die Schule floss. Glücklicherweise hatten aufmerksame Anwohner den Gausmeister rasch benachrichtigt, als sie sahen, wie das Wasser aus einem Lüftungsschacht die Fassade der Schule herablief.

Ein Zusammenhang zwischen Wasserschaden und Pilzbefall sie zwar nicht ausgeschlossen, jedoch gebe es dafür keinerlei Anzeichen. Auch hinter Schränken und Waschbecken seien keine feuchten Stellen auszumachen, so Hilse.

Zu Unterrichtsausfällen sei es bislang nicht gekommen und es werden solche so schnell such nicht geben. Sollten sich die Arbeiten jedoch als langwierig herausstellen, so müsse man über das Aufstellen von Containern oder Untericht am Nachmittag nachdendken, da im benachbarten Gemeindezentrum oder im Schulzentrum Böddingheusen kaum Räumlichkeiten zur Verfügung stünden.

Gertrud-Bäumer Schüler leisteten ihrem Beitrag
Fachoberschulklassen des Berufskollegs auf Toskana- Bildungsfahrt. Herrliche eindrücke aus einer der Wiegen europäischer Hockkultur

Die ais zwei Klassen bestehende Stufe 12 des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in Plettenberg besuchte in der vergangenen Woche die italienische Region Toskana. Bei überwiegend schönem Wetter mit Temperaturen von mehr als 20 Grad genossen die Schülerinnen und Schüler mit den Klassenlehrern Tanja Wojczak und Karsten Meininghaus sowie Standortleiter Lutz Schüler nicht nur die Reize des malerischen Küstenortes Marina di Pietrasanta, sondern konnten in einem anspruchsvollen Programm zahlreiche Einblicke in eine der interessantesten Kulturlandschaften Europas gewinnen. So wurden bereits am ersten Tag die Städte Lucca und Pisa besucht. Während Lucca mit seiner imposanten Stadtmauer und seiner seit langer Zeit unveränderten prächtigen Innenstadt beeindruckte, war das weltweit bekannte Pisa sicherlich einer der Höhepunkte der Reise. Die Bauwerke auf dem „Platz der Wunder“ sind nicht nur wegen des „Schiefen Turmes“ ein Muss – auch Kathedrale, Baptisterium und Friedhof sind in ihrer Pracht eine Augenweide, sodass Schüler und Lehrer hingerissen staunten.

„ so etwas Schönes habe ich noch nicht gesehen!“ sprach Klassensprecher Andre Tumbrock seinen Mitschülern aus der Seele. Standortleiter Lutz Schäfer ließ sich mit einem Augenzwinkern zu der Aussage hinreißen, dass der Besuch in Pisa „sicherlich die traurigen Ergebnisse der gleichnamigen PISA- Studie bei den kommenden Fachabiturprüfungen im nächsten Jahr deutlich verbessern“ werde. Auf dem weiteren Pogramm standen dann noch Besuche in Siena, San Gimingnano und Florenz. Auch hier konnten herrliche Eindrücke gewonnen werden, sei es im „Gesamtkunstwerk“ Siena, dessen einzigartige marmorverzierte Kathedrale zu den schönsten der Welt zählt, oder im mit 10000 Einwohnern verträumten und zum UNESCO- Weltkulturerbe zählenden San Gimingnano das durch seine 17 Türme fast ein wenig an der Skyline einer Großstadt erinnerte. Zum Abschluss konnten die Schülerinnen und Schüler noch Florenz genießen. das wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit nicht mehr ganz so hektisch wirkten, wie es sich in den Spitzenzeiten der Hauptsaison mit jährlich sechs Millionen Besucher häufig darstellt. Das „lebende Museum“ bot denn auch zum Abschluss „Kunst und Geschichte auf Schritt und Tritt“, welche nicht selten durch die verschiedenen Generationen der Familie Medici gestaltet worden ist. Trotz eines anstrengenden Kulturprogramms kam aber auch das fröhliche und gesellige Miteinander nicht zur kurz, so dass alle nach abschließender nächtlicher Busfahrt alle zwar müde, aber auch sehr zufrieden in das heimatliche Plettenberg zurückkehrten.

Die beiden Klassenlehrer Wojczak und Meininghaus zeigten sich denn auch sehr erfreut über den reibungslosen Ablauf der Fahr: Wir hatten nicht nur ein interessantes Programm, sondern einfach auch viel Spaß und gute Stimmung!“
(Plettenberger Rundschau, 17.11.2006)

 

Erzieher lernen mit Behinderten umzugehen
Behindertensportler Friedrich Kampmann informierte am Berufskolleg über Behinderungen und den Umgang mit ihnen

Behindertensportler Friedrich Kampmann brachte auf Einladung der Fachlehrerin Anke Gregory- Lorey der Klasse der Sozialhelfer im zweiten Ausbildungsjahr den Begriff der Behinderung näher. einen Fragekatalog hatten die Schülerinnen bereits im Vorfeld zusammengestellt, so dass es ihm möglich war, gezielt auf die Interessen der Jugendlichen einzugehen. Zunächst zeigte er jedoch die verschiedenen Definitionen des Wortes „Behinderung“ auf: Zuerst werde unterschieden ob die Behinderung angeboren sei, durch eine Unfall oder durch Kriegsdienst ausgelöst worden sei. Dann unterscheide man weiter zwischen geistiger , Hörschädigung, Körperbehinderung, Lernbehinderung, Mehrfachbehinderung, Schwerbehinderung, Schwerstbehinderung Sehschädigung, Sprachbehinderung und Verhaltensstörung, In vielen andern Ländern sei diese Aufteilung allerdings nicht derart differenziert – oft werde nur von körperlicher und geistiger Behinderten gesprochen.

Seien diese Definitionen klar, so müsse beleuchtet werden, welche Folgen Behinderungen haben, so Kampmann. Schließleich sei dies besonders wichtig für Berufsgruppen, die mit diesen Menschen arbeiten.

Viele behinderte gehen auf Sonderschulen, bedürfen stetiger Hilfe und besonderer Wohnsituationen. Auch Rehabilitationsmaßnahmen seien häufig erforderlich. dies alles sei abhängig von der Art der Behinderung. Behinderung könne bedeuten, ständig auf andere Personen, technische Hilfen oder umständliche Verwaltungswege angewiesen zu sein. Es könne bedeuten, dass für die Schule, die Berufsausbildung und alltägliche Tätigkeiten ein höheren Zeitaufwand erforderlich sei. Häufig bedeute Behinderungen hinsichtlich der Gesundheit, der Schule, der Ausbildung, im Beruf oder einfach im Alltag. Der Sonderstatus mit Isolation und Mussverständnissen werde dabei häufig als besonders schwer empfunden.

In der Öffentlichkeit würden zunächst nur sichtbare Behinderungen auffallen, so Kampmann. Sie prägten in erster Linie das Bild von Behinderten U Amputierte, Blinde Rollstuhlfahrer). Aber es gebe auch eine ganze Reihe von Behinderungen die nicht sofort erkennbar sind (Hörgeschädigte, Menschen mit geistigen und psychischen Behinderungen).

Behinderte allgemein seien Menschen, die unter erschwerten Bedingungen leben, so Kampmann weiter. Sie bedürfen zwar vielfach des Verständnisses und der Hilfestellung durch ihre Mitmenschen – die bedeute aber nicht nur das Recht auf Hilfe, sondern in erster Linie die Pflicht zur Selbsthilfe. „Behinderte sollten alles versuchen, die Folgen der Behinderung zu kompensieren, um dadurch eine möglichst große Selbständigkeit zu erreichen“, so der Behindertensportler. Bewegung, Spiel und Sport könnten zum Beispiel dabei helfen, Behinderungen als weniger schwer zu empfinden und sie leichter annehmen zu können. Zwischen Behinderten und Nichtbehinderten bestünden leider nach wie vor groß Hemmschwellen, erläutere Kampmann den angehenden Erziehern. Oft verstärkten auch falsche Einstellungen der Nichtbehinderten die Folgen der Behinderung selbst. Bei Berührungsängsten könnten Angst, Unsicherheit oder auch Egoismus eine große Rolle spielen. Diese Ursachen gelte es allerdings gerade seitens der Erzieher zu überwinden.
(Süderländer Tageblatt, 16.11.2006)

GBBK- Kinderpflegerinnen tauchten mit Schützlingen in Erlebniswelt „Erde und Wasser“ ein
Schulaula wurde zum Experimentierlabor

Plettenberg. Kindergartenkinder experimentieren am vergangenen Freitag im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg (GBBK). Drei Tage vor dem sanierungsbedingten Umzug in die Hauptschule im Böddinghauser Feld verwandelte sich die Aula in ein kindgerechtes Experimentierlabor. Kinderpflegerinnen gestalteten dabei spannende Experimente um die Erlebniswelt „Erde und Wasser“.

Auf Einladung der Oberstufe der Kinderpflegerinnen besuchten etwa 35 Kinder der Städtischen Kindertagesstätte das Gerstrud-Bäumer- Berufskolleg auf der Bredde. Fachlehrer Jürgen Kleinsorge hatte zur Begrüßung mit der Klasse eine musikalische Einstimmung vorbereitet, bei der die Kinder gleich fröhlich mitsangen und –klatschten.

Nachdem die Aula zuvor entsprechend von den Schülerinnen um die Fachlehrerinnen Anke Gregory- Lorey und Marianne Lopatenko zum Thema Erlebniswelt „Erde und Wasser“ vorbereitet un gestaltet worden war, wurden die sorgfältig ausgewählten und vorbereiteten Themen- und Experimentierbereiche mit ihren jeweiligen Bewegungsaktionen und –erfahrungen präsentiert. Dabei wurden insgesamt sechs verschiedene Beispiele gezeigt, z.B. dass sich beim Umrühren von Wasser Strömungen bilden. So staunten große Kinderaugen an der ersten Station nicht schlecht, dass die Gegenstände durch diese Strömungen auch unter Wasser mitgerissen wurden und sich zugleich an der Wasseroberfläche Strudel bildeten.

Wohlfühlen und Spannung stand bei der Station Körpererfahrung auf dem Programm, wo eine Massagegeschichte über das Erwachen von Gras erzählt und schließlich „hautnah“ auch „durchgeführt“ wurde. Den Kindern gefiel es sehr, wenngleich kitzelige Gemüter viel zu lachen hatten.

An einer weiteren Station sollten die Kinder erklären, woraus denn Apfelsaft bestünde. Schnell wurde diese Frage beantwortet, aber der versuch der kleinen Kinderhände, aus den Äpfeln Saft zu pressen, stellte sich als keine einfache Aufgabe heraus. Der Kindergruppe wurde dann in einem Bottich vorgemacht, wie kleine Apfelstückchen darin zu Saft „gestampft“ und anschließend gefiltert werden können. Natürlich durften die Kinder auch probieren und so wurde nicht nur die Neugier, sondern auch der Durst gestillt. Aber auch so war für das leibliche Wohl gesorgt, denn der Hauswirtschaftliche Bereich der Schule hatte Waffeln mit Apfel- oder Kartoffelstücken vorbereitet. So zeigte sich Fachlehrerin Anke Gregory- Lorey den am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden: „Mit diesem Projekt wollte die Klasse versuchen, bereits schon Kindergartenkinder auch an das Fach Naturwissenschaften heranzuführen und mit Handlungsorientierung Interesse auf das spätere Grundschulfach Sachkunde zu wecken. Ich glaube, das ist gut gelungen.“

 

Hintergrund: Neuerungen konkret umgesetzt

Ein wenig stolz ist man am Gertrud-Bäumer-Berufkolleg auch über die Tatsache, dass mit der Aktion Überlegungen eines Pädagogischen Forums zu diesem Thema aus dem letzten Jahr bereits umgesetzt werden konnten. Dabei waren unter Leitung von Prof. Dr. Gisela Lück im Rahmen einer eintätigen Veranstaltung am GBBK in Lüdenscheid Beispielexperimente erarbeitet und vorgestellt worden.

Damit reagiert man am Gertrud-Bäumer- Berufskolleg auf Richtlinien, die bei der Ausbildung von Kinderpflegerinnen auch Schwerpunkte auf die naturwissenschaftliche Ausbildung legen. Auch hofft man, die Hemmschwelle für das künftige Kindergartenpersonal zu senken, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Zudem werden nach Plänen der neuen Landesregierung zukünftig schon die Fünfjährigen eingeschult, so dass eine frühzeitige Heranführung an diese Materie sinnvoll und nötig ist.

„Wir wollen nicht nur über Neuerungen diskutieren, sondern auch gute Vorschläge schnell konkret umsetzen“, so die Fachlehrer unisono, „und wir sind froh, dass der Erfolg uns hier Recht gibt“.
(Plettenberger Rundschau)

 

Das Getrud-Bäumer-Berufskolleg
nimmt Abschied von etlichen Abschlussklassen

Am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg wurden in den letzten Tagen wieder etliche Abschlussklassen verabschiedet. Eine Auswahl der erfolgreichen Absolventen soll hier vorgestellt werden. Die Klassen- und Fachlehrer sowie die Schulleitung erklärten, dass sie den Absolventen für ihren weiteren Lebensweg alles Gute wünschen.

EA06
(Klasse EA06: siehe Foto)

Berufsabschluss im Bildungsgang

„Erzieher/-in und Allgemeine Hochschulreife“

Nach nun insgesamt vier Jahren Ausbildung (drei Jahre Schule bis zum Abitur und dem ersten Teil der Berufsabschlussprüfung plus einem Jahr Berufspraktikum) können 14 Schülerinnen ihren erfolgreichen Abschluss als „staatlich anerkannte Erzieherin“ feiern.
Die Berufsabschlussprüfung haben am 02.06.06 bestanden:
Hülya Cebeci, Janika Drees, Ruthild Eigler, Stefanie Geck, Anja Hobert, Kathrin Linke, Miriam Loos, Stefanie Middel, Frauke Muschlin, Nicole Neumann, Sonja Puder, Malin Renfordt, Lisa Stäbener und Julia Walter.
Mit der Klasse freuen sich besonders die Lehrer, Stephanie Sperlich und Hermann Morisse, die die Schülerinnen während ihres Berufspraktikums betreut haben. Im Rahmen eines gemeinsamen Essens findet am 19.06.06 die Zeugnisübergabe statt.

F2G
 
F2S
(Klassen F2G und F2S: siehe Foto)

Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen

Die Fachhochschulreife ist eine ideale Perspektive für eine weitere Qualifikation oder für ein Studium. Insgesamt 32 Schüler/innen des zweijährigen Bildungsganges „Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen“ erhielten am 16. Juni ihr Zeugnis über die bestandene Fachhochschulreifeprüfung. Die Schüler/innen besuchten zwei Klassen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Erfolgreiche Absolventen mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen (F2G) sind:
Rebecca Autschbach, Lambrini Bitziou, Sonja Bluhm, Alexandra Brocksieper, Annika Herßebroick, Sina Heutmann, Annalena Lagrave, Vanessa Meisel, Marischka Murschik, Margarita Pieronczyk, Irina Rempel, Katharina Schmidt, Melissa Thomas und Nina Welz.
Erfolgreiche Absolventen mit dem Schwerpunkt Sozialwesen (F2S) sind:
Miriam Barten, Lisa Berger, Miriam El-Dajani, Jana Freerksema, Simon Hostert, Marina Kremer, Marie-Christin Kruse, Laura Lagrave, Steffen Mischnik, Maike Niedermeyer, Astrid Rafflenbeul, Lukas Ruwoldt, Anja Schmitz, Miriam Somer, Denise Stark, Thomas Waltenberg und Sascha Wecker.

BS2
(Klasse BS2: siehe Fotos)

„Staatlich anerkannte Sozialhelfer/innen“

Nach zwei Jahren Schule verbunden mit Berufspraktika im Bereich der Altenpflege, des Kindergartens und in Behinderteneinrichtungen verlassen in diesem Jahr 18 Schüler/innen das Berufskolleg als „staatlich anerkannte/r Sozialhelfer/innen“:
Tabitha Blödorn, Cigdem Celik, Myriam Cicilano, Denise Ebert, Tanja Günster, Kris Kornatowski, Monique Mlitz, Claudio Nardi, Birgit Polarek, Ann. Schmittchen, Thomas Schöffer, Judith Schröder, Dorothea Soika, Tim Tomaskowitz, Simone Wagner, Andrea Weber, Jennifer Windhöwel und Viviane Wojtecki.

(Klasse FH3)

„Staatlich anerkannte Heilerziehungspfleger/innen“

Drei Jahre dauert die Ausbildung zum/zur „staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger/in“. Dabei müssen die Schüler/innen neben zwei Jahren Vollzeitschule ein einjähriges  Berufspraktikum absolvieren. Folgende Absolventen haben dies in diesem Jahr erfolgreich gemeistert:
Sabrina Besler, Arnd Bende, Michaela Ditmann, Rebecca Dudele, Vanessa Falkenberg, Nadine Grodeck, Anna-Lena Karthaus, Sigrid Kerspe, Maik Krämer, Ann-Kathrin Loos, Petra Meyer, Christian Preukschat, Helene Redler, Florina Reuber, Julia Rother, Dana Schnabel und Janina Wüstermann.

(Klasse FS3)

„Staatlich anerkannte Erzieher/innen“

Folgende Schülerinnen/Schüler haben nach drei Jahren - davon 2 Jahre Vollzeitschule und ein Jahr Berufspraktikum - ihre Ausbildung komplett abgeschlossen:
Marina Hoheisel, Svenja Jeske, Nadine Kemper, Katrin Klauleien, Vera Oerder, Antonia Peoglou, Nina Pohlade, Carmen Privitera, Nina Schlotmann, Thabita Schulz, Sara Stoccola, Michelle Werner, Sarah Zubkowski, Sarah Bnik, Jana Bischkopf, Marina Boehlke, Sabrina Buschinski, Monika Dalli, Stephanie Drudes, Rabea Eichler, Daniela Falciglia, Sarah Gralaw, Ulrike Hoffmann, Olga Klatt, Simone Klein, Heike Kristin Koerte, Martin Lindemann, Tanja Rühlmann und Heidi Görzen

FS2
(Klasse FS2:s.Fotos)

Verabschiedung angehender Erzieher/innen am Getrud-Bäumer-Berufskolleg

37 Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg haben den schulischen Teil ihrer Ausbildung erfolgreich bestanden. Einige haben zusätzlich die allgemeine Qualifikation der Fachhochschulreife erlangt! Im nächsten Schuljahr werden die angehenden Erzieherinnen und Erzieher im Berufspraktikum ihre Fähigkeiten weiter ausbauen, ihr erworbenes Wissen anwenden und viele neue Erfahrungen machen. Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen sind:
Assimina Andreadou, Stefanie Barufe, Melanie Böcker, Sabrina Bräuer, Maria Di Carlo, Christine Dobner, Kim Carola Genetsch, Johanna Gödersmann, Özlem Gölgeci, Inna Gugenheimer, Katrin Hein, Rabea Hellwig, Janina Hihn, Daniel Kämmer, Sabrina Klod, Paul Leißling, Lutz Lüsebrink, Guiseppina Miglioniko, Christopher Müller, Sandra Ost, Sabine Patze, Melanie Pawlowski, Olga Pfanenstil, Ron Piotrowski, Monja Schuhmacher, Danny Pascal Selzer, Pinar Senlikoglu, Arzu Soldamli, Ina Standtke, Jennifer Szabo, Korinna Thimm, Michael Vogt, Deetje Vollmershausen, Konstanze Wagner, Irina Warkentin, Natalie Westick, Jasmine Wille

Am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg fanden an den letzten Tagen die Abschlussprüfungen in verschiedenen Schulformen statt.

1. In der „Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen“ erhielten die Fachhochschulreife zuerkannt: siehe Liste PF2A

2. In der „Fachschule für Sozialpädagogik“ bestanden Schülerinnen den überwiegend fachtheoretischen Ausbildungsabschnitt als Teil der staatlichen Prüfung für Erzieherinnen: siehe Liste PFS2

3. Ihr Berufspraktikum als "Staatlich anerkannte Erzieherin" haben erfolgreich abgeschlossen: siehe Liste PFS3

4. Im Bildungsgang „Berufsabschluss Kinderpfleger und Fachoberschulreife“ wurden als "Staatlich geprüfte Kinderpflegerinnen" verabschiedet: siehe Liste PBK2

5. Im Bildungsgang „Berufsabschluss Sozialhelfer und Fachoberschulreife“ erreichten den Abschluss als „Staatlich geprüfte Sozialhelfer“: siehe Liste PBS2

Liste PF2A:

Laura Ackermann, Sabrina Barth, Lara Brockhaus, Katharina Fichtner, Jennifer Gribble, Gülay Gültekin, Hüriye Gültekin, Lisa Jarnuczak, Melanie Loos, Lilija Lorenz, Maria-Christina Margaglio, Daniela Möbes, Linda Müller, Annika Neubauer, Jennifer Pingel, Sabrina Reinhardt, Melanie Schneider, Elvira Stroh, Stefanie Scholz, Matthäus Schulz, Zeynep Süer, Chantal Theisinger, Katharina Wolfinger

Liste PFS 2:

Gülsüm Akbulut, Gianna Gaeta, Annette Gamza*, Sarah Goseberg, Julia Herrmann, Madlen Horst, Nurcan Isik, Nadire Kiran, Birte Marx, Melanie Neuhaus*, Derya Özbek, Mirjana Petersmann*, Natalie Pil, Kadriye Sengül, Svenja Voy, Jenny Westphal, Kathrin Wortmann*

(Die mit „*“ gekennzeichneten Schülerinnen haben zugleich die Fachhochschulreife erworben.)

Liste PFS 3:

Dana Ashadi, Isabell Bader, Denise Bergmann, Aygül Erdogan, Svenja Esser, Alexandra Horst, Nadja Krieger, Violetta Kurpiers, Mario Könnecke, Ramona Levermann, Melanie Mensebach, Anne Piepersberg, Christina Schulz, Kim Schwabbauer, Natalie Wende, Verena Winkel

Liste PBK2:

Maike Anders*, Derya Ayaz*, Marina Carbone*, Sahar El Zeidy*, Vincenza Gennaro*, Anastasia Golovin*, Sabrina Grossmann, Sarah Hertwig, Janine Kleinschmidt*, Rebekka Konitzer*, Miriam Loos*, Viktoria Markus*, Monja-Christin Müller*, Svenja Müller*, Madleine Pissens*, Jasmin Schulte*, Jessica Schulte, Lambrini Sotiriou*, Marita Sure*, Melanie Wershoven*

(Die mit „*“ gekennzeichneten Schülerinnen haben zugleich die Fachoberschulreife erworben.)

Liste PBS2:

Selma Arpacik*, Pierre Baltins*, Julia Boy, Pinar Cakir, Sandra Hiller*, Bilge Kilinc, Regina Mitrenga*, Tatjana Pavic, Jennifer Wagner*, Keziban Yavuz*

(Die mit „*“ gekennzeichneten Schülerinnen haben zugleich die Fachoberschulreife erworben.)

Hoher Besuch aus Düsseldorf am Raithelplatz
Schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Klaus Kaiser und der heimische Abgeordnete Bernd Schulte besuchten Berufskollegs / Arbeit der heimischen Schulen vorgestellt / Diskussion über aktuelle schulpolitische Fragestellungen

Hoher Besuch
Am vergangenen Dienstag konnten die Schulleiter des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs Dr. Hans-Ulrich Hilse und des Berufskollegs für Technik Werner Lemmert sowie der Leiter der kaufmännischen Schulen aus Halver-Ostendorf Gerd Tiedge die Mitglieder des Landtages Klaus Kaiser und Bernd Schulte am Schulzentrum Raithelplatz begrüßen.
Kaiser wollte sich in seiner Funktion als schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ein Bild von der Arbeit der Berufskollegs im eher landlich geprägten Raum des Märkischen Kreises machen. Neben der Besichtigung und Vorstellung der verschiedenen schulischen Einrichtungen stand ein längeres Gespräch mit den Verantwortlichen der Schulpolitik des Landes besonders im Mittelpunkt des Besuchs.
Im Rahmen dieses Gesprächs wurde die wichtige Arbeit der örtlichen Berufskollegs dargestellt und zugleich schulpolitische Fragestellungen erörtern.
Dabei ging es den Schulleitern in erster Linie um die Wahrnehmung der Kollegschulen im Schulministerium, um die Herausstellung der sozialen Verantwortung der Berufskollegs und um das zurzeit in Abstimmung befindliche neue Schulgesetz.
Bei der Wahrnehmung der Berufskollegs im Schulministerium und in der Schulpolitik wünschen sich die Schulleiter der drei Schulen Verbesserungen. „Hier werden die speziellen Probleme der Kollegschulen nicht immer ausreichend berücksichtigt!“, so Dr. Hilse vom GBBK.
Kaiser bat um Verständnis, wenn die neue Landesregierung nach einem Jahr noch nicht alle Aspekte hinreichend berücksichtigen könne: „Die Rückmeldung aus der Praxis ist sehr wichtig für meine Arbeit, um die Dinge entsprechend angehen und gegebenenfalls auch nachbessern zu können!“.
Bei dem akuten Problem der Lehrerversorgung im ländlichen Raum versprach der schulpolitische Sprecher schnellstmöglichst Hilfestellung zu geben. Der Unterversorgung der Berufskollegs vor Ort müsse dringend Abhilfe geschaffen werden. Hierbei könnten auch die sogenannten Seiteneinsteiger aus dem Berufsleben eine weitere wichtige Rolle spielen.
„Die bisherigen Erfahrungen dazu sind gut!“, betonte Werner Lemmert vom BKT gegenüber Kaiser und Schulte, die es gern zur Kenntnis nahmen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die ausufernde Bürokratie an den Schulen. Hier sei leider noch keine Entbürokratisierung spürbar machten alle drei Schulleiter unisono deutlich. Der heimische Abgeordnete Bernd Schulte hob hervor, dass die neue Landesregierung eine „eigenverantwortliche Schule“ wünsche. „Da darf es keine „Friedhofsbedienung“geben, die Abläufe müssen vereinfacht und Statistiken auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden!“ Klaus Kaiser ergänzte, dass hier evtl. auch Verwaltungsunterstützung durch die Landesverwaltung ermöglicht werden solle.
Konkrete Erwartungen an das Land hatten Dr. Hans-Ulrich Hilse und Werner Lemmert auch in der sozialpädagogischen Betreuung der Schülerinnen und Schüler: „Wir haben gerade in der schwierigen wirtschaftlichen Situation eine wichtige soziale Verantwortung. Die Schülerschaft wird auf Grund von Perspektivlosigkeit schwieriger, da brauchen wir Unterstützung durch Sozialpädagogen!“ Dr. Hilse verwies zudem auf die hervorragenden Vermittlungsquoten von Jugendlichen, die durch Sozialarbeiter erbracht werden konnten.
Hier sahen auch Kaiser und Schulte Handlungsbedarf. „Wir müssen dringend an diese Frage heran!“ Es müssten hier u.a. die entsprechenden Zuständigkeiten vernetzt werden. Eine kurzfristige ad hoc-Lösung zeichne sich hier aber noch nicht ab.
Abschließend wurde noch das neue Schulgesetz diskutiert, in dem die Schulleiter in einigen Punkten die Situation der Berufskollegs nicht hinreichend berücksichtigt fanden. Klaus Kaiser räumte hier anfängliche Schwächen ein, die allerdings auch zum Teil schon korrigiert seien.
Zufrieden zeigten sich Schulleiter und Politiker beim Abschluss des zweistündigen Gesprächs, dem beide Seiten einiges abgewinnen konnten. Dr. Hilse betonte: „Ich habe nun die gute Hoffnung, dass die ländliche Diaspora in Düsseldorf nicht ganz vergessen wird!“

Gesundheitsworkshop am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg –
Innungskrankenkasse stellte berufsbezogenes Rückentraining für das Friseurhandwerk dar / „Damit es kein Kreuz mit dem Kreuz wird!“

Alternativer Unterricht fand am vergangenen Mittwoch in der Unterstufe der Friseure statt: Ihre Lehrerin Marlies Schönemann hatte ein Angebot der Krankenkasse IKK angenommen und den Diplom Sportlehrer Wolfgang die Schule eingeladen. Schnell zeigte sich, dass es für die Schülerinnen und Schüler kein „freier“ Tag sein würde, sondern ein hochinteressantes Programm mit vielen wichtigen Informationen für das zukünftige Berufsleben. „Unser Ziel ist, dass die jungen Berufsanfänger schon sehr früh ergonomisches Arbeiten und gesunde Ernährung lernen und somit ihre Gesundheit schonen und der Gesellschaft erhebliche Folgekosten ersparen.“ , so Stolz von der IKK.
Zunächst erläuterte er wie die Anatomie und Physiologie in Praxis und Theorie aussieht. Im Mittelpunkt stand dabei die Wirbelsäule und ihre Stärken und Schwächen. Dabei wurden insbesondere die typischen Belastungen im Friseurberuf und ihre möglichen Folgen dagestellt. Zum Beispiel kommt es im Zuge des „Zusammensackens“ in der Haltung häufig zu Fehlhaltungen, welche die Bandscheiben sehr belasten. Der „Bandscheibenvorfall“ kann die sehr schmerzhafte Folge sein. Aber auch die statische Dauerbelastung der Schulter- Nacken – und Oberarmmuskulatur, wie sie gerade bei Friseuren sehr häufig vorkommt, kann zu sehr schmerzhaften Verspannungen führen. Um diese und andere Beschwerden zu vermeiden, zeigte Stolz anschließend, wie rückenfreundliche Arbeitshaltungen im Friseurhandwerk leicht umzusetzen sind und der Arbeitsplatz generell rückenfreundlich gestaltet werden kann.
Spielend einfach sind die einzelnen Entlastungsübungen für Nacken/Schulter, Kopf und ganzer Rücken, die dazu beitragen, Ausgleich für die Belastungen am Arbeitsplatz zu erzielen. Darüber hinaus rät er dringend vom gebückten Stehen, dem so genannten Rundrücken, ab, denn das belastet die Bandscheibe enorm. Vielmehr soll durch dynamisches Sitzen und Stehen das Arbeiten erleichtert werden. Hinter diesen Begriffen steckt eine Reihe von im Tagesablauf zu beachtenden Maßnahmen, wie zum Beispiel grundsätzlich das Gewicht auf beiden Beinen zu verteilen und spielerisch auszubalancieren, die Knie nicht „einzurasten“, sondern leicht zu beugen und das Becken aufzurichten. Auch für die Sitzpositionen ist ein aufgerichtetes Becken und eine aufrechte Haltung von großer Bedeutung. Ferner soll die Sitzposition regelmäßig geändert werden, mal leicht vorgeneigt, mal zurückgelehnt, aber überwiegend aufrecht.
Auch bei der Arbeitsplatzgestaltung selbst, gab der Diplomsportlehrer wichtige Hinweise. So sind die richtigen Stühle, Scheren, Boys und Waschbecken von wichtiger Bedeutung für das tägliche Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Denn auf richtige Form und Höhe kommt es sehr entscheidend an. Abschließend empfahl der Gesundheitsexperte zu gesunder Ernährung und Ausgleichgymnastik regelmäßig Ausdauersportarten wie Schwimmen, Joggen, Walken oder Radfahren als wichtige Ergänzung für ein gesundes Leben und Arbeiten.
Am Ende der Veranstaltung waren Schüler und Lehrer sehr positiv beeindruckt: „Ich hätte nicht gedacht, dass manche Beschwerden durch falsches Verhalten so begünstigt werden und dass es teilweise so einfach ist, das zu verhindern!“, so eine Schülerin.
Auch Lehrerin Marlies Schönemann zeigte sich sehr zufrieden und betonte: „Aus Sicht der Schule ist es nicht nur wichtig Schülerinnen und Schülern fachliches Wissen beizubringen, sondern auch die Gesundheit in den Fokus zu rücken, damit sie später nicht nur gesund bleiben, sondern auch die Ausfallzeiten in der Wirtschaft sinken!“

Neues Unterrichtskonzept für Förderklassen am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg ein voller Erfolg!!!

Lange schon war man sich am GBBK einig, dass Schüler/innen, die von Förderschulen an unsere Schule kommen, besondere Bedürfnisse haben und eine spezielle Unterstützung erfahren müssen. Deshalb ist man besonders froh, dass sich die Unterrichtsbedingungen in diesem Jahr erheblich verbessert haben und das Unterrichtsteam Zuwachs durch zwei Sonderpädagoginnen bekommen hat.
Nach dem Verlassen der Förderschule (früher Sonderschule) werden Schüler/innen mit erhöhtem Förderbedarf meist von bestimmten Trägern unterstützt, die das Ziel haben, diese Jugendlichen ausbildungs- bzw. arbeitsfähig zu machen. Da die Schüler, wie alle anderen auch, bis zum 18. Lebensjahr berufsschulpflichtig sind, besuchen sie an einem Tag in der Woche gängige Berufskollegs. Wie an so vielen Berufskollegs, konnte aufgrund der Rahmenbedingungen auf diese sogenannten Förderklassen am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg bisher wenig Rücksicht genommen werden. Aus dem behüteten Umfeld überschaubarer und stark strukturierter Förderschulen wechselten die besagten Schüler/innen in ein viel größeres eher unüberschaubares Schulsystem und waren damit häufig überfordert. Ungeachtet ihrer besonderen Bedürfnisse wurden sie von wechselnden Fachlehrern/innen betreut, die sie nur 1-2 Stunden in der Woche unterrichteten. Keine idealen Bedingungen also für individuelle Förderung!
Seit diesem Schuljahr gibt es für den Unterricht in den Förderklassen ein neues Konzept.  Unterstützt von zwei Sonderpädagoginnen, die den ganzen Tag lang eine Klasse betreuen, unterrichten die  Fachlehrern/innen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs im Team. Durch das gemeinsame Unterrichten können die Schüler/innen individuell betreut werden. Es ergibt sich mehr Zeit die Stärken und Schwächen der Schüler/innen genauer kennen zu lernen, besondere Fördermaßnahmen einzuleiten und gegebenenfalls zu differenzieren. Die ständige Anwesenheit einer Lehrerin bringt nicht nur mehr Ruhe und Struktur in die Klassen, sondern trägt auch sehr zur Minderung von Konflikten innerhalb des Klassengefüges bei. Auch persönliche Probleme können aufgefangen werden und genau das tut den Schülern/innen gut. So herrschte das ganze Jahr über eine angenehme Atmosphäre in den Klassen. Eine Evaluation des Unterrichtsjahres hat den Erfolg bestätigt. Die Schüler/innen sind gerne zur Schule gegangen, haben sich betreut und gut aufgehoben gefühlt. Auch die Anwesenheit eines zweiten Lehrers haben Sie als angenehm empfunden und viel aus dem Unterricht mitgenommen. „Mir hat alles sehr geholfen und ich habe viel für meine Zukunft gelernt,“ so eine Schülerin.
Auch die Lehrer/innen waren äußerst zufrieden und überrascht wie gut Team-Teaching verlaufen kann. „Wir als Berufsschullehrer/innen hatten bisher keinerlei Erfahrung mit dieser Art des Unterrichtens. Deshalb bin ich so erstaunt, wie gut Team-Teaching funktioniert und wie einfach es ist, Hand in Hand zu unterrichten,“ so Ulrich Neuhaus, zuständiger Fachleiter. Darüber hinaus war es möglich von der Erfahrung der Sonderpädagoginnen zu profitieren und andere Unterrichtsmethoden anzuwenden, die auch den Förderklassen selbstständiges Arbeiten ermöglichten. Dazu waren natürlich wöchentliche Unterrichtsvorbereitungen im Kernteam nötig. Diese Zeit wurde jedoch nicht als Belastung empfunden, sondern eher als Entlastung und macht es möglich, die einzelnen Fächer  so aufeinander abzustimmen, dass sie ein harmonisches Ganzes ergeben, was den Lerneffekt für die Schüler/innen deutlich erhöht. „Der ständige Wechsel von Fächern, die völlig unabhängig voneinander unterrichtet werden, ist künstlich und verwirrt die Schüler/innen nur. An einem lebensnahen Unterrichtsthema wie ´Wofür gebe ich mein Geld aus? – Von Bankgeschäften und Schuldenfallen´ können sich jedoch alle Fächer beteiligen. Zusätzlich eingebunden in berufliche Ausbildungssituationen bekommen z.B. Matheaufgaben wieder einen Sinn, der über das reine Rechnen hinausgeht.“, so das Fazit des Lehr(er)teams am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg.

Gertrud-Bäumer Schüler besuchten Landtag in Düsseldorf
Stufe 11 der Fachoberschulklassen folgten Einladung des heimischen Landtagsabgeordneten Hubert Schulte

Besuch des Landtags
Eine sehr informative Fahrt nach Düsseldorf konnten die Schülerinnen und Schüler der Stufe 11 der Fachoberschulklassen des GBBK am vergangenen Montag wahrnehmen. Ausgangspunkt der Fahrt, die im Rahmen des Politikunterrichtes mit Standortleiter Lutz Schäfer und Fachlehrer Karsten Meininghaus stattfand, war die Funktionsweise des politischen Systems in Deutschland.
Das zweigeteilte Programm beinhaltete zunächst eine Führung durch verschiedene Räumlichkeiten des Landtages. Dabei konnten sowohl Einblicke in die Büroräumlichkeiten der Abgeordneten, sowie in Sitzungsräume und natürlich in den eigentlichen Plenumsbereich des Landtages. Hier wurde den Schülerinnen und Schüler mit Hilfe eines Filmes die Arbeit der „hohen“ Politik an Hand des Landtagswahlkampfes im vergangenen Jahr und der anschließenden Bildung der neuen Landesregierung, deutlich gemacht.
Der Besichtigung schloss sich ein persönliches Gespräch mit den heimischen Landtagsabgeordneten Hubert Schulte (Menden, Balve, Neuenrade, Plettenberg) und Thorsten Schick (Iserlohn, Altena, Werdohl) an. Beide berichteten von ihrer täglichen Arbeit und wie sie jeweils zur Politik gekommen sind. Dabei wurde deutlich, dass Abgeordnete sehr vielfältige Aufgaben erfüllen müssen. „Neben Sitzungen des Landtages und der CDU-Landtagsfraktion bin ich persönlich auch im Wirtschafts- Umweltausschuss tätig.“, berichtete Schulte. Darüber hinaus seien aber auch Treffen mit verschiedenen Interessenverbänden, Vereinen, und natürlich auch Bürgerinnen und Bürgern vor Ort wichtig.
Thorsten Schick sieht gerade hier den Reiz des Abgeordnetendaseins: „Das Engagement für die Bürgerinnen und Bürger ist sicherlich die ganz zentrale Aufgabe für mich. Für uns ist es ein schönes Gefühl, wenn wir den Bürgerinnen und Bürgern helfen können!“
Positiv überrascht zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von den Vorstellungen der Politiker und auch von der Offenheit der Mitarbeiter des Landtages aber auch des eigentlichen Gebäudes. Özlem Alptekin und Sabrina Wolf waren besonders angetan:“ Hier würden wir gerne ein Praktikum machen, um noch weitere Einblicke zu bekommen!“ Die beiden Mitglieder des Landtages hörten es gern und werden ein Tagespraktikum für die Interessierten anbieten.
Standortleiter Lutz Schäfer war denn auch sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Fahrt: „Schülerinnen und Schüler sind heute vielfach sehr unzufrieden mit den politischen Verantwortlichen im Land. Uns war es wichtig, dass Politiker – egal von welcher Partei – engagierte Menschen sind, die sich für die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger vor Ort einsetzen!

Würdig leben bis zuletzt –
Angehende Sozialhelfer des Getrud-Bäumer-Berufskollegs informierten sich im Amalie-Sieveking-Haus über Hospizarbeit
Schüler erleben Hospiz als Platz intensiven Lebens bis zuletzt.
Angehende Sozialhelfer des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs besuchen das Amalie-Sieveking-Haus. Beeindruckt von der herzlichen Atmosphäre

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg beschäftigt sich mit dem Sterben und Tod – Besuch im Amalie-Sieveking-Hospiz
Schüler näherten sich den letzten Fragen

Hospiz als ein Ort intensiven Lebens. Sozialhelferinnen-Schüler sprachen über „Sterben und Tod“

Wie gehe ich in meinem Berufsalltag mit dem Tod um? Wie kann ich den Verlust von Menschen ertragen, die mir ans Herz gewachsen sind? Wie ist ein Hospiz organisiert?

Diese und andere Fragen stellten sich angehenden Sozialhelfer der Unterstufe in ihrem Religionsunterricht, nachdem sie ihr erstes Berufspraktikum im Altenheim verbracht hatten. Das Unterrichtsthema „Sterben und Tod“ entsprach dabei den persönlichen Bedürfnissen der Schüler/innen, da es für die meisten nach ihrem Abschluss zum Berufsalltag gehören wird. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt nämlich, dass Sozialhelfer/innen später häufig in Altenheimen tätig werden.
Besonderes Interesse zeigten die Schüler/innen an dem Hospizgedanken. Eine Schülerin hat sogar den Wunsch nach ihrem Berufsabschluss in einem Hospiz zu arbeiten. Deshalb lag der Gedanke nicht fern mit den Schülern/innen das Hospiz des Amalie-Sieveking-Hauses in Lüdenscheid zu besuchen.
Die Schüler/innen, die teilweise mit großen Ängsten in das Haus eingetreten sind, staunten nicht schlecht, als sie mit viel Herzlichkeit und einem Frühstück von dem Leiter des Hospizes, Hans-Peter Osterkamp, in Empfang genommen wurden. „Ich habe mich in den zwei letzten Wochen häufig mit dem Hospizbesuch auseinandergesetzt, da ich Probleme mit dem Thema Tod habe. Es war im nachhinein jedoch sehr hilfreich, das Hopspiz besucht zu haben,“ so eine Schülerin. „dabei empfand ich es besonders beeindruckend, wie sehr Herr Osterkamp hinter seiner Arbeit steht und sich mit Leib und Seele für die Bedürfnisse anderer Menschen einsetzt“.
Neben Informationen über die Altenhilfe-Einrichtung und die Gefährdetenhilfe des Hauses, erfuhren die Schüler/innen, dass sich das Hospiz selbst keinesfalls als Ort des Sterbens, sondern als Platz intensiven Lebens versteht, an dem die Bewohner, hier Gäste genannt, die Möglichkeit haben, die letzten Tage ihres Lebens möglichst angenehm und rundum betreut zu verbringen.
Das liegt wohl daran, dass das erste Ziel dieser Einrichtung die Schaffung neuer Lebensqualität ist. Voraussetzung dafür ist eine Schmerztherapie, die es den Gästen ermöglicht, ihre letzten Tage schmerzfrei zu erleben, was neues Lebensgefühl schafft. Aber nicht nur die körperlichen Bedürfnisse der Gäste stehen im Mittelpunkt, sondern der Mensch in seiner Ganzheit. Dazu ist in erster Linie Zeit nötig: Zeit zum Zuhören und Unterhalten, Zeit der Stille, Zeit zum gemeinsamen Lachen, aber auch zum Weinen, Zeit um letzte Wünsche zu erfüllen – eben wertvolle Zeit menschlicher Nähe, die an anderen Orten unserer Gesellschaft oft fehlt. Und diese wird gerne aufgebracht, denn die Gäste werden nicht als Last empfunden - im Gegenteil! Osterkamp empfindet sich dabei selbst als Beschenkter: „Meine Tage sind seit meiner Arbeit im Hospiz länger geworden, meine Nächte kürzer. Mein Leben ist jedoch reicher geworden, denn ich habe gelernt mich auch über Kleinigkeiten zu freuen und lebe bewusster!“ Und so wundert es nicht, dass das Hospiz neben 7 festen Mitarbeitern, auch ca. 40 ehrenamtliche Mitarbeiter hat, die nicht nur den Gästen Zeit entgegenbringen, sondern auch ihren Angehören. Letztere haben - solange es der Gast wünscht - unbegrenzte Besuchszeit und finden hier in den schweren Momenten ihrer Trauer Unterstützung.
Um Hospizarbeit leisten zu können, sind aber immer wieder Hürden zu überwinden, denn die Finanzierung ist schwierig. „Wir verstehen uns als Anwalt der Schwachen und wollen, dass nicht nur die, die es sich leisten können, hier aufgenommen werden können“, erklärt Osterkamp. Daher ist das Hospiz dringend auf Spenden angewiesen. Die angehenden Sozialhelfer fanden das Konzept so unterstützenswert, dass sie schon im Vorfeld ihrerseits eine Spende gesammelt haben und mit diesem Artikel auch andere Menschen auf diese Einrichtung aufmerksam machen wollen:
Spendenkonto: Amalie-Sieveking-Haus/Sparkasse Lüdenscheid 138 123 (BLZ 458 500 05)
(Süderländer Tageblatt, 31.3.2006/ Westfälische Rundschau 28.3.2006/Lüdenscheider Rundschau 18.3.2006)

 

Schüler bereisen die türkischen Philosophenstädte
Berufskolleg Fachschule für Sozialpädagogik und Abiturklasse besuchen Türkei. Ziel ist ein besseres Verständnis der türkischen Kultur

Plettenberg: Nach der ersten Fahrt des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in die Türkei im Oktober 2004 Planen die Fachschule für Sozialpädagogik und die Abiturklasse der „Nächsten Generation“ nun die fortsetztung des interkulturellen Pojekts. Die Metropole Istanbul war das Ziel eines von der Fachlehrerin Frau Dr. Ulrike Zenk ins Leben gerufenen Projektes zum interkulturellen Austausch. Die Metropole Istanbul war 2004 – anders als in diesem Jahr – das Ziel der Gruppe mit Fachlehrerin Dr. Ulrike Zenk. Mit dem Besuch der Europaschule und anderer Erziehungseinrichtungen in der Hauptstadt wurde für die damaligen Schülerinnen der Fachschule die Fahrt nicht zu einem Vergnügungstripp, sondern zu einem wichtigen Baustein auf dem Weg in der Erzieherausbildung. Viele Begegnungen und Gespräche, sowie die intensive Teilnahme auch an den Veranstaltungen der verschiedenen Bildungseinrichtungen verschafften den Schülerinnen einen tiefen und intensiven Einblick in die türkische Kultur. Gerade im heimischen Raum sind dies wichtige Voraussetzungen auch im Umgang mit den zahlreichen Migrantenkindern in den verschiedenen Kindertageseinrichtungen.
Den Erfolg dieser Fahrt möchte Frau Dr. Zenk, die unterstützt wird durch die Fachlehrer Kornelia Daniel und Karsten Meininghaus, nun fortsetzen und mit der „nächsten Generation“ der Fachschule für Sozialpädagogik in die Türkei reisen. Verstärkt werden die 15 Schülerinnen durch 14 Schülerinnen und Schüler der aktuellen Jahrgangsstufe 11 Abiturklasse. Diese erwerben in ihrem kombinierten Bildungsgang nicht nur das Abitur, sondern auch den Berufsabschluss als Erzieher(in) und sind deshalb auch auf die Fahrt durch den Westen der Türkei eingeladen worden.
Bei der Rundreise in der Region um die Halbinsel Bodrum stehen zunächst die Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten dort auf dem Programm. So werden unter anderem die antiken (Philosophen)städte Milet, Ephesus und Hierapolis, sowie die Kalksinterterassen bei Pamukkale besucht. Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler in Eigeninitiative Besuche in verschiedenen Bildungseinrichtungen vor Ort organisiert. Hier stehen dann Gespräche mit den Menschen im Mittelpunkt. Ziel dieses Austausches ist es Gemeinsamkeiten und Probleme zwischen Türken und Deutschen auszuwerten und damit eine kooperative Basis zu schaffen, voneinander zu lernen und Probleme anzugehen.
„Gerade diese gemeinsamen Probleme bieten eine großartige Chance, auf freundschaftlicher Ebene einen Gedankenaustausch durchzuführen, und gemeinsame Lösungsstrategien zu erarbeiten!“, gibt sich Frau Dr. Zenk zuversichtlich zu den Erfolgsmöglichkeiten der Projektfahrt.
So hofft man am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg nicht nur für die zukünftige Erzieherinnengeneration die Möglichkeit zu schaffen, eine wichtige inhaltliche und pädagogische Erfahrung zu sammeln, sondern auch für die Integrationsarbeit an der Schule. „Wir haben hier einen Recht hohen Anteil von insbesondere türkischen Migrantenkindern,“, so Standortleiter Lutz Schäfer, „da ist die Kenntnis der jeweiligen anderen Kultur ein wichtiger Grundstein für das tägliche Miteinander!“. Deshalb hofft der Standortleiter auf neue positive Anreize durch die Fahrt.
Hilfreich für die Organisation und für die Beschaffung von Hintergrundinformationen ist auch diesmal die Freundschaft von Frau Dr. Zenk zu Prof. Dr. Faruk Sen, die sich aus ihrer gemeinsamen Studienzeit in Münster kennen. Sen ist Leiter des renomierten Zentrums für Türkeistudien in Essen, welches auch für die Bundesregierung in Fragestellungen zur Türkei tätig ist.
(Süderländer Tageblatt, 24.3.2006)

 

Pilotprojekt Schlaganfall
Präventivmaßnahme von AOK, Klinikum und Gertrud-Bäumer-Berufskolleg. Schüler der Heilerziehungsklasse besichtigen Notaufnahme und Neurologie (von Ilka Kremer)

Märkischer Kreis:„Schlaganfall, das kriegen doch nur alte Leute", diese Aussage kennt Ralf Jurka von der AOK nur zu gut. Aber weil das eben nicht so ist, und sehr wohl auch jüngere Menschen von diesem Schicksal ereilt werden können, startete die Krankenkasse gestern zusammen mit den Märkischen Kliniken und dem Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid ein Pilotprojekt als Präventivmaßnahme. Schülerinnen und Schüler der Heilerziehungsklasse waren zusammen mit ihrer Fachlehrerin Beatrix Schmidt vor Ort, um sich über Symptome, Risikofaktoren, Notfallverhalten und Therapien zu informieren. „Das Thema ist Teil des Unterrichts, aber wir wollen auch, dass die Schüler für sich selbst viel über den Schlaganfall wissen", so Schmidt.
25 junge Frauen und Männer hörten zunächst den Vortrag von Dr. Uwe Heckmann, Oberarzt der Neurologie am Klinikum, und lobten dessen verständliche Art der medizinischen Aufklärung. Nach der Theorie ging es in kleinen Gruppen zur Besichtigung der Notaufnahme und der neurologischen Abteilung. Eine Patientin der „stroke unit", der Schlaganfall-Spezialstation, die erst seit Freitag dort behandelt wird, erklärte sich sogar mit dem Besuch der Schülergruppen in ihrem Zimmer einverstanden. So konnten sich die angehenden Heilpflegeerzieher ein umfassendes Bild machen. Zwischendurch stellten sie immer wieder Fragen, die ihnen Dr. Heckmann bereitwillig beantwortete. Auch berichteten die Schüler von eigenen oft ersten Erlebnissen in Krankenhaus.
Zurück im Seminarraum. hörten die Schüler weitere Vorträge. Zum einen sprach die AOK-Ernährungsberaterin Heike Mast- Dürwald über die Bedeutung der Nahrung. Zum anderen berichteten der Vorsitzende der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe, Klaus Holzrichter, und Schlaganfall-Patientin Claudia Kettling über ihre persönlichen Schicksale und Erfahrungen.
(Lüdenscheider Rundschau)

 

Berufskolleg Menden gewinnt Turnier
VOLLEYBALL: Acht Teams am Raithelplatz am Start. Gastgeber Berufskolleg für Technik sichert sich zweiten Platz. Ausklang mit gemeinsamen Pizza-Essen

Lüdenscheid • Der Einladung von Organisator Dietmar Lepenies zum zehnten Lehrer-Volleyball-Turnier, das das Berufskolleg für Technik im Märkischen Kreis alljährlich in der Sporthalle am Lüdenscheider Raithelplatz ausrichtet, folgten dieses Jahr insgesamt acht Teams. In einem gleichwertigen Teilnehmerfeld lieferten sich die Lehrerteams in einer kollegialen Atmosphäre spannende Spiele. In dem Modus „Jeder gegen Jeden" hatte jedes Team sieben Spiele, welche gänzlich ohne Verletzungen über die Bühne gingen. Den Sieg am Ende des langen Turnieres sicherte sich mit fünf Siegen das Berufskolleg Hönne aus Menden. Der Gastgeber landete in diesem Jahr dank Sieges im direkten Vergleich auf dem zweiten Platz vor den Lehrern des Kaufmännischen Berufskollegs Hagen mit jeweils vier Siegen. Auch beiden Plätzen vier bis sechs musste der direkte Vergleich entscheiden, da die drei Teams jeweils drei Siege einfahren konnten. Letztlich landete das Käthe-Kollwitz Berufskolleg aus Hagen auf dem vierten Rang, gefolgt von den Lehrern des Berufskollegs Cuno II und dem Eugen-Schmalenbach Berufskolleg aus Halver. Den siebten Platz belegte das Berufskolleg Cuno I mit zwei Siegen. Auf dem achten und somit letzten Platz landeten die Lehrer des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs aus Lüdenscheid, die ohne Sieg blieben. Nach der Siegerehrung folgte ein gemütlicher Ausklang beim gemeinsamen Pizza-Essen.
(Lüdenscheider Rundschau)

 

„Vorsicht, Sie sind stark infarktgefährdet!“
Gertrud-Bäumer-Berufskolleg mit neuem Projekt: „ Jede zweite junge Frau stirbt an Herzinfarkt oder Schlaganfall“. Schüler waren mit „hautnahem Test“ vor Gefahr. Raucher viermal stärker gefährdet. Am 2. Mai geht’s nach Istanbul

Plettenberg: Dr. Wolfgang Marino ist besorgt. Vor allem um die vielen jugendlichen Mädchen. Er weiß: Jede zweite junge Frau stirbt durch Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wer raucht, erhöht das Risiko zudem um das Vierfache. „Und nur weniger als zehn Prozent der Frauen wissen, dass Herzkreislauferkrankungen für sie als lebensbedrohlich gelten können", weiß der Lehrer des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs um die Ungewissheit der Jugendlichen. Gemeinsam mit seiner Klasse will er nun für Aufklärung sorgen - und das in einem „hautnahen Projekt", das sogar für den internationalen naturwissenschaftlichen
Wettbewerb in Istanbul angemeldet ist Blutdruck, ein hoher Cholesterinwert oder Übergewicht sind die Hauptursachen für einen Herzinfarkt und Schlaganfall", betont Marino. Besonders gefährlich sei aber das Rauchen - vor allem, wenn das Mädchen vor dem 15. Lebensjahr damit anfange. „Hierdurch wird die Gefahr zu erkranken um das Zehnfache gesteigert", macht Marino deutlich.
Die Schüler des Berufsgrundschuljahr Gesundheit wurden angesichts der ernsten Problematik hellhörig und riefen ein eigenes Projekt ins Leben. Mit der Unterstützung ihres Lehrers Dr. Wolfgang Marino und dem Mathe und Sportlehrer Reinhard Podeschwa untersuchen die Schüler nun bei ihren Kameraden Rauchverhalten, Blutdruck, den Cholesterin- Spiegel sowie Gewicht und Größe, um ein etwaiges Überbeziehungsweise Untergewicht festzustellen. Die Ergebnisse werden in eine Skala eingeordnet, die angibt, wie hoch die Möglichkeit ist, an einem Herzinfarkt zu erkranken. „Ziel ist es, die jungen Frauen für die Problematik der Risikofaktoren zu sensibilisieren", so Marino.
Unterstützt wird das Projekt von der Firma „Röche Diagnostics" aus Mannheim. Geräte und Teststreifen zur Bestimmung des Cholesterinwertes wurden von der Firma gespendet. „Dadurch ist es uns gelungen, den gesamten Test für Schülerinnen gratis anzubieten", freut sich Marino über die tatkräftige Mithilfe.
Bisher wurden 120 Schülerinnen getestet - es bestehe aber durch die Spenden die Möglichkeit, alle 500 Schüler in die Risikoskala einzuordnen. Dr. Wolfgang Marino hofft, dass die Schülerinnen durch die direkte Betroffenheit und Mitwirkung eher erreicht werden und über ihre Einstellungen und ihr Verhalten nachdenken. Erste Tendenzen zeichnen sich bereits ab - und die sind wenig erfreulich. „70 Prozent der bisher getesteten Schüler rauchen und sind dadurch akut gefährdet", so Marino.
Bis Freitag sollen die Tests noch andauern. Dann wird Reinhard Podeschwa mit seiner Klasse die statistische Auswertung im Mathe-Unterricht vornehmen. „Es ist eben ein fächerübergreifendes Projekt", meint Reinhard Podeschwa.
(Süderländer Tageblatt, 5.4.2006)

 

Medizinische Untersuchung am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg im Rahmen eines Projekts
Schülerinnen decken Risiko auf

Eiringhausen: Zwei Schülerinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs werden Anfang Mai nach Istanbul reisen. Dort stellen sie im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs als einzige Vertreter aus Deutschland das Projekt der Schule vor, das sich besonders den Herz-Kreislauf-Erkrankungen widmet. Bereits im jugendlichen Alter wird der Grundstein für die Volkskrankheit Nr. 1 gelegt.
Insbesondere der Herzinfarkt gehört mittlerweile auch bei Frauen zu den Haupttodesursachen. Obwohl ihnen jede zweite Frau zum Opfer fällt, .sehen weniger als 10 Prozent der Frauen diese Erkrankung als Bedrohung für ihre Gesundheit und ihr Leben an. Heutzutage ist bekannt, dass Herzinfarkt und Schlaganfall bei Frauen durch Änderung des Lebensstiles und Beeinflussung der so genannten Risikofaktoren (u. a. Rauchen, Stress, hoher Blutdruck, hoher Cholesterinwert, Übergewicht) weitgehend vermeidbare Erkrankungen geworden sind. Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall nimmt mit dein Alter, insbesondere nach den Wechseljahren, zu. Die meisten Risikofaktoren, die für die Männer von Bedeutung sind, gelten auch für Frauen. Es gibt aber Unterschiede in der Bedeutung einzelner Risikofaktoren. Der wichtigste Risikofaktor für Frauen ist das Rauchen.
Besonders bei jungen Frauen, die die Pille nehmen und rauchen, besteht die Gefahr, dass sie später einen Herzinfarkt erleiden. Frauen, die rauchen, haben ein viermal so hohes Herzinfarktrisiko wie Nichtraucherinnen. Besonders schwerwiegend sind die gesundheitlichen Auswirkungen, wenn mit dem Rauchen vor dem l5. Lebensjahr begonnen wird. Hierdurch steigert sich das Risiko, an Herzinfarkt zu sterben, um das Zehnfache. Aufklärung tut also Not.
Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg versucht diesem Missstand durch Aufklärung und verschiedene Schüleraktivitäten zu begegnen. So regten Schülerinnen des Berufsgrundschuljahres Gesundheit in Plettenberg selbst an, eine Untersuchung an Schülerinnen der Schule, also der Hauptrisikogruppe durchzuführen. Ziel ist es, die jungen Frauen für die Problematik der Risikofaktoren zu sensibilisieren. Dazu wird das Risiko jeder einzelnen Testperson, an Herzinfarkt zu erkranken, in eine Risikoskala eingeordnet. Es werden die Faktoren Rauchverhalten, Blutdruck, Cholesterinspiegel, Gewicht und Größe (Body-Mass-lndex) und Ernährungsverhalten in die Risikoabschätzung einbezogen.
Unterstützung erhält die Schule seitens der Industrie. Die Firma Roche Diagnostics aus Mannheim ließ sich spontan für die Aktion begeistern. Sie spendete Geräte und Teststreifen zur Bestimmung des Cholesterinwertes. Dadurch ist es gelungen, den gesamten Test für die Schüler gratis anzubieten.
Als Tester für diese Untersuchungen wurden vom Klassenlehrer Dr. Wolfgang Marino die Schülerinnen Melanie Hoffmann und Marianna Impastato ausgelost. Auch der Mathematik- und Sport-Lehrer Reinhard Podeschwa, der Hilfe bei der statistischen Auswertung leistet, sagte spontan zu. Das Projekt wurde zudem von der Integrationsbeauftragten Frau Dr. Zenk und dein Klassenlehrer für den internationalen naturwissenschaftlichen Wettbewerb in Istanbul allgemeldet.
(Plettenberger Rundschau, 5.4.2006)

 

Didaktische Spiele
Etwa zwei Dutzend museumspädagogische Führungen liegen bereits hinter Michaela Ernst. Spezielle Wege für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Lüdenscheid: Acht Schüler gruppieren sich, lehnen sich aneinander, präsentieren Sträuße, lächeln. Ganz klar. dieses „Bild“ soll das „Hochzeitsfoto" darstellen. - Dann ein kurzer heller Glockenton, die Gruppe postiert sich neu. Es folgen „Trennung“ oder „Hochzeitsnacht“, „Beerdigung“ oder „Familienfeier“. Es war ein didaktisches Spiel, das die angehenden Erzieherinnen und Erzieher des Berufskollegs vom Raithelplatz gestern Mittag bewältigten. Die Mitschüler der anderen Gruppe mussten erraten, was das Thema des „Bildes“ war. Dieser Weg ist nur einer von vielen, auf dem Schüler das reflektieren, was sie beim Rundgang, bei der Führung durch die „Loveletters vom Lennestrand“ gesehen haben. „Es geht uns darum, dass Schüler oder - in diesem Fall - angehende Erzieher, den Lern- und Erlebnisort Museum kennen lernen", unterstreicht Michaela Ernst:
„Dass sie wissen, sie können auch außerhalb des engen Klassenraumes lernen, zum Beispiel hier.“ Die Mitarbeiterin des Geschichtsmuseums hat nicht nur die Ausstellung konzipiert. Sie begleitet die „Loveletters“ auch im Alltag, leitet die vielen Führungen mit Schulklassen. Etwa zwei Dutzend werden es mittlerweile gewesen sein, nur für Klassen mit Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, überschlägt Michaela Ernst.
Es gibt viele Wege, auf denen Schüler nach dem Rundgang das Thema „Liebe" reflektieren können, weiß sie. Jeder Weg muss auf das Alter zugeschnitten sein. Wenn Kindergarten-Gruppen, wenn Klassen aus der Grundschule oder aus den Stufen fünf und sechs kommen, wird ertastet: Die Mädchen und Jungen greifen reihum in einen Korb, über dem ein Tuch liegt. Sie müssen herausfinden, was sie in der Hand haben, wie es in die .Ausstellung passt, wie es in die andere Zeit und zum Thema „Liebe" passt. „So kriegen die Kinder einen spielerischen Zugang", erläutert Michaela Ernst.
In den ersten „Loveletters“- Wochen sei die Nachfrage aus Lüdenscheid noch recht gering gewesen, wundert sich Michaela Ernst. Zumal sich schon einige Klassen aus anderen Städten früh zur Führung angemeldet hatten. Spätestens in dieser Woche aber hätten auch die Bergstädter aufgeschlossen. „Vor allem von der Friedensschule hatten wir einige Klassen“, unterstreicht Ernst. Klassen können sich unter der Nummer 171481 melden.
(Westfälische Rundschau, 4.4.2006)

Korrektur
Das didaktische Spielprojekt, das die Schülerinnen und Schüler des Getrud-Bäumer-Berufskollegs von der Fachschule für Sozialpädagogik am Freitag im städtischen Museum durchliefen, stammt nicht vom Museum, sondern von der Lehrerin. Darauf machte die betreffende Pädagogin Gunhild Wiechering aufmerksam. Die Berufsschüler hatten zur Aufgabe gehabt, verschiedene „Bilder“ – etwa Hochzeit oder Trauerfeier nachzustellen.

 

Angehende Erzieherinnen auf den Spuren der „Loveletters“

Das Berufskolleg der Gertrud-Bäumer Fachschule für Sozialpädagogik besuchte jetzt die Ausstellung „Loveletters vom Lennestrand – Liebe im Sauerland“ in den Musseen der Stadt am Sauerfeld. Nach einer Führung mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Michaela Ernst entwickelten und erprobten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher theaterpädagogische Methoden zum Thema Liebe, Ehe und Sexualität. Begleitet durch ihre Lehrerin Gunhild Wiechering, die den Besuch vorbereitete, machten die Teilnehmer ganz neue Erfahrungen und lernten die vielfältigen didaktischen Möglichkeiten des Museums kennen.
(Westfälische Rundschau, 4.4.2006)

 

Schüler zurück aus der Türkei
Inter-kulturelles Reisen des Gertrud-Bäumer-Berufkollegs war großer Erfolg

Plettenberg • Viel gesehen, viel gelernt haben die 27 Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-BerufskolIegs, die vor kurzem an der zweiten interkulturellen Bildungsreise in die Türkei teilnahmen. Vor allem die historischen Sehenswürdigkeilen der Westküste Kleinasiens standen im Zentrum der achttägigen Fahrt.
Ausgangspunkt war für die angehenden Erzieher und ihre Begleiter, für. Ulrike Zenk, Kornelia Daniel und Karsten Meininghaus, die Stadt Izmir. Von dort aus fuhr die Gruppe nach Kusadasi, durch das Mäandertal und nach Milet, der alten Philosophenstadt. Dort sind die Ruinen von Milet, das große Theater und die Faustina-Thermen zu bestaunen. Noch am selben Tag erkundete die Gruppe die Tempelanlagen der Orakelstätte Didyma, die durch eine Prozessionsstraße mit Milet verbunden ist. Dort haben die Reste eines Apollon- Tempels mehr als 2 400 Jahre überdauert.
Am dritten Tag lernten die Schülerinnen das moderne türkische Leben auf der Halbinsel Bodrum kennen. Mit traditionellen Sitten setzten sie sich im antiken Halikarnassos auseinander Neben den historischen Sehenswürdigkeiten interessierten sich die Teilnehmer der Fahrt selbstverständlich auch für die pädagogischen Einrichtungen ihres Gastlandes. Die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen der Fachschule für Erzieher (Oberstufe) und aus der Klasse der Erzieherausbildung mit Allgemeiner Hochschulreife (EA Unterstufe) besichtigten deswegen einen Kindergarten. Dort erlebten sie eine fast familiäre Atmosphäre - keineswegs gestresst oder hektisch. Die Räume waren wie Kinderzimmer eingerichtet. „Ich war sehr begeistert von der Stimmung dort", erzählte Schülerin Sarah Goseberg der Heimatzeitung. Nicht nur von der ruhigen, entspannten Atmosphäre - die Kinder können dort auch schlafen und essen - sondern auch von der Trennung zwischen. Erziehung und Religion.
An den folgenden Tagen standen jedoch wieder Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: Die Kalksinterterassen von Pamukkale (türkisch: „Baumwollschloss") sind ein von der UNESCO anerkanntes Weltkulturerbe. Die fast schneeweißen Kaskaden glitzernder Kalkablagerungen beeindruckten die Schülerinnen tief und haben wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Direkt nebenan liegt der antike Ort Hierapolis. Nach Hierapolis besichtigte die Gruppe jedoch auch die am besten erhaltene antike Stätte Kleinasiens: die Stadt Ephesus. Dort ist die teilweise restaurierte Bibliothek eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten.
Doch auch die schönste Fahrt geht einmal zu Ende und so mussten die Schülerinnen am achten Tag wieder nach Deutschland zurückfliegen, Mitgebracht haben sie Souvenirs und eine Menge Anregungen, um die türkische Kultur besser verstehen zu können.
(Süderländer Tageblatt, 9.5.2006)

 

300 Besucher informierten sich beim Berufskolleg
Gertrud-Bäumer-Schule stellte sich vor Heute Informationsabend zum Bildungsgang
Abitur mit Erzieher-Ausbildung

Plettenberg: Die Schullaufbahn ist fast beendet und noch kein Ausbildungsplatz in Sicht? Einen bestimmten Schulabschluss nicht erreicht oder einfach nur gewillt, einen höheren Abschluss anzustreben? Interessierten Schülern und Eltern bot das Plettenberger Gertrud-Bäumer-Berufskolleg (GBBK) am Samstag einen Beratungstag auf der Bredde an. Die Jugendlichen konnten Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten der schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung nehmen.
"Bei uns haben Schüler die Möglichkeit, neben Berufsabschlüssen; einer beruflichen Grundbildung oder beruflichen Kenntnissen auch alle allgemein bildenden Schulabschlüsse vom Hauptschulabschluss bis hin zum Abitur zu erreichen", betonte Standortleiter Lutz Schäfer. Einzelberatungen zu den Bildungsgängen wurden von den Fachlehrern durchgeführt.
So informierte Fachleiter Hermann Morisse über den Bildungsgang der allgemeinen Hochschulreife beim Berufsabschluss des Erziehers. Die Bildungsgangvorsitzende Dr. Verena Krumschmidt berichtete über das Fachabitur im Sozial- und Gesundheitswesen, Dr. Ulrike Zenk und Fachlehrerin Kornelia Daniel gaben Informationen zur Berufsausbildung des Sozialhelfers. Beim zweijährigen Bildungsgang Kinderpflege berieten die Fachlehrerinnen Anke Gregory-Lorey und Susanne Diekes. Otto Bodenheimer, welcher als Fachleiter für die jeweiligen Berufsgrundschuljahre im Bereich der Körperpflege, dem Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft und dem der Gesundheit tätig ist, wurde unterstützt von Kristine Bieker, Heike Schrapper, dem Pflegedienstleiter des Plettenberger Krankenhauses Fritz Boy, sowie Dr. Wolfgang Marino. Informationen über die Fachschule Sozialpädagogik gab es von den Fachlehren Jürgen Kleinsorge und Eberhard Scholz. Wer sich für das Berufsorientierungsjahr interessierte, bekam fachliche Beratung durch Ulrich Neuhaus, Peter Treudt und Reinhardt Podeschwa.
"Die heute anwesenden beratenden Kollegen unterrichten schwerpunktmäßig am Standort Plettenberg", erklärte der Fachlehrer aller Bildungsgänge, Karsten Meininghaus. Die Gertrud-Bäumer-Schule mit den Standorten Lüdenscheid und Plettenberg bildet rund l 700- Schüler aus. 600 Schüler zählt das Kolleg auf der Bredde.
Einen Eindruck vom Unterricht vermittelten Teilnehmerinnen des Bildungsgangs Körperpflege. Die angehenden Kosmetikerinnen und Friseurinnen führten ihre zuvor erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der Nagel-Modellierung vor. Ihre Mitschüler der Fachoberstufe für Gesundheit und Soziales gaben als zusätzliche Ansprechpartner eigene Erfahrungen wieder.
Im Bereich der Eingangshalle der Schule konnte eine kleine Ausstellung besichtigt werden, die im Rahmen eines Schulprojektes entwickelt wurde und zum Nachdenken anregen sollte. Die vor acht Jahren ins Leben gerufene "Vision Suchthilfe" will bundesweit informieren und aufklären. Die Jugendlichen werden mit einer neuen Philosophie angesprochen.
Der Info-Tag am Samstag hatte mit 300 Interessenten wieder einmal große Resonanz gefunden. Es ist somit abzusehen, dass alle Bildungsgänge des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs auch in Zukunft weiter in der bisherigen Form durchgeführt werden können. Am heutigen Donnerstag findet um 18.00 Uhr ein weiterer Informationsabend statt. Dabei geht es um den vierjährigen Bildungsgang Abitur mit Ausbildung zum Erzieher.
(Süderländer Tageblatt, 9.2.200)

 

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Schüler führten Befragung zum Thema "Mann und Frau" durch
Shoppende Zicken und faule Machos

Lüdenscheid: Sind Frauen Zicken, die Stunden im Bad verbringen, wenn sie nicht gerade reden oder shoppen? Sind Männer Machos, die Frauen hinterher pfeifen, ihre Autos über alles lieben und ansonsten faul auf dem Sofa liegen?
Um dieses Thema drehte sich eine Umfrage, die die Schülerinnen und Schüler des katholischen Religionskurses der Fachoberschule des Gertrud-Bäumer- Berufskolleg in Lüdenscheid durchführten.Im Rahmen des Tages der offenen Tür der beiden Berufskollegs am Raithelplatz interviewten sie im vergangenen Herbst 194 Mitschülerinnen und Mitschüler zum Thema "Mann und Frau". Wochenlange Auswertungsarbeit, die zum großen Teil auch in der Freizeit durchgeführt wurde, schloss sich an. Da stellt sich natürlich die, Warum sich Berufsschüler, die in wenigen Monaten ihr Fachabitur machen wollen, so viel Arbeit aufhalsen. Eine Statistik zur Aufgabenverteilung im Haushalt von Mann und Frau aus einem älteren Lehrbuch habe sie neugierig gemacht und den Anstoß gegeben, einmal nachzuforschen, ob sich das Rollenverständnis bis heute weiter geändert hat. " Wir wollten es genau wissen und hatten uns daher die Aufgabe gestellt, die Vorurteile gegenüber dem anderen Geschlecht zu untersuchen", erklärten die Schüler im Gespräch mit der Rundschau.
Wissenschaftlich verwerten lassen sich die Untersuchungsergebnisse natürlich nicht. Dafür war die Wahl der Probanten nicht zielgerichtet genug. Trotzdem, einige Tendenzen lassen sich die Berufsschüler einig. Immer noch gelten die alten Klischees: Immer noch schmeißen laut Befragung 60 Prozent der Mütter, aber nur 6 Prozent der Väter den Haushalt, immer noch glauben vor allem die Männer, dass sie die besseren Autofahrer sind, und immer noch lassen die Frauen die Finger von der Technik. Also alles typisch Mann und typisch Frau?
Nein, so eindeutig sind die Befragungsergebnisse dass doch nicht. Eine positive Tendenz zeigt zum Beispiel die Kindererziehung. Wer immer noch glaubt, dass sei allein die Aufgabe der Frau, der muss berichtigt werden, In 57 Prozent der Elternhäuser teilen sich dies bereits beide Elternteile. Und wer erledigt die lästigen Behördengänge? Gott sei dank, so das Ergebnis der Befragung, beide. Spaß hatten die Berufsschülerinnen und –schüler vor allem bei der Auswertung der Frage, worauf Lüdenscheider Schülerinnen und Schüler beim anderen Geschlecht zu erst achten." Alle Klischees wurden hier erfüllt und im Grunde hatten wir auch nichts anderes erwartet!" Wo die Frau zuerst auf Ausstrahlung (77%), Gesicht (62%) und Augen(51%) achtet, da blickt der Mann zwar auch auf Gesicht (34%) und Ausstrahlung (33%), aber vor allem auf den Körperbau (37%) und - natürlich – gezielt auf den Po (27%). Männer stehen in diesem Punkt unter einem erheblich schwächeren Erwartungsdruck, denn nur zwei Prozent der weiblichen Blicke wird sofort auf das männliche Gesäß gerichtet.
(Westfälische Rundschau)

 

Es ist bewiesen: Frauen sind Zicken, Männer benehmen sich wie Machos
Befragung in der Innenstadt: Schüler des Berufskollegs erhielten interessante Ergebnisse zur "ewigen" Frage der Beschaffenheit des idealen Partners

Plettenberg: Wie sieht der ideale Mann oder die perfekte Traumfrau aus? 15 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs wollten dies genauer wissen. Im Rahmen eines Projektes im Religionsunterricht fand unter der Leitung von Fachlehrerin Jeannette Dazert eine umfangreiche Befragung zum aktuellen Männer- und Frauenbild statt.
Zahlreiche Passanten in der Plettenberger Innenstadt sowie Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule und des Albert-Schweitzer-Gymnasiums stellten sich bereitwillig zur Verfügung. Insgesamt nahmen 63 Frauen und 50 Männer im Alter von 14 bis 55 Jahren teil. Die Befragung förderte einige interessante Ergebnisse zu Tage: Bereits bei der Frage nach den wichtigsten Eigenschaften des Traumpartners drifteten die Meinungen weit auseinander. Für 52 Prozent der Männer ist hier das Aussehen an erster Stelle. Für jede zweite Frau hingegen ist die wichtigste Eigenschaft des Mannes Treue.
Auch die guten alten Klischees wurden im Rahmen der Befragung unter die Lupe genommen. Wer glaubt, typische Haushaltsaufgaben werden in der heutigen Zeit zwischen Mann und Frau gerecht aufgeteilt, muss leider enttäuscht werden. Denn die Befragung ergab, dass Waschen, Bügeln und Putzen weiterhin zu den Aufgaben der Frau gehören. Allerdings behält auch der Mann sein festgelegtes Aufgabengebiet und ist noch immer für Reparaturen und Renovierungsarbeiten zuständig. Wie sehr hat sich aber die äußerliche Vorstellung des Traumpartners geändert? Bisher war die vollkommene Frau immer mit 90-60-90-Maßen, blonden Haaren und endlos langen Beinen gesegnet. Die befragten Männer scheinen allerdings realistisch oder einfach nur genügsam zu sein. Es sind lediglich 24 Prozent, die auch weiterhin die Traummaße erwarten. Hier fällt auf, dass größtenteils die 14 bis 18-Jährigen diese Träume bewahren. Doch der schlanke Körperbau sowie die langen Beine und die üppige Oberweite bilden weiterhin die perfekte Frau. Vor allem natürliche Schön­heiten in araktiver Kleidung scheinen Plettenberger Männer zu verzaubern. Der knackige Po hebt sich bei den Vorstellungen der männlichen Teilnehmer besonders hervor. - Am Rande: Bloß fünf Prozent der Frauen waren der Meinung, dass gerade ihr Hinterteil sie so attraktiv macht, ergab die Umfrage.
Welche optischen Eigenschaften muss der Mann aber mit sich bringen, um bei den Frauen zu landen? Zum ersten steht für beide Geschlechter fest, dass der Mann größer als seine Partnerin sein sollte. Weiterhin ist der Plettenberger Traummann ein schlanker, sportlicher und dunkelhaariger Typ, der besonders durch seine ausgeprägte Brustmuskulatur und seinen Waschbrettbauch auffällt.
Überaus amüsant war die Feststellung, dass Männer in einer behaarten Brust die pure Männlichkeit sehen. Die Mehrheit der Frauen bevorzugt allerdings eine geschmeidige, unbehaarte Brust.
Auch ein schwieriges Thema wurde bei der Befragung nicht außer Acht gelassen. Bei der äußerst komplizierten Situation einer ungewollten Schwangerschaft würden 16 Prozent der Männer, aber nur drei Prozent der Frauen das Kind abtreiben. Im Gegensatz dazu würden erfreulicherweise 52 Prozent der weiblichen und 40 Prozent der männlichen Befragten zusammenhalten und das Kind behalten.
Um zum Abschluss die Befragung etwas aufzulockern, wurde nach den typischen Eigenschaften der Frauen und denen der Männer gefragt. Frauen sind nach 36 Prozent der befragten Männer die absoluten Zicken. Erstaunlicherweise gestanden dies 41 Prozent der weiblichen Teilnehmer auch ein. Das Shoppen und die Redseligkeit der Frauen stehen zusätzlich ganz oben auf der "Typisch Frau-Liste". Während die bessere Hälfte des Mannes also "zickend" und "plaudernd" durch sämtliche Einkaufszentren rennt, sitzt der Plettenberger Mann - zumindest laut der Umfrage - fußballguckend vor dem heimischen Fernseher, eine Flasche Bier in der Hand und im Kopf nichts anderes als Sex und Autos. Zudem empfinden die Frauen, dass sich der Mann hierbei auch noch wie ein lässiger Macho aufführt.
So unterschiedlich und vor allem unverständlich das andere Geschlecht auch wirken mag, irgendwie schaffen es die kaufsüchtigen Zicken und die fußballabhängigen Machos immer wieder, sich miteinander zu verstehen.
(Süderländer Tageblatt)

 

Zicken gegen Machos?!
Befragung in der Plettenberger Innenstadt: Schüler des Gertrud - Bäumer Berufskollegs förderten interessante Ergebnisse zur "ewigen" Frage der Beschaffenheit des idealen Partners zu Tage.

Wie stellen Sie sich heutzutage den idealen Mann, oder die perfekte Frau vor? Soll sie blonde, braune oder rote Haare, oder soll er einen starken und muskulösen Körperbau haben? Vielleicht sind für Sie Äußerlichkeiten auch völlig zweitrangig, denn Sie setzen ausschließlich auf Charakterstärke?
15 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule des Gertrud – Bäumer Berufskollegs wollten dies genauer wissen. Im Rahmen eines Projektes im Religionsunterricht fand unter der Leitung von Fachlehrerin Jeannette Dazert eine umfangreiche Befragung zum aktuellen Männer- und Frauenbild statt. Zahlreiche Passanten der Plettenberger Innenstadt, sowie Schülerinnen und Schüler der Geschwister – Scholl Realschule und des Albert – Schweitzer Gymnasiums stellten sich bereitwillig zur Verfügung. Insgesamt nahmen 63 Frauen und 50 Männer im Alter von 14 – 55 Jahren teil. Die Befragung förderte einige interessante Ergebnisse zu Tage:
Bereits bei der Frage nach den wichtigsten Eigenschaften des Traumpartners drifteten die Meinungen weit auseinander. Für 52% der Männer ist hier das "Aussehen" an erster Stelle, während die Frauen mit 50% an dieser Stelle die "Treue" bevorzugten. Auch die guten alten Klischees wurden unter die Lupe genommen. Wer glaubt typische Haushaltsaufgaben werden in der heutigen Zeit zwischen Mann und Frau gerecht aufgeteilt, muss leider enttäuscht werden. Denn Wäsche waschen, Bügeln und Putzen gehören weiterhin zu den Aufgaben der Frau. Allerdings behält auch der Mann sein festgelegtes Aufgabengebiet und ist noch immer für Reparaturen und Renovierungsarbeiten zuständig. Weiterhin stellte sich allerdings heraus, dass die Rolle des Mannes zwar darin besteht zu arbeiten, aber auch darin, die Frau im Haushalt zu unterstützen. Die heutige Frau wird als selbstständig und unabhängig angesehen. Als Hausfrau wird sie kaum noch beschrieben, da sie es meist schafft Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.
Wie sehr hat sich die äußerliche Vorstellung des Traumpartners geändert? Bisher war die vollkommene Frau immer mit 90- 60– 90 Maßen, blonden Haaren und endlos langen Beinen gesegnet. Die befragten Männer scheinen allerdings realistisch oder einfach nur genügsam zu sein. Es sind lediglich 24%, die auch weiterhin die Traummaße 90- 60- 90 erwarten. Hier fällt auf, dass größtenteils die 14-18 jährigen diese Träume bewahren. Doch der schlanke Körperbau (74%), sowie die langen Beine (50%) und die üppige Oberweite (29%) bilden weiterhin die perfekte Frau. Vor allem natürliche (70%), aber braungebrannte Schönheiten (26%) in sexy Kleidung (74%) scheinen Plettenberger Männer zu verzaubern. Der knackige Po hebt sich bei den Vorstellungen der männlichen Teilnehmer (80%) besonders hervor. Bloß 5% der Frauen waren der Meinung, dass gerade ihr Hinterteil sie so attraktiv macht.
Doch welche optischen Eigenschaften muss der Mann mit sich bringen, um bei den Frauen zu landen? Zum ersten steht für beide Geschlechter fest, dass der Mann größer als seine Partnerin sein sollte. Weiterhin ist der Plettenberger Traummann ein schlanker (48%), sportlicher (64%) und dunkelhaariger (46%) Typ, der besonders durch seine ausgeprägte Brustmuskulatur und seinen Waschbrettbauch auffällt. Wirklich amüsant war die Feststellung, dass Männer in einer behaarten Brust die pure Männlichkeit sehen. Die Mehrheit der Frauen bevorzugt allerdings mit 55% deutlich eine geschmeidige, unbehaarte Brust.
Und was machen wir eigentlich, wenn wir einen ähnlichen Traumpartner gefunden haben, der aber nach einiger Zeit sein Äußeres vernachlässigt? Sechs Prozent der Männer und vier Prozent der Frauen würden drastische Maßnahmen ergreifen und ihren Partner daraufhin verlassen. 82% der Frauen und 78% der Männer würden sich als kompromissbereit erweisen und mit dem Partner darüber reden.
Auch ein schwieriges Thema wurde bei der Befragung nicht außer Acht gelassen. Bei der äußerst komplizierten Situation einer ungewollten Schwangerschaft würden 16% der Männer, aber nur 3% der Frauen das Kind abtreiben. Im Gegensatz dazu würden erfreulicher Weise 52% der weiblichen und 40% der männlichen Befragten zusammenhalten und das Kind behalten.
Um zum Abschluss die Befragung etwas aufzulockern, wurde nach den typischen Eigenschaften der Frauen und denen der Männer gefragt. Lustiger Weise wurden stets die lästigen und nervigen Eigenschaften des "Geschlechtsgegners" genannt. Frauen sind nach 36% der befragten Männer die absoluten Zicken. Erstaunlicher Weise gestanden dies 41% der weiblichen Teilnehmer auch zu. Das Shoppen und die Redseligkeit der Frauen stehen zusätzlich ganz oben auf der "Typisch Frau- Liste". Während die bessere Hälfte des Mannes "zickend" und "plaudernd" durch sämtliche Einkaufszentren rennt, sitzt der Mann - nach der Statistik - fußballguckend vor dem heimischen Fernseher, eine Flasche Bier in der Hand und im Kopf nichts anderes als Sex und Autos. Zudem empfinden 19% der Frauen, dass sich der Mann hierbei auch noch wie ein lässiger Macho aufführt.
So unterschiedlich und vor allem unverständlich das andere Geschlecht auch wirken mag, irgendwie schaffen es die kaufsüchtigen Zicken und die fußballabhängigen Machos es immer wieder sich miteinander zu arrangieren.
(Westfälische Rundschau)

 

Viele Schüler und zu wenig Lehrer
Mangel schränkt Initiativen am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg ein

Märkischer Kreis: "Es besteht großer Beratungsbedarf über Qualifizierungsmöglichkeiten." Dass diese Feststellung von Dr. Hans-Ulrich Hilse voll ins Schwarze trifft, zeigte der Informationstag des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs am Raithelplatz in Lüdenscheid: Zahlreiche junge Menschen nutzten die Gelegenheit, um sich einen Überblick über die verschiedenen Bildungsgänge und Angebote zu verschaffen. Der Schulleiter des Kollegs weiß um die aktuellen Probleme: Viele Jugendliche wissen nicht, wie sie weiterkommen können. Die Anforderungen steigen und ohne mittleren Abschluss oder sogar Abitur gibt es vielfach keine Berufsaussichten."
Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg bietet seinen Schülerinnen und Schülern eine qualifizierte Ausbildung in den Berufsfeldern des Sozial- und Gesundheitswesens, der Ernährung und Hauswirtschaft und der Körperpflege an den beiden Standorten Lüdenscheid und Plettenberg. Dabei steckt das Kolleg derzeit in einem Dilemma: Die Schülerzahl wächst und wächst, die Lehrer aber bleiben aus. Dr. Hilse: "Wir haben zur Zeit zehn Pädagogen zu wenig. Auf fünf Ausschreibungen im vergangenen Frühjahr gab es nur eine Rückmeldung. Die Leute zieht es eher in die Großstädte." Dabei könnte die Schule dringend frische Kräfte gebrauchen, denn voraussichtlich wächst die Schülerzahl im Sommer von derzeit 1754 auf mehr als 1800. Besonders groß ist der Ansturm auf die Fachoberschule. Die zweijährige Ausbildung - Voraussetzung ist mindestens der Abschluss der Klasse 10 - läuft heute bereits fünfzügig und Dr. Hilse rechnet für das nächste Schuljahr mit weiteren zwei oder drei Klassen. Berufsgrundschuljahr, Orientierungsjahr oder Fachschule sind auf schwächere Schüler ausgerichtet. "Ihnen gegenüber haben wir eine soziale Verantwortung."
Der Bildungsgang Erzieher/-in und allgemeine Hochschulreife wird zum. zweiten Mal durchgefühlt - auch hier mit steigender Tendenz. "Wer in Richtung Lehramt und Pädagogik strebt, ist mit diesem Angebot gut beraten." Denn nach der Klasse 13 folgt ein weiteres Jahr mit dem Abschluss als Erzieher/-in. "Diese Erfahrungen lassen sich sehr gut im Studium einbringen." Dem Wunsch nach mehr schulischen Initiativen sind allerdings Grenzen gesetzt: "Der Lehrermangel ist unser Begrenzungsfaktor."
Doch auch das Land streut Stolpersteine in die Schullandschaft; So kann die Ausbildung zum Altenpfleger nicht angeboten werden, da Schul- und Gesundheitsministerium keine einheitliche Linie finden. "In dieser Sache muss sich dringend etwas ändern", fordert der Schulleiter.

 

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg Plettenberg –
Neuer Termin für die Informationsveranstaltung zum kombinierten Abschluss Abitur und Erzieherausbildung am 7. März

Nachdem die letzte Infoveranstaltung vor drei Wochen durch das "Schneechaos" stark beeinträchtigt wurde, bietet das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg den bereits angekündigten "Nachholtermin" für die Informationsveranstaltung über den kombinierten Bildungsgang Allgemeine Hochschulreife und Berufsabschluss Erzieher am 7. März um 18.00 Uhr an. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Schule in der Schulstraße statt. Parkmöglichkeiten befinden sich auf der Rückseite des Gebäudes in der Heinrichsstraße. Neben der Vorstellung aller wesentlichen Zusammenhänge wird auch ausreichend Raum für Fragen zur Verfügung stehen. Alle interessierten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern sind hierzu herzlich eingeladen.

 

Rücken- und Gelenkbeschwerden durch falsches Arbeiten? – Die IKK vermittelt angehenden Nahrungsmittelfachverkäufer/Innen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs "den richtigen Dreh"! 

"Der richtige Dreh", so heißt das Bewegungsprogramm, dass die IKK speziell für verschiedene Handwerke entwickelt hat. Nach der großen Zufriedenheit unter Lehrer/Innen und Schülern/Innen im letzten Jahr, lud der Lehrer Thorsten Bischof auch in diesem Jahr Fachleute der Krankenkasse IKK in den Unterricht angehender Nahrungsmittelfachverkäufer/Innen ein. Schnell zeigte sich, dass es für die Schüler/Innen kein "freier" Tag sein würde, sondern ein hochinteressantes Programm mit vielen wichtigen Informationen für das zukünftige Berufsleben. "Unser Ziel ist, durch gezielte vor allem aber konsequent durchgeführte Übungen Gelenk- und Rückenbeschwerden vorzubeugen. Dabei schont man nicht nur die eigene Gesundheit, sondern erspart der Gesellschaft erhebliche Folgekosten.", so die Innungskrankenkasse.
Besonders Nahrungsmittelfachverkäufer/Innen, die während ihrer Arbeit ständig stehen, teilweise gebückt und noch dazu schwer heben und tragen müssen, kennen Verkrampfungen und Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich nur zu gut. Damit es "kein Kreuz mehr mit dem Kreuz" ist, erprobte Frau Irmer, Gymnastiklehrerin aus Münster, verschiedene Übungen für ein erfolgreiches Rückentraining in der Turnhalle des GBBK. Immerhin sind Rückenleiden die Volkskrankheit Nr. 1! Spielend einfach und an jedem Arbeitsplatz ausübbar sind die einzelnen Übungen für Nacken/Schulter, Kopf und den ganzen Rücken, die dazu beitragen, Ausgleich für die Belastungen am Arbeitsplatz zu erzielen. Dazu empfahl die Gesundheitsexpertin neben gesunder Ernährung und Ausgleichgymnastik regelmäßig Ausdauersportarten wie Schwimmen, Joggen, Walken oder Radfahren als wichtige Ergänzung für ein gesundes Leben und Arbeiten. Sind Verspannungen dann aber doch einmal da, sind Massagen hilfreich, die man selbst ohne großen Aufwand durchführen kann. Der GBBK-Sportlehrerin, Jannina Stumpf-Garte, haben die Übungen übrigens so gut gefallen, dass sie gleich aktiv mitgemacht hat.
Dass es für viele Arbeitsvorgänge auch rückenfreundliche Varianten gibt, vermittelte auch Herr Knuppertz, Diplomsportlehrer aus Münster. Gerade richtiges "Heben" will gelernt sein. Knuppertz wies deutlich darauf hin, dies niemals "aus dem Rücken" zu tun, sondern grundsätzlich in die Hocke zu gehen. Während des Hebens und Tragens sind darüber hinaus Drehbewegungen zu vermeiden, die auf Dauer die Wirbelsäule schädigen können. Aber auch "gebücktes Stehen" kann man nicht ewig durchhalten. Je aufrechter man dagegen arbeitet, umso entlastender wirkt dies für den Rücken.
Am Ende der Veranstaltung waren die Schüler sehr positiv beeindruckt: "Ich hätte nicht gedacht, dass manche Beschwerden durch falsches Verhalten so begünstigt werden und dass es teilweise so einfach ist, das zu verhindern!", so eine Schülerin.
Aber auch die anwesenden GBBK-Lehrer wie Ulrike Brinkmann und Christiane Thewen haben die Veranstaltung begeistert verfolgt. "Aus Sicht der Schule ist es nicht nur wichtig Schüler/Innen fachliches Wissen beizubringen, sondern Gesundheit und Ernährung in den Fokus zu rücken, damit sie später nicht nur gesund bleiben, sondern auch die Ausfallzeiten in der Wirtschaft sinken!", so der GBBK-Lehrer Torsten Bischoff.

 

"Kinästhetik in der Pflege" –
Wunschseminar angehender Heilerziehungspfleger/Innen
am Getrud-Bäumer-Berufskolleg Lüdenscheid

Muss der Transport von größerem Gewicht immer einem Hieven gleichkommen? Bedeutet dies, dass man im Pflegealltag auf Dauer mit berufsbedingten Körperschäden hinnehmen muss? Oder gibt es doch Wege, um dem aus dem Weg zu gehen?
Diese und ähnliche Fragen beschäftigten angehende Heilerziehungspfleger (FH3) des Getrud-Bäumer-Berufskollegs im Rahmen ihres Berufspraktikums. "In der Praxis standen die Schüler/Innen ganz konkret vor dem Problem, Klienten mit beispielsweise schweren Spastiken in Badewannen oder Rollstühle zu befördern," so die Lehrerin Beatrix Schmidt, "daher war das Seminar zum Thema "Kinästhetik in der Pflege" ein dringender Wunsch der angehenden Heilerziehungspfleger/Innen." Beatrix Schmidt war es auch, die Frau Spangenberg, Kinästhetik-Trainerin des Kreiskrankenhauses aus Lüdenscheid, ins Getrud-Bäumer-Berufskolleg eingeladen hat und das Seminar begleitet hat. Frau Spangenberg schult normalerweise Mitarbeiter und Krankenpflegeschüler in Lettmathe, Werdohl und Lüdenscheid.
Da in es in dem Seminar um konkrete Probleme aus ihrem Berufsalltag ging, waren die 12 Teilnehmer  (11 Schüler/innen der FH3 + eine externe Altenpflegerin), die übrigens beim "Institut für Kinästhetik IFKAG" registriert wurden und ein Zertifikat erhielten, motiviert bei der Sache. Der 24-stündige Kurs zu diesem Konzept, konnte natürlich nur als Einführung verstanden werden. Dennoch lernten die Teilnehmer verschiedene Konzepte der Kinästhetik kennen und machten zu jedem Thema Bewegungserfahrungen am eigenen Körper, sowie praktische Übungen. Ziel war es die persönliche Bewegungs- und Handlungsfähigkeit der Pflegenden zu erweitern und das Risiko von berufsbedingten Verletzungen und Überlastungsschäden zu reduzieren. Zudem sollten die Teilnehmer Möglichkeiten kennen lernen, wie sie ihre Klienten bei der Entwicklung ihrer eigenen Gesundheit unterstützen können.
"Wir haben gelernt, dass man Gewichte nicht hieven muss, sondern viel einfacher bewegen und verlagern kann. Außerdem ist uns bewusst geworden, dass die Ressourcen, die ein Patient mit sich bringt, uns dabei sehr hilfreich sein können," äußerten die Teilnehmer durchweg begeistert.

 

Am Berufskolleg
Alternative zum Abitur am Gymnasium

Buckesfeld: Die Entscheidung zwischen Abitur und Ausbildung ist nicht immer einfach. Eröffnet die Ausbildung die Möglichkeit, sofort in das Berufsleben einzusteigen, so ermöglicht das Abitur darüber hinaus den Weg ins Studium.
Wer sich heute noch nicht entscheiden kann oder sich beide Wege offen halten möchte, der erhält am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg die Möglichkeit der Doppelqualifikation. Durch den Bildungsgang "Erzieher/-in und allgemeine Hochschulreife" können Schüler zum einen das Abitur erwerben, zum anderen den Berufsabschluss zur, Erzieherin oder zum Erzieher.
Dieser Bildungsgang stellt dabei eine Alternative zum Abitur am Gymnasium dar und schafft dazu die Möglichkeit, grundlegende Vorkenntnisse für ein Studium im Bereich der Pädagogik zu sammeln (Lehramt, Sozialpädagogik etc.).
Dabei dauert die theoretische Ausbildung nicht länger als die gymnasiale Oberstufe. Die Abiturprüfung erfolgt nach drei Schuljahren, die jeweils ein Praktikum beinhalten. Für den Berufsabschluss ist anschließend ein einjähriges Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung nötig (im Kindergarten, Jugendzentrum, Heim etc.).
Wer Fragen zu dem Ausbildungsgang hat, sollte sich den kommenden Donnerstag vormerken: Am 2. Februar ab 18 Uhr können Interessenten im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg (Räume: B 110 an einer Informationsveranstaltung zum Bildungsgang "Erzieher/-in und allgemeine Hochschulreife" teilnehmen.
(Westfälische Rundschau, 1.2.2006)

 

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg organisierte Beratungstag für Schulabgänger der Sekundarstufe I
Fundierte Infos zu Bildungsgängen

Lüdenscheid: Am vergangenen Samstag hatten alle interessierten Schulabgänger der Sekundarstufe 1 wieder die Möglichkeit, sich über das umfangreiche Bildungsangebot des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs zu Informieren und sich von den Lehrkräften individuell beraten zu lassen. Bereits zum vierten Mal bot das GBBK den Informationstag an und wie schon in den Jahren zuvor erfuhr die Schule eine positive Resonanz. "Es kommen immer sehr viele Schüler mit ihren Eltern, um sich zu informieren. Die direkte und individuelle Beratung bringt deutlich mehr, als ein einfacher Tag der offenen Tür. So können wir den Schülern alle Möglichkelten aufzeigen", erklärt Schulleiter Dr. Ulrich Hilse. Im Mittelpunkt standen vor allem die weiterführenden Angebote wie die Fachoberschulreife, das Abitur oder die Ausbildung zum Erzieher. Der Bildungsgang "Erzieher/-in und allgemeine Hochschulreife" ist insofern besonders interessant, da er eine Alternative zum Abitur am Gymnasium darstellt und den Schülern- und Schülerinnen so die Chance der Doppelqualifizierung bietet. Des Weiteren konnten sich die Besucher auch über die Bildungsgänge "Berufsorientierungsjahr", das der Vorbereitung zur Aufnahme einer Berufsausbildung dient und den Erwerb des Hauptschulabschlusses nach Klasse neun ermöglicht, sowie "Berufsgrundschuljahr" für Körperpflege, Ernährung und Hauswirtschaft oder Gesundheit informieren. Auskunft gab es auch über die Berufsfachschule, die am GBBK in den Ausprägungen "Ernährung und Hauswirtschaft", "Körperpflege" sowie "Sozial- und Gesundheitswesen" an intensiviert werden. Gespräche mit einer Ärztin bezüglich einer Anstellung laufen bereits. Am kommenden Samstag wird der Informationstag dann auch in Plettenberg angeboten
(Westfälische Rundschau, 30.1.2006)

 

Gesundheits-Check der Klasse F2G kam gut an – wichtige Tipps zu Ernährung und Körperwerten
"Ärtzezimmer" für Schüler, Lehrer und Besucher

Lüdenscheid: Drei Tage lang konnten sich Schüler, Lehrer und Gäste des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in der Schule vorsorglich untersuchen lassen. Bei den Gesundheitstagen, ausgerichtet von der Klasse F2G, wurden gleich mehrere Präventionsmaßnahmen durchgeführt.
Im Foyer hatten sich die Schüler sowie ihre Lehrerinnen Beatrix Schmidt und Marion Vetter ihr "Ärztezimmer" eingerichtet freiwilligen Teilnehmern der Body-Mass-Index (BMI) ermittelt, Körperfett, Temperatur, Blutdruck, Puls, Blutzucker und der Blutcholesterinspiegel untersucht und ausgewertet.
So bekam jeder "Patient" eine individuelle Ruckmeldung, ob er in den Bereichen den Normwerten entspricht.
An den ersten beiden Tagen wurden rund 400 Mitschüler und Mitschülerinnen untersucht.
Interessantes Ergebnis dabei: Kaum jemand hatte vor der ersten Pause gefrühstückt, was sich demnach in den Ergebnissen widerspiegelte.
Erst nach der wichtigsten Mahlzeit des Tages und einem zweiten Check waren die Resultate deutlich besser.
Dennoch konnten vereinzelt Fälle nachgewiesen werden, deren Werte nicht den Normen entsprachen.
Die Möglichkeit eines Check-ups durch die Klasse, die die Themen zuvor im Unterricht behandelt hatte, ließen sich auch viele Besucher des Informationstages am Samstag am Raithelplatz nicht entgehen.
(Westfälische Rundschau, 30.1.2006)

 

Viele Schüler und zu wenig Lehrer
Mangel schränkt Initiativen am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg ein

Märkischer Kreis: Es besteht großer Beratungsbedarf über; Qualifizierungsmöglichkeiten." Dass diese Feststellung von Dr. Hans-Ulrich Hilse voll ins Schwarze trifft, zeigte der Informationstag des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs am Raithelplatz in Lüdenscheid: Zahlreiche junge Menschen nutzten die Gelegenheit, um sich einen Überblick über die verschiedenen Bildungsgänge und Angebote zu verschaffen. Der Schulleiter des Kollegs weiß um die aktuellen Probleme: .Viele Jugendliche wissen nicht, wie sie weiterkommen können. Die Anforderungen steigen und ohne mittleren Abschluss oder sogar Abitur gibt es vielfach keine Berufsaussichten."
Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg bietet seinen Schülerinnen und Schülern eine qualifizierte Ausbildung in den Berufsfeldern des Sozial- und Gesundheitswesens, der Ernährung und Hauswirtschaft und der Körperpflege an den beiden Standorten Lüdenscheid und Plettenberg. Dabei steckt das Kolleg derzeit in einem Dilemma: Die Schülerzahl wächst und wächst, die Lehrer aber bleiben aus. Dr. Hilse: "Wir haben zur Zeit zehn Pädagogen zu wenig. Auf fünf Ausschreibungen im vergangenen Frühjahr gab es nur eine Rückmeldung. Die Leute zieht es eher in die Großstädte." Dabei könnte die Schule dringend frische Kräfte gebrauchen, denn voraussichtlich wächst die Schülerzahl im Sommer von derzeit 1754 auf mehr als 1800. Besonders groß ist der Ansturm auf die Fachoberschule. Die zweijährige Ausbildung - Voraussetzung ist mindestens der Abschluss der Klasse 10 - läuft heute bereits fünfzügig und Dr. Hilse rechnet für das nächste Schuljahr mit weiteren zwei oder drei Klassen. Berufsgrundschuljahr, Orientierungsjahr oder Fachschule sind auf schwächere Schüler ausgerichtet. "Ihnen gegenüber haben wir eine soziale Verantwortung."
Der Bildungsgang Erzieher/ in und allgemeine Hochschulreife wird zum. zweiten Mal durchgefühlt - auch hier mit steigender Tendenz. "Wer in Richtung Lehramt und Pädagogik strebt, ist mit diesem Angebot gut beraten." Denn nach der Klasse 13 folgt ein weiteres Jahr mit dem Abschluss als Erzieher/-in. "Diese Erfahrungen lassen sich sehr gut im Studium einbringen." Dem Wunsch nach mehr schulischen Initiativen sind allerdings Grenzen gesetzt: "Der Lehrermangel ist unser Begrenzungsfaktor."
Doch auch das Land streut Stolpersteine in die Schullandschaft; So kann die Ausbildung zum Altenpfleger nicht angeboten werden, da Schul- und Gesundheitsministerium keine einheitliche Linie finden. "In dieser Sache muss sich dringend etwas ändern", fordert der Schulleiter.
(Westfälische Rundschau, 30.1.2006)

 

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg befürchtet Rückgang von 50 Prozent bei Bewerberinnen
Erzieherinnen bald "Mangelware?"

Lüdenscheid: Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg des Märkischen Kreises erwartet einen massiven Rückgang bei Bewerbungen auf eine Erzieherausbildung.
Für das kommende Schuljahr tritt endgültig die vor zwei Jahren geänderte Ausbildungs- und Prüfungsordnung in Kraft. Das bedeutet inhaltlich mehr Projektarbeit an ganzheitlichen Handlungssituationen. Es wird mehr fächerübergreifend gearbeitet, der Zuschnitt der Fächer hat sich geändert.
Doch das ist nicht das Problem. Die Eingangsvorausset­zungen für den Beruf liegen nun deutlich höher, so Hermann Morisse, der am Raithelplatz angehende Erzieherinnen ausbildet. Ging es bisher um einen mittleren Bildungsabschluss und ein einjähriges Praktikum, verlangen die Schulen nun die Fachoberschulreife oder Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem verwandten Bereich.
Damit dauert der Ausbildungsgang fünf Jahre (zwei Jahre beispielsweise als Kinderpflegerin oder Sozialhelferin plus drei Jahre Erzieherinnenausbildung). Vier Jahre waren es früher, wobei im Praktikum wenigstens ein bisschen Geld verdient wurde. Jetzt ist vier Jahre Ebbe in der Kasse, nur im letzten Jahr wird gezahlt.
Das macht den Job nicht eben attraktiver. Das Einkommen als Erzieherin reiche ohnehin kaum aus, eine Familie zu ernähren. Die verlängerte und großenteils unbezahlte Ausbildung schrecke offenbar potenzielle Interessentinnen ab, schätzt Morisse.
Am Raithelplatz geht man inzwischen davon aus, dass die Zahl der Bewerberinnen um 50 Prozent zurückgehen könnte. Die Bewerbungsfrist läuft von Anfang Februar bis Mitte März.
Anderseits eröffnen sich womöglich für ausgebildete Erzieherinnen sichere Berufsperspektiven. Die Geburtenzahlen haben sich stabilisiert, so dass die Schließung von Einrichtungen in größerem Umfang unwahrscheinlicher wird. Die hohe Personalfluktuation und die angekündigte Schaffung zusätzlicher Betreuungsangebote halten den Arbeitsmarkt in Bewegung.
(Märkische Rundschau, 26.1.2006)

 

Für die Füße
Projekt von Mären Gramer, Lena Paschke und Marie Engmann

Lüdenscheid: Im Rahmen eines zweiwöchigen Projektes der FH2 des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs Lüdenscheid bauten drei Schülerinnen einen Wahrnehmungspfad für das Kinderheim Josefhaus in Olpe. Mären Cramer, Lena Paschke und Marie Engmann erarbeiteten ein pädagogisches Konzept für Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen.
Sie bauten mit den Kindern und Jugendlichen Holzkisten und befüllten diese mit unterschiedlichsten Materialien, wie zum Beispiel Sand, Reis und Wolle. Barfuß geht man dann durch eine oder mehrere der individuell zusammensetzbaren Kisten. Dies dient der Sensibilisierung der Wahrnehmung der Füße, die im Alltag häufig zu wenig Zuwendung erfahren.
Der von den Schülerinnen aus Lüdenscheid erstellte Wahrnehmungspfad dient der Massage, der besseren Wahrnehmung und der Entspannung der Füße.
Die Projektarbeit  wird heute von 14 bis 17 Uhr im Raum B 110 mit weiteren Projekten der Klasse FH2 vorgestellt.
Neben den Lehrern und Mitarbeitern der Einrichtung sind Interessenten herzlich zur Präsentation eingeladen. Wer dabei sein möchte, sollte sich unter der Telefonnummer: 02351/66940 am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg anmelden. Die Schülerinnen und Schüler würden sich über ein großes Interesse freuen.
(Lüdenscheider Nachrichten)

 

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg am Raithelplatz öffnet am Samstag, 28.Januar, seine Pforten Verschieden Wege zum Beruf

Lüdenscheid. Am Samstag 28. Januar, von 9 bis 13.30 Uhr stehen am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg (GBBK) am Raithelplatz wieder die Türen offen. Interessierte Eltern und Schüler, die sich für das umfangreiche Bildungsangebot interessieren, sind herzlich eingeladen, das Berufskolleg für Ernährung und Hauswirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen und Körperpflege kennen zu lernen. Lehrer und Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen stellen Interessenten die Bildungsgänge der Schule vor und sind für alle Fragen offen. Folgende Vollzeitbildungsgänge werden am GBBK am Raithelplatz angeboten: Das Berufsorientierungsjahr (einjährig) dient der Vorbereitung zur Aufnahme einer Berufsausbildung. Neben der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten aus mehreren Berufsfeldern ist der Erwerb des Hauptschulabschlusses nach Klasse 9 möglich. Das Berufsgrundschuljahr für Körperpflege, für Ernährung und Hauswirtschaft oder Gesundheit (einjährig) vermittelt eine berufliche Grundbildung und den Sekundarabschluss I -Hauptschulabschluss nach Klasse 10 (bei überdurchschnittlichen Leistungen möglich: Erwerb des Sekundarabschlusses I - Fachoberschulreife).
Die Berufsfachschule für Ernährung und Hauswirtschaft (Fachoberschulreife und berufliche Grundbildung).
Als zweijährige Berufsfachschule für Körperpflege (Fachoberschulreife und berufliche Grundbildung).
Als zweijährige Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen mit der Fachrichtung Kinderpflegerin/Kinderpfleger oder Sozialhelferin/Sozialhelfer (Berufsabschluss, gegebenenfalls Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife). Die Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen vermittelt die Fachhochschulreife und berufliche Kenntnisse. Die Fachschule existiert in den Ausrichtungen der Sozialpädagogik und der Heilerzeihungspflege und bietet neben den Berufsabschlüssen "Staatlich anerkannter Erzieherin/Erzieher" und Heilerziehungspflegerin/Heilerziehungspfleger" den allgemein bildenden Abschluss der Fachhochschulreife. Der Bildungsgang "Erzieher/in und allgemeine Hochschulreife" stellt eine Alternative zum Abitur am Gymnasium dar. Er bietet den Schülern die Chance der Doppel-Qualifikation, d.h. sie erhalten die Möglichkeit sowohl das Abitur als auch den Berufsabschluss zu erwerben. Eine Spezielle Beratung findet am Donnerstag, 2. Februar, ab 18 Uhr im Raum B 110 statt.
Hintergrund Rahmenprogramm mit Ausstellung
- Besucher können am 28. Januar bereits erfahren, was sich das GBBK unter Gesundheitsförderung vorstellt. Neben der allgemeinen Beratung erwarten die Interessenten gleich zwei Highlights:
- Zum einen ist eine Wanderausstellung zum Thema "Suchtgefahren" zu bestaunen, die durch Ausstellungsinstallationen die Wirkung verschiedener Drogen darlegt.
- Daneben können die Besucher ein Schülerprojekt der Fachoberschule Kasse 12 zum Thema Gesundheit miterleben.
- Da Präventionsmaßnahmen im Gesundheitssystem äußerst wichtig sind, führen die Schüler folgende Untersuchungen durch: Blutdruck- und Blutzuckermessung. Berechnung des Body-Maß-Index, Körperfettmessung, Temperaturmessung.
(Lüdenscheider Rundschau, 25.1.2006)

 

Getrud-Bäumer-Berufskolleg:
Entscheidung zwischen Ausbildung und Abitur unnötig!

Die Entscheidung zwischen Abitur und Ausbildung ist nicht immer einfach. Eröffnet die Ausbildung die Möglichkeit sofort in das Berufsleben einzusteigen, so ermöglicht das Abitur darüber hinaus den Weg ins Studium. Wer sich heute noch nicht entscheiden kann bzw. sich beide Wege offen halten möchte, der erhält am Getrud-Bäumer-Berufskolleg die Möglichkeit der Doppelqualifikation. Durch den Bildungsgang "Erzieher/-in und allgemeine Hochschulreife" können sie zum einen das Abitur erwerben, zum anderen den Berufsabschluss zur Erzieherin/zum Erzieher. Dieser Bildungsgang stellt dabei eine wahre Alternative zum Abitur am Gymnasium an und schafft dazu die Möglichkeit, grundlegende Vorkenntnisse für ein Studium im Bereich der Pädagogik zu sammeln (Lehramt, Sozialpädagogik etc.).
Dabei dauert die theoretische Ausbildung nicht länger als die gymnasiale Oberstufe. Die Abiturprüfung erfolgt nach drei Schuljahren, die jeweils ein Praktikum beinhalten. Für den Berufsabschluss ist anschließend ein einjähriges Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung nötig (im Kindergarten, Jugendzentrum, Heim etc.).
Wer jetzt Fragen hat, erhält die Möglichkeit diese zu stellen. Am Donnerstag, den 02.02.2006 ab 18.00 Uhr können Interessenten im Gertud-Bäumer-Berufskolleg am Raithelplatz 5/Lüdenscheid (Raum: B 110) an einer Informationsveranstaltung zum Bildungsgang "Erzieher/-in und allgemeine Hochschulreife" teilzunehmen. Eltern und SchülerInnen sind zu dieser Veranstaltung recht herzlich eingeladen. Der Bildungsgang wird hier zunächst vorgestellt. Danach stehen LehrerInnen für Fragen zur Verfügung.

 

Sponsoren ermöglichen ein besonderes "Bonbon"
Wanderausstellung "Sucht" zu Gast am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg

Lüdenscheid: "Ein Prosit auf die Gemütlichkeit!"? Wo liegt die Grenze zwischen Genuss und Abhängigkeit vom Alkohol und anderen Mitteln, die abhängig machen? Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg hat seine pädagogische Arbeit seit langem der Gesundheitsförderung, einschließlich der Suchtvorbeugung verschrieben. In diesem Jahr möchte das Kolleg seiner Schülerschaft ein ganz besonderes "Bonbon" anbieten, das zum Betrachten, Erleben und Nachdenken einlädt:
Vom Samstag, 28.01. bis Mittwoch, 01.02. wird in der Eingangshalle des Getrud-Bäumer-Berufskollegs in Lüdenscheid (Raithelplatz 5) eine ganz besondere Wanderausstellung zu sehen sein. Die Installationen beziehen sich auf die Themen "Wirkung des Suchtstoffes Alkohol", "Wirkung des Suchtstoffes Nikotin", Wirkungsweisen illegaler Suchtstoffe", "Suchtprobleme am Arbeitsplatz" und "Co-Abhängigkeit".
Am Samstag, 28. Januar steht die Ausstellung von 9.00 bis 13.30 Uhr auch allen interessierten Lüdenscheider Bürgerinnen und Bürgern offen. Montag bis Mittwoch haben die Initiatoren und Begleiter der Ausstellung darüber hinaus ein ganz besonderes Angebot im Gepäck: Als Mitglieder der Suchtselbsthilfegruppe VISION aus Vörde, stehen sie im Rahmen von Unterrichtscoaching den Schülerinnen und Schülern des Gertrud-Bäumer-Berufskolleg mit interessanten Gesprächsimpulsen und lebendigen Eindrücken zur Verfügung. Auf diese Weise wird die Ausstellung zutiefst erlebbar. Es versteht sich von selbst, dass das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg ein solch spektakuläres Angebot nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Dass die Schülerschaft dieses Angebot überhaupt erleben darf, haben sie der AOK-Lüdenscheid, der Volksbank-Lüdenscheid, der Druckerei Schöck, den Firmen Fischer-Elektronik und Becker-Werbung und der Allianz-Versicherung zu verdanken, die die Ausstellung als sehr unterstützenswert beurteilen. Zudem erwartet das Kolleg Mittel aus dem Netzwerk für Gesundheitsförderung OPUS. Schulleitung, Schüler- und Lehrerschaft sind den Spendern ganz besonders dankbar: "Ohne diese großzügigen Spenden wäre dieses anschauliche und betroffenmachende suchtpräventive Angebot für unsere Schülerinnen und Schüler undenkbar!" so der Leiter des Gertrud-Bäumer-Berufkollegs, Dr. Hans-Ulrich Hilse.
(Westfälische Rundschau, 21.1.06)

 

"theaterspiel" im Bäumer-Kolleg

Ein anderes Highlight bietet das Kolleg in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Lüdenscheid an: Am Dienstag, 31.01. führt die Theatergruppe "theaterspiel", Mitglieder einer Selbsthilfegruppe aus Witten, in der Aula des Berufskollegs eine Vorstellung mit dem Thema "Alkohölle" auf. Ein Stück, das bei den Zuschauern sicherlich eine gute Portion Nachdenklichkeit bewirken wird. Im Anschluss an die Vorstellung möchten die Akteure gerne ein lebendiges Gespräch mit dem Publikum führen.
(Westfälische Rundschau, 21.1.2006/23.1.2006)

 

Ausstellung und Theater zum Thema Sucht im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg

"Ein Prosit auf die Gemütlichkeit."? Wo liegt die Grenze zwischen Genuss und Abhängigkeit von Alkohol oder anderen Mitteln, die abhängig machen können? Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg hat seine pädagogische Arbeit seit langem der Gesundheitsförderung, einschließlich der Suchtvorbeugung verschrieben. In diesem Jahr möchte das Kolleg seiner Schülerschaft ein ganz besonderes "Bonbon" anbieten, das zum Betrachten, Erleben und Nachdenken einlädt:
Vom Donnerstag, 2. bis Samstag, 4. Februar wird in der Eingangshalle des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs eine ganz besondere Wanderausstellung zu sehen sein. Die Installationen beziehen sich auf Themen "Wirkung des Suchtstoffs Alkohol"; "Wirkung des Suchtstoffs Nikotin"; "Wirkungsweisen illegaler Suchtstoffe"; "Suchtprobleme am Arbeitsplatz" und "Co-Abhängigkeit".
Am Samstag, den 4. Februar steht die Ausstellung von 9.00 bis 13.30 Uhr auch allen interessierten Plettenberger Bürgerinnen und Bürgern offen. Donnerstag, den 2. Februar und Freitag, den 3. Februar haben die Initiatoren und Begleiter der Ausstellung ein ganz besonderes Angebot im Gepäck: Als Mitglieder der Suchtselbsthilfegruppe VISION aus Vörde, stehen sie im Rahmen von Unterrichtscoaching den Schülerinnen und Schülern des Kollegs mit interessanten Gesprächsimpulsen und lebendigen Eindrücken zur Verfügung. Auf diese Weise wird die Ausstellung zutiefst erlebbar.
(Süderländer Tageblatt, 21.1.2006)

 

GBBK: Doppelte Qualifikation bringt klare Vorteile Samstag großer Beratungstag am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg auf der Bredde

Plettenberg: Die Halbjahreszeugnisse sind verteilt. Viele Schüler stehen jetzt vor der Frage: Was passiert am Ende dieses Schuljahres und wie geht es dann weiter? Es ist für viele Absolventen der allgemein bildenden Schulen auch in diesem Jahr nicht einfach, einen den Wünschen entsprechenden geeigneten betrieblichen Ausbildungsplatz zu finden. Die Bildungsgänge der Berufskollegs können interessante Alternativen in der Aus- und Weiterbildung bieten.
Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg bietet deshalb am 4. Februar einen Beratungstag an, um Schülerinnen und Schülern, sowie deren Eltern Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten zu geben. Zwischen 9.30 und 13.30 Uhr stehen die Kolleginnen und Kollegen um Standortleiter Lutz Schäfer Rede und Antwort. Am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg werden vielfältige attraktive Möglichkeiten angeboten, die Jugendlichen und Heranwachsenden helfen sollen, an zunehmend international geprägten Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft teilzunehmen. Ein großer Vorteil der Bildungsgänge des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs liegt in der Möglichkeit der Doppelqualifikation, das heißt es können Berufsabschlüsse, berufliche Grundbildung oder berufliche Kenntnisse und gleichzeitig alle allgemein bildenden Schulabschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur erreicht bzw. nachgeholt werden.
Hier ist bereits jetzt ein erster Überblick über die einzelnen Bildungsgänge:
Neu am Standort Plettenberg ist seit einem Jahr der Bildungsgang Allgemeine Hochschulreife und Berufsabschluss Erzieherin/Erzieher. In einem vier Jahre dauernden Bildungsgang gibt es die Möglichkeit, den Berufsabschluss Erzieherin/Erzieher und die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Das Abitur wird bereits nach 3 Jahren vermittelt. Angesprochen werden insbesondere Schülerinnen und Schüler, deren Interessen im Bereich "Erziehung und Soziales" liegen und die neben dem Berufsziel des Erziehers ein Studium z. B. im sozialpädagogischen, sozialwissenschaftlichen, biologisch-naturwissenschaftlichen Bereich oder ein Lehramtsstudium mit den entsprechenden Fächern anstreben. Eingangsvoraussetzung ist entweder die Fachoberschulreife mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe oder der erfolgreiche Besuch der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen oder eine abgeschlossene Erzieherausbildung mit Fachhochschulreife.
Wer sein "Fachabitur" machen will, kann die Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen besuchen. Hierzu ist die Fachoberschulreife notwendig, aber auch berufserfahrene Erwachsene können aufgenommen werden. Während in der Klasse 11 neben 2 Unterrichtstagen in der Schule gleichzeitig ein Praktikum abzuleisten ist, wird in der Klasse 12 nur die Schule besucht. Erfolgreiche Absolventen erhalten durch die Vermittlung beruflicher Kenntnisse eine attraktive Vorbereitung auf Berufe in den Berufsfeldern "Soziales" (Erziehen, Anleiten, Beraten, Versorgen, Betreuen, Pflegen) und "Gesundheit" (Heilen, Beraten, Pflegen, Betreuen, Medizinische Technik) oder können anschließend ein Studium an einer Fachhochschule oder Gesamthochschule aufnehmen. Außerdem ermöglicht ein erfolgreicher Abschluss die Aufnahme in die Fachschule für Sozialpädagogik mit dem Ausbildungsziel "Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)".
Wunsch: Fachoberschulreife? Hier bietet sich u. a. der Besuch eines Zweijährigen Bildungsganges im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft an, der außerdem eine berufliche Grundbildung für den gesamten ernährungsgewerblichen und hauswirtschaftlichen Bereich vermittelt. Für die Aufnahme ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 notwendig. Unter Umständen kann der "mittlere Bildungsabschluss" auch schon nach einem Jahr erworben werden. Dieser Bildungsgang stellt auch eine geeignete Vorbildung für pflegerische, soziale und sozialpädagogische Berufe dar. Die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe wird ermöglicht.
Der zweijährige Bildungsgang Berufsausbildung zur Sozialhelferin / zum Sozialhelfer wird für Schülerinnen und Schüler angeboten, die mindestens den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 mitbringen. Wer sich grundsätzlich für einen Beruf im sozialen Bereich interessiert, kann insbesondere durch Praktika verschiedene Berufs- und Arbeitsfelder der Gesundheits- und Sozialpflege kennen lernen. Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, für Behinderte und auch stationäre oder ambulante Einrichtungen der Familien- und Altenhilfe. Somit ist diese Ausbildung vor allem als Orientierungshilfe für Jugendliche anzusehen, die noch keine klare Berufsvorstellung haben. Neben dem Berufsabschluss wird außerdem die Fachoberschulreife vermittelt. Hieran anschließend kann bei Interesse für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen die Fachschule für Sozialpädagogik besucht werden. Hier würde dann der Berufsabschluss "Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)" und auch die Fachhochschulreife ermöglicht. (weitere Informationen unter Fachschule für Sozialpädagogik)
Auch das Berufsgrundschuljahr im Berufsfeld Körperpflege bietet neben beruflicher Grundbildung den Erwerb der Fachoberschulreife. Ein hoher Anteil an Fachpraxis kommt auch mehr praktisch begabten Schülerinnen und Schülern entgegen. Vermittelt wird eine berufliche Grundbildung, die als erstes Ausbildungsjahr im Ausbildungsberuf "Friseur/Friseurin" anerkannt wird oder Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich "Kosmetik" eröffnet.
Wer später z. B. als Arzthelfer(in), Krankenpfleger(in) oder Physiotherapeut(in) arbeiten möchte kann das Berufsgrundschuljahr im Berufsfeld Gesundheit besuchen. Eingangsvoraussetzung für diesen Bildungsgang ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 10. Bei der Vermittlung der beruflichen Grundbildung wird besonderer Wert auf die berufsbezogene Theorie und Praxis z. B. durch ein achtwöchiges Praktikum gelegt. Dieser Bildungsgang eröffnet gute Aussichten, anschließend einen Ausbildungsplatz im Gesundheits- oder Pflegebereich, sowie in der Physiotherapie zu erhalten. Absolventen können außerdem die Fachoberschulreife erwerben.
Freie Ausbildungsplätze gibt es in der Fachschule für Sozialpädagogik. Wer sich für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen interessiert, kann nach 3 theoretisch und praktisch ausgerichteten Jahren den Berufsabschluss "Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)" erwerben. Als Schulabschluss wird die Fachoberschulreife sowie eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer vorausgesetzt. Alternativ sind die Fachhochschulreife (s. auch Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen) oder der Nachweis über eine einschlägige fünfjährige Berufserfahrung als Aufnahmevoraussetzung möglich. Durch die gleichzeitige Vermittlung der Fachhochschulreife wird ein Studium an einer Fachhochschule ermöglicht.
Während Erzieher(innen) in Kindertagesstätten, Horten, Heimen oder Jugendfreizeiteinrichtungen tätig werden, haben Kinderpfleger(innen) ihren Aufgabenbereich mehr bei den Jüngeren, entweder im Kindergarten oder in der Familie, aber auch auf einer Säuglingsstation eines Krankenhauses. Voraussetzung für diesen Zweijährigen Bildungsgang Kinderpflege ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 9. Erfolgreiche Absolventen erwerben den Berufsabschluss "Staatlich geprüfte(r) Kinderpfleger(in)" und die Fachoberschulreife. Hieran anschließend kann bei Interesse für die Arbeit mit den "älteren" Kindern und Jugendlichen die Fachschule für Sozialpädagogik besucht werden. Hier würde dann der Berufsabschluss "Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)" und auch die Fachhochschulreife ermöglicht. (weitere Informationen unter Fachschule für Sozialpädagogik)
Hauptschulabschluss - Fehlanzeige? In einem Jahr ist dieser möglich, wenn man sich für das Berufsorientierungsjahr entscheidet. Diese Schulform dient der Vorbereitung zur Aufnahme einer Berufsausbildung und soll Kenntnisse und Fertigkeiten in mehreren Berufsfeldern vermitteln. Am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg sind das die Berufsfelder Ernährung und Hauswirtschaft sowie Körperpflege.
Weitere Informationen und Auskünfte können interessierte Schüler und Eltern am 4. Februar ab 9.30 Uhr im Gebäude des GBBK in der Schulstraße erhalten. Parkmöglichkeiten sind hinter dem Gebäude in der Heinrichsstraße ausreichend vorhanden. Telefonisch ist die Schule unter der Rufnummer 02391/54642 (Montag bis Freitag 8 bis 13 Uhr), Fax: 02391/54958 zu erreichen. Anmeldungen für die einzelnen Bildungsgänge sind bereits ab sofort möglich oder können am Beratungstag direkt vorgenommen werden.
(Süderländer Tageblatt, 1.2.2006/Westfälische Rundschau, 28.1.2006)

 

Erzieherinnen der Natur auf der Spur
Mit Fachlehrerin Susanne Dierkes besuchten sie die Waldschule des MK.
Exkursion: Erzieherinnen in der Waldschule

Lüdenscheid/Plettenberg: Der Natur auf der Spur waren angehende Erzieherinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in Plettenberg. Die Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik besuchten gemeinsam mit Fachlehrerin Susanne Dierkes die Waldschule des Märkischen Kreises in Iserlohn – Letmathe. Dort wurden sie vom Leiter der Schule Forstwirtschaftsmeister Axel Dohmen und seiner ehrenamtlichen Assistentin Petra Kötteritz herzlich begrüßt.
Nach einer kurzen Einführung in die Arbeitsschwerpunkte der Waldschule folgte dann eine Führung durch den nahegelegenen Wald. Hier konnten die Schülerinnen unter der fachkundigen Anleitung nicht nur verschiedene praktische Übungen erleben, sondern bekamen wertvolle Tipps, wie man selbst mit einer Kinder- oder Jugendgruppe eine Waldexkursion durchführen kann. 
Dabei lernten die angehenden Erzieherinnen zahlreiche Spiele kennen, mit denen Kinder nicht nur viel Freude haben, sondern die auch viel Fachwissen über den Wald vermitteln. So zeigte der Forstwirtschaftsmeister u.a. verschiedene Tierpräparate und ließ auf dem Erkundungskurs Tierfelle und Baumrinden ertasten und wiedererkennen. "Viele Kinder und Jugendliche, die zu uns kommen, kennen zum Teil kaum noch Tiere oder Pflanzen aus dem Wald. Deshalb ist es uns ein Anliegen, die Verbindung zwischen (jungen) Menschen und ihrem sie umgebenden ureigensten Lebensraum aufrecht zu erhalten!", erklärte Dohmen den Schülerinnen des GBBK.
Dieses wichtige Ziel versuchen die beiden Waldpädagogen Kötteritz und Dohmen mit anschaulichen Beispielen zu erreichen, die altersspezifisch und interessant Kindern und Jugendlichen viele Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt näher bringen sollen.
Dass dies auch funktioniert, da waren sich die angehenden Erzieherinnen mit ihrer Fachlehrerin Susanne Dierkes einig. "Wir haben hier sehr viel gelernt und sind überrascht und begeistert, was unsere heimische Natur für faszinierende Einblicke und Möglichkeiten bietet!", so Dierkes.
Und so war es auch kaum verwunderlich, dass die meisten Teilnehmerinnen der Exkursion sich gut vorstellen können, eine Waldexkursion mit den Kindern ihrer Kindertageseinrichtungen zu unternehmen.
"Ich finde es beeindruckend, mit wie viel Engagement und Herzblut hier gearbeitet wird!", so eine Schülerin abschließend. Die Waldschule des Märkischen Kreises finanziert sich nämlich ausschließlich aus Spenden und ist somit auf Unterstützung von außen angewiesen. Neben den Exkursionen in Iserlohn-Letmathe bietet die Waldschule auf Wunsch aber auch Informationsveranstaltungen vor Ort, z.B. in Kindergärten und Grundschulen des Märkischen Kreises an. Auch Kindergeburtstage können dort gefeiert werden. Für nähere Informationen steht Herr Dohmen unter der Telefonnummer 02374 / 166910 gern zur Verfügung.
(Westfälische Rundschau, 20.1.2006/Süderländer Tageblatt, 20.1.2006)

 

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg Plettenberg –
Informationsveranstaltung zum kombinierten Abschluss Abitur und Erzieherausbildung findet am 9. Februar statt

Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg weist nochmals auf die am 9. Februar um 18.00 Uhr stattfindende Informationsveranstaltung über den kombinierten Bildungsgang Allgemeine Hochschulreife und Berufsabschluss Erzieher hin. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Schule in der Schulstraße statt. Parkmöglichkeiten befinden sich auf der Rückseite des Gebäudes in der Heinrichsstraße. Neben der Vorstellung aller wesentlichen Zusammenhänge wird auch ausreichend Raum für Fragen zur Verfügung stehen. Alle interessierten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern sind hierzu herzlich eingeladen.
(28.1.2006)

 

Informationstag am Getrud-Bäumer-Berufskolleg

Am Samtag, 28. Januar, von 9 bis 13.30 stehen am Getrud-Bäumer-Berufskolleg am Raithelplatz die Türen offen. Das Berufskolleg für Ernährung und Hauswirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen und Körperpflege lädt herzlich alle interessierten Eltern und Schüler/Innen ein, die das umfangreiche Bildungsangebot der Schule kennen lernen wollen. Lehrer und Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen stellen den Besuchern dabei die einzelnen Bildungsgänge vor und sind für alle Fragen offen.
(21.1.2006)

 

Weihnachtliches Turnier mit Schülern und Lehrern des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs
Beim Volleyball wie im Schulalltag zählen Ehrgeiz und Teamfähigkeit

Plettenberg: Viel Spaß gab es zum Abschluss des Jahres noch einmal um Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Eiringhausen. Es hat schon Tradition am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: das vorweihnachtliche Volleyballturnier zwischen Mannschaften aller Klassen und des Lehrerkollegiums. Und auch diesmal hatten alle Beteiligten wieder viel Spaß an dem sportlichen Wettkampf.
"Für uns stehen Teamfähigkeit und sportlicher Ehrgeiz im Mittelpunkt dieses Turniers", sagt Standortleiter Lutz Schäfer, " dies sind wichtige pädagogische Zielsetzungen auch im "normalen" Schulalltag. Aber Spaß und Freude sind in jedem Jahr dabei, und auch dieses Mal fehlten sie nicht- Außerdem wurde die Veranstaltung "versüßt" von den Schülerinnen und Schülern der Kinderpflegerklasse und des Berufsorientierungsjahres unter der Leitung der Lehrerinnen Dorothee Stach und Marianne Lopatenko, Sie verwöhnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit allerlei selbst gemachten vorweihnachtlichen Leckereien.
(Westfälische Rundschau, 23.12.2005)

 

Pia Jeßegus als "Feriensängerin"
Zum Abschied in Winterferien brachte Schülerin Weihnachtsstück zu Gehör

Plettenberg: Ein besonderes Vergnügen hatten am letzten Schultag die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerkollegium des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs: Die Schülerin Pia Jeßegus der Fachschule für Sozialpädagogik bot eine beeindruckende Darbietung ihres sängerischen Könnens. Verschiedene zumeist weihnachtliche Stücke präsentierte sie professionell aber auch zugleich schülernah. Seit fünf Jahren nimmt Pia Gesangsunterricht -  und das war auch deutlich hörbar. So brandete am Ende auch viel Applaus auf und einige Zugaben wurden fällig Standortleiter Lutz Schäfer bedankte sich am Ende für eine "wunderschöne" Vorstellung und verabschiedete nach diesem harmonischen Abschluss die Schüler in die Weihnachtsferien.
(Süderländer Tageblatt, 27.12.2005)

 

Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse der Hallenschule wurden ins Gertrud-Bäumer-Berufskolleg eingeladen.
Viel gelernt und dazu noch Spaß gehabt

Eiringhausen: Es war eine Einladung der Unterstufe der Kinderpfleger des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs auf der Bredde, die 17 Schülerinnen und Schülern der Klasse 2a mit Klassenlehrerin Petra Reinersmann der Hallenschule den Jahresausklang versüßte.
Die berufliche Perspektiven der Kinderpfleger(innen) liegen im Bereich der Kinderhorte und der Kindergageseinrichtungen und so sollten die 25 Schülerinnen und der eine Schüler der Klasse Grundlagen und Erfahrungen im Beschäftigungsbereich von Kindern sammeln. Unter der Leitung von Klassenlehrerin Anke Gregory-Lorey sowie den Fachkolleginnen Erika Jödt und Marianne Lopatenko wurden zu diesem Zwecke die Grundschüler zur Weihnachtsbäckerei eingeladen. In den Küchen des GBBK wurde denn auch unter den aufmerksamen Augen der angehenden Kinderpflegerinnen kräftig gerührt, geformt und ausgestochen. Nach kurzer Backzeit war die Freude in der Klasse 2a groß als man schließlich die "Früchte der Arbeit ernten konnte". "Für uns war es ein schönes Gefühl, die Kinder vor Weihnachten so begeistern zu können!", so eine Schülerin der Kinderpflegerklasse. Auch die Hauswirtschaftslehrerinnen Marianne Lopatenko und Erika Jödt waren mit dem Ablauf zufrieden: "Hier haben alle Beteiligten nicht nur viel Spaß gehabt!". So war es denn auch wenig verwunderlich, dass von glücklichen Nutznießern des vorweihnachtlichen Backens auch prompt ein rürender Dankesbrief beim Gertrud- Bäumer- Berufskolleg eintraf. "Es war schöner als auf meinem Geburtstag!", schreib eine Schülerin der Klasse 2a.
(Plettenberger Rundschau, 23.12.2005)

 

 

"Neue Prüfung nach "Zwangsheirat"
Kolleg-Schülerin darf in Deutschland bleiben

Märkischer Kreis. Erleichterung macht sich am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg breit. Die Ausweisung einer Schülerin wird zunächst nicht stattfinden.
Wie berichtet, droht einer "zwangsverheirateten" Schülerin des Berufskollegs die Ausweisung in die Türkei nachdem sie aus der Ehe mit ihrem Ehemann "ausgebrochen" ist. Diese von der Familie erzwungene Hochzeit mit einem türkischstämmigen Deutschen hatte sich immer mehr zum Martyrium entwickelt. Noch heute kann die Schülerin nicht alle Details aus dieser "gemeinsamen" Zeit berichten, ohne von Weinkrämpfen geschüttelt zu werden. Doch für die Ausländerbehörde des Märkischen Kreises stellte sich Situation ganz anders da. Hier vermutete man eine Scheinehe, da die Schülerin von ihrem Ehemann ausgezogen war. Paradox, denn hätte die Schülerin noch ein weiteres Jahr "durchgehalten", hätte sie ein Bleiberecht bekommen. Um der Schülerin zu helfen, damit sie wenigstens ihre Ausbildung am Berufskolleg beenden kann, richteten sich die Schüler und Lehrer des GBBK an den Landrat Aloys Steppuhn und die Ausländerbehörde. Dort zeigte man sich sehr kooperativ und nach einem intensiven Gespräch konnte zunächst einmal Entwarnung gegeben werden. Der Leiter der Ausländerbehörde des Märkischen Kreises will der Schülerin die Möglichkeit geben, ihren "Fall" noch einmal darzustellen. Es besteht seit einiger Zeit intensiver Kontakt zum Petitionsausschuss in Düsseldorf und nun seit eineigen Tagen auch zur Integrationsbeauftragen der neuen Bundesregierung in Berlin. Beide Stellen zeigten sich hilfsbereit und verständnisvoll.
(Westfälische Rundschau, 17.12.2005)

 

Erleichterung: Abschiebung von Schülerin ausgesetzt
Landrat Steppuhn und Ausländerbehörde zeigen sich vorerst kooperativ. Standortleiter Lutz Schäfer: "Es ist Zeit gewonnen"

Plettenberg: Erleichterung macht sich am Gertrud_Bäumer-Berufskolleg breit. Die Ausweisung einer Schülerin wird zunächst nicht stattfinden.
Wie in der Heimatzeitung berichtet, droht einer "zwangsverheirateten" Schülerin des Berufskollegs die Ausweisung in die Türkei nachdem sie aus der Ehe mit ihrem Ehemann "ausgebrochen" ist. Diese von der
Familie erzwungene Hochzeit mit einem türkischstämmigen Deutschen hatte sich immer mehr zum Martyrium entwickelt. Noch heute kann die Schülerin nicht alle Details aus dieser "gemeinsamen" Zeit berichten, ohne von Weinkrämpfen geschüttelt zu werden. Doch für die Ausländerbehörde des Märkischen Kreises stellte sich Situation ganz anders da. Hier vermutete man eine Scheinehe, da die Schülerin von ihrem Ehemann ausgezogen war. Paradox, denn hätte die Schülerin noch ein weiteres Jahr "durchgehalten", hätte sie ein Bleiberecht bekommen. Um der Schülerin zu helfen, damit sie wenigstens ihre Ausbildung am Berufskolleg beenden kann, richteten sich die Schüler und Lehrer des GBBK an den Landrat Aloys Steppuhn und die Ausländerbehörde. Dort zeigte man sich sehr kooperativ und nach einem intensiven Gespräch konnte zunächst einmal Entwarnung gegeben werden. Der Leiter der Ausländerbehörde des Märkischen Kreises will der Schülerin die Möglichkeit geben, ihren "Fall" noch einmal darzustellen. Damit sollen eventuelle Missverständnisse ausgeräumt und menschliche Härten vermieden werden. Dankbar und erleichtert zeigten sich Klassenlehrerin Dr. Ulrike Zenk und Standortleiter Lutz Schäfer: " Das Gespräch mit der Ausländerbehörde hat in angenehmer Atmosphäre stattgefunden. Wir freuen uns, dass nun zunächst einmal Zeit gewonnen ist und in Ruhe alle Einzelheiten geklärt werden können! Darüber hinaus besteht seit einiger Zeit intensiver Kontakt zum Petitionsausschuss in Düsseldorf und nun seit eineigen Tagen auch zur Integrationsbeauftragten der neuen Bundesregierung in Berlin. Beide Stellen zeigten sich, so die Verantwortlichen des Berufskollegs, hilfsbereit und verständnisvoll. Doch möchte man am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg die Angelegenheit am liebsten vor Ort mit den zuständigen Stellen regeln – dazu besteht nun seit Montag begründete Hoffnung.
(Süderländer Tageblatt, 14.12.2005)

 

Schülerin darf bleiben
Ausweisung zunächst ausgesetzt

Märkischer Kreis. Erleichterung macht sich am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg breit. Die Ausweisung einer Schülerin wird zunächst nicht stattfinden.
Wie berichtet, droht einer "zwangsverheirateten" Schülerin des Berufskollegs die Ausweisung in die Türkei nachdem sie aus der Ehe mit ihrem Ehemann "ausgebrochen" ist. Diese von der Familie erzwungene Hochzeit mit einem türkischstämmigen Deutschen hatte sich immer mehr zum Martyrium entwickelt. Noch heute kann die Schülerin nicht alle Details aus dieser "gemeinsamen" Zeit berichten, ohne von Weinkrämpfen geschüttelt zu werden. Doch für die Ausländerbehörde des Märkischen Kreises stellte sich Situation ganz anders da. Hier vermutete man eine Scheinehe, da die Schülerin von ihrem Ehemann ausgezogen war. Paradox, denn hätte die Schülerin noch ein weiteres Jahr "durchgehalten", hätte sie ein Bleiberecht bekommen. Um der Schülerin zu helfen, damit sie wenigstens ihre Ausbildung am Berufskolleg beenden kann, richteten sich die Schüler und Lehrer des GBBK an den Landrat Aloys Steppuhn und die Ausländerbehörde. Dort zeigte man sich sehr kooperativ und nach einem intensiven Gespräch konnte zunächst einmal Entwarnung gegeben werden. Der Leiter der Ausländerbehörde des Märkischen Kreises will der Schülerin die Möglichkeit geben, ihren "Fall" noch einmal darzustellen. Die Schule hat den Petitionsausschuss in Düsseldorf und die Integrationsbeauftragten der Bundesregierung in Berlin eingeschlaltet. "Aktuelle Maßnahmen stehen nicht an", so Kreispressereferent Hendrik Klein. "Mit allen Beteiligten werden noch Gespräche geführt."
(Süderländer Tageblatt, 14.12.2005)

 

Maskierte Erzieher
Neues Projekt an der Gertrud-Bäumer-Schule: Schülerinnen gestalteten Masken und übten Tanz ein

Plettenberg: Mit Stolz und Hingabe stellten am Samstag acht Oberstufen-Schülerinnen der Gertrud- Bäumer- Fachschule für Sozialpädagogik der Heimatzeitung ein völlig neues und interessantes Projekt vor. Aus einer Idee heraus wurden im Kunst-Unterricht Masken selbst gefertigt, eine Verbindung zum Tanz hergestellt, der gleichzeitig mit passenden Instrumenten musikalisch untermalt und gekoppelt werden sollte.
Unter der Leitung ihres unterrichtenden Kunstlehrers und ausgebildetem Theaterpädagogen Peter Treudt stellte man sich dieser Herausforderung, mit dem Ziel, das Erlernte später weitergeben zu können. Das passende Handwerkszeug und etwas Hilfestellung bei der Umsetzung in der jeweiligen Schulform vermittelte Herbert Mellage, Grundschullehrer und Theaterpädagoge aus Gelsenkirchen, aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung im Bereich des Maskentheaters.
Bei der Entstehung der Masken sollte sich nicht an Vorbildern orientiert werden. Deshalb wurde die Burgruine Schwarzenberg als Ort zur Inspiration aufgesucht. Dort wählte jede Schülerin einen Platz aus, ließ 'ihn auf sich wirken, um später die vor ihren Augen entstandenen Bilder in die eigene Maske einfließen zu lassen.
Es wurde mit der Fertigung begonnen vor dem Hintergrund, Maskenfiguren mit unterschiedlichen Charakteren zu entwickeln. Alltägliche Klangerzeuger wie Steine oder Dinge des täglichen Lebens dienten der musikalischen Untermalung und rundeten im Abschluss die eigentliche Tanzfigur ab.
Die Freude über das Erreichte ist bei den angehenden Erzieherinnen allerdings noch etwas getrübt, da die Umsetzung ihres Projektes erst zu Beginn des neuen Schuljahres 2006/07 erfolgen kann. Erst dann werden die acht Teilnehmerinnen die Möglichkeit bekommen, an den offenen Ganztagsgrundschulen in Plettenberg und Altena das Erlernte weiterzugeben. Im Rahmen eines Kursangebotes ist dort ein Nachmittags-Unterricht
geplant, der den Kindern den Spaß am Tanz etwas näher bringen soll.
(Süderländer Tageblatt, 14.12.2005)

 

Zwangsverheiratung Thema für Gertrud-Bäumer-Berufskolleg
Petition soll Schülerin vor Abschiebung in Türkei bewahren
Plettenberg: Für das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg auf der Bredde ist "Zwangsverheiratung"
ein neues Schwerpunktthema

Dabei beeinflussen der Koalitionsvertrag in Berlin und ein aktueller Fall vor Ort die Ausrichtung des Unterrichtes. Eine Petition an den Landtag soll betroffene Schülerin vor der Abschiebung in die Türkei bewahren.
Es gibt sie leider immer noch: erzwungene Eheschließungen zwischen Männern und Frauen.
Meist sind es die Väter oder Eltern zweier Familien aus dem islamischen Kulturkreis, die über das Schicksal ihrer Kinder diesbezüglich entscheiden und somit eine Partnerschaft fürs Leben diktieren. Auch in Deutschland findet sich dieses Phänomen öfter als man allgemein hin annimmt. Als Reaktion darauf hat der Bundesrat in seiner Sitzung am 8. Juli dieses Jahres beschlossen, einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Zwangsheirat und zum besseren Schutz der Opfer von Zwangsheirat in den Bundestag einzubringen. Grund genug auch für die Große Koalition in Berlin in ihrem gerade unterschriebenen Koalitionsvertrag sich dieses traurigen Themas anzunehmen und eine entsprechende gesetzliche Regelung auf den Weg zu bringen. Bislang war die Wahrnehmung des Problems auf bundespolitischer Ebene kaum feststellbar. Nun sollen aber bald Abhilfe geschaffen werden.
Dies hat das Kollegium am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg bewogen, Schülerinnen und Schüler der Schule für dieses Thema zu sensibilisieren. Ziel soll eine möglichst umfassende Information sein, da auch viele Migrantinnen mit entsprechendem kulturellen Hintergrund die Schule besuchen.
Aber auch ein aktueller Fall beschäftigt Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte auf der Bredde. Eine Schülerin ist aus einer solchen Eheschließung durch Scheidung von ihrem Ehemann "ausgebrochen", nachdem ihre Ehe mit einem türkischstämmigen Deutschen sich immer mehr zum Martyrium entwickelte. Doch nun droht ihr nach zwei Jahren Ehe die Ausweisung, da die Behörden eine Scheinehe vermuten. Paradox, denn hätte die Schülerin noch ein weiteres Jahr "durchgehalten", hätte sie ein Bleiberecht bekommen. Um der Schülerin zu helfen, damit sie wenigstens ihre Ausbildung am Berufskolleg beenden kann, richten sich die Schüler und Lehrer des GBBK nun an den Petitionsausschuss des Landtags in Düsseldorf. Wie die Chancen dort stehen, lässt sich zur Zeit noch nicht abschätzen, fest steht aber, dass die Zeit drängt, denn bis zum Abschiebungsdatum bleibt nicht mehr viel Zeit.
(Westfälische Rundschau, 24.11.2005)

 

Teamfähigkeit wurde beim Volleyballturnier groß geschrieben
Volleyball-Turnier mit Plätzchen "versüßt".
Mannschaften aller Klassen und des Lehrerkollegiums hatten jede Menge Spaß

Es hat schon seit Jahren gute Tradition am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Das vorweihnachtliche Volleyballturnier zwischen Mannschaften aller Klassen und des Lehrerkollegiums. Und auch diesmal hatten alle Beteiligten wieder viel Spaß an dem sportlichen Wettkampf. "Für uns stehen Teamfähigkeit und sportlicher Ehrgeiz im Mittelpunkt dieses Turniers;", so Standortleiter Lutz Schäfer, "dies sind wichtige pädagogische Zielsetzungen auch im "normalen" Schulalltag!". Spaß und Freude sind aber in jedem Jahr dabei. Zudem "versüßten" die Schülerinnen und Schülern der Kinderpflegerklasse und des Berufsorientierungsjahres unter der Leitung der Lehrerinnen Dorothee Stach und Marianne Lopatenko das Turnier mit allerlei selbstgemachten vorweihnachtliche Leckereien.
(Süderländer Tageblatt, 23.12.2005)

 

Gertrud-Bäumer-Schule will mehr Kommunikation
Mehr Verständigung zwischen den Lehrern und Schülern. Entwicklungsarbeit beleuchtet.

Plettenberg: Die Entwicklungsarbeit in den Bildungsgängen diskutierte jetzt das Kollegium des Gertrud-Bäumer-Berufskolleg (GBBK). Dabei wurde besprochen, beschrieben und ausgewertet, was sich in den letzten Jahren getan hat und was für die nächsten Jahre geplant wird.
Beim Rückblick auf die vor vier Jahren erstellten Visionen des ersten Schulprogramms stellte man fest, dass vieles bereits in Bewegung geraten sei. Neue Unterrichtsmethoden seien fest integriert worden, es werde stärker fächerübergreifend gearbeitet und immer mehr Wert auf eine Verknüpfung zwischen der Schul- und Berufswelt gelegt.
Dass letzteres nicht nur auf theoretischer Ebene geschah, zeigen etliche Projekte, in deren Rahmen die Schule für Besucher geöffnet wurde – etwa für Kinder und ihre Familien, für Kindergärten und ältere Menschen. Ob wissenschaftliche Experimente Angebote für die Sinne, Kaffee und Kuchen – geboten wurde den Besuchern immer etwas. In anderen Fällen sind die Schüler nach draußen gegangen und haben dort Interviews geführt oder im Rollstuhl die Stadt auf Behindertentauglichkeit getestet.
Neben der Unterrichtsebene ging es auch um die Arbeit in Lehrerteams, den Einbezug der Schüler in die Bildungsgangarbeit, die Atmosphäre an der Schule und die weitere Verbesserung der Kommunikation zwischen den Lehrern und Schülern.
(Süderländer Tageblatt, 17.11.2005)

 

Stopfen versagte – Wassereinbruch verursacht Schaden an Schulgebäude und Einrichtung in
sechsstelliger Höhe
"Land unter" im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg

Plettenberg. (mau) Ein kapitaler Wasserschaden hat den Schulbetrieb am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg (GBBK) auf der Bredde in Eiringhausen zum Teil lahmgelegt. Nach ersten Eindrücken vermutet Michael Brosch vom Märkischen Kreis als Schulträger einen Gesamtsachschaden in sechsstelliger Höhe.
"Wäre der Wasserschaden am Donnerstag nicht schon gegen 20 Uhr von einem Anwohner entdeckt worden, hätten wir die gesamte Schule schließen müssen", hieß es gestern im Lehrerkollegium. So blieb es bei der Schließung eines Schultrakts; acht von Wasser durchtränkte Räume dürften für einige Zeit nicht genutzt werden können, darunter ein Computer-Fachraum sowie ein Raum für die Friseurausbildung.
Brosch, beim Kreis Leiter der Abteilung Gebäudemanagement, geht davon aus, dass die Versicherungen für die Schäden am Gebäude und der Einrichtung eintreten.
In einem Nebenraum des ersten Obergeschosses, in dem künftig Computer stehen sollen, war ein Waschbecken abmontiert und die Wasserleitung entsprechend mit einem Stopfen abgedichtet worden. Offenbar wegen "Materialversagen", so ein Sprecher der Feuerwehr, flog der Stopfen vom Rohr - und das Wasser floss in Strömen. Seit wann, konnte niemand rekonstruieren. Jedenfalls rief der vom Anwohner benachrichtigte Hausmeister, als das Wasser bereits aus einem in die Außenwand gebohrten Lüftungsschacht die Fassade herablief und er den Haupthahn abgedreht hatte, die Feuer- und Rettungswache, um Hilfe. Zur Verstärkung rückten die Löschgruppen Eiringhausen und Ohle an. Unterstützt wurden die rund 30 Einsatzkräfte von zahlreichen Freiwilligen, die der Hausmeister mobilisiert hatte.
Mit vereinten Kräften, Wischern, Aufnehmern, Eimern, Industriestaubsaugern sowie Wassersaugern der Feuerwehr versuchten sie zu retten, was zu reiten war.
Doch längst war das Wasser durch die Gipskartonwände und -decken in die Räume im Erdgeschoss gedrungen und hatte einen Kurzschluss in der Stromversorgung verursacht. So beschränkte sich die erste Hilfe vornehmlich darauf, wertvolles Inventar vor dem Wasser in Sicherheit zu bringen und nach draußen oder Nebenräume zu tragen.
"Feuerwehr und Helfer haben hervorragende Arbeit geleistet", lobte Michael Brosch gestern deren stundenlangen Einsatz am Donnerstagabend. Er selbst dürfte nach ein paar Tage mit der Schadensaufnahme beschäftigt sein, ehe sich die Schadenshöhe konkret beziffern lässt. Ganz zu schweigen von der Dauer der Renovierungsarbeiten.
(Plettenberger Rundschau, 27.08.2005)


Trotz Wasserschadens: Der Unterricht geht weiter
Rund 100 Trocken- und Entlüftungsgeräte derzeit am Berufskolleg im Einsatz,
Schadensbeseitigung in fünf Wochen

Plettenberg: Die Trocknungsgeräte im Gertrud- Bäumer- Berufskolleg laufen in diesen Tagen auf Hochtouren: Der Schaden des Hochwassers vor drei Wochen (ST berichtete) ist in der Schule auch jetzt noch deutlich sichtbar. Bis zu 15 Zentimeter stand das Wasser damals hoch - mit rund 100 Trocken- und Entlüftungsgeräten werden die Hochwasser Spuren derzeit behandelt. "In fünf Wochen hoffen wir den Schaden behoben zu haben", erklärte Standortleiter Lutz Schäfer.
Glücklicherweise ist der Unterricht von dem Wasserschaden nur bedingt beeinflusst. "Wir versuchen den Unterricht mit viel Flexibilität aufrecht zu halten", erklärte Schäfer. Heißt: Während die Trocknungsgeräte pausieren wird unterrichtet, in den Pausen dazwischen wird getrocknet. Dazu wurde eigens eine neue Stromversorgung im Schulgebäude installiert, da das schuleigene Elektronetz dafür nicht mehr ausreichen würde. Die zur Trocknung benötigte Strommenge ist gewaltig: Man rechnet bis zum Abschluss der Arbeiten mit einem Stromverbrauch von rund 30 000 Kilowattstunden. Insgesamt betraf das Hochwasser 20 Räume. Im Erdgeschoss musste bereits die Deckenverkleidung abmontiert werden, in anderen Räumen musste die Elektroinstallation an den Wänden komplett entfernt werden.
(Süderländer Tageblatt, 23.9.2005)


Plettenberg: Wen würden sie am Sonntag wählen? Hat sie das TV-Kanzlerduell bei ihrer
Entscheidung beeinflusst und welche Themen haben für sie höchste Priorität?

Solche und ähnliche Fragen stellten die Schüler der EA am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in den letzten Tagen über 150 Plettenbergern bei einer groß angelegten Umfrage. Die von Lehrer Karsten Meininghaus unterrichteten Schüler der Soziologie-Klasse, die am Berufskolleg ihre Erzieher-Ausbildung und zugleich den Abiturabschluss absolvieren, sprachen Bürger der verschiedensten Altersgruppen im Bereich Eiringhauser Bahnhof, Bredde-Einkaufszentrum, Plettenberger Innenstadt und Globus an. Dabei verteilte sich der Anteil der evangelischen (44,9 Prozent) und katholischen Bürger (34.6 Prozent) in etwa gemäß der Bevölkerungsstruktur. Mit insgesamt 20,7 Prozent lag der Anteil der akademisch gebildeten Plettenberger (5,2 %) bzw. der Abitur- oder Fachabitur-Absolventen allerdings etwas unter dem Durchschnitt. Die Altersgruppe der über 60-Jährigen bildete mit 27.7 Prozent den größte Anteil, gefolgt von den 45 bis 59-Jährigen (23,2 %) und den 18 bis 24 jährigen (20 %).
Bei der Frage zur Einschätzung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage antworteten 44 Prozent der Befragten mit "schlecht" bzw. "sehr schlecht". Die Lage in Plettenberg selbst sahen dagegen nur 14 Prozent ähnlich "schlecht" - 40 Prozent bezeichneten die Situation in Plettenberg sogar als "gut". Doch wer von den Befragten will am morgigen Sonntag überhaupt zur Wahl gellen und wo sein Kreuzchen machen?
Laut der gestern vorgestellten Ergebnisse haben 88,5 Prozent der befragten Bürger die Absicht wählen zu gehen. 2,5 Prozent waren sich noch unschlüssig und neun Prozent wollen auf keinen Fall wählen gehen. Von denen die die vorgezogene Bundestagswahl am Sonntag mitentscheiden wollen, würden sich laut Umfrage 51,5 Prozent für die SPD entscheiden. Die CDU/CSU käme demnach auf knapp 30 Prozent, die FDP auf drei Prozent und Bündnis 90/Die Grünen auf knapp sechs Prozent. Wie die FDP kämen PDS und WASG zusammen auf drei Prozent. Der laut Wahlprognose durchaus mögliche Regierungswechsel von rot/grün auf schwarz/gelb wird zumindest nach den Umfragewerten in Plettenberg nicht zum Tragen kommen. In Plettenberg hätten die Sozialdemokraten gemäß der nicht repräsentativen Umfrage sogar die absolute Mehrheit -Kanzler Schröder dürfte es freuen. Den Wahlausgang selbst sahen die in Plettenberg Befragten dagegen anders. So rechnen satte 40 Prozent mit einer Mehrheit von CDU/CSU und weitere 20 Prozent mit einer Mehrheit von CDU/CSU/FDP. Immerhin 21,5 Prozent glauben dagegen fest an eine Mehrheit von SPD mit Grünen.
Uneingeschränkt wichtigstes Wahlthema war für alle die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (90 Prozent), Familie/ Jugend/Kinder (71 %), die Altersversorgung (77 %), Bildungssystem (67 %), Zuwanderung (57 %) und erst dann der Umweltschutz (53 %).
Bei allem Interesse der befragten Bürger für die Politik glaubt die Hälfte, nahezu keinen Einfluss auf die Regierung zu haben, was sich auch in einer großen Parteiverdrossenheit (62 Prozent) widerspiegelte.
Und was war mit dem Kanzlerduell. Von 156 befragten Bürgern schauten 96 zu, doch von denen ließ sich kaum jemand bei seiner Entscheidung beeinflussen.
"Wir waren von einigen Ergebnissen der Umfrage wirklich überrascht", gab Simon Reisener gestern zu verstehen, der die Auswertung gestern gemeinsam mit Melanie Brüggemann, Angela Corica, Johanna Grenningloh. Nikila Goseberg. Anna Mathiowitz und Anna Grefe vornahm.
(Süderländer Tageblatt, 17.09.2005)


Berufskolleg stößt an seine Grenzen
Anstieg der Schülerzahlen um sechs Prozent : von bislang 560 auf 592

Plettenberg: Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg auf der Bredde freut sich über einen Anstieg der Schülerzahlen. Diese stiegen von bislang 560 im vergangenen Schuljahr auf aktuell 592 und damit noch einmal um knapp sechs Prozent. Als Grund für die Entwicklung sieht Standortleiter Lutz Schäfer zum einen die schwierige wirtschaftliche Situation. Sie zwinge viele junge Menschen dazu, weitere Qualifikationen zu erwerben oder auf bessere Einstellungschancen im nächsten Jahr zu hoffen. Zum anderen ergebe sich der Zuwachs aus der demographischen Entwicklung, denn noch immer wachse die Schülerzahl auf Grund der geburtenstarken Jahrgänge. Nun stößt man am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg zwar spürbar an räumliche Grenzen, aber der Standortleiter sieht sich und sein Kollegium in der Pflicht:"Wir stellen uns der Anforderung junger Menschen auch weiterhin eine solide Ausbildung zu sichern", betont Schäfer.
Zufrieden ist man am Berufskolleg besonders darüber, dass im Bereich der Friseurausbildung auch in diesem Jahr eine wohnortnahe Beschulung der Auszubildenden im Lennetal gesichert werden konnte. Hier wünscht sich Standortleiter Schäfer aber eine weitere Stabilisierung bei den Auszubildenenzahlen, damit dies auch in Zukunft dauerhaft garantiert bleibe.
Darüber hinaus haben die Schüler des Bildungsganges "Allgemeine Hochschulereife und Ausbildung als "Erzieher(in)" ihre Schullaufbahn begonnen. Dieser kombinierte Bildungsgang war im vergangenen Schuljahr zum ersten Mal in Plettenberg als Alternative zum herkömmlichen Abitur präsentiert worden.
(Süderländer Tageblatt, 30.September 2005)


Berufsgrundschuljahr Körperpflege besuchte Fachmesse "HairPower"
Schülerinnen des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs "fieberten" bei Leistungswettbewerben mit
- Messeneuheiten bereichern auch den Unterricht

Praxisorientierten Unterricht in besonderer Form konnten die Schülerinnen des Berufsgrundschuljahres im Fachbereich Körperpflege in der vergangenen Woche erleben. Sie besuchten mit ihren Fachlehrern Christine Bieker und Christian Herrmann die Messe "HairPower" in Dortmund. "Wir wollten gleich zu Beginn des Schuljahres eine möglichst hohe Motivation bei unseren Schülerinnen erreichen und damit die Neugier auf den zukünftigen Beruf stärken!", so Christine Bieker. Und dieses Ziel wurde auch problemlos erreicht, denn auf der Fachmesse wurden auf einer Workshopbühne von Topakteuren nicht nur interessante Frisuren und Make ups erstellt, sondern die Breite der Möglichkeiten durch Vorher – Nachher – Vergleiche aufgezeigt. Dabei stellten sich auch einige Schülerinnen als Model zur Verfügung und bekamen sogenannte "Hair Extensions" - also künstliche Haarsträhnen - ins Haar geschweißt. Auch Messeneuheiten, wie z.B. der Einsatz eines speziellen Strähnenkammes und verschiedener Kopfmassagegeräten, wurden in diesem Rahmen vorgestellt.
"Dies ist ein wichtiger Teil einer möglichen späteren Ausbildung im nächsten Jahr." zeigte sich Fachlehrer Christian Herrmann erfreut. "Das Berufsgrundschuljahr beinhaltet auch die Ausbildung im Bereich der gesehenen Präsentationen, somit waren die Anregungen auf der Messe eine hilfreiche Unterstützung für uns!".
Abschließend bekamen die Schülerinnen noch einen Eindruck von Auszubildenen im Friseurhandwerk, die in einer Leistungsschau gegeneinander antraten. Mit viel Hingabe wurden Frisuren erstellt und Make up – Varianten ausprobiert. Als Lohn lockten attraktive Auszeichnungen für besondere Leistungen, so dass die Schülerinnen eifrig mitfieberten.
(Süderländer Tageblatt, 1.10.2005)


Kindergarten experimentiert im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg
Klassenzimmer verwandelt sich in kindgerechtes Experimentierlabor
Erzieherinnen gestalteten spannende Experimente in Chemie und Physik

Plettenberg: Rund 20 Vorschulkinder des katholischen Kindergartens Eiringhausen waren auf Einladung der Oberstufe der Erzieherinnen das Gertrud-Bäumer-Berufskollegs auf der Bredde zu Gast. Dort sollte bei den Kindern das Interesse für Naturwissenschaften beweckt werden. Doch zunächst mussten die Jungen und Mädchen eine besondere Hürde überwinden, denn die Schülerinnen der Fachschule für Sozialpädagogik hatten die Einladung an den Kindergarten zum Teil in Geheimschrift verfasst und mit Geheimzeichen versehen. Die Kindergartenkinder ließen sich aber nicht ins Bockshorn jagen und entschlüsselten mit Hilfe ihrer Begleiterinnen vom Kindergarten recht schnell die Wegbeschreibung zu den Räumlichkeiten der Gertrud-Bäumer-Schule.
Fröhlicher Jubel brandete den angehenden Erzieherinnen entgegen, die stürmisch von den stolzen Nachwuchsforschern begrüßt wurden. Anschließend wurden die sorgfältig und vorbereiteten Experimente präsentiert, um die kleinen "Entdecker" auf die Auseinandersetzung mit Naturwissenschaften neugierig zu machen.
Dabei wurden in sechs verschiedenen Beispielen gezeigt, dass Luft Raum einnimmt, wie sie unter Wasser "umgefüllt" werden kann, und wie Kerzen durch das Überstülpen unterschiedlich großer Glasgefäße gelöscht werden können. Die Kinder staunten nicht schlecht über manch unerwartete Erkenntnis zur sonst so "unsichtbaren Luft".
Am Ende der Experimentierreihe bekamen die Kinder des Kindergartens von den Erzieherinnen als "Belohnung" für ihre engagierte Mitarbeit einen "Experimentierpass" verliehen, so dass die Jungen und Mädchen den Tag auch mit Hilfe des Andenkens gut in Erinnerung behalten werden.
Fachlehrerin Susanne Dierkes war am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden: "Mit diesem Projekt wollte die Klasse versuchen, bereits schon Kindergartenkinder an das Fach Naturwissenschaften heranzuführen und mit Handlungsorientierung Interesse auf das spätere Grundschulfach Sachkunde zu wecken. Ich glaube, das ist gut gelungen."
Ein wenig stolz ist man am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg auch über die Tatsache, dass damit Überlegungen des Pädagogischen Forums zu diesem Thema bereits umgesetzt werden konnten. Ende August waren unter Leitung von Prof. Dr. Gisela Lück im Rahmen einer eintägigen Veranstaltung am Hauptsitz der Schule in Lüdenscheid entsprechende Beispielexperimente erarbeitet und vorgestellt worden. Damit reagiert man am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg auf die Richtlinien, die bei der Ausbildung der Erzieher auch Schwerpunkte auf die naturwissenschaftliche Ausbildung legen Zudem hofft man, die Hemmschwelle für das künftige Kindergartenpersonal zu senken sich mit solchen Themen zu beschäftigen. "Wir wollen nicht nur über Neuerungen diskutieren, sondern auch gute Vorschläge schnell konkret umsetzen", so Susanne Dierkes: "Wir sind froh, dass der Erfolg uns hier recht gibt!".
(Süderländer Tageblatt, 29.10.2005)


Vorschulkinder experimentieren im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg – Ein Pass als Belohnung
Nachwuchsforscher "füllten" Luft um

Eiringhausen: Kindergartenkinder experimentieren jetzt im Gertrud- Bäumer- Berufskolleg (GBBK). Das Klassenzimmer verwandelte sich in ein kindgerechtes Experimentierlabor. Die Erzieherinnen gestalteten am Dienstag spannende Experimente in Chemie und Physik mit den Kindern.
Auf Einladung der Oberstufe der Erzieherinnen besuchten etwa 20 Vorschulkinder des katholischen Kindergartens der Kirchengemeinde St. Johann Baptist das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg auf der Bredde.
Doch zunächst mussten die Kinder eine Hürde überwinden, um zum Ort des Geschehens vordringen zu können den die Schülerinnen der Fachschule für Sozialpädagogik hatten die Einladung an den Kindergarten zu Teil in Geheimschrift verfasst und mit Geheimzeichen versehen, Die Kindergartenkinder ließen sich aber nicht ins Bockshorn jagen und entschlüsselten mit Hilfe ihrer Begleiterinnen vom Kindergarten recht schnell die Wegbeschreibung zu den Räumlichkeiten GBBK. Fröhlicher Jubel umfing denn auch die angehenden Erzieherinnen, die stürmisch von den stolzen Nachwuchsforschern begrüßt wurden. Anschließend wurden die sorgfältig ausgewählten und vorbereiteten Experimente präsentiert, um die kleinen "Entdecker" auf die Auseinandersetzung mit Naturwissenschaften neugierig zu machen. Dabei wurden insgesamt sechs verschiedenen Beispiele gezeigt, z.B. das Luft Raum einnimmt und daraus folgend das "Umfüllen" von Luft unter Wasser oder das Löschen von Kerzen mit unterschiedlich großen Glasgefäßen. Die Kinder staunten nicht schlecht über manch unerwartete Erkenntnis zur sonst so "unsichtbaren Luft". Am Ende der Experimentierreihe bekamen die Kinder des Kindergartens von den Erzieherinnen als "Belohnung" für ihre engagierte Mitarbeit einen Experimentierpass "verliehen", so dass die Kinder den Tag auch mit Hilfe des Andenkens gut in Erinnerung behalten werden.

 

Frühe Heranführung an die Materie sinnvoll

So zeigt sich Fachlehrerin Susanne Dierkes denn am Ende der Veranstaltung auch sehr zufrieden: Mit diesem Projekt wollte die Klasse versuchen, bereits schon Kindergartenkinder an das Fach Naturwissenschaften heranzuführen und mit Handlungsorientierung Interesse auf das spätere Grundschulfach Sachkunde zu wecken. Ich glaube, das ist gut gelungen." Ein wenig stolz ist man am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg auch über die Tatsache, dass damit Überlegungen des Pädagogischen Forums zu diesem Thema bereits umgesetzt werden konnten. Ende August waren unter Leitung von Prof. Dr. Gisela Lück im Rahmen einer eintägigen Veranstaltung am GBBK in Lüdenscheid entsprechende Beispielexperimente erarbeite und vorgestellt worden. Damit reagiert man am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg auf die Richtlinien, die bei der Ausbildung der Erzieherinnen auch Schwerpunkte auf die naturwissenschaftliche Ausbildung legen. Auch hofft man, die Hemmschwelle für das künftige Kindergartenpersonal zu senken, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Zudem werden nach Plänen der neuen Landesregierung zukünftig schon Fünfjährige eingeschult, so dass eine frühzeitige Heranführung an diese Materie sinnvoll und nötig ist: "Wir wollen nicht nur über Neuerungen diskutieren, sondern auch gute Vorschläge schnell konkret umsetzen", so Susanne Dierkes "und wir sind froh, dass der Erfolg uns recht gibt!".
(Plettenberger Rundschau, 29.10.2005)


Pädagogisches Forum im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg fand große Resonanz
Experimente machten Lust auf mehr Naturwissenschaft

Lüdenscheid: "Überrannt" wurde das 3. Pädagogische Forum im Gertrud-Bäumer-
Berufskolleg in am Samstag von Erziehern/innen. Für die vom Berufskolleg und dem
Jugendamt der Stadt durchgeführte Veranstaltung mussten im Vorfeld viele Anmeldungen aus
Kapazitätsgründen zurückgewiesen werden.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Dieter Dzewas und Schulleiter Dr. Hilse hörten
über 240 Gäste in der Aula den interessanten Vortrag über "Naturwissenschaftliche Bildung
im frühen Kindesalter" von Professor Dr. Gisela Lück von der Universität Bielefeld.
Die Bedeutung der naturwissenschaftlichen Aspekte und Themengebiete für die kindliche
Entwicklung interessierte sehr. Prof. Lück beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der
Vermittlung von Naturwissenschaft bei Vorschulkindern und erläuterte, dass ihre
Studienergebnisse zeigen, wie offen Kinder mit vier und fünf Jahren für Naturwissenschaft
seine. Haben sie das zu diesem Zeitpunkt Vermittelte verstanden, dann können sie 15 Jahre
lang das Gelernte durchaus noch wissen. Durch gut ausgebildete Erzieher/innen werde daher
der Grundstein für die spätere Entwicklung der Kinder bis ans Lebensende gelegt.
Daher sie das Ziel des Seminars, den Erziehern die durchweg als "schwerer Stoff"
empfundene Naturwissenschaft näher zu bringen, erklärte Martin Buhl (Jugendamt). Der
Generation der vor 1980 ausgebildeten Erzieher sei wenig Naturwissenschaft vermittelt
worden und diese Elemente somit auch nicht in ihre Arbeit in den Kitas eingeflossen.
Inzwischen wisse man, dass man bei Kindern im Vorschulalter mit naturwissenschaftlichen
Experimenten in ein "unausgefülltes Vakuum stoße und den Grundstein für die gesamte
weitere Entwicklung" lege. Deshalb biete das Jugendamt Seminare an, damit Erzieher dies
Entwicklung nachholen, um sie den Kindern vermitteln zu können.
Nachmittags konnte die Theorie durch eigenes Experimentieren in vier Workshops praktisch
umgesetzt werden. Vier Referenten zeigten bei 12 Experimenten, ob sich beispielsweise Öl
mit Wasser vermischt, was passiert, wenn man Tinte zu Wasser gibt oder Salz einrührt. Salz
verschwindet scheinbar, ist aber noch da, erklärte der bei Prof. Lück promovierende
Doktorant Björn Risch, einen Grundsatz der Natur. "Nichts verschwindet, man kann alles
zurückgewinnen". Probieren konnten die Teilnehmer auch, wie ein Superabsorber die
Flüssigkeit in Babywindeln aufsaugt. Wassertropfen würden nicht in einen Stein eindringen
und ein Haushaltstuch sauge es zwar auf, gebe es auf Druck jedoch wieder ab.
"Absorberkügelchen dagegen haben viele Fäden, die Wasserteilchen binden und festhalten.
Sie können das 500-fache Gewicht aufnehmen".
Infostände der Tageseinrichtungen. SOS Kinderdorf und Kita Hellersen, Büchertische mit
Fachbüchern für Theorie und die Praktische Arbeit etwa in Kindertagesstätten und eine
Präsentation des Vereins Phänomenta mit kindgerechten Experimenten rundeten das Angebot
ab. Die Phänomenta zeigt Handreichungen für ausgewählte Experimente, welche für Kitas
aufbereitet wurden, mit dem Ziel, dass die Erzieherinnen mit den Gruppen in die Phänomenta
kommen und alles später nachbauen.
(Lüdenscheider Rundschau)

 

"Mit allen Sinnen durch den Herbst"
Gertrud- Bäumer- Berufskolleg: Oberstufe der Kinderpflegerinnen luden evangelischen
Kindergarten Eiringhausen zu Projektwoche ein.

Plettenberg: Am Mittwoch besuchten auf Einladung der Oberstufe der Kinderpflegerinnen
etwa 40 Vorschulkinder des evangelischen Kindergartens Eiringhausen das Gertrud-Bäumer-
Berufskolleg auf der Bredde. Fächerübergreifend hatten die Schülerinnen seit den
Sommerferien das Thema "Sinneswahrnehmung" behandelt und verschiedene Stationen für
die Kindergarten Kinder ausgearbeitet. In den Fächern Spiel / Erziehungslehre, Pflege und
Erziehung sowie Ernährungslehre wurden entsprechend den sieben Sinnen "Hören", "Sehen",
"Riechen", "Schmecken", Fühlen/Tasten", "Gleichgewicht" und "Bewegung" fantasiereiche
Überlegungen angestellt und dann konkret an deren Umsetzung gearbeitet. Und das Ergebnis
konnte sich durchaus sehen lassen. Die Kinder staunten nicht schlecht über manch
"schmackhafte" Überraschung oder neugefühlte Wahrnehmung verschiedener Gegenstände
der Welt. So sollten die kleinen Besucher etwa bar Fuß über verschieden herbstliche Dinge
wie z.B. Kastanien, Blätter oder Stöcke laufen und damit ihren Tastsinn schulen. Aber auch
der Geschmackssinn der Kinder wurde verwöhnt denn an der Station "Schmecken" konnten
sie verschiedne Obstsäfte testen, anschließend das dazugehörige Obststück herausfinden und
natürlich auch verzehren.
Wenig verwunderlich, dass die Kindergartenkinder sehr viel Freude hatten und ihren Besuch
voll "auskosteten". So zeigten sich die Fachlehrerinnen Anke Gregory- Lorey und Christina
Juckenack dann am Ende der Veranstaltung auch sehr zufrieden. "Mit diesem Projekt wollte
die Klasse versuchen, Kindern möglichst handlungsorientiert den Umgang mit ihren Sinnen
nahe zu bringen", so Gregory- Lorey. "Für die Schülerinnen ist dies eine wichtige
Vorbereitung auf ihr bevorstehendes Praktikum in den Einrichtungen mit dem Ziel eine
möglichst konkrete Umsetzung zu erreichen", ergänzte Christina Juckenack. So ließ die
fröhliche Kinderschar des Kindergartens zufriedene und motivierte Schülerinnen und
Lehererinnen zurück, deren intensive und engagierte Vorbereitung durch lachende
Kindergesichter belohnt wurde.
(Süderländer Tageblatt, 5.11.2005)

 

Hauptschulabschluss - Fehlanzeige? -
Gertrud-Bäumer-Berufskolleg bietet noch die Möglichkeit für das Schuljahr 2005/06

Einigen Schülerinnen und Schülern wird es vielleicht erst jetzt bewusst, dass sie den angestrebten Hauptschulabschluss in diesem Jahr nicht mehr schaffen. Da ist es gut zu wissen, dass das heimische Gertrud-Bäumer Berufskolleg für das kommende Schuljahr 2005/06 noch einige freie Plätze für Interessierte anbietet.
In einem Jahr ist dieser möglich, wenn man sich für die Vorklasse zum Berufsgrundschuljahr anmeldet. Diese Schulform dient der Vorbereitung zur Aufnahme einer Berufsausbildung und soll Kenntnisse und Fertigkeiten in mehreren Berufsfeldern vermitteln. Am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg sind das die Berufsfelder Ernährung und Hauswirtschaft sowie Körperpflege.
Weitere Informationen und Auskünfte können interessierte Schüler und Eltern beim GBBK in der Schulstraße erhalten. Telefonisch ist die Schule unter der Rufnummer 02391/54642 (Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr), Fax: 02391/54958 zu erreichen.

 

Bei Projekt der Erzieherklasse war ehrliche Meinung der GBBK-Schüler gefragt
Dem Thema fremd sein differenziert genähert
"Fremden einen Stuhl anbieten!"
Erzieherklasse des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs beschäftigte sich im Kunstunterricht mit dem Thema der Aufnahme von Fremden. Dabei zeigte sich ein sehr differenziertes Bild.

"Eine ehrliche Meinung war bei den Schülerinnen und Schülern der Erzieherklasse des GBBK gefragt!" Dies betonte Kunstlehrer Peter Treudt bei der Vorstellung eines Schulprojektes zum Thema "Fremd sein". Ausgangssituation war die Fragestellung "Wie würden wir einen Fremden empfangen?" Im Spannungsfeld der Sprichwörter "Einen Stuhl anbieten" und "Jemanden einen Stuhl vor die Tür setzen" sollte jeder Einzelne einen Stuhl kreieren und dabei seine ganz persönlichen Empfindungen, Gedanken aber auch Ängste verarbeiten. Intensiv und engagiert beschäftigten sich die kurz vor ihrer Abschlussprüfung stehenden Schülerinnen und Schüler mit Thematik und präsentierten ein überzeugendes und differenziertes Ergebnis. Allein unter rein ästhetischen Gesichtspunkten sind dabei von der Klasse viele sehenswerte Kunstobjekte geschaffen worden. Dass dies aber nicht im Mittelpunkt der Schülerüberlegungen stand, bewies die Präsentation.
Von der christlichen Verantwortung, Fremde freundlich aufzunehmen, bishin zur Ablehnung des "Klischees" man müsse Fremde in unser Land lassen, fanden sich alle Abstufungen im Meinungsbild der Klasse und in den einzelnen Kunstwerken wider.
Eher ablehnend gegen die Aufnahme von zu vielen Fremden ist das Werk von Svenja Esser zu verstehen. Die junge Mutter begründet dies auch mit der Angst um die Zukunft ihrer kleinen Tochter: "Ich nehme eigentlich gerne Fremde auf, aber man muss ihnen auch gewisse Fragen stellen und aus Verantwortung für meine Tochter meine ich, dass auch nicht jeder aufgenommen werden darf."
Violetta Kurpiers verarbeitete mit ihrem Stuhl aber nicht nur die Thematik, sondern auch ihre eigenen Erinnerungen an die Zeit, als sie selber nach Deutschland kam und wie sie damals eben nicht immer freundlich empfangen wurde. "Ich habe deshalb zwei zusammenhängende Stühle gebastelt, die meine ‚zwei Seiten' darstellen!", sagte sie bei der Vorstellung ihres Stuhles.
Biblische Verse hat Mario Könnecke in seinen Stul eingearbeitet, um die christliche Gastfreundschaft zu symbolisieren. "Ich möchte aus meinem Glauben heraus Fremde freundlich aufnehmen und ihnen einen angenehmen Platz anbieten!", so der gläubige Schüler.
Dementgegen sieht Christina Scholz ein Klischee in der Gesellschaft, dass alle Fremden immer freundlich aufgenommen werden müssten. Sie möchte hier gegen den Strom der allgemeinen Meinung "schwimmen": "Ich habe Knochen und Nägel auf der Sitzfläche meines Stuhles zur Abschreckung eingearbeitet, denn ich meine, nicht jeder ist eingeladen. Der Zugang zu manchen Fremden ist sehr schwierig!", zeigte sie sich zurückhaltend.
Zwei Seiten sehen dagegen Anne Piepersberg und Dana Ashadi. "Bestimmte Leute nimmt man gerne auf, andere Leute mag man eben nicht. Das muss sich nicht auf Ausländer beziehen!" Sie sehen sich auch im Kontrast, aus Gewissensgründen alle aufzunehmen und zugleich Angst, dass ihnen Arbeitsplätze weggenommen werden könnten.
Sehr zufrieden mit den Ergebnissen waren auch Kunstlehrer Peter Treudt und Standortleiter Lutz Schäfer bei der Präsentation in der Pausenhalle: "Die Schülerarbeiten dokumentieren eine bemerkenswerte Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und ihre einzelnen Projekte zeigen wie intensiv die Schülerinnen und Schüler sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben."
(Süderländer Tageblatt 3.6.2005)

 

Senioren sangen es lauthals mit "Fideralala, Fideralalalala
Oberstufenklasse der Kinderpflegerinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskolleg führten gestern die "Vogelhochzeit" im Altenheim St. Josef auf.

Plettenberg • "Ein Vogel wollte Hochzeit halten in dem grünen Walde. - Fideralala, Fideralalalala ..." - bei diesem bekannten Lied aus dem Musical "Die Vogelhochzeit" von Rolf Zuckowsky klatschten die Senioren des Seniorenzentrums St. Josef freudig mit. Sie ließen es sich sogar nicht nehmen, das bekannte "Fideralala" mitzusingen. Die Oberstufenklasse der Kinderpflegerinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs wollte den Senioren gestern eine Freude bereiten - das ist ihnen zweifellos gelungen.
Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Christina Juckenack haben die Schülerinnen das Musical einstudiert. "Normalerweise arbeiten die , Schülerinnen mit Kindern im Alter bis sechs Jahren, doch nun hatten sie selbst die Idee, das Musical einer völlig anderen Altersgruppe vorzuführen", verrät Juckenack. Man habe sich deshalb mit dem Altenzentrum St. Josef in Verbindung gesetzt. Dieses befand die Idee für gut und organisierte kurzfristig einen Termin mit der Schulklasse.
Rund 30 Senioren versammelten sich dann gestern im Mehrzweckraum des Altenzentrums und genossen die überaus gelungene Vorstellung der angehenden Erzieherinnen.
(Süderländer Tageblatt 11.5.2005)

 

Neue Computerausstattung für das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg
10 Jahre alte Ausstattung wurde komplett ausgetauscht

Sehr zufrieden war Informatiklehrer Kay Marczoch in der vergangenen Woche als nun endlich wieder Unterricht im Informatikfachraum des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs möglich war. "Nun kann wieder angemessenerer Unterricht erteilt werden, dies war mit der inzwischen fast zehn Jahre alten Ausstattung kaum noch sinnvoll möglich.", beschreibt Marczoch die vorher unbefriedigende Situation. Eine neue Rechnerausstattung inklusive zweier Server bedienen nun das pädagogische Netz der Schule.
Besonders froh ist man am Berufskolleg, dass es durch die Telekom und die Tochter T-online nach wie vor auch einen kostenlosen Zugang ins Internet gibt. Im Rahmen des Programmes "Schulen ans Netz" hatte die Telekom vor Jahren hier eine entsprtechende Initiative gestartet.
Erfreut äußerte sich auch Standortleiter Lutz Schäfer, der die Umsetzung durch den Märkischen Kreis hervorhob: "Ich bin sehr froh, dass trotz finanziell schwieriger Zeiten hier nicht am falschen Ende gespart worden ist! Eine vernünftige Computerausstattung ist in heutiger Zeit unverzichtbar!"
So konnten die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschulklasse, welche in wenigen Wochen ihre Abschlussprüfung haben, die letzten Stunden im neuen Raum geniessen. Begeisterung kam auf über die vielen neuen Möglichkeiten und die neu gewonnene Schnelligkeit bei der Nutzung des Internets. "Leider kommt die Modernisierung für uns zu spät, doch die Jahrgänge nach uns können jetzt den Umgang mit Computern besser lernen!", freuten sich Sabrina Reinhardt und Madeline Griehl für die ihnen nachfolgenden Schülergenerationen.
(Westfälische Rundschau 11.05.2005)

 

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg Plettenberg führt kombinierten Bildungsgang Abitur und Berufsabschluss als Erzieherin/Erzieher ab Sommer ein
Standortleiter Lutz Schäfer: "Auch für interessierte Schülerinnen und Schüler der Umgebung gibt es noch einige freie Plätze."

Wie der Standortleiter des benachbarten Berufskollegs in Plettenberg Lutz Schäfer mitteilt, startet dort im August dieses Jahres ein interessanter neuer Bildungsgang. Dieser verknüpft den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife mit der Absolvierung des Berufsabschlusses Erzieherin/Erzieher.
"Ich freue mich sehr, dass wir dieses neue und gute Angebot an unserer Schule einführen können, denn es eröffnet vielen Schülerinnen und Schülern eine gute Perspektive!", freut sich Schäfer. "Da es aber noch einige wenige freie Plätze gibt, wenden wir uns auch an die benachbarten Gemeinden, denn vergleichbare Angebote gibt es dort nicht!"
Der Vorteil des Bildungszweiges liegt im kombinierten Erwerb eines Schulabschlusses, der Allgemeinen Hochschulreife und des Berufsabschlusses Erzieherin/Erzieher. Die Ausbildung dauert insgesamt vier Jahre. Davon sind drei Jahre, ähnlich der gymnasialen Oberstufe "Schul"jahre, die mit der Abiturprüfung und einer berufsbezogenen Teilprüfung abschließen. Das vierte Jahr umfasst ein Praktikumsjahr und führt zur zweiten Teilprüfung für den Berufsabschluss. Wer diesen nicht erwerben will, kann den Bildungsgang auch nach drei Jahren mit dem Abitur beenden.
Voraussetzung ist der Sekundarabschluss 1 - Fachoberschulreife - mit Qualifikationsvermerk, der die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe beinhaltet. Aber auch ohne Qualifikation gibt es über den Besuch der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen oder der Fachschule für Sozialpädagogik als Quereinsteiger - mit einem Jahr Verzögerung - die Möglichkeit in den Bildungsgang zu wechseln.
Vom Unterricht in der gymnasialen Oberstufe der Gymnasien und Gesamtschulen unterscheidet sich der Zweig am Berufskolleg zum einen durch Praxisteile, die während der Schul- und Ausbildungszeit abgeleistet werden müssen, zum anderen durch eingeschränkte Wahlfreiheit in den Kursen. Die Leistungskurse Biologie und Erziehungswissenschaften sind obligatorisch, Didaktik/Methodik kommt als berufsbezogenes Fach hinzu. Der Unterricht findet im Klassenverband statt.
"In der Praxisnähe liegt ein großer Vorteil dieses Bildungsganges und damit haben junge Menschen, die in diesem Bereich später arbeiten oder studieren wollen, deutliche Vorteile gegenüber dem "regulären" Abitur!", so Schäfer. Interessierte Schülerinnen und Schüler und natürlich auch Eltern können sich beraten und informieren lassen. Terminabsprachen sind unter der Telefonnummer 02391/54642 möglich.
Bewerbungen können am Standort in der Schulstraße abgegeben werden.

 

Zertifikate für die Fortbildung "Nail Art"
Schülerinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs bekamen zur
Vorbereitung ihrer Ausbildung Schulung durch die Firma American Nails

Praxisorientierten Unterricht in besonderer Form konnten die Schülerinnen des Berufsgrundschuljahres Körperpflege in dieser Woche in ihren Unterrichtsräumen an der Schulstraße erleben. Die Firma American Nails hatte sich angeboten, bei der Ideenentwicklung zur Gestaltung von Fingernägeln zu helfen. Dies ist ein wichtiger Teil einer möglichen späteren Ausbildung im Sommer dieses Jahres. So nahmen die Praxislehrerinnen Marita Schmidt und Christine Bieker dieses Angebot gerne an und am vergangenen Dienstag fand die Schulung statt.
Zunächst wurde eine Demonstration eines künstlichen Nagels durchgeführt, der sich die Verzierung von Beispielnägeln mit modischen Trend anschloss. Die Schülerinnen durften dann an künstlichen Nägeln selber verschiedene Beispiele erarbeiten und erproben und hatten so ganz neue Gestaltungsspielräume.
"Das Berufsgrundschuljahr beinhaltet die Durchführung einer Maniküre, Handmassage und Fremdverzierung, somit waren die Anregungen von American Nails eine hilfreiche Unterstützung für uns Fachlehrer!", zeigte sich Fachlehrerin Christine Bieker erfreut. Abschließend bekamen die Schülerinnen noch ein Zertifikat für ihre Teilnahme an der Schulung und so endete ein "ganz anderer Schultag" mit sehr zufriedenen Gesichtern. Tanja Rudolph aus der PBGK betonte die Nützlichkeit der Fortbildung: "Hier hatten wir noch sehr viel mehr Möglichkeiten bei der Umsetzung und Übung und das hat uns allen sehr viel gebracht!"

 

Beruf und Abitur kombiniert
Reges Interesse an kombiniertem Bildungsgang
Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Neuer Bildungsgang startet im Sommer

Plettenberg • Wie Standortleiter Lutz Schäfer mitteilt, wird am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg in Plettenberg die Allgemeine Hochschulreife in Verbindung mit dem Berufsabschluss Erzieherin/Erzieher als Bildungsgang eingeführt.
"Mit den vorliegenden Anmeldungen sind unsere Erwartungen mehr als erfüllt worden!", freut sich Schäfer über das große Interesse an dem Angebot des Berufskollegs. "Damit kann den interessierten Schülerinnen und Schüler eine wohnortnahe Beschulung im Lennetal angeboten werden."
Nach erfolgreichem Start im Schuljahr 2001/2002 am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg in Lüdenscheid wird damit nun auch der Standort in Plettenberg den attraktiven Bildungszweig anbieten können.
Ein großer Vorteil liegt im kombinierten Erwerb eines Schulabschlusses, der Allgemeinen Hochschulreife und des Berufsabschlusses Erzieherin/Erzieher. Die Ausbildung dauert insgesamt vier Jahre. Davon sind drei Jahre, ähnlich der gymnasialen Oberstufe "Schuljahre, die mit der Abiturprüfung und einer berufsbezogenen Teilprüfung abschließen. Das vierte Jahr umfasst ein Praktikumsjahr und führt zur zweiten Teilprüfung für den Berufsabschluss. Wer diesen nicht erwerben will, kann den Bildungsgang auch nach drei Jahren mit dem Abitur beenden.
Vom Unterricht in der gymnasialen Oberstufe der Gymnasien und Gesamtschulen unterscheidet sich der Zweig am Berufskolleg zum einen durch Praxisteile, die während der Schul- und Ausbildungszeit abgeleistet werden müssen, zum anderen durch eingeschränkte Wahlfreiheit in den Kursen. Die Leistungskurse Biologie und Erziehungswissenschaften sind obligatorisch, Didaktik/Methodik kommt als berufsbezogenes Fach hinzu. Der Unterricht findet im Klassenverband statt.
Als Voraussetzung müssen Interessenten den Sekundarabschluss l - Fachoberschulreife - mit Qualifikationsvermerk, der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe, mitbringen.
Einige wenige Plätze können noch besetzt werden
Bisher noch unentschlossene Schülerinnen und Schüler dürfen aber noch hoffen, denn Standortleiter Schäfer verweist auf freie Kapazitäten:
"Wer Interesse hat, kann sich durchaus bewerben, denn einige wenige Plätze können wir noch besetzen!".
Bewerbungen können am Standort in der Schulstraße abgegeben werden. Wer noch Beratungsbedarf hat, kann entsprechende terminliche Absprachen unter
Telefon 0 23 9l/ 5 46 42 treffen.
(Westfälische Rundschau 1.4.2005, Süderländer Tageblatt 4.4.2005)

 

Kinder begeistert von Vogelhochzeit
Projekt am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg
Zufriedenheit in den Gesichtern der Darsteller: "Vogelhochzeit" kam an
Kinderpflegerinnen des Gertrud- Bäumer- Berufskolleg studierten Stück von Rolf Zuckowski ein. Gesang und Choreographie geübt. Kindergarten zu Besuch

Plettenberg • Rolf Zuckowskis Vogelhochzeit führten Kinderpflegerinnen des Musikprojekts am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg für die Kinder des katholischen Kindergartens auf.
Im Mittelpunkt des Musikunterrichtes der Oberstufe der Kinderpflegerinnen am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg in Plettenberg stand seit Anfang des Jahres die Vogelhochzeit von Rolf Zuckowski. Der bekannte Macher von Kinderliedern war Auslöser für die Schülerinnen unter Leitung von Musiklehrerin Christina Juckenack im Rahmen eines Musikprojektes den Unterricht einmal ganz anders zu gestalten.
So wurde zunächst nach gemeinsamer Absprache die Vogelhochzeit von Rolf Zuckowski ausgewählt und schließlich im Unterricht besprochen. Mit großem Engagement wurden anschließend die Lieder mit Gesang und Instrumenten geprobt, Choreographien einstudiert sowie Kostüme hergestellt.
Krönender Abschluss der Arbeit sollte schließlich die Aufrührung der Vogelhochzeit für die Kinder des katholischen Kindergartens an der Karlstraße sein. Hierfür wurden von den Schülerinnen eigens Einladungskarten gestaltet. So war es dann auch wenig verwunderlich, dass sich die Kinder des Kindergartens mit ihren Betreuerinnen in der vergangenen Woche zahlreich im Gertrud- Bäumer- Berufskolleg einfanden.
Belohnung für die umfangreiche Arbeit der Kinderpflegerinnen im Vorfeld war dann schließlich die sehr erfolgreiche Aufführung der Vogelhochzeit.
Beifall ist der schönste Lohn.
Die Kinder waren begeistert und sangen und klatschten an vielen Stellen fröhlich mit. So resümierte denn auch Lehrerin Christina Juckenack zufrieden: "Es ist sehr schön zu sehen, dass unsere Vorrührung so gut bei den Kindern angekommen ist! Das hat die Schülerinnen und mich sehr gefreut und war der schönste Lohn für die gemeinsame Projektarbeit!"
(Süderländer Tageblatt, 22.3.2005/Westfälische Rundschau 23.3.2005)

 

Fachoberschule des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs besuchte Radio MK
Schülerinnen und Schüler erlebten zum Thema Kommunikation Deutschunterricht praktisch.

Am vergangenen Montag machten sich Schülerinnen und Schüler des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs in Plettenberg auf, um im Rahmen ihres Deutschunterrichtes den Lokalsender Radio MK in Iserlohn zu besuchen. Ziel war es am Ende einer Unterrichtsreihe zum Thema Kommunikation einmal zu erleben, wie "Profis" sich mit dem "Senden" von "Nachrichten" beschäftigen, um bei den "Empfängern" auch richtig verstanden zu werden. Dies war auch über mehrere Wochen Inhalt des Unterrichtes im Fach Deutsch-Kommunikation, denn Verständigung als Grundlage von Teamfähigkeit wird im heutigen Berufsleben immer elementarer.
Die Klasse wurde in den Räumen des Senders sehr herzlich von Chefredakteur Andreas Heine und Moderatorin Nicole Flüshöh begrüßt. Anschließend führte Chefredakteur Heine eine umfangreiche Powerpoint- Präsentation vor, in der er dargestellte, wie aus Sicht der Radiomacher das (Hörer-)Interesse geweckt werden kann. Dabei wurden Einblicke in das "Schlüsselfeld" Werbung genauso gegeben, wie in den Bereich der Analyse der Musikauswahl. Darüber hinaus wurde aus Sicht der Gestalter des heimischen Radioprogrammes informiert, welche Elemente für die Gestaltung von Beiträgen wichtig sind und wie sichergestellt werden kann, dass die beabsichtigte "Message" auch bei den Hörerinnen und Hörern richtig ankommt. Hier fanden sich im ungezwungenen Gespräch zwischen Schülern und Redakteuren auch schnell Parallelen zum Unterricht. Dabei boten sich interessante Einblicke auf hohem Niveau für die Schülerinnen und Schüler, die gebannt zuhörten
Klassensprecherin Carina Ossenberg zeigte sich erstaunt, wie viele Dinge beim Radio "nicht zufällig" sind: "Uns war klar, dass das "Beherrschen" von Kommunikation nicht nur im täglichen Leben wichtig ist, aber beim Radio wird doch noch viel mehr untersucht und analysiert, als wir gedacht hätten."
Hier sieht Deutschlehrer Karsten Meininghaus denn auch eine wichtige Paralelle zu den Zielen des Unterrichtes: "Gerade in den sozialen Berufen müssen Auszubildende fit sein im täglichen Umgang mit Menschen, ihre Bedürfnisse und Zeichen richtig verstehen, um entsprechend zu reagieren", so Meininghaus, "aber auch im Hinblick auf die Aufnahme eines Studiums ist es wichtig, dass die im Mai ihr Fachabitur absolvierenden Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich Einblicke gewinnen."
Dies bestätigten auch Chefredakteur Andreas Heine und Moderatorin Nicole Flüshöh. Die abschließende Führung durch die Räumlichkeiten und die Erklärungen zu den Abläufen beeindruckte letztlich alle Beteiligten, so dass einige Schülerinnen sogar über einen Einstieg in den Beruf des Journalisten nachdachten und gerne im Sender ein Praktikum machen würden. Auch Chefredakteur Heine und Moderatorin Flüshöh zeigten sich über das Interesse sehr erfreut: "Für uns ist es immer ein schöne Bestätigung, wenn Gruppen soviel Interesse an unserer Arbeit zeigen!"

 

"Snoezelen-Raum" am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg
- Neuer Fachraum erweitert die Ausbildungsmöglichkeiten -

Das "Snoezelen" entstand in den 70er Jahren in den Niederlanden als Freizeitaktivität für Menschen mit schwersten Behinderungen. Der Begriff "Snoezelen" ist eine Kombination aus den holländischen Verben "snuffelen" (schnüffeln, schnuppern) und "doezelen" (dösen, schlummern). Bereits die Kombination dieser Begriffe zeigt an, worum es beim "Snoezelen" geht. In einer stimmungsvollen Atmosphäre sollen alle Sinne in einer ganz spezifischen Weise angesprochen werden, um Wohlbefinden und Entspannung zu produzieren.   Es werden verschiedene Reizquellen angeboten, die die Sinne ansprechen und für Menschen mit Behinderungen neue Möglichkeiten bieten die Welt und den eigenen Körper zu erforschen und dadurch neue positive Erfahrungen zu sammeln.
"Snoezelen" kann in dem breiten Feld der Wahrnehmungsförderung, bei der Förderung von Ruhe und Entspannung, von Fantasie und Kreativität, der sozialen Bezüge, der Kommunikation sowie der Gedächtnisleistung einen wesentlichen Beitrag leisten. Folgerichtig ist das "Snoezelen" heute nicht mehr nur in der Arbeit mit behinderten Menschen von Bedeutung,   sondern findet auch in anderen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern immer stärkere Beachtung. Spezielle Anwendungsfelder sind neben den Menschen mit Behinderungen, Kinder in der Frühförderung und in Kindertageseinrichtungen, Jugendliche und Erwachsene in der Freizeit, alte Menschen, Kinder und Erwachsene in Kliniken, Menschen in Hospizen.
Für die Studierenden der Fachschule für Heilerziehungspflege des GBBK ist dieser Fachraum daher eine große Bereicherung. Die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin qualifiziert für die Begleitung von Menschen mit Behinderungen und die praktische Ausbildung wird durch den   Snoezelenraum um ein wesentliches Element ergänzt.
Aber auch für angehende Erzieherinnen, Sozialhelferinnen sowie Schülerinnen und Schüler des Berufsgrundschuljahres Gesundheit   und der Fachoberschule des Sozial- und Gesundheitswesens bietet dieser Fachraum erweiterte Ausbildungsmöglichkeiten.
Damit der neue Fachraum tatsächlich für möglichst viele Schülerinnen und Schüler genutzt werden kann, nahmen heute 20 Lehrerinnen des Berufskollegs an einer Fortbildung teil, die sie mit den Möglichkeiten des Raumes und seiner Nutzung im Unterricht vertraut machte.
Im Snoezelenraum kommen die Schülerinnen und Schüler zu einer differenzierten Selbsterfahrung. Sie können eigenständig   mit den Materialien experimentieren und so praktische Anwendungsmöglichkeiten selbst erfahren. Im Fachunterricht lernen sie u. a. die Entwicklung, Zielsetzungen und Absicht des Snoezelens kennen, erproben und erlernen seine bedürfnisgerechte Anwendung, sie planen Übungseinheiten, setzen sie um und   reflektieren sie. Sie erleben sich in der Rolle des pädagogischen Begleiters und bereiten sich so auf ihre zukünftige Berufstätigkeit.
Ulla Wortmann-Mielke

 

Projektarbeit zur "Super-Nanny" an Fachschule für Sozialpädagogik
Mit "Erziehungsratschlägen" auf der Quotenjagd: "Sehr gefährlich"

Märkischer Kreis • Die "Super- Nannys" sind ein TV-Quotenrenner, doch bei Fachleuten keineswegs un­umstritten. So auch bei den angehenden Erzieherinnen und Erziehern der Klasse FS 1B der Fachschule für Sozial­pädagogik am Lüdenscheider Gertrud- Bäumer- Berufskolleg. Im Rahmen einer Projektarbeit nahmen sie die Fernsehserie kritisch unter die Lupe.
"Für Laien sehr gefährlich" seien die in der Serie als Erziehungsmethoden angepriesenen Verhaltenstipps für Eltern, so das ernüchternde Fazit der Schülerinnen und Schüler nach der gestrigen Projektpräsentation am Lüdenscheider Raithelplatz. Sehr intensiv hatten sich die 28 angehenden Erzieherinnen und Erzieher mit ihren Lehrerinnen Evelyn Mayer und Elke Wenisch seit Anfang Januar in Kleingruppen mit unterschiedlichen Themen wie Erziehungsmethoden, -zielen und -maßnahmen sowie Elternprogrammen beschäftigt und diese mit der "Fernseh-Realität" verglichen.
Zur Abschlusspräsentation hatte eine Gruppe als fachkundige Diskussionspartnerin Susanne Ackfeld von der Lüdenscheider Städtischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche und Schulpsychologie eingeladen, mit der sich ein intensiver Dialog entspann. Eine ganze Reihe von Kritikpunkten, die deutliche Widersprüche zwischen pädagogischen Unterrichtsinhalten in der Erzieherausbildung und der schönen Fernsehwelt zu Tage brachten, wurden dabei deutlich.
So verfolge die "Super-Nanny" Gehorsamserziehung und Disziplinierung als Erziehungsziele und greife dabei auf schon längst überwunden geglaubte Methoden wie die "stille Treppe" oder das Einschließen eines Kindes in sein Zimmer zü rück. "Erziehung ist ein viel komplexerer Prozesses dass man einfach sagen könnte, nach A kommt B", warnten die Schüler vor quotengerechten Vereinfachungen. Zudem: "Kinder sollten nicht durch Strafen klein gemacht werden, wie so oft in dieser Serie".
Das Thema Erziehung werde in der "Super-Nanny" plakativ vereinfacht und fernsehgerecht vermarktet - zu diesem Schluss kam eine Gruppe, die sich auch mit einer Stellungnahme des Deutschen Kinderschutzbundes beschäftigt hatte - Kinder würden zu -Objekten degradiert und "zur Unterhaltung der Zuschauer vorgeführt" Alles in allem eine "fragwürdige Nachhilfe" in Sachen Erziehung. Blieb noch die Frage nach dem Quoten-Erfolg: "Da wird mit den Ängsten der Eltern gespielt...".
(Westfälische Rundschau 9.3.2005)

 

Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs besuchen Tagung der Körber-Stiftung in Hamburg - Thema: Integration von Migrantenjugendlichen
Besseres Verständnis für Migrantenkinder

Plettenberg • Wer bin ich? Wo komme ich her? Wer möchte ich sein? Wo möchte ich hinzugehören? Diese Fragen beschäftigen alle Jugendliche in der Welt, aber insbesondere für Jugendlichen aus Migrantenfamilien stellen sie häufig eine besondere Herausforderung dar.
Grund genug für die Fachschule für Sozialpädagogik des GBBK Plettenberg im Rahmen des Schulprojektes "Interkulturelle Erziehung" eine Tagung der Körber-Stiftung in Hamburg zu besuchen. Dort fand in der vergangenen Woche zunächst eine festliche Veranstaltung im Hamburger Börsensaal statt, in der Hamburgs Oberbürgermeister Ole von Beust die "Hamburger Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn" an besonders erfolgreiche deutsch-türkische Integrationsprojekte verlieh. Eine zweitägige Tagung unter dem Titel "Integration: Zuhören und Engagement" schloss sich an. Hier hatten die Schülerinnen, die von Klassenlehrerin Dr. Ulrike Zenk und Standortleiter Lutz Schäfer begleitet wurden, die Möglichkeit zwischen zahlreichen verschiedenen Veranstaltungsangeboten zu wählen.
Besonderer Schwerpunkt wurde von den Schülerinnen auf Veranstaltungen gelegt, die Impulse für die sozialpädagogische bzw. schulische Erziehungsarbeit gaben. So wurden im Rahmen der Veranstaltungen "Theater und Schule: Spielend zur Vielfalt? Kulturprojekte gegen Ausgrenzung" und "Integration verhaltensauffälliger Jugendlicher durch positive Peer-Kultur - das Beispiel "Gemeinsam statt einsam" aus Halle/Saale wichtige Anregungen für den manchmal schwierigen Umgang mit Migrantenkindern gefunden. Beide Veranstaltungen gaben an Hand praktischer Erfahrungen wichtige Einblicke über die jugendlichen Migrantenkinder, die im Spannungsfeld zwischen traditioneller Herkunftsfamilie und aufnehmender Mehrheitsgesellschaft vielfach in schweren Identitätskrisen stecken.
Zur Überwindung dieser Identitätskrisen bietet sich den Migrantenkindern u.a. die Sprache oft nur beschränkt als Vehikel an, deshalb setzen die Veranstalter der Seminare auf den Einsatz von Theater, Musik und Sport. Mit Erfolg: Das Projekt in Halle an der Saale belegt einen deutlichen Wandel im alltäglichen Umgang, weil die Überwindung des interkulturellen Identitätskonfliktes bei den Jugendlichen vielfach gelang. "Ein sehr ermutigendes Beispiel," findet Lehrerin Dr. Ulrike Zenk, "denn so können wir hier vor Ort unsere pädagogische Arbeit neu ausrichten und den angehenden Erzieherinnen eine wichtige Grundlage für ihre zukünftige Tätigkeit in den Kindertageseinrichtungen im heimischen Raum geben!"
Im Einzugsgebiet des GBBK Plettenberg haben die vor- und außerschulischen Einrichtungen ebenso wie die Schulen aufgrund eines außergewöhnlich hohen Anteils von Migrantenkindern große Integrationsaufgaben zu bewältigen. Deshalb ist die Fachschule für Sozialpädagogik im Begriff, die Qualifizierungsphase der Erzieher mit Blick auf den Erziehungsauftrag der türkischen Migrantenkinder neu zu strukturieren und zu intensivieren. In diesem Rahmen bildete dieser Besuch einen wichtigen Baustein.
Auch die Schülerinnen, nach ihren wichtigsten Erlebnissen und Erfahrungen befragt, zeigten sich tief beeindruckt:
"Ich habe durch diese Fahrt viel mehr Hintergrundwissen über die türkische Kultur und die damit verbundenen Identitätskrisen der hier lebenden Jugendlichen erlangt.", so eine Schülerin: "Ich werde mich jetzt besser in die Lage der Migrantenkinder hineinversetzen."
Auch eine andere Schülerin wurde durch die Fahrt mit Blick auf ihre zukünftige Arbeit positiv beeinflusst: "Aufgrund dieser Erfahrungen hat sich meine Motivation in Bezug auf interkulturelle Erzieherarbeit wesentlich erhöht.
Sehr zufrieden zeigte sich abschließend auch Standortleiter Lutz Schäfer, der für das Gertrud- Bäumer- Berufskolleg nicht nur wichtige Impulse für die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf ihre zukünftigen Aufgaben sieht, sondern auch wichtige Erkenntnisse für das tägliche Miteinander in der Schule: "Wir können von solchen Veranstaltungen lernen, jugendliche Migranten und ihre Identitätskrisen besser zu verstehen und damit für den alltäglichen Umgang wirksame Konzepte zu entwickeln. Das ist ein großer Schritt vorwärts!"
(Westfälische Rundschau 9.3.2005)

 

"Beratung am Bäumer- Berufskolleg"

LÜDENSCHEID • Zu einer Beratungs- und Informationsveranstaltung lud das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg am Raithelplatz am Samstag ein. Der Schulleiter Dr. Hans-Ulrich Hilse und sein Stellvertreter Paul-Adolf Turck freuten sich über die äußerst positive Resonanz.
Die Veranstaltung wird in der Plettenberger Berufsschule am morgigen Dienstag von 14 bis 18 Uhr wiederholt. Die insgesamt 85 Lehrer der diversen Lehrzweige berieten die Schüler intensiv in Einzel- und in Gruppengesprächen. "Wir bieten so viele unterschiedliche Möglichkeiten in der Weiterbildung an, die sich häufig nur in Einzelgesprächen oder in kleinen Gruppen individuell erörtern lassen", erklärte Dr. Hilse.
Darin sah er den großen Erfolg des inzwischen dritten Beratungstages. "Früher hatten wir zum Tag der offenen Tür eingeladen. Dabei blieb die persönliche Beratung allerdings auf der Strecke", resümierte er.
Gelehrt werden in dem Berufskolleg hauswirtschaftliche, sozialpädagogische und allgemeingewerbliche Berufe zur Erlangung des Berufsabschlusses.
Ausgebildet werden Erziehungs-, Heilerziehungs- und Kinderpfleger, Sozialhelfer, Frisöre oder Nahrungsmittel-Verkäufer. Im Bereich der Gesundheitsberufe übernimmt das Kolleg die Rolle eines Zubringers für die spätere Berufsschulausbildung. Am Raithelplatz kann der mittlere Bildungsabschluss, die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife erlangt werden.
Die Berufsorientierung, die, je nach Art des Schwerpunktes, von einem einjährigen Praktikum begleitet wird, nimmt dabei einen zentralen Stellenwert ein.
Bis zum 28. Februar sollten sich die Schüler in der Gertrud- Bäumer- Berufsschule anmelden.
(Westfälische Rundschau, 14.2.2005)

 

"Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg setzt Gesundheit auf den Stundenplan"

Gesundheit ist nicht alles. Aber ohne Gesundheit ist alles nichts; -Was schön Philosophie-Fürst Friedrich Nietzsche wusste, hat bis heute seine Gültigkeit nicht eingebüßt. Da ist es wohl nur logisch, dass das Gertrud- Bäumer- Berufskolleg am Lüdenscheider Raithelplatz und seine Niederlassung in Plettenberg in dieser Woche erstmals Aktionstage zum Thema Gesundheit durchführten. An der Mittwoch gestarteten Initiative waren insgesamt rund 1680 Schüler und deren Lehrer beteiligt.
Klassenübergreifend wurden dabei 58 Projekte realisiert. Und wie die Zahl bereits erwarten lässt, war das Angebotsspektrum enorm -Gesundheit ist bekanntermaßen ein weites Feld. So haben Schülergruppen etwa das breite Thema der gesunden Ernährung beackert. Andere haben sich mit Fitness und Rückentraining im Sportstudio oder auch mit der Wirkung von Yoga, Joggen und Nordic Walking befasst. Weitere Projekte: die lernfreundliche Gestaltung von Klassenräumen, die Entwicklung von Strategien zur Lösung von Konflikten und die Gestaltung eines Sinnesparcours. Die Ergebnisse der Aktionstage werden übrigens von den Schülern schriftlich dokumentiert und ans nordrhein-westfälische Bildungs- und Gesundheitsministerium gesandt. Gemäß der Richtlinien der Düsseldorfer Behörde hatte sich das Gertrud- Bäumer- Berufskolleg in den vergangenen Jahren immer wieder mit diversen Vorstößen um eine rundum gesunde Lebensführung verdient gemacht.
(Lüdenscheider Nachrichten 12.2.2005)

 

"Beruf Erzieher": Viel Begeisterung bei der Projektwoche

In einer Projektwoche bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Unterstufen der Fachschule für Sozialpädagogik am Gertrud-Bäumer-Berufskollegs selbstständig Themen unter dem Motto "Berufsrolle der Erzieher" wie zum Beispiel Förderkonzepte für Kinder, sozialpädagogische Arbeitsfelder, Vorurteile über das Berufsbild, Arbeit mit nicht deutschsprachigen Kindern und Jugendlichen. Nach einer Woche Recherchen in Bibliotheken und Internet Umfragen unter Passanten und in sozialpädagogischen Institutionen haben die Schülerinnen und Schüler eine Präsentation vorbereitet. Dies Präsentation, bestehend aus Vorträgen, Informationsplakaten, Power-Point-Präsentationen und Talkshows, wurde am vergangenen Freitag vorgestellt. Dabei zeigten die Teilnehmer ihre Neugierde und Begeisterung für den Beruf des Erziehers.
(Westfälische Rundschau Nr.228, 29.9.2004)

 

Aus einer fixen Idee entwickelte sich ein "neuer" Klassenraum Alternativ-Unterricht mit Blaumann und Farbrollen

PLETTENBERG • Öde, langweilig und ziemlich grau - so kam den Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule 12 (Fachhochschulreife im Bereich Gesundheitswesen) des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs ihr Klassenraum vor. Aus einer fixen Idee wurde schnell ernst und so entschlossen sie sich schon wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres ihrem Klassenraum einen neuen Anstrich zu verpassen. Nach Rücksprache mit Klassenlehrerin Dr. Verena Krumschmidt und Standortleiter Lutz Schäfer wurde der vergangene Freitag als Aktionstag auserkoren. Die Fachlehrerinnen stellten ihre Unterrichtsstunden zur Verfügung und so trafen sich die Mitglieder der Klasse mit Blaumännern und Farbrollen bewaffnet zur gewohnten Zeit in ihrem Klassenraum. Eifrig wurden Tische gestapelt, Folien ausgelegt, empfindliche Dinge abgeklebt und schließlich kräftig gestrichen. Parallel zur Neugestaltung des Klassenraumes wurde von Teilen der Klasse auch der schuleigene Garten durchforstet und die "Ökologische Qualität" aufgefrischt. Im Rahmen der Verleihung des Titels "Europäische Umweltschule" wurde auch das Gartengelände des GBBK vor einigen Jahren umweltgerecht umgestaltet. "Mir macht es große Freude, solch ein herausragendes Schüler-Engagement zu unterstützen," so Dr. Krumschmidt "und ich bin begeistert, dass Schülerinnen und Schüler sich trauen, neue Ideen zu entfalten und durchzusetzen." Auch Standortleiter Schäfer zeigte sich erfreut und stellte entsprechend 50 • von Seiten der Schule zur Verfügung. Darüber hinaus spendeten auch noch einige Lehrer aus dem Kollegium nennenswerte Beträge. "Ich bin sehr froh, dass ich den Schülerinnen und Schülern dieses Projekt ermöglichen konnte," betonte Schäfer, "denn solch ein Einsatz ist ein wichtiges Fundament für eine erfolgreiche Schule!" Nach erfolgreicher Durchführung ihres Projektes konnten sich die fleißigen Schülerinnen und Schüler bei einem gemeinsamen Mittagessen stärken, das von der Berufsfachschule (BF 2) des GBBK gestiftet wurde. So konnte der so ganz andere Schultag dann bei leckerem Essen zufrieden für alle Beteiligten ausklingen. Eine gelungene Aktion befanden die Schülerinnen und Schüler einhellig und Klassensprecherin Carina Ossenberg meinte abschließend: "Es lohnt sich Ideen zu haben und für diese Einsatz zu zeigen." (Westfälische Rundschau 30.9.2004)

 

Präsentation ist Ergebnis einer neuen didaktischen Konzeption. Die "Berufsrolle des Erziehers".

PLETTENBERG • Am Freitag stellte die Fachschule für Sozialpädagogik am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg im Rahmen einer Präsentation die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen zum Thema Berufsrolle des Erziehers" dar. Hiermit sollten sich die Schülerinnen besonders auf ihr neues Berufsfeld vorbereiten. Insbesondere der Perspektivenwechsel vom "Erzogenen zum "Erzieher" stand dabei im Mittelpunkt. Die Präsentation ist Ergebnis einer neuen didaktischen Konzeption, die selbständiges Arbeiten als wichtigste Grundlage ansieht Die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Zusammenhang nun auch als Studierende angesehen werden, werden mit Lernsituationen aus der Praxis konfrontiert, finden sich in Arbeitsgruppen zusammen und erarbeiten selbständig Lösungen hierzu. Betreut werden die Schülerinnen von den Sozialpädagogen am GBBK Dr. Ulrike Zenk, Jürgen Kleinsorge und Eberhard Scholz. Sie sehen in dieser neuen Vorgehensweise sehr wichtige Aspekte für eine fundierte Ausbildung. "Das Einbringen persönlicher Erfahrungen in Verbindung mit Praxiserfahrungen erschließt neue Möglichkeiten für professionelles Handeln", ist sich Eberhard Scholz als Verantwortlicher für dieses Projekt sicher, "denn die Studierenden müssen ihre Eigenständigkeit zeigen, indem sie sich im Team eine Woche lang koordinieren, selbständig Informationen beschaffen und diese abschließend ansprechend präsentieren?". Interessant waren diese Informationen vor allem für die Vorklassen für Erzieher(innen), die dadurch einen ersten guten Einblick in ihren zukünftigen Beruf bekommen konnten. Aber auch für die anderen Schülerinnen und Schüler am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg ergaben sich durchaus neue Aspekte, denn diese Vorgehensweise wird auch in anderen Bildungsgängen in Zukunft verstärkt Anwendung finden. "Diese Art des Lernens und Arbeitens wird für alle Schülerinnen und Schüler immer wichtiger, denn in der heutigen Berufswelt sind Eigenverantwortlichkeit und Teamfähigkeit entscheidende Voraussetzungen!", zeigte sich Standortleiter Lutz Schäfer denn auch sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Präsentationen am Standort Plettenberg.
(Plettenberger Rundschau 7.10.2004)

 

Langweiliges Klassenzimmer wurde mit buntem Anstrich "aufgefrischt"
Schülern der Fachoberschule des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs strichen Wände und bepflanzten den Schulgarten neu. Essen und Spenden als Lohn

PLETTENBERG • Öde, langweilig "und ziemlich grau - so kam den Schülern der Fachoberschule 12 (Fachhoch-schulreife im Bereich Gesundheitswesen) des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs ihr Klassenraum vor. Aus einer fixen Idee wurde schnell ernst und so entschlossen sie sich schon wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres, ihrem Klassenraum einen neuen Anstrich zu verpassen. Nach Rücksprache mit Klassenlehrerin Dr. Verena Krumschmidt und Standortleiter Lutz Schäfer wurde der Freitag als Aktionstag auserkoren. Die Fachlehrerinnen stellten ihre Unterrichtsstunden zur Verfügung und so trafen sich die Klassenkameraden - mit Blaumännern und Farbrollen bewaffnet - zur gewohnten Zeit in ihrem Klassenraum. Eifrig wurden Tische gestapelt, Folien ausgelegt, empfindliche Dinge abgeklebt und schließlich gestrichen. Parallel zur Neugestaltung des Klassenraumes wurde von Teilen der Klasse auch der schuleigene Garten neu bepflanzt. Im Rahmen der Verleihung des Titels "Europäische Umweltschule" wurde auch das Gartengelände des Berufskollegs vor einigen Jahren umweltgerecht umgestaltet. "Mir macht es große Freude, solch ein Schüler-Engagement zu unterstützen," so Dr. Krumschmidt, "und ich bin begeistert, dass Schüler sich trauen, neue Ideen zu entfalten und durchzusetzen." Auch Standortleiter Schäfer zeigte sich erfreut und stellte 50 Euro von Seiten der Schule zur Verfügung. Darüber hinaus spendeten auch noch einige Lehrer aus dem Kollegium nennenswerte Beträge. "Ich bin sehr froh, dass ich den Schülerinnen und Schülern dieses Projekt ermöglichen konnte," betonte Schäfer, "denn solch ein Einsatz ist ein wichtiges Fundament für eine erfolgreiche Arbeit an der Schule." Nach der Durchrührung ihres Projektes konnten sich die Schüler bei einem gemeinsamen Mittagessen stärken, das von der Berufsfachschule des Kollegs gestiftet wurde. So klang der "ganz andere Schultag" dann bei leckerem Essen aus.
(Süderländer Tageblatt 2.10.2004)

 

Jugendliche versuchen durch weitere Qualifikation der schwieriegen wirtschaftlichen Situation zu begegnen Steigende Schülerzahlen am Gertrud- Bäumer- Berufskolleg

PLETTENBERG • Das Gertrud- Bäumer- Berufskolleg, Standort Plettenberg, erfreut sich weiter steigender Schülerzahlen. Im vergangenen Schuljahr besuchten das Kolleg ca. 500 Schülerinnen und Schüler, im gerade begonnenen Schuljahr 2004/2005 sind bereits jetzt ca. 530 zu verzeichnen. "Diese Zahl kann durchaus noch weiter steigen",. so Standortleiter; Lutz Schäfer, "da im Laufe des Schuljahres oft noch .Seiteneinsteiger zu uns stoßen". Als Grund für die Gesamtentwicklung sieht er auf der einen Seite die schwierige wirtschaftliche Situation, die viele Junge Menschen dazu zwinge, weitere Qualifikationen zu erwerben oder eben einfach auf bessere Einstellungschancen im nächsten Jahr ,zu hoffen. Auf der anderen Seite ergebe sich der Zuwachs aus der demographischen Entwicklung, denn noch immer wachse die Schülerzahl auf Grund der geburtenstarken Jahrgänge. Allmählich werde es nun auch etwas enger an der; Schule, denn in manchen Bildungsgängen sei die Kapazitätsgrenze längst erreicht. Hinzu komme, dass leider erneut nicht alle Lehrerstellen an den Standorten Lüdenscheid und Plettenberg besetzt werden konnten. "Wir stellen uns der Herausforderung" "Wir stellen uns der Anforderung, jungen Menschen auch weiterhin eine solide Ausbildung zu sichern, sehr gerne.", betont Schäfer. "Dies ist allen Lehrerinnen und Lehrern eine besondere Verpflichtung!" Zufrieden ist man am GBBK besonders darüber, dass im Bereich der Friseurausbildung auch in diesem Jahr eine wohnortnahe Beschulung der Auszubildenden im Lennetal gesichert werden konnte. Dies ist letztlich durch doch noch zufriedenstellende Anmeldungen gelungen. Hier wünscht sich Standortleiter Schäfer aber eine weitere Stabilisierung bei den Auszubildendenzahlen, damit dies auch in Zukunft dauerhaft gesichert bleibt. In den einzelnen Bildungsgängen sind nach jetzigem Stand u.a. folgende Schülerzahlen zu verzeichnen: • Berufliche Grundbildung und Fachoberschulreife im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft: 31 Schülerinnen und Schule. • Berufsabschluss Kinderpflege und Fachoberschulreife: 55 Schülerinnen und Schüler • Fachschule für Sozialpädagogik (Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/in und Fachoberschulreife): 50 Schülerinnen und Schüler • Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen (Fachhochschulreife): 85 • Berufsabschluss Sozialhelfer/in und Fachoberschulreife: 50 Schülerinnen und Schüler • Vorklasse zum Berufsgrundschuljahr (Berufsfelder Ernährung und Hauswirtschaft, Körperpflege): 25 Schülerinnen und Schüler • Berufsgrundschuljahr in den Berufsfeldern Gesundheit bzw. Körperpflege: jeweils 31 Schülerinnen und Schüler.
(Westfälische Rundschau 21.9.2004)

 

Studienprojekt mit Europaschule in Istanbul Erzieherinnen des Berufskollegs erleben fremde Kultur vor Ort

PLETTENBERG • Die Fachschule für Sozialpädagogik des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs (GBBK) auf der Bredde in Plettenberg veranstaltet im Oktober ein Studienprojekt in Zusammenarbeit mit der Europaschule in Istanbul. Die 14 sich im Anerkennungsjahr befindlichen angehenden Erzieherinnen müssen vor ihrer Staatlichen Anerkennung verschiedene Seminarveranstaltungen absolvieren. Die Lehrerin für Erziehungswissenschaft, Dr. Ulrike Zenk, sah in diesem Zusammenhang die Chance, eine dieser Veranstaltungen als Projekt zur Förderung des interkulturellen Austausches durchzurühren, um über die Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede eine kooperative Basis zu scharfen, voneinander zu lernen und Probleme der Integration gemeinsam anzugehen. Im Einzugsgebiet des GBBK Plettenberg haben die vor- und außerschulischen Einrichtungen ebenso wie die Schulen aufgrund eines außergewöhnlich hohen Anteils von Migrantenkindern große Integrationsaufgaben zu bewältigen. Deshalb ist die Fachschule für Erzieher im Begriff, die Qualifizierungsphase der Erzieher mit Blick auf den Erziehungsauftrag der türkischen Migrantenkinder neu zu strukturieren und zu intensivieren. In diesem Rahmen bildet das interkulturelle Projekt einen wichtigen Baustein. Die Europaschule in Istanbul eignet sich für dieses Vorhaben besonders, da sie .sich bemüht, zurückkehrende türkischstämmige Schülerinnen und Schüler aus Deutschland zu sammeln und zu reintegrieren. Diese zwischen zwei Kulturen aufgewachsenen jungen Menschen haben es oft nicht leicht, den an sie gestellten Anforderungen zweier unterschiedlicher Kulturen gerecht zu werden und bekommen daher an der Europaschule spezielle Unterstützung. "Gerade diese gemeinsamen Probleme bieten eine großartige Chance, auf freundschaftlicher Ebene einen Gedankenaustausch durchzuführen, voneinander zu lernen und gemeinsame Lösungsstrategien zu erarbeiten!", gibt sich Zenk zuversichtlich zu den Erfolgsmöglichkeiten des Projektes. Im Mittelpunkt werden neben einem Vergleich von Erziehungszielen und -methoden Fragen der frühkindlichen Förderung der deutschen Sprache als Zweitsprache neben der der Muttersprache stehen. Möglich wurde die Kooperation mit der Europaschule durch die freundschaftliche Beziehung von Dr. Ulrike Zenk zu Prof. Faruk Sen, die sich aus ihrer gemeinsamen Studienzeit in Münster kennen. Sen ist Leiter des renommierten Zentrums für Türkeistudien in Essen, welches auch für die Bundesregierung in deutsch-türkischen Fragestellungen tätig ist. Er leistete hilfreiche inhaltliche und organisatorische Unterstützung. Projekt erfreut sich finanzieller Unterstützung Darüber hinaus erfreut sich das Projekt auch finanzieller Unterstützung durch großzügige Spenden der Stiftung der SIHK, der Sparkasse Plettenberg und einer Prämie der Koerber Stiftung aus Hamburg," die das Projekt im Juli 2003 sowohl unter organisatorischen als auch interkulturellen Gesichtspunkten als vorbildlich für andere Schulen und Jugendgruppen ausgezeichnet hat. Ursprünglich war die Fahrt in die Türkei der Schülerinnen und ihrer beiden Begleiterinnen, Kornelia Daniel und Dr. Ulrike Zenk, bereits für das Frühjahr dieses Jahres geplant, wurde aber wegen der massiven Terroranschläge im Frühjahr verschoben.

 

Schülerinnen erlebten eine Woche Unterricht in Istanbul Projektfahrt der Gertrud- Bäumer- Schule zur türkischen Europaschule: Angehende Erzieher sammelten auf ihrem Ausflug zahlreiche.

PLETTENBERG/ISTANBUL • Unterricht in Istanbul! Die Fachschule für Sozialpädagogik des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs (GBBK) Plettenberg besuchte Mitte Oktober die Europaschule in der türkischen Metropole. "Interkulturelle Erziehung" heißt dieses engagierte Schulprojekt. Die 14 angehenden Erzieherinnen müssen nämlich vor ihrer staatlichen Anerkennung verschiedene Seminar-Veranstaltungen absolvieren. Warum dann nicht gleich im sonnigen Istanbul? Dr. Ulrike Zenk, Lehrerin für Erziehungswissenschaft, fädelte die Projektfahrt in die Türkei ein. Sie wollte mit ihren Schülern neue Ideen sammeln, Vorschulkinder in Deutschland interkultureller als bisher zu erziehen. Denn gerade im heimischen Raum haben die Vorschulen einen außergewöhnlich hohen Anteil von Migranten- Kindern und damit große Integrations- Aufgaben zu bewältigen. In Istanbul konnten die Plettenberger ein Basiswissen über die türkische Kultur erlangen. Nun sind die Schülerinnen motiviert, ausländischer Kinder in Deutschland noch stärker zu integrieren und sprachlich zu fördern. Den angehenden Erzieherinnen hat das Projekt gefallen: "Ich habe durch diese Fahrt viel mehr Hintergrundwissen über die türkische Kultur erlangt. Diese Erlebnisse erhöhen meine Motivation, mich stark zu machen, mein Wissen über andere Kulturen zu erweitern. So bin ich fähig, interkulturelle Erziehung zu praktizieren", zieht Anke für ihre tägliche Arbeit Rückschlüsse. Ähnlich sieht dies auch Anna: "Ich habe mehr Verständnis für die Migrantenkinder bekommen, da wir mit den Rückkehrern über ihre Probleme gesprochen haben. Ich werde nun mehr auf solche Kinder achten und mir in meiner Einrichtung Projekte zur Sprach- Erweiterung und zur Sprachförderung vornehmen." Die Fahrt in die Türkei stößt auch in der sauerländischen Heimat auf großes Interesse. Ausführlich mussten die Schülerinnen nach ihrer, Ankunft in den verschiedenen Einrichtungen, in denen sie ihr Anerkennungsjahr absolvieren, von ihren Erlebnissen berichten. Die Belohnung für den Einsatz: Weitere Fortbildungen für die Schülerinnen sind im Einzelfall schon geplant. Ein Grund für Ulrike Zenk, sehr zufrieden zurückzublicken: "Gerade diese Nachhaltigkeit der Projektfahrt freut mich sehr und zeigt, dass die Arbeit im Bereich interkultureller Erziehung dauerhaft positive Früchte tragen kann.!" "Interkulturelle Erziehung" als Schulfach? Zenk kann sich dies durchaus als festen Bestandteil der Erzieherinnen-Ausbildung vorstellen. Das interkulturelle Projekt könnte ein erster Schritt sein. Die künftigen Erzieherinnen könnten sehr gezielt geschult werden: Wie gehe ich mit Migrantenkindern um? Wie reagiere ich auf ihre Probleme in der Gesellschaft? GBBK- Standortleiter Lutz Schäfer sieht in dieser "lebensnahen" Ausbildung den Schlüssel für die Bewältigung der zukünftigen Integrationsprobleme: "Unser Bemühen ist es, gerade in diesem Bereich den angehenden Erzieherinnen eine solide Grundlage für ihre Arbeit zu geben. Hier leisten Ulrike Zenk und andere Kolleginnen und Kollegen mit ihrem persönlichen Engagement Großartiges!" "Eine tolle Gastfreundschaft!", schwärmen die Mitglieder der Gruppe und beschreiben, mit welcher Herzlichkeit sie in Istanbul empfangen wurden. Auch von der Hilfsbereitschaft und dem Interesse, allen einen guten Einblick von der Kultur und der Stadt zu geben, berichteten die Schülerinnen. Die türkischen Erzieher waren nicht nur bemüht, der deutschen Gruppe ein guter Gastgeber zu sein. Sie waren auch bei ihrer tägliche Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern engagiert. Mit sehr viel Ausdauer, Gutmütigkeit und Freude vermitteln die Lehrer dort tagtäglich die deutsche Sprache und gehen dabei mit sehr viel Fingerspitzengefühl vor. Sie verdeutlichen alle Lernschritte mit Körpersprache. Begeistert zeigte sich die Gruppe letztlich aber auch vom Einsatz ihrer beiden Begleit-Lehrerinnen Ulrike Zenk und Kornelia Daniel. Ihr Engagement wurde von allen Teilnehmern gelobt und als Grundstein für das Gelingen der Fahrt erachtet. Ulrike Zenk bedankte sich ihrerseits bei der Gruppe und den vielen anderen Unterstützern, zu denen Prof. Faruk Sen vom Zentrum für Türkeistudien in Essen, die SIHK in Hagen, die Sparkasse Plettenberg und die Körber- Stiftung in Hamburg gehören: "Ohne die freundliche Unterstützung der Sponsoren und Ratgeber wäre diese erfolgreiche Projektfahrt unmöglich gewesen. Hier gilt es noch mal besonders herzlich Danke zu sagen. Aber auch das kooperative Miteinander innerhalb der Gruppe war einzigartig und hat viel Freude bereitet."
(Süderländer Tageblatt 10.11.2004)

 

Spielerisch Vertrauen gefunden "Gemeinsam sind wir stark...."

LÜDENSCHEID • Unter diesem Motto hat eine Unterstufe angehender Erzieherinnen und Erzieher des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs ein Seminar in Wiblingwerde besucht. Unter der Leitung des Bezirksjungendpflegers Matthias Sauerland vom Jugendamt des Märkischen Kreises haben die Schülerinnen und Schüler verschiedene Spiel erprobt, die die Sinne schärfen und zur Teambildung beitragen. Hier hing es darum Vertrauen zu den Mitschülern zu finden, gemeinsame Aufgaben wie das "Spinnennetz" zu lösen und die eigenen Grenzen zu testen. Die meisten Spiele fanden im Wald in der Umgebung des Pfadfinderheims statt. Deshalb freuten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr über das gute Wetter. Viele neue Erfahrungen und ein gelungenes Miteinander tragen zu bleibenden positiven Erinnerungen bei.
(Lüdenscheider Nachrichten 6.10.2004)

 

Schülerinnen und Schüler des Ausbildungsgangs "Sozialhelfer" dokumentieren ihre Erfahrungen außerhalb des Unterrichts: Präsentation zeigte: Proktika motivieren für die Ausbildung.

MÄRKISCHER KREIS • Seit drei Jahren bietet das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg des Märkischen Kreises die Ausbildung zur Sozialhelferin bzw. zum Sozialhelfer an. Die Berufsfachschule für Sozialhelferinnen und Sozialhelfer vermittelt in zwei Schuljahren einen schulischen Berufsabschluss als "staatlich geprüfte/r Sozialhelfer/in". Dabei sollen die Schüler und Schülerinnen befähigt werden, die Arbeit der Fachkräfte bei der Betreuung und Pflege von Kindern, alten Menschen und Menschen mit Behinderungen zu unterstützen und Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen bei der selbständigen Lebensführung zu begleiten. Dies ist nicht durch "graue Theorie" allein möglich, daher absolvieren die Schüler/Schülerinnen insgesamt drei Praktika (Kindergarten/ Kindertagesstätten, Alten- und Pflegeheime und Einrichtungen der Behindertenhilfe) von insgesamt 16-wöchiger Dauer. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass gerade die Praktika die Schüler/-innen besonders in der Ausbildung motivieren. Nachdem am Plettenberger Standort zur Vorbereitung des ersten Praktikums sehr erfolgreich eine Projektwoche zur Berufserkundung im Bereich Alten- und Pflegeheime stattgefunden hat, findet eine soche Projektwoche nun am Standort Lüdenscheid in den Bereichen Kindertagesstätte) Kindergarten und Alten- und Pflegeheime statt, um im Vorfeld des ersten großen Praktikums im November/Dezember wichtige Informationen über diese Einrichtungen zu sammeln. Zunächst galt es für die Schüler und Schülerinnen, den "Berufserkundungstag" vorzubereiten, um sich in den Einrichtungen einen Tag lang gezielt zu informieren. So ging es dann am zweiten Tag mit einem ganzen Fragenkatalog in die "Praxis". Die vielfältigen Eindrücke und Informationen wurden im Anschluss intensiv ausgewertet, diskutiert und für eine Präsentation vorbereitet. Die Präsentation der Ergebnisse der Schüler des STandortes Lüdenscheid fand am Freitag in der Gertrud-Bäumer-Berufsschule statt. Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg möchte sich nochmals ausdrücklich bei den Einrichtungen bedanken, die sie bei der Ausbildung der Schüler/innen unterstützen und vor allem den Schülerinnen und Schülern über ihr Angebot von Praktikumsplätzen eine solide praktische Ausbildungserfahrung ermöglichen.
(Westfälische Rundschau 9.10.2004)

 

Neuenrader Firma stiftet Berufskolleg Ausstattung mit High-tech-Geschirr
Bald Weihnachtsgans auf der Bredde: Bräter- & Wokspende

LÜDENSCHEID • Mit "Pött un Pann" bestens ausgerüstet wurden die Unterrichtsküchen des Gertrud- Bäumer- Berufskollegs von der Firma LMW aus Neuenrade. Marianne Lopatenko, Hauswirtschaftslehrerin am Berufskolleg auf der Bredde, nahm gestern eine Sachspende der Firma LMW Leichtmetallguss GmbH in Form von je zwölf kleinen und großen Pfannen, sechs Bräter und vier Woks entgegen. Thomas Löffler, Verkaufsleiter des Neuenrader Unternehmens, das sich auf Töpfe und Pfannen spezialisiert hat und seit kurzem auch einen Werksverkauf anbietet, hat auch schon die Werdohler Realschule mit Kochtöpfen versorgt. "Damals habe ich über die Tochter eines Bekannten davon gehört, mit welch erbärmlichem Geschirr in der Unterrichtsküche in Werdohl gearbeitet werden .müsse", berichtet Löffler wie es zu den "Topfspenden" kam. Kurze Zeit später sei ihm berichtet geworden, dass auch das Gertrud- Bäumer- Berufskolleg dringenden Bedarf im Zusammenhang mit der Küchenerneuerung habe. "Nach dieser Spende müssen wir nur noch die Fertigstellung der Baumaßnahmen abwarten, dann haben wir einen hervorragenden Unterrichtsraum. Vier Klassen des Berufskollegs sowie weitere Schülergruppen teilen sich die beiden Küchen des Berufskollegs. Insgesamt also gut 150 Schüler freuen sich über ihre neuen High- tech- Woks und -Pfannen, mit denen in Zukunft allerlei Köstlichkeiten gekocht, gebraten und geschmort werden. In den nächsten Wochen wird sich auch eine Lüdenscheider Realschule über eine Spende von Töpfen und Pfannen freuen dürfen.
(Plettenberger Rundschau 11.11.2004)

 

Kartoffelaufläufe und Bratäpfel schmecken jetzt noch viel besser
Frühzeitiges Weihnachtsgeschenk: Neuenrader Firma LMW bereitet Schülern des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs mit neuen Pfannen wahres Kochvergnügen

PLETTENBERG • "Kartoffelaufläufe stehen bei uns hoch im Kurs", weiß Lehrerin Marianne Lopatenko. Aber auch Bratäpfel sind bei ihren Schülern sehr beliebt. Und häufig wagen sie auch einen Blick hinaus über den deutschen Kochbuchrand nach Italien oder Asien. Für diese "Ausflüge" hat das Gertrud- Bäumer- Berufskolleg jetzt das richtige "Handgepäck". Die Firma LMW Leichtmetallguss aus Neuenrade beglückte Marianne Lopatenko und ihre Schüler mit einem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk. "Jetzt schmeckt das Essen noch besser", lacht LMW- Verkaufsleiter Thomas Löffler und lüftet das Geheimnis. Zwölf kleine und zwölf große Pfannen, sechs Bräter und vier Woks - natürlich alle mit Deckel - können ab sofort in den Kochräumen der Schule genutzt werden. "Gerade in Zeiten knapper Haushaltsmittel freuen wir uns natürlich über dieses Geschenk", bedankt sich Marianne Lopatenkos Kollege Karsten Meininghaus und ergänzt: "Jetzt sind wir wirklich bestens ausgerüstet." Insgesamt nutzen vier Klassen mit jeweils 30 Schülern die Kochräume in der Gertrud- Bäumer- Schule. "Der Unterricht geht weit über die gewöhnliche Hauswirtschaft hinaus", erklärt Marianne Lopatenko. Treffender wäre wohl die Bezeichnung "Essenszubereitung" - also nicht nur der reine Kochvorgang sondern der komplette Weg der Mahlzeit von der Herstellung über Zubereitung bis in den Magen. Und dafür muss man natürlich eine Küche haben, die den heutigen Ansprüchen genügt. Da das Esszimmer der Schule in Kürze modernisiert werden soll, sind die neuen Pfannen und Bräter eine Art Startschuss. "Ein echter Glücksfall", meint Karsten Meining-haus.
(Süderländer Tageblatt 12.11.2004)

 

Angehende Erzieherinnen für Integrationsaufgaben bereit

PLETTENBERG • Die Fachschule für Sozialpädagogik des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs Plettenberg besuchte vom 8. bis 15. Oktober im Rahmen des Schulprojektes "Interkulturelle Erziehung" die Europaschule in der türkischen Metropole Istanbul. Die Erlebnisse und Eindrücke der fremden Stadt hinterließen bleibende Erinnerungen und motivierten die angehenden Erzieherinnen nachhaltig. Für die 14 Schülerinnen ist es Pflicht, vor ihrer Staatlichen Anerkennung verschiedene Seminarveranstaltungen absolvieren. Die Lehrerin für Erziehungswissenschaft, Dr. Ulrike Zenk, sah in diesem Zusammenhang die Chance, im Rahmen einer Projektfahrt nach Istanbul neue Ideen und Ansatzpunkte für eine effektivere interkulturelle Erziehung in Vorschuleinrichtungen zu sammeln. Gerade im heimischen Kaum haben die Erziehungsstätten einen außergewöhnlich hohen Anteil von Migrantenkindern und damit nicht immer einfach zu lösende Integrationsaufgaben zu bewältigen. Vor Ort bildeten die Aneignung eines Basiswissens über die türkische Kultur, die Erhöhung der Motivation in Bezug auf interkulturelle Erzieherarbeit (Integration und Sprachförderung), die Veränderung der Einstellung gegenüber türkisch-stämmigen Mitmenschen und die Sensibilisierung gegenüber Problemen mit Migrantenkindern die Schwerpunkte. Bei der Projektauswertung gaben die Schülerinnen diesbezüglich ein durchweg positives Resümee: "Ich habe durch diese Fahrt viel mehr Hintergrundwissen über die türkische Kultur erlangt. Diese Erlebnisse erhöhen meine Motivation, mich stark zu machen, mein Wissen über andere Kulturen zu erweitern, um fähig zu sein, interkulturelle Erziehung zu praktizieren", zieht Anke für ihre tägliche Arbeit Rückschlüsse. Ähnlich sieht dies auch Anna: "Ich habe mehr Verständnis für die Migrantenkinder und für ihre Identitätskrise bekommen, da wir mit den Rückkehrern über ihre Probleme gesprochen haben. Ich werde nun mehr auf die Migrantenkinder achten und mir in meiner Einrichtung Projekte zur Spracherweiterung und zur Sprachförderung vornehmen." Aber nicht nur bei den angehenden Erzieherinnen stoßen die Ergebnisse auf großes Interesse. Die verschiedenen Einrichtungen, in denen sie ihr Anerkennungsjahr absolvieren, ließen sich bereits ausführlich in extra anberaumten Teamsitzungen informieren. Sogar weitere Fortbildungen für die Schülerinnen sind im Einzelfall schon geplant. Das ist Anlass für Dr. Ulrike Zenk sehr zufrieden zurückzublicken: "Gerade diese Nachhaltigkeit der Projektfahrt freut mich sehr und zeigt, dass die Arbeit im Bereich interkultureller Erziehung dauerhaft positive Früchte tragen kann." Vor diesem Hintergrund kann sie sich auch durchaus ein Fach "Interkulturelle Erziehung" als festen Bestandteil der Erzieherinnenausbildung vorstellen. Damit könnten die Schülerinnen sehr gezielt auf die Herausforderungen im Umgang mit Migrantenkindern geschult werden. Deshalb ist die Fachschule für Sozialpädagogik im Begriff. die Qualifizierungsphase der Erzieherinnen mit Blick auf den Erziehungsauftrag der türkischen Migrantenkinder neu zu strukturieren und zu intensivieren. In diesem Rahmen bildete dieses interkulturelle Projekt einen wichtigen Baustein. • Als eine sehr beeindruckende Erfahrung berichteten die Mitglieder der Gruppe letztlich über die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit, mit der sie in Istanbul empfangen wurden. Auch die Hilfsbereitschaft und das Interesse, allen einen guten Einblick von der Kultur und der Stadt zu geben, wurde in diesem Zusammenhang sehr positiv erwähnt. Aber nicht nur in Bezug auf den Besuch aus Deutschland zeigten sich die türkischen Gastgeber voller Engagement. sondern gerade auch im Hinblick auf ihre tägliche Arbeit in den türkischen Schulen. Mit sehr viel Ausdauer und Freude vermitteln sie dort täglich die deutsche Sprache und gehen dabei mit sehr viel Fingerspitzengefühl vor, indem sie unter anderem mit Körpersprache alle Lernschritte verdeutlichen.
(Plettenberger Rundschau 13.11.2004)

 

Nach gutem Erfolg könnte bei entsprechender Nachfrage am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg eine Klasse eingerichtet werden
Hochschulreife mit Abschluss "Erzieher" im Gespräch

Plettenberg • Nach erfolgreichem Start mit dem Berufsabschluss Erzieherin/Erzieher als Bildungsgang im Schuljahr 2001/2002 am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid, gibt es nun erste Überlegungen, auch am Standort Plettenberg die Allgemeine Hochschulreife einzuführen. Allerdings wird dies abhängig von der Gesamtzahl der Bewerberinnen und Bewerber an beiden Schulstandorten sein. Sollte eine ausreichende Zahl erreicht werden, würde die zweite Klasse in Plettenberg eingerichtet werden. Ein Vorteil wäre die wohnortnahe Beschulung, die sich für die Schülerinnen und Schüler im Lennetal ergeben würde. "Die positiven Erfahrungen in Lüdenscheid haben gezeigt, dass der zweigleisig fahrende Bildungsgang im fachlichen Schwerpunkt Erziehung und Soziales eine sinnvolle und notwendige Einrichtung des Gertrud- Bäumer- Berufkollegs und eine Belebung der Bildungslandschaft im Märkischen Kreis darstellt", so Standortleiter Lutz Schäfer, "deshalb arbeiten wir an entsprechenden Überlegungen ein solches Bildungsangebot auch am GBBK in Plettenberg einzurichten." Der Vorteil des Bildungszweiges liegt im kombinierten Erwerb eines Schulabschlusses, der Allgemeinen Hochschulreife und des Berufsabschlusses Erzieherin/Erzieher. Die Ausbildung dauert insgesamt vier Jahre. Davon sind drei Jahre, ähnlich der gymnasialen Oberstufe Schuljahre, die mit der Abiturprüfung und einer berufsbezogenen Teilprüfung abschließen. Das vierte Jahr umfasst ein Praktikumsjahr und führt zur zweiten Teilprüfung für den Berufsabschluss. Wer diesen nicht erwerben will, kann den Bildungsgang auch nach drei Jahren mit dem Abitur beenden. Vom Unterricht in der gymnasialen Oberstufe der Gymnasien und Gesamtschulen unterscheidet sich der Zweig am Berufskolleg zum einen durch Praxisteile, die während der Schul- und Ausbildungszeit abgeleistet werden müssen, zum anderen durch eingeschränkte Wahlfreiheit in den Kursen. Die Leistungskurse Biologie und Erziehungswissenschaften sind obligatorisch, Didaktik/Methodik kommt als berufsbezogenes Fach hinzu. Der Unterricht findet im Klassenverband statt. Als Voraussetzung müssen Interessenten den Sekundarabschluss l - Fachoberschulreife - mit Qualifikationsvermerk, der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe, mit bringen. Aber auch ohne Qualifikation gibt es über den Besuch der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen oder der Fachschule für Sozialpädagogik als Quereinsteiger - mit einem Jahr Verzögerung - die Möglichkeit in den Bildungsgang zu wechseln. Interessierte Schülerinnen und Schüler sind bereits jetzt herzlich willkommen, sich entsprechend beraten zu lassen. Terminliche Absprachen sind unter der Telefonnummer 02391/54642 möglich.
(Westfälische Rundschau 24.11.2004)

Kartoffelaufläufe und Bratäpfel schmecken jetzt noch viel besser

Frühzeitiges Weihnachtsgeschenk: Neuenrader Firma LMW bereitet Schülern des Gertrud-Bäumer- Berufskollegs mit neuen Pfannen wahres Kochvergnügen PLETTENBERG • "Kartoffelaufläufe stehen bei uns hoch im Kurs", weiß Lehrerin Marianne Lopatenko. Aber auch Bratäpfel sind bei ihren Schülern sehr beliebt. Und häufig wagen sie auch einen Blick hinaus über den deutschen Kochbuchrand nach Italien oder Asien. Für diese "Ausflüge" hat das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg jetzt das richtige "Handgepäck". Die Firma LMW Leichtmetallguss aus Neuenrade beglückte Marianne Lopatenko und ihre Schüler mit einem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk. "Jetzt schmeckt das Essen noch besser", lacht LMW-Verkaufsleiter Thomas Löffler und lüftet das Geheimnis. Zwölf kleine und zwölf große Pfannen, sechs Bräter und vier Woks - natürlich alle mit Deckel - können ab sofort in den Kochräumen der Schule genutzt werden. "Gerade in Zeiten knapper Haushaltsmittel freuen wir uns natürlich ?ber dieses Geschenk", bedankt sich Marianne Lopatenkos Kollege Karsten Meininghaus und ergänzt: "Jetzt sind wir wirklich bestens ausgerüstet." Insgesamt nutzen vier Klassen mit jeweils 30 Schülern die Kochräume in der Gertrud-Bäumer-Schule. "Der Unterricht geht weit über die gewöhnliche Hauswirtschaft hinaus", erklärt Marianne Lopatenko. Treffender wäre wohl die Bezeichnung "Essenszubereitung" - also nicht nur der reine Kochvorgang sondern der komplette Weg der Mahlzeit von der Herstellung über Zubereitung bis in den Magen. Und dafür muss man natürlich eine Küche haben, die den heutigen Ansprüchen genügt. Da das Esszimmer der Schule in Kürze modernisiert werden soll, sind die neuen Pfannen und Bräter eine Art Startschuss. "Ein echter Glücksfall", meint Karsten Meininghaus. (Süderländer Tageblatt, 12.11.2004)

Mathematik hat als Prüfungsfach ausgedient Informationsabend zu Neuerungen und Änderungen in der Friseurausbildung am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg.

PLETTENBERG - Als die Ausbilder der Ausbildungsbetriebe in der heimischen Region zur Schule gingen, da waren noch viele Aspekte der Ausbildung ganz anders. Grund genug für das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg, den Ausbildungsbetrieben im Rahmen einer Informationsveranstaltung die aktuellen Entwicklungen der schulischen Ausbildung vorzustellen. Zahlreiche Ausbilderinnen und Ausbilder fanden sich dann auch am Montagabend ein und wurden durch Lehrer Marlies Schönemann und Torsten Bischoff darüber informiert, dass unter anderem in Zukunft das Fach Englisch zum Fächerkanon der Auszubildenden gehören wird und dass der bisherige lernzielorientierte Unterricht einem nach Lernfeldern ausgerichteten Unterricht gewichen ist. Das bedeutet konkret, dass eine bestimmte betriebliche Handlungssituation zum fächerübergreifenden Thema für einen bestimmten Zeitabschnitt des Unterrichts wird. "Damit wird sichergestellt, dass möglichst praxisnah ausgebildet wird", betonte Bischoff. Ein Beispiel für eine solche Lernsituation im Rahmen eines Lernfeldes sei beispielsweise eine mit ihrer Haarfarbe unzufriedene Kundin, die bei einer ausführlichen Beratung über die Möglichkeiten einer länger haltbaren Veränderung informiert werde. Dazu sollen in den Fächern Technologie, Gestaltung, Beratung und Verkauf entsprechend vernetzte und aufeinander abgestimmte Lerninhalte unterrichtet werden. Neu ist darüber hinaus, dass neben der zentralen Durchführung der Abschlussprüfung durch den Landesinnungsverband des Friseurhandwerks Nordrhein- Westfalen auch die Zwischenprüfungen von dort gestellt werden; Mathematik hat dabei als Prüfungsfach in Zukunft ausgedient und anstatt dessen ist Kundenberatung und betriebliche Arbeitsgestaltung neu aufgenommen worden. Es ergänzt die bisherigen Fächer Wirtschaft und Sozialkunde, Technologie und Gestaltung. Mehr Gewicht bekommt auch das Abschlusszeugnis der Berufsschule. Für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss darf beispielsweise auf dem Zeugnis höchstens ein "mangelhaft" stehen. Einen dringenden Appell richtete Standortleiter Lutz Schäfer, an die anwesenden Ausbilder: "Wir brauchen für unser Berufsgrundschuljahr Körperpflege noch Praktikumsplätze im Februar und März nächsten Jahres." Das Praktikum sei ein wichtiges Kernstück der Ausbildung im Berufsgrundschuljahr, in dem die Grundkenntnisse für die spätere Ausbildung gelegt würden. Schäfer bat um die Mithilfe der Betriebe in der Region. Zufrieden zeigte sich der Standortleiter mit der steigenden Zahl der Auszubildenden im heimischen Friseurhandwerk: "Wenn in allen anderen Ausbildungsbereichen eine so positive Entwicklung zu vermelden wäre, dann wäre der Ausbildungspakt erfüllt." Abschließend wurde noch auf die Projekttage am 9. bis 11. Februar 2005 am Plettenberger Berufskolleg hingewiesen, an denen Lehrer Torsten Bischoff in Kooperation mit der AOK Iserlohn ein spezielles Bewegungsprogramm für die Auszubildenden im Friseurhandwerk organisieren will. (Süderländer Tageblatt, 25.11.2004)

"Das Berufskolleg soll eine Schule zum Wohlfühlen sein" Schüler und Lehrer wollen Schule mit Projekttagen gemeinsam ver?ndern

PLETTENBERG • Am vergangenen Donnerstag trafen sich die Schülerinnen und Schüler und das Lehrerkollegium des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs (GBBK), um die Schule mehr auf ihre Bedürfnisse auszurichten. "Eine Schule zum Wohlfühlen sollte es sein", war die Meinung vieler Schülerinnen und Schüler im Vorfeld des extra eingerichteten Vorbereitungstages. So war auch schnell eine Vielzahl von Themen gefunden, die sich hauptsächlich auf die Bereiche Umwelt, Gesundheit und soziales Miteinander konzentrierten. Unter anderem sind Projektgruppen zu den Schwerpunkten Gewaltvermeidung, Kreatives im Schulgebäude und im Garten sowie Ernährungsangebote in der Schule eingerichtet worden. Standortleiter Lutz Schäfer freute sich sehr über das starke Engagement der Schülerschaft: "Uns ist es sehr wichtig, möglichst viele Schülerinnen und Schüler in diese Entscheidungen der Schule mit ein zu binden. Aus diesem Grund freue ich mich sehr, dass das Interesse der einzelnen Klassen so groß ist!" Nahezu alle Klassen hatten zur Vorbereitung der Projekttage Abordnungen geschickt. Die angenehme und lockere Atmosphäre bei den Planungen wurde von allen Beteiligten sehr gelobt und als gute Voraussetzung für erfolgreiche Projekttage vom 9. bis 12. Februar 2005 an beiden Schulstandorten angesehen. Die Schülersprecherin Christina Schulz meinte abschließend: "Die Schülerinnen und Schüler sind sehr froh, dass unsere Gedanken und Ideen hier so stark berücksichtigt werden. Schade ist nur, dass dies nicht schon vorher passiert ist!"(S?üderländer Tageblatt, 8.12.2004)

Beim Backen Berührungsängste abbauen Schülerinnen der Gertrud-Bäumer- Berufskolleg und der Schule Höh gemeinsam in der Küche

LüDENSCHEID (V) Gemeinsam backten am Donnerstag Schülerinnen der Schule an der Höh und des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in einer Lehrk?che des Kollegs Stutenkerle. Auf diese Weise konnten die Mitglieder beider Schülergruppen bereits erlernte hauswirtschaftliche Fähigkeiten wie auch die Zusammenarbeit untereinander erproben. Die Schülerinnen des Kollegs besuchen die Berufsfachschule für Sozialhelferinnen und Sozialhelfer. Die Schülerinnen der Schule an der Höh nehmen an der Arbeitslehre Hauswirtschaft teil. Die Schule an der H?h ist eine Schule für Kinder mit geistiger Behinderung. Träger sowohl der Schule wie des Kollegs ist der Märkische Kreis. Beide Einrichtungen sind in Lüdenscheid. Initiatoren des gemeinsamen Backens waren Doris Winter- Ahrens, Hauswirtschaftslehrerin am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg, sowie die Lehrerinnen Marie Malkmus und Ulla Schäfer von der Schule an der Höh. "Das Ziel dieser gemeinsamen Aktion ist es, den angehenden Sozialhelferinnen und den Schülerinnen der Schule an der Höh die Möglichkeit zu geben, gemeinsam zu arbeiten, Berührungsängste abzubauen und Kontakte zu knöpfen", sagte Doris Winter-Ahrens. Die Mitglieder beider Schülergruppen sammelten somit am Donnerstag im Hinblick auf ihre im nächsten Jahr zu leistenden Praktika erste Erfahrungen. Die angehenden Sozialhelferinnen müssen in ihrem zweiten Ausbildungsjahr ein Praktikum in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen absolvieren. Die Schülerinnen der Schule an der Höh machen ihre Praktika im Februar in verschiedenen hauswirtschaftlichen Arbeitsstätten, in heimischen Firmen oder den Märkischen Werkstätten. (Lüdenscheider Rundschau 17.12.2005)

Menue "very britisch"

M?RKISCHER KREIS • "Weihnachten in Großbritannien", hieß es im Englischunterricht der Berufsfachschule "Ernährung und Hauswirtschaft". Dazu gehören nicht nur Mistelzweige, Hex und weihnachtliche Carols, sondern vor allem auch das traditionelle britische Weihnachtsessen mit Truthahn, Christmas- Pudding und Mince Pies. Da die Schülerinnen und Schüler der Klasse BF l A des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in einem zweijährigen Bildungsgang zu Spezialisten der Hauswirtschaft und Ernährung ausgebildet werden, entstand in der Klasse die Idee, einige der englischen Leckerbissen einmal selbst in der Praxis auszuprobieren. Unter fachkundiger Leitung zauberten die Schülerinnen und Schüler ein Menü und luden ihre Lehrerinnen und Lehrer zum Essen, bei dem jeder Gast auch die britische Tradition der Knallbonbons ausprobieren konnte. (Lüdenscheider Nachrichten, 27.12.2004)

Schüler-Test im Rollstuhl: Ist Plettenberg behindertengerecht? Erstaunliches Ergebnis des Klasse P-BS2 des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs

PLETTENBERG • Ein junges Mädchen sitzt im Rollstuhl und versucht verzweifelt beim Einkaufen an Lebensmittel aus einem hohen Regal zu kommen. Die meisten schauen weg oder starren sie an, aber ein Mann geht spontan auf das Mädchen zu und bietet seine Hilfe an. So und ähnlich spielte sich ein "Rollstuhl-Projekt" ab, das Schüler der Klasse P-BS2 (Bildungsgang Sozialhelfer und Sozialhelferinnen) des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs im Rahmen ihres Religionsunterrichts durchrührten. Sie testeten als Rollstuhlfahrer, wie behindertengerecht Plettenberg und wie offen die Plettenberger Bevölkerung gegenüber Behinderten ist. Das Ergebnis war sehr überraschend. Selbstverständliche Dinge wurden für die Schüler, die im Rollstuhl saßen, zu einem Problem. Draußen waren es die Bürgersteige und Pflastersteine, in den Geschäften die engen Gänge und die hohen Regale. "Als Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe einzukaufen ist kaum möglich", sind sich die Schüler jetzt sicher, "da es aber heutzutage viele Menschen gibt, die von selbst auf Hilfsbedürftige zugehen, wird der Einkauf etwas erleichtert." Neben vielen positiven Reaktionen von Menschen, die Helfen als selbstverständlich erachteten, gab es aber durchaus Bürger, die sich bewusst abwendeten, tuschelten oder die Rollstuhlfahrer anstarrten. "Es gibt eben immer noch zu viele Berührungsängste gegenüber Behinderten", erklärten die Schüler und vermuteten, dass diese Ängste bei einem höheren Schweregrad der Behinderung noch zunehmen. Ein wenig erniedrigend empfanden es die Schüler allerdings, dass sie sich in einem mehrstöckigen Geschäft als Rollstuhlfahrer erst an der Information melden müssten, um dann mit einem gew?hnlichen Lastenaufzug in das Erdgeschoss befördert zu werden. Insgesamt hoffen die Schüler deshalb, dass bei der Einrichtung von Geschäften in Zukunft mehr an Behinderte gedacht wird und noch viel "mehr Menschen ihre Berührungsängste gegenüber Behinderten abbauen. Wer Interesse an einer beruflichen Grundbildung im Bildungsgang Sozialhelfer oder -helferinnen hat, der kann genauere Informationen am Beratungstag des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs in Plettenberg am 15. Februar 2005 erhalten oder einen Termin unter der Telefonnummer 02391/54642 bei Standortleiter Lutz Schäfer vereinbaren. (Plettenberger Rundschau, 5.1.2005)

Wie funktioniert das: Abitur und Ausbildung gleichzeitig? Gertrud-Bäumer-Berufskolleg informierte 50 Interessierte - Zwei Leistungskurse

BREDDE? (pr) Auf große Resonanz stieß die Informationsveranstaltung des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs über einen in Plettenberg neu eingerichteten Bildungsgang am Mittwochabend. Ober 50 interessierte Besucher wollten es wissen: Abitur und Berufsausbildung gleichzeitig? Wie funktioniert das, und welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Ziel des Bildungsganges ist der Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) und der Berufsabschluss der Erzieherin/des Erziehers. Drei Jahre lang, in den Klassen 11,12 und 13, findet der Unterricht schwerpunktmäßig im Klassenverband an der Schule statt und endet mit dem Erwerb des Abiturs sowie dem theoretischen Teil des Berufsabschlusses zum Erzieher. Anschließend kann an jeder Universität jede Fachrichtung studiert werden. Wer will, kann ein viertes Jahr als Berufspraktikum anh?ngen, die staatliche Anerkennung zum Erzieher erlangen und damit seine Berufsausbildung abschließen. Zielgruppe hier sind besonders Schüler und Schülerinnen, deren Interessen im Bereich "Erziehung und Soziales" liegen, aber es ist auch m?glich nach der Klasse 13 die Ausbildung mit dem Vollabitur zu beenden, um zum Beispiel ein anderes Hochschulstudium zu beginnen. Der Plettenberger Standortleiter Lutz Schäfer erläuterte die Aufnahmevoraussetzungen: "Um in die Jahrgangsstufe 11 aufgenommen zu werden, muss der Sekundarabschluss I (Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe) nachgewiesen werden. Es gibt aber auch zwei Möglichkeiten ohne diesen Qualifikationsvermerk in den Bildungsgang zu kommen. Man erlangt mit dem Besuch der Klassen 11 und 12 der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen die Fachhochschulreife und wechselt dann in die Klasse 12 unseres Bildungsganges. Das ganze dauert dann ein Jahr lnger". Eine weitere Mglichkeit zur Zulassung ist eine erfolgreiche dreijährige Erzieherausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik. Am Lüdenscheider Standort des Gertrud-Bäumer-Kollegs ist dieser Bildungsgang bereits etabliert. Drei Schülerinnen, die in Kürze dort ihr Abi machen, plauderten ein wenig aus der Schule und berichteten den interessierten Besuchern durchweg Positives. Unterschied zum "normalen" Abitur: Die beiden Leistungskurse stehen hier schon fest (Biologie und Erziehungswissenschaften). Wahlm?glichkeit besteht nur beim dritten und vierten Abiturfach. Institutsleiter Dr. Hans-Ulrich Hilse sieht diesen Bildungsweg als gute Chance: "Drei Jahre dauert es bisher generell, um in der gymnasialen Oberstufe das Abi zu machen. Das ist bei uns genauso, aber mit nur einem weiteren Jahr kann man einen kompletten Berufsabschluss erlangen." Die Anmeldung sollte bis Ende Februar erfolgt sein. Für weitere Fragen gibt es am 15. Februar von 14 bis 16 Uhr noch einen Beratungstag im Institut in der Schulstraße oder Beratungstermin telefonisch abstimmen 02391-S4642. Auch eine "Probeteilnahme" am Unterricht ist nach Absprache möglich. (Plettenberger Rundschau)

Neuer Bildungsgang wird konkreter. Bald neuer Bildungszweig am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg? Info- Veranstaltung zur Allgemeinen Hochschulreife mit Erzieherabschluss. Gertrud-Bäumer-Berufskolleg will Schülerinnen und Schüler informieren.

PLETTENBERG: Nach der Ankündigung des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs im November, möglicherweise auch am Standort Plettenberg den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife in Verbindung mit dem Berufsabschluss Erzieherin/Erzieher als Bildungsgang anzubieten, werden die Oberlegungen nun konkreter. Wie Standortleiter Lutz Schäfer mitteilte, gab es nach der ersten Veröffentlichung durchaus reges Interesse von potentiellen Schülerinnen und Schülern an diesem attraktiven Bildungsgang. Allerdings müsse im Februar noch die Gesamtzahl der Bewerberinnen und Bewerber abgewartet werden. Der Vorteil des Bildungszweiges liegt im kombinierten Erwerb eines Schulabschlusses, der Allgemeinen Hochschulreife und des Berufsabschlusses Erzieherin/Erzieher. Die Ausbildung dauert insgesamt vier Jahre. Davon sind drei Jahre, ähnlich der gymnasialen Oberstufe "Schuljahre, die mit der Abiturprüfung und einer berufsbezogenen Teilprüfung abschließen. Das vierte Jahr umfasst ein Praktikumsjahr und führt zur zweiten Teilprüfung für den Berufsabschluss. Wer diesen nicht erwerben will, kann den Bildungsgang auch nach drei Jahren mit dem Abitur beenden. Voraussetzung ist der Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife - mit Qualifikationsvermerk, der die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe beinhaltet. Aber auch ohne Qualifikation gibt es über den Besuch der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen oder der Fachschule für Sozialpädagogik als Quereinsteiger - mit einem Jahr Verzögerung - die Möglichkeit in den Bildungsgang zu wechseln. Vom Unterricht in der gymnasialen Oberstufe der Gymnasien und Gesamtschulen unterscheidet sich der Zweig am Berufskolleg zum einen durch Praxisteile, die während der Schul- und Ausbildungszeit abgeleistet werden müssen, zum anderen durch eingeschränkte Wahlfreiheit in den Kursen. Die Leistungskurse Biologie und Erziehungswissenschaften sind obligatorisch, Didaktik/Methodik kommt als berufsbezogenes Fach hinzu. Der Unterricht findet im Klassenverband statt. "In der Praxisnähe liegt ein großer Vorteil dieses Bildungsganges und damit haben junge Menschen, die in diesem Bereich später arbeiten wollen, deutliche Vorteile gegenüber dem "regulären" Abitur und außerdem glaube ich, dass dies eine Bereicherung für die Region Lennetal wäre!", so Schäfer. Um allen potentiellen Interessenten einen genaueren Einblick zu geben, wird das Plettenberger Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in der Schulstraße am 19. Januar 2005 um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung anbieten. Hier sollen alle wesentlichen Zusammenhänge vorgestellt werden und natürlich auch entsprechend Raum für Fragen gegeben werden. Interessierte Schülerinnen und Schüler und natürlich auch Eltern können sich beraten und informieren lassen. Terminabsprachen sind nach den Schulferien ab dem 10. Januar 2005 unter der Telefonnummer 02391/54642 möglich. (Westfälische Rundschau, 7.1.2005)

"Gesunde Schule" soll Leistungen steigern Eiringhauser Gertrud-Bäumer-Berufskolleg plant Aktionstage. Spender gesucht

PLETTENBERG ? Mit Aktionstagen unter dem Generalthema "Gesunde Schule" möchte das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg das Umfeld für seine Schüler optimieren. Die Schule soll für die Schüler ein optimales und attraktives Umfeld bieten, um gute Leistungen bei der Ausbildung zu erzielen. Von der farblichen Gestaltung einiger Räume, bis hin zu gesundheitsfördernden sportlichen Aktivit?ten ist der Bogen der einzelnen Aktionen gespannt. "Wir erhoffen uns dadurch ein besseres Lernklima und motiviertere Schüler", betont Schulleiter Dr. Hans-Ulrich Hilse. Da alle diese Aktionen mit finanziellen Aufwendungen verbunden und die vom Märkischen Kreis zur Verfügung gestellten Mittel begrenzt seien, bittet die Schule zur Unterstützung dieser Aktionen um eine finanzielle Hilfe. Für diese Spenden kann eine Spendenquittung ausgestellt werden. Wer die Aktionstage finanziell unterstützen möchte, kann dies unter dem Stichwort "Aktionstage" unter der Kontonummer 13 00 11 85 bei der Sparkasse Lüdenscheid, Bankleitzahl 458 500 05 tun. (Süderländer Tageblatt, 26.1.2005)

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