Aktuelle Berichte

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg

 
Bericht der 50-50-Energie- und-Umweltgruppe über die Exkursion zum Wasserwerk an der Verse
 

Theorie Verse

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Unsere Umweltgruppe hat in diesem Schuljahr 2011/12 ihre erste Exkursion zum Verse-Wasserwerk unternommen. Es nutzt das Wasser der Versetalsperre, bereitet es als Trinkwasser auf, um einen Großteil der Bevölkerung des Märkischen Kreises damit zu versorgen. Die Versetalsperre zählt mit einem Volumen von 33,60 Mio. m³ zu den großen Stauseen des Sauerlandes. Sie wurde zwischen 1929 bis 1952 erbaut. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden Zwangsarbeiter eingesetzt, die im heute überfluteten Lager Hunswinkel untergebracht waren.
Eigentümer des Stausees ist der Ruhrverband. Die Talsperre hat drei Aufgaben:
  1. Regulierung des Wasserstandes der Ruhr,

  2. als Wasserkraftwerk erzeugt es mit einer Turbine jährlich etwa 1,2 Mio. kWh Strom und

  3. die Stadtwerke Lüdenscheid im Unternehmensverband Enervie nutzt das Wasser zur Trinkwassergewinnung.

Zunächst wurden der Gruppe die Stadtwerke Lüdenscheid vorgestellt. Uns interessierte besonders die Wasserversorgung und der Wasserverbrauch. Der stieg bis etwa 1990 mit 147 Liter pro Person stark an, was wir uns mit den wachsenden Konsumansprüchen erklärten. Seitdem ging der Wasserverbrauch aber wieder leicht auf heute 123 Liter/Person zurück, was auf sparsame Haushaltsgeräte und entsprechende Toilettenspülkästen zurückzuführen ist.

Kalk CO2

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Filtrierung

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Mit einer geringen Wasserhärte (Kalkgehalt) und einem geringen Nitratgehalt (max. 5mg/Liter) ist die Qualität des Wassers sehr gut. Es ist daher ökologisch und ökonomisch unsinnig, Mineralwasser, das irgendwo in Deutschland in Flaschen abgefüllt und zu den Supermärkten mit großem Energieaufwand angeliefert wird, zu kaufen, um es dann nach Hause zu befördern, das Leergut wieder zurückzuliefern u. s. w. Man braucht nur den Hahn zu öffnen, um gesundes Trinkwasser zu erhalten.
Damit das Oberflächenwasser als Trinkwasser genutzt werden kann, muss es in mehreren Stufen gereinigt werden:
Das Talsperrenwasser wird zunächst mit Kalk und CO2 angereichert, bevor dann in Hochdruckbehältern organische Substanzen, wie Algen, Trübstoffe etc. herausgefiltert werden. Da das Wasser noch zu viel Eisen und Mangan enthält, durchläuft es mehrere offene mit Sand gefüllte Sickerbecken, um es dann, mit Natriumchlorid desinfiziert, den Trinkwasserleitungen zuzuführen. Zwei Pumpen mit einer Leistung von je 250kW sorgen für genügend Druck in der Leitung. Zurück bleibt ein gepresstes Filtrat, das entsorgt wird.

Sandfilter

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Einspeisepumpen

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Während der Führung durften wir uns diese Reinigungsstufen ansehen und fotografieren. Auch die Reinigung des Filters wurde uns vorgeführt: Das Wasser wird einfach entgegen der Filtrierrichtung zurückgepresst und spült das Filtrat aus der Filtersubstanz heraus. Der Filter ist somit wieder sauber.
Wir wussten, dass unser Trinkwasser als Lebensmittel eingestuft und entsprechend behandelt wird. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass es darüber hinaus aber sinnvoll und überzeugender ist, sich vor Ort davon zu überzeugen. Wir danken den Stadtwerken für die interessant gestaltete Führung.
Übrigens: Grundlage der guten Wasserversorgung ist der für unsere Gegend reichliche Regen. Auch daran hat es am Tage der Exkursion wahrlich nicht gemangelt!

Titel der Bilder
1 Erst kommt die Theorie…
2 Hier wird Kalk und CO2 zugesetzt
3 die erste Filtrierung in Druckbehältern mit Steuerung
4 Spülung eines offenen Sandfilters: Die Braunfärbung entsteht durch das herausgewaschene Mangan und Eisenoxid
5 die beiden Einspeisepumpen
6 die zusammengepressten Filterrückstände als Abfallprodukt

Abfallprodukt

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Projektablauf auf Deutsch und Polnisch
Przebieg projektu po niemiecku i po polsku
     


23.05.2011, 1.Tag: (Foto 1)

Nachdem wir unsere polnische -Partnergruppe um 8 Uhr morgens am Dortmunder Flughafen in Empfang genommen hatten, checkten wir alle in das Jugendgästehaus an der Sedanstraße ein. Mittags wurden wir von der Schulleitung empfangen und durch die Schule geführt.
Po przywitaniu polskiej grupy na lotnisku w Dortmundzie, pojechalismy do Lüdenscheidu, gdzie grupa zostala zakwaterowana w domu mlodziezowym
W poludnie bylismy przyjeci przez dyrekcje szkoly i oprowadzeni po szkole.

(Foto 2)
Nachmittags lernten sich die polnisch/deutschen Schülertandems kennen und erkundeten gemeinsam die Stadt.
Po poludniu spotkali sie niemieccy i polscy uczniowie i zwiedzali wspolnie miasto.

24.05.2011, 2.Tag: (Foto 3)

Im Gelsenkirchener Wissenschaftspark konnten die deutsch-polnischen Tandems im Schülerlabor Experimente zu den Themen Solar- und Windenergie durchführen.
W parku naukowym w Gelesenkirchen przeprowadzali uczniowie eksperymenty dotyczace energi slonecznej i wietrznej.

(Foto 4)
Danach zeigte uns der Laborleiter noch die Solaranlage auf dem Dach des Gebäudes. Den Nachmittag verbrachten wir in Essen.
Kierownik laboratorium pokazal man kolekrory sloneczne zamontowane na dachu budynku. Popoludnie spedzilismy w Essen.

25.05.2011, 3.Tag: (Foto 5)

Am Vormittag teilten wir die gesamte Gruppe in 2 deutsch-polnische Kleingruppen auf. Die eine Gruppe erkundete den Iserlohner Bringhof und setzte sich theoretisch und praktisch mit dem Thema „Mülltrennung“ auseinander.
Przed poludniem podzielilismy sie na dwie grupy.Pierwsza pojechala do Iserlohn, gdzie praktyczie i teoretyczie zajela sortowaniem odpadow.

(Foto 6)
Die andere Gruppe fuhr zur Sorpetalsperre und besichtigte dort das Wasserkraftwerk.
Druga grupa pojechala nad jezioro Sorpe i zwiedzala tam elektrownie wodna.
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Zum körperlichen Ausgleich studierte der Tanzlehrer Gesa Lang am Nachmittag eine Choreographie mit uns ein.
Popoludnie spedzilismy dla rozluznienia w szkole tanca, w ktorej Gese Lang pokazal nam nowa choreografie.

26.05.2011, 4.Tag: (Foto 8)

Dieser Tag stand ganz im Zeichen der Dokumentation und Reflexion.
In verschiedenen Gruppen hielten die deutschen und polnischen Schüler ihre Eindrücke der letzten Tage fest und entwickelten Visionen für die Zukunft.
Ten dzien stal pod znakiem refkeksji i dokumentowania. W grupach oprycowywali uczniowie wrazenia ostatnich dni i rozwijali wizje na przyszlosc.


(Foto 9)
Abends feierten wir mit allen Teilnehmern und einigen Gästen den Abschluss des Projekts. Nach einer viel zu kurzen Nacht verabschiedeten wir unsere Gäste am nächsten Morgen um 6 Uhr.
Wieczorem grylowalismy ze wszystkimi uczniami i goscmi zakonczenie naszego projektu.Po krotkiej nocy o 6. rano pozegnalismy polska grupe.
Energiewende auch am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg

Seit Dienstag ist Photovoltaikanlage am Netz / Visualisierungsanlage soll pädagogischen Effekt für Schüler haben / 50:50 – Gruppe und Förderverein des GBBK initiierten Umweltprojekt / „Sonnentag“ im Oktober geplant / Förderung durch Bezirksregierung
Das Erdbeben in Japan und die sich anschließende atomare Katastrophe in Fukushima haben das Thema Energiewende einmal mehr in den Fokus der deutschen Öffentlichkeit gebracht und werden wohl ein neues Zeitalter in der Energieversorgung einleiten.
Klima- und Umweltschutz werden allerdings am heimischen GBBK schon lange groß geschrieben, denn das Kolleg ist schon fast seit 10 Jahren Umweltschule in Europa. Und dies nicht ohne Grund, denn die Umweltgruppe der Schule mit dem Namen 50:50 ist seit langem für eine bessere Zukunft aktiv. Namensgeber der Gruppe ist ein Projekt des Märkischen Kreises als Schulträger, in dem den kreiseigenen Schulen 50 Prozent ihrer Einsparungen im Bereich Wasser, Strom und Heizenergie finanziell zu Gute kommen. Hieraus hat die 50:50 – Gruppe in den letzten Jahren rund 10.000 Euro „gespart“, die nun zukunftsorientiert eingesetzt wurden. Zudem konnte über das Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen (progres.nrw) durch die Bezirksregierung eine Förderung in Höhe von 1150 Euro generiert werden.
Am vergangenen Dienstag war es dann soweit – die Installation der 2,3 kw Anlage fand unter emsiger Beteiligung der Schülerschaft statt. Bei zeitweiligem Sonnenschein konnten die Arbeiten in kurzer Zeit abgeschlossen werden und gegen Mittag konnte die Anlage den ersten Strom ins Netz einspeisen.
Als besonders wichtige pädagogische Maßnahme sieht Peter Treudt von der federführenden 50:50 – Gruppe die Visualisierungsanlage: „Für uns ist es besonders wichtig, dass die Schüler auch effektiv sehen können, was mit Hilfe der Sonnenkraft täglich zum Wohle der Umwelt und des Klimaschutzes getan werden kann!“ Auch Standortleiter Lutz Schäfer sieht eine ökologische und gesellschaftliche Verantwortung der Schule: „Wichtig ist das Bewusstsein bei der Bevölkerung und insbesondere der nachwachsenden Generation zu stärken, damit die Energiewende gelingen kann.“ Deshalb wolle das GBBK es auch nicht mit der Installation der Anlage bewenden lassen, betonte Schäfer weiter. „Schüler und Lehrer planen für den Oktober einen Aktionstag, an dem das Thema umweltfreundliche und regenerative Energie in der Zukunft im Rahmen eines ‚Sonnentages‘ in den Fokus gerückt werden soll.“
Derweil hoffen Schüler und Kollegium am heimischen Berufskolleg, dass sich der Sommer von einer besseren Seite zeigen möge und die Anlage somit viel sauberen Strom einspeisen kann.

Integrationsunwillige Muslime?Prof. Dr. Ahmet Toprak präsentierte seine Forschungsergebnisse auf einer Veranstaltung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Kooperation mit dem Alevitischen Kulturverein in Lüdenscheid.

Teilnehmende LehrerInnen und Studierende des GBBK

Interessierte LehrerInnen und Studierende des GBBK nahmen teil.
Prof. Dr. Ahmet Toprak ist Professor für Erziehungswissenschaften an der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften.Er präsentierte Ergebnisse aus seiner veröffentlichten Studie:Integrationsunwillige Muslime? Ein Milieubericht, Freiburg: Lambertus, 2010. Für die Studie „Integrationsunwillige Muslime?“ interviewte Prof. Toprak 124 Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 15 und 74 Jahren, unter anderem aus Kulturvereinen, Jugendzentren, Schulen, Frauengruppen und Anti-Aggressivitäts-Trainings. Über die qualitative Auswertung der Interviews zu brisanten Themen wie Ehre, Kopftuch, Zwangsheirat, Freistellung vom Sexual-, Sportunterricht und von Klassenfahrten sollte geklärt werden, ob Muslime wirklich integrationsunwillig sind. Dabei kommt Ahmet Toprak zu differenzierenden Ergebnissen. Zum Beispiel ergaben sich in Bezug auf das Kopftuchtragen – im Gegensatz zur Wahrnehmung als ein Zeichen der Unterdrückung der Frau auf deutscher Seite – sehr unterschiedliche Motive, die auch auf einer bewussten und freien Willensentscheidung der Frau basieren können: Schutzfunktion (gegenüber Witterung oder Belästigung), Ästhetik, religiöses Motiv, Zugehörigkeit, Tradition u.a.

Die Ergebnisse der Studie machen insgesamt deutlich, dass sowohl die Muslime wie die Menschen der Mehrheitsgesellschaft lernen müssen, Vielfalt, Widersprüche und unterschiedliche Lebenskonzepte auszuhalten und mit der Differenz umzugehen.
Ahmet Toprak begründet den Rückzug in die eigenethnischen Milieus vorwiegend damit, dass sich eine immer größer werdende Minderheit (auch der Mehrheitsgesellschaft) in Deutschland wirtschaftlich, sozial und bildungspolitisch abgehängt fühlt.
Die teilnehmenden Studierenden und LehrerInnen erfuhren an diesem Abend mit Nachdruck die Bedeutung der Integrationsarbeit. Die Veranstaltung hat die Engagiertheit verstärkt, praktische Integration in unserem Berufskolleg zu verbessern und insbesondere unsere auszubildenden Sozialpädagogen dahingehend zu qualifizieren, in den Kindertagesstätten von Anfang an Entwicklungs- und Lernpotenziale aller Kinder und Jugendlichen zu nutzen, um Bildungsprozesse in Gang zu setzen.
5.7.2011Ulrike Zenk

Frau Gündogdu im Gespräch mit Prof. Toprak

Berufskolleg - Schüler renovieren Schultoiletten
(Zeitungsartikel: 3.7.2011)

MÄRKISCHER KREIS ▪ Einen Tag lang wurde gestrichen, neu „bebrillt“, einfallsreich dekoriert. Dann präsentierten sich die Toilettenanlagen am Getrud-Bäumer-Berufskolleg in einem ganz neuen Licht: Wohlfühlatmosphäre auf dem „stillen Örtchen“.
Mit Farbe, neuen Klobrillen und netter Deko brachte die Schülervertretung des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs mit ihren SV-Lehrerinnen und dem Hausmeister die Toilettenanlage der Schule auf Vordermann.
Die der Schülervertretung (SV) angehörenden Klassensprecher und Hausmeister Enes haben ganze Arbeit geleistet. In Eigenregie richteten sie die Toilettenanlagen stilvoll her. Die SV-Lehrerinnen Yvonne Lasitza und Dr. Eva Zayc-Schmidt blickten sichtlich stolz und zufrieden auf das Werk: „Hier hat die SV gezeigt, was man gemeinsam für andere erreichen kann!“ Seit mehr als drei Jahren gab es Klagen über den Zustand, jedoch waren bisher keine Mittel da, um die Anlagen erneuern zu lassen. Schule und Märkischer Kreis stellten der SV jetzt kurzfristig einen Geldbetrag zur Verfügung, damit sie Spiegel, Mülleimer, Dekorationsartikel, Farbe, Toilettenbürsten und neue Toilettenbrillen erstehen konnte.
Bis in den Abend hinein setzte das Schüler-Hausmeister-Team dann seine Ideen um. Mit großem Einsatz erledigte es die Renovierungsarbeiten und stattete das Ganze mit Deko, Wandbildern, Pflanzen und Duftpotpourris aus. Auch an Spender für Händedesinfektionsmittel wurde gedacht.
Nach vollbrachter Arbeit herrschte einhellig Begeisterung bei Schülern und Schulleitung über die neue „Wohlfühlatmosphäre“ in den sanitären Einrichtungen. Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke hob hervor, dass keine „normale“ Renovierung auch nur ansatzweise so eine positive Veränderung gebracht hätte: „Was hier von der Schülervertretung geleistet wurde, ist einfach eine herausragende Leistung, die alle Schüler einen neuen Blick auf das „stille Örtchen“ der Schule werfen lässt und auch zu einem pfleglicheren Umgang anleiten wird!“
Dass Schulleiterin und SV-Lehrerinnen mit ihrer Einschätzung richtig liegen, konnte man nicht nur an den Reaktionen der Schüler am nächsten Tag sehen, die die Toiletten kaum wiedererkannten, sondern auch am deutlich reduzierten Verschmutzungsgrad der Anlagen nach der ersten „Probewoche“.

Bildergalerie Toilettenrenovierung

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Schüler unterstützen UNICEF – bei Afrikahilfe

Schülervertretung organisierte Waffelverkauf am Beratungstag / Symbolische Spendenübergabe mit gutem Ergebnis / Lob von Schulleiterin für positiven Beitrag zur Schulentwicklung und für gerechtere Welt / Förderverein „rundete auf“
Unter der Leitung der Schülervertretung (SV) vom Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid, haben Schüler am diesjährigen Beratungstag des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs u.a. durch den Verkauf von frisch zubereiteten Waffeln den stolzen Betrag von 182,00€ eingenommen. Dieser Betrag konnte dank der Unterstützung des Fördervereins auf die Höhe von 200 Euro „aufgerundet“ werden. Doris Winter-Ahrens, Fachlehrerin für Hauswirtschaft und ehrenamtliche Mitarbeiterin der UNICEF-Arbeitsgruppe Lüdenscheid hat das SV-Projekt stark unterstützt. Die SV Schüler übergaben das Geld symbolisch an Frau Marianne Buntzel-Ostermann, ebenfalls Mitarbeiterin bei UNICEF Lüdenscheid. „Es ist sicherlich sehr erfreulich, dass die Schüler sich am Beratungstag so intensiv eingebracht haben, um Kindern in Afrika für ihr Leben eine wichtige Hilfe zu geben!“ betonten Buntzel-Ostermann und Winter-Ahrens bei der Spendenübergabe.
Auch Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke zeigte sich vom Einsatz der Schüler sehr angetan: „Ich finde das soziale Engagement für Kinder in Afrika unserer Schüler sehr positiv und freue mich, dass hier Verantwortung über Deutschland hinaus für eine gerechtere Welt übernommen wird!“

Bedenkzeitprojekt am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg

Prävention von Teenagerschwangerschaften Thema im Unterricht/ Besuch der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle „Donum Vitae“ in Lüdenscheid/ Baby-Simulator für vier Tage
Das Thema „Teenagerschwangerschaften“ ist immer wieder aktuell, obwohl der Zugang zu Informationen und Verhütungsmitteln so gut ist wie selten zuvor. Grund genug für Fachlehrerin Susanne Hoffmann vom GBBK, diesen Aspekt aufzugreifen, denn prinzipiell sind Geburten in Deutschland zwar Mangelware und dringend erwünscht, aber unter falschen Voraussetzungen und zum falschen Zeitpunkt können Schwangerschaften zu erheblichen persönlichen Konflikten führen. Neben der Beschäftigung mit Verhütungsmethoden war ein wesentlicher Bestandteil des Unterrichtes der Besuch der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle „Donum Vitae“ in Lüdenscheid, um dort über mögliche Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten einiges in Erfahrung zu bringen.
Die dortigen Beratungskräfte gaben den Schülern der Unterstufe der Berufsfachschule für Körperpflege umfängliche Informationen und standen zu den zahlreichen Fragen Rede und Antwort.
„Vielfach ist es erstaunlich, wie gering oder ungenau das Wissen der Schülerinnen über Vorgänge im weiblichen Körper und Verhütung ist!“ resümierte Fachlehrerin Hoffmann. „Oft fühlen sich Schülerinnen bei diesem Thema allein gelassen und unter Druck gesetzt, obwohl es wirklich gute Informationsangebote gibt.“Dass dies so ist, konnten die Schülerinnen schließlich auch noch durch die Sozialarbeiterin Irina Rebbe-Stein aus Menden sehen, die den Unterricht Klasse auf Einladung von Fachlehrerin Hoffmann besuchte und nicht nur sach- und fachkundig informierte, sondern sie ging auch intensiv und verständnisvoll auf Fragen sowie Unsicherheiten einging. Ihre zahlreichen Erfahrungen aus jahrelanger Beratungstätigkeit machten ihre Darstellungen nicht nur sehr glaubwürdig, sondern auch für die Klasse nachvollziehbar. Fachlehrerin Hoffmann freute sich denn auch über die große Anteilnahme ihrer Schülerinnen: „Dieser Themenbereich ist heute nicht mehr so sehr ein gesellschaftliches Tabu, sondern vielmehr fühlen viele Jugendliche den Druck, alles zu wissen und alles zu können!“
Dies bestätigte auch Rebbe-Stein: „Ich mache häufig die Erfahrung, dass junge Mädchen und Frauen glauben, ein Baby sei die Lösung ihrer Probleme in Familie oder Schule - oft mit traurigen Folgen.“ Um deutlich zu machen, welche Verantwortung ein Baby wirklich bedeutet, konnten vier Schülerinnen ein besonderes Angebot wahrnehmen. Ein Baby-Computer zur Mitnahme nach Hause wurde an sie für vier Tage und Nächte mitgegeben. Die Babypuppe zeigt sehr realistisch, wie Babies sich Tag und Nacht drei Monate nach der Geburt verhalten und welche Belastung das im Einzelnen darstellt. „Dies soll zeigen, was ein Kind wirklich für eine Verantwortung bedeutet und dass es keine „Alternativlösung“ sein kann, um einen Partner zu binden oder auf eine Ausbildung zu verzichten!“ betonte Fachlehrerin Hoffmann abschließend.
Almanya – Willkommen in Deutschland

Schulkinoevent – Kooperation des schulischen Arbeitskreises Integration mit dem Kino Weidenhof in Plettenberg:
Filmangebot im Kino Weidenhof in Plettenberg am 4.4.2011, 11.00 Uhr

Almanya erzählt die Geschichte einer seit drei Generationen in Deutschland lebenden türkischen Gastarbeiterfamilie, die auf Wunsch des Großvaters noch einmal gemeinsam in ihre alte Heimat fährt. Die turbulente Reise nimmt jedoch eine unerwartete Wendung.
Almanya beginnt in den Sechzigern in Anatolien und begleitet zunächst den Großvater auf seinem Weg in ein wundervoll klischeehaftes, schlagerseliges Wirtschaftswunderdeutschland. Seine Frau und ihre drei Kinder bleiben allein zurück in der Türkei, bis sie Jahre später nachgeholt werden ins Ruhrgebiet. Almanya schildert Deutschland aus der Perspektive einer türkischen Gastarbeiterfamilie. Almanya ist die Geschichte einer fast perfekten Integration. Die aus Dortmund stammenden Regiseurinnen Yasemin und Nesrin Samdereli wollten keinen Debattenbeitrag über Kopftücher, Ehrenmorde und Parallelgesellschaften produzieren, sondern die Geschichte ihrer Familie erzählen und verfilmen – als wundervolle Komödie. Der Film kann vielleicht als Gegenargument zur Sarrazin-Debatte verstanden werden.
Der Film spielt mit den Vorurteilen auf beiden Seiten und auf beiden Seiten ist Selbstironie gefragt. Der Film richtet sich ganz klar an Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund. Er ist voller origineller Ideen. Rückblenden, Traumsequenzen, Wochenschauschnipseln, surrealen Elementen (vgl. Dürr, Anke: Jibberisch für Anfänger, in: Kultur SPIEGEL, 3/2011, S. 18ff.)
Wir freuen uns sehr, dass das Kino Weidenhof diesen neuen Film nach Plettenberg holt und für uns alle ein wertvolles Filmangebot zum Thema „Integration“ schafft.
24.3.2011, Ulrike Zenk

 
Ausbildung zur Erzieherin für Ergänzungskräfte

Im Sommer 2011 bietet das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid erneut eine Weiterqualifizierungsmaßnahme für Ergänzungskräfte an.
Seit rund drei gilt in NRW das neue Kinderbildungsgesetz. Demnach dürfen Ergänzungskräfte (hierbei handelt es sich in der Regel um Kinderpflegerinnen), die häufig seit vielen Jahren in den Kindertageseinrichtungen tätig sind, nur noch bis zum 31.07.2013 in den Gruppenformen I und II (Kinder von 2 Jahren bis zur Einschulung oder Kinder im Alter von unter drei Jahren) eingesetzt werden. Wer also seine Stelle nicht verlieren möchte, muss sich zur Erzieherin nachqualifizieren.
Daher bietet das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid seit 2009 Weiterqualifizierungsmaßnahmen für Ergänzungskräfte an. Hierbei handelt es sich um eine berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin. D.h. die Ergänzungskräfte sind mit mindestens 19 Stunden in den Tageseinrichtungen tätig und müssen zusätzlich noch an zwei Tagen die Schulbank drücken. Die Ausbildung dauert drei Jahre, so dass die Teilnehmer 12 Stunden die Woche Unterricht haben. Darüber hinaus muss ein Teil der Inhalte selbstständig erarbeitet und nachgewiesen werden, was zu einer weiteren Belastung neben Schule und Beruf führt.
Hinzu kommt noch, dass die Teilnehmerinnen der Weiterqualifizierungsmaßnahme fast alle auch eigene Kinder und Familien haben, deren Ansprüchen sie weiterhin versuchen gerecht zu werden. So ist es nicht selten, dass es zu Doppel- und Dreifachbelastungen kommt.
Die Träger sollen den Ergänzungskräften grundsätzlich die Teilnahme an Weiterqualifizierungsmaßnahmen ermöglichen. Leider ist es sehr unterschiedlich, erläutert Stephanie Sperlich, die für den Bildungsgang verantwortliche Abteilungsleiterin, wie die Unterstützung der Ergänzungskräfte während ihrer Berufsausbildung durch die Träger der Kindertagesstätten aussieht. Während einige Einrichtungen versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihren Mitarbeitern bestmögliche Bedingungen zur Erfüllung der Doppel-/Dreifachbelastungen zu schaffen, erführen andere Ergänzungskräfte nur wenig Unterstützung. Leider mangele es zum Teil auch an Respekt und Anerkennung vor der Leistung, die hier erbracht werde. Und das, obwohl die Ergänzungskräfte diese Ausbildung nicht nur für sich selbst absolvieren, so Sperlich, sondern damit auch zur Sicherung der Qualität in den Einrichtungen beitrügen.
Die permanente Debatte über eine mögliche Änderung der Rechtsgrundlage und einen weiteren Einsatz der Kinderpflegerinnen ändert jedoch nichts daran, dass die Qualifizierung auch eine individuelle berufliche Weiterentwicklung bietet, was von den Studierenden auch als solche wahrgenommen wird. „Unabhängig von allen äußeren Zwängen, sehe ich für mich und meine persönliche berufliche Weiterentwicklung eine klare Chance in dieser Ausbildung,“ so Britta Uhrich, Klassensprecherin der FSE3. „Während ich bereits in Fortbildungen viele praktische Anregungen gewinnen konnte, liefert die Ausbildung nun noch einmal weitergehende theoretische Kenntnisse, die den Arbeitsalltag bereichern. Man sieht viele Dinge in einem anderen Licht.“
Allen Unwegsamkeiten zum Trotz befinden sich mittlerweile die ersten Teilnehmer der Weiterqualifizierungsmaßnahme auf der Zielgeraden der Ausbildung zur Erzieherin und werden im Sommer die Ausbildung abschließen. Ein weiterer Kurs hat die Hälfte der Ausbildung bereits erfolgreich absolviert. Voller Respekt sprechen die Lehrerinnen und Lehrer des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs, die in diesem Bildungsgang unterrichten, von ihren hoch motivierten Studierenden.
Auch im kommenden Schuljahr wird eine neue Klasse eingerichtet werden. Interessierte Ergänzungskräfte wenden sich bitte mit ihren Unterlagen an das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid (Raithelplatz 5, 58509 Lüdenscheid). Auskünfte erteilen Frau Sperlich (s.sperlich@maerkischer-kreis.de) und Frau Dohle.
 
„Das gesunde Frühstück“ – katholischer Kindergarten Plettenberg zu Gast beim Gertrud-Bäumer-Berufskolleg
Unterstufe der Kinderpfleger lud Vorschulkinder zur gemeinsamen hauswirtschaftlichen Aktivität ein / Kochen und Backen mit vielen Sinneserfahrungen / Leckere Rezepte für ein gesundes Frühstück
Die Schüler der Unterstufe der Berufsfachschule Kinderpflege des Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg konnten am vergangenen Freitag Unterricht von einer ganz anderen Seite gestalten. Sie hatten mit Unterstützung ihrer Fachlehrerinnen Iris Castelein und Marianne Lopatenko 11 Kinder im Vorschulalter von fünf oder sechs Jahren vom katholischen Kindergarten Plettenberg-Eiringhausen eingeladen, um gemeinsam ein gesundes Frühstück zuzubereiten.
Die Kinder und ihre beiden begleitenden Erzieherinnen wurden zu Beginn herzlich begrüßt und anschließend folgte eine kurze Vorstellungsrunde. Anschließend gingen Kinder und die Kinderpfleger gemeinsam frohgemut ans Werk und begannen intensiv die Küche des GBBK zu nutzen. Es wurde gerührt, geschnippelt, „geshaket“ und gebacken und schnell füllten sich Schüsseln, Teller und Backblechs mit vielfältigen Leckereien.In der Vorbereitung hatte Fachlehrerin Marianne Lopatenko mit den Schülern Rezepte gesammelt und auf ihre Anwendbarkeit hin überprüft, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
So war es auch kein Wunder, dass die Kinder mit großem Eifer dabei waren und nach etwa einer Stunde schmackhafte Speisen, wie z. B. Quarkbrötchen aus frisch gemahlenem Vollkornmehl, Brotspieße mit Gemüse, bunter Obstsalat mit Joghurtcreme, kleine Muffins, Toast Hawaii, Smoothies und Milch-Shakes für ein gesundes Frühstück zusammengestellt worden waren.
Zufrieden über den Verlauf des gemütlichen Vormittags zeigten sich nicht nur Kinder und Schüler, sondern auch die Fachlehrerinnen Lopatenko und Castelein: „Das Ziel unseres heutigen Projektes ist die Vorbereitung der Kinderpfleger auf das im Mai stattfindende vierwöchige Kindergartenpraktikum. Die Schüler haben gezeigt, dass sie mit viel Einfühlungsvermögen den Kindern gesundes und leckeres Frühstücken nahe gebracht haben!“
Im Vorfeld sollten die Schüler sich mit den Fragen beschäftigen, wie man Kinder anleitet, was man beachten muss und wie viel Ausdauer/Geduld Kinder haben. Wichtiges Kriterium sollte dabei sein, den Kindern die Möglichkeit zu geben, beim Kochen und Backen möglichst viele Sinneserfahrungen zu machen.
Dass dies bei den Kindern des katholischen Kindergartens in der Tat geglückt war, konnten die Schüler durch den herzlichen Applaus am Ende des Besuchs feststellen und natürlich durch strahlende Augen, die nach gemeinsamen Frühstück ihren Heimweg antraten.
 
Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Beste Geschäftsidee prämiert. Schüler nahmen an zweiwöchigen Projekt „Existenzgründung / Unternehmertum“ teil / Ziel war die Erarbeitung wirtschaftlichen Wissens mit Hilfe eines Programms der gemeinnützigen Organisation „NFTE – Network For Teaching Entrepreneurship“ und anschließend die Entwicklung einer Geschäftsidee / Hochkarätige Jury prämierte zwei Tagessieger
„Ich habe in diesem Projekt gelernt, mich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen und etwas Aufregendes zu entwickeln!“ so die Tagessiegerin des zweiten Präsentationstages Janina Tausch. Ihre Mitschülerin Annika Weißflog, Siegerin vom ersten Präsentationstag, sah das genauso und ergänzte: „Besonders bin ich froh, dass ich ein anderes und neues Selbstbewusstsein entwickeln konnte, denn die Präsentation war schon sehr anspruchsvoll!“
Zufriedene Gesichter gab es aber nicht nur bei den insgesamt 12 Schülern der Berufsfachschule für Ernährung und Hauswirtschaft PBFH 2, sondern auch bei den Mitgliedern der hochkarätigen Jury und bei den beiden Projektleiterinnen Ellen Hirsch und Agathe Rudol.
Das zweiwöchige Projekt „Existenzgründung / Unternehmertum“, welches von der gemeinnützigen Organisation „NFTE – Network For Teaching Entrepreneurship“ entwickelt und dem GBBK zur Verfügung gestellt worden ist, hatte das Ziel, das wirtschaftliche Wissen mit Hilfe des Programms bei den teilnehmenden Schülern zu verbessern und anschließend die Entwicklung einer Geschäftsidee zu erarbeiten. Rudol und Hirsch wurden zuvor von NFTE „zertifiziert“, um eine entsprechende Durchführung zu erleichtern.
Dieser Themenkomplex umfasste das Kennenlernen und Anwenden von Wirtschaftssimulationsspielen, das Durcharbeiten von Fachliteratur, die Durchführung von Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins, sowie den Ausbau und die Förderung von Medien-, Sozial- und Methodenkompetenzen. Den Abschluss der Reihe bildete die Präsentation der Businesspläne, welche die Schüler erstellt haben.

Diese Präsentationen wurden am vergangenen Mittwoch und Donnerstag einer Jury aus der heimischen Wirtschaft vorgestellt. Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in der Jury hatten Herr Dr. Vohwinkel (Weidenhof GmbH), Herr Bittern (Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid), Herr Tetling (Vereinigte Sparkasse), Herr Dr. Hering (METOBA Oberflächenbearbeitung GmbH), Herr Hegewaldt (SIHK) und Frau Neumann-Cleve (Internationaler Bund e.V.) erklärt. Außerdem nahmen vom GBBK die Schulleitung mit Ursula Wortmann-Mielke und Paul Turck, sowie Standortleiter Lutz Schäfer und Fachleiter Otto Bodenheimer teil.
Sie prämierten am Mittwoch Annika Weißflog mit der Geschäftsidee Mobiler Bügelservice ("Bügelfee Annika") und am Donnerstag Janina Tausch ("Geschenkeservice Janina"). Letztere hatte die Idee, einen Service für Männer einzurichten, die eine persönliche Beratung wünschen, um das passende Geschenk für ihre Frau zu finden. Prämiert wurden beide mit einem Büchergutschein. Alle anderen Schüler erhielten ein Zertifikat.
Glücklich und ein wenig stolz zeigten sich die beiden Projektleiterinnen Ellen Hirsch und Agathe Rudol: „Als wir zum ersten Mal von dem Projekt von NFTE hörten, fanden wir es sehr interessant undsinnvoll für Schüler, aber natürlich musste bei allem auch sehr viel bedacht werden. Deshalb sind wir besonders froh, dass alles gut gelaufen ist und vor allem, dass es den Schülern wirklich etwas gebracht hat!“
Auch Standortleiter Lutz Schäfer fasste sichtlich erfreut die Stimmung von Schulleitung und Jury zusammen: „Das war ein ausgezeichnetes Projekt, das Schülern eine neue Sicht auf wirtschaftliche Zusammenhänge ermöglicht und die Fähigkeit gegeben hat, selbst sinnvolle Projekte zu entwickeln!“
 
 
Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Schüler helfen indischen Waisenkinder/ Projekt wird seit einem Jahr vom GBBK unterstützt / „Hilfe zur Selbsthilfe“ / Lob von Schulleiterin und Projektlehrer
Unter der Leitung der Schülervertretung (SV) am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid, haben Schüler in der vergangenen Woche über € 500 für ein Waisenhaus und eine Schule in Indien gesammelt. Durch unterschiedliche Aktionen wie dem Einsatz eines Spendenbarometers, entsprechende Ansprachen und Informationen in den Pausen sowie dem Verkauf von Muffins hat die SV Mitschüler und Lehrkräfte für diesen Zweck motivieren können.
Initiator des Projektes „The Learning Tree Foundation“ (www.thelearningtreefoundation.org) ist Fachlehrer Mike Keylock, der seit 12 Jahren Kontakte zu Indien pflegt. Zusammen mit Freunden hat er das Projekt im Jahr 1999 kennen gelernt und seitdem jährlich durch kleinere Spenden finanziell unterstützt.

Besonders wichtig ist die aktuelle Hilfe, da durch einen tragischen Unfall der „Vater“ des Projekts, Patras Dungdung, im Jahr 2010 ums Leben gekommen ist. Seitdem wird das 65 Babies, Kinder und Jugendlichen umfassende Projekt von zwei Frauen geleitet und betreut, die auch seit Jahren in dem Projekt mitgewirkt haben. Durch den plötzlichen Tod ist eine wichtige Einkommensquelle verschwunden. Diese finanziellen Lücken stopfen die jungen Lüdenscheider aber nicht zum ersten Mal. Schon beim Weihnachts-Schulgottesdienst wurden € 250 gesammelt.
The Learning Tree Foundation befindet sich in Rourkela, einer Stadt die ca. sechs Bahnstunden südlich von Kalkutta liegt. Die Verhältnisse vor Ort sind sehr schwierig. Das Wasser in der Region ist knapp. Durch zwei Förderer des Projekts konnte im März 2010 ein 120m tiefer Brunnen gebohrt werden. Bestimmte Trainingsmaßnahmen sollen den jungen Leuten zeigen, wie sie sich selbst versorgen können, sei es mit landwirtschaftlichen Produkten oder mit der Herstellung von heimischen Waren, wie zum Beispiel Kerzen.
Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke zeigte sich vom Einsatz der Schüler sehr angetan: „Ich finde das soziale Engagement unserer Schüler sehr positiv und freue mich, dass hier Verantwortung über Deutschland hinaus für EINE WELT übernommen wird!“
Auch Projektlehrer Mike Keylock lobte die aktive Schülervertretung: „€500 sind schon in Deutschland sehr viel Geld, aber unsere Schüler können gar nicht einschätzen, wie viel die indischen Kinder von ihrer Großzügigkeit profitieren werden!“ Er hofft, dass sich vielleicht in Zukunft sogar eine Gelegenheit für Schüler bieten könnte, „The Learning Tree Foundation“ in Indien selbst zu besuchen.
 
Europaministerin fördert das deutsch-polnische Partnerschaftsprojekt des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs/ Hohe Auszeichnung für das GBBK / Projekt „Gemeinsam (nachhaltig) Schule machen“ als Umweltschule konzipiert / 7194,50 Euro Projektförderung
Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren hat kürzlich 24 Preisträger des Wettbewerbs für Projekte zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Rahmen einer Feierstunde in der Staatskanzlei geehrt. Zu diesem Wettbewerb hatten sich Schulen, Vereine und andere bürgerschaft­lichen Akteure beworben, die mit ihren Projekten die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Polen und Nordrhein-Westfalen stärken wollen. Darunter befand sich auch das heimische Gertrud-Bäumer-Berufskolleg, das in diesem Jahr die 20-jährige Partnerschaft mit der polnischen Partnerschule in Myslenice feiert.
Die Ministerin würdigte die Vielfalt der Ideen und den Einsatz der Betei­ligten: „Die wirklich engagierten und kreativen Bewerbungen von so vielen bürgerschaftlichen Gruppen machen deutlich, dass die deutsch-polnische Freundschaft und Zusammenarbeit nicht nur ein politisches Anliegen, sondern ein Herzensanliegen vieler Menschen in Nordrhein-Westfalen ist.“Das Partnerschaftsprojekt soll neben der kontinuierlichen Fortsetzung der Partnerschaft auch zu einer Stärkung des Umweltgedankens an beiden Schulen führen. Dr. Claudia Thieme, Projektverantwortliche am GBBK, beschrieb den Inhalt des Projektes „Gemeinsam (nachhaltig) Schule machen“ wie folgt: „Bisherige Austauschprogramme zwischen beiden Partnerschulen waren meist geprägt durch die Beschäftigung mit der deutsch-polnischen Vergangenheit sowie durch gemeinsame kulturelle Aktivitäten. In Ergänzung dazu hat dieses Projekt einen innovativen und zukunftsweisenden Charakter.
Auf der Grundlage bestehender Umweltkonzepte und –aktivitäten findet ein produktiver grenzüberschreitender Austausch statt.“ So werden die Umweltgruppen an beiden Schulen ihre jeweiligen Zielperspektiven und ihre bisherige Arbeit dokumentieren und austauschen. Im Rahmen eines Besuches der polnischen Schüler vom 23.-27. Mai in Lüdenscheid ist dann eine gegenseitige Präsentation der Ergebnisse und eine Erarbeitung gemeinsamer Ideen für Schulprojekte vorgesehen. Im Rahmen dieses Besuches sind aber auch zahlreiche Exkursionen in der Region geplant. U.a. wird zum Beispiel die heimische Versetalsperre und das zugehörige Kraftwerk, der Zweckverband für Abfallbeseitigung in Iserlohn und der Gelsenkirchener Wissenschaftspark besichtigt.
Ministerin Schwall-Düren zeigte sich beeindruckt über das Projekt und wünschte der GBBK-Delegation bei der Übergabe der Förderurkunde ein gutes Gelingen im Sinne der Sache.
Hoch erfreut über diese hohe Auszeichnung und über die ansehnliche Projektförderung zeigte sich Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke: „Die langjährige Schulfreundschaft wird im Rahmen dieses Projektes durch die intensive Auseinandersetzung mit dem gemeinsamen Anliegen des Umweltschutzes erweitert und vertieft. Die Schüler erhalten vor allem die Möglichkeit, durch ihr persönliches und partnerschaftliches Handeln eine zukunftsorientierte nachhaltige Schule mitzugestalten. Mit dem Engagement der Schüler wird zudem die Arbeit der an beiden Schulen etablierten Umweltgruppen mit zusätzlichen Anregungen und neuen Ideen bereichert.“ Zugleich bedankte sich Wortmann-Mielke bei der Projektleiterin Dr. Thieme, die mit ihrem Team eine ausgezeichnete Idee und eine engagierte Planung an den Tag gelegt habe. „Nun beginnt die eigentliche Arbeit, aber wir können Dank der Förderung und der guten Vorbereitung mit einer erfolgversprechenden Durchführung des Projektes im Rahmen unserer 20jährigen Schulpartnerschaft rechnen!“ zeigte sich die Schulleiterin zuversichtlich.
 

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg ausgezeichnet für bürgerschaftliches Engagement

„Gemeinsam (nachhaltig) Schule machen“ – so heißt das Projekt, das im Austausch mit unserer Partnerschule in Myslenice / Polen in diesem Jahr verwirklicht werden soll. Schon jetzt wurde die Projektidee ausgezeichnet.
Anlässlich des Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahres 2011/2012 hatte das Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW einen Wettbewerb „Bürgerschaftliches Engagement“ ausgeschrieben.
Bei diesem Wettbewerb ging es darum, Projekt zu entwickeln, die dazu beitragen können, die engen Beziehungen zwischen Polen und NRW konkret und dauerhaft zu stärken und weiter zu vertiefen. Eine fachkundige deutsch-polnische Jury prüfte mehr als 100 Wettbewerbsbeiträge, aus denen schließlich 24 ausgewählt wurden, darunter auch das Projekt unseres Berufskollegs.

Im Rahmen einer Feierstunde in der Staatskanzlei in Düsseldorf nahmen wir aus den Händen der Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren und der Generalkonsulin der Republik Polen, Jolanta Roza Kozlowska, unsere Preisträger-Urkunde entgegen. Die Ehrung ist mit einer Förderung in Höhe von immerhin 5000,00 € verbunden, die in das geplanten Projekt fließen. In unserem Projektantrag heißt es: „Die langjährige Schulfreundschaft wird (…) durch die intensive Auseinandersetzung mit dem gemeinsamen Anliegen des Umweltschutzes erweitert und vertieft. (….) Mit dem Engagement der Schüler wird zudem die Arbeit der an beiden Schulen etablierten Umweltgruppen mit zusätzlichen Anregungen und neuen Ideen bereichert.“
Im Mittelpunkt des Projekts steht der Besuch einer polnischen Schülergruppe unserer Partnerschule vom 23. – 27. Mai 2011 in Lüdenscheid. Während dieses Besuchs werden die unterschiedlichen Aktivitäten der beiden Umweltgruppen ausgetauscht und gemeinsame Exkursionen zum Thema Umwelt durchgeführt, die dokumentiert und ausgewertet werden.
Verantwortlich für die Planung und Durchführung des Projekts am Gertrud-Bäumer-BK sind Dr. Claudia Thieme, Antje Brenck, Ellen Hirsch und Jaroslaw Klimczuk. Sie arbeiten eng mit den polnischen Kolleginnen und Kollegen zusammen.
 
Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Beratungstag am 19. Februar – Anmeldeverfahren für die Bildungsgänge läuft
Anmeldung online möglich
Auch nach dem Ende der globalen Weltwirtschaftskrise bleibt es für viele Schülerinnen und Schülern der allgemein bildenden Schulen schwer, ihre weitere schulische oder berufliche Zukunft zu planen. Jedes Jahr stellt sich beim Erhalt der Halbjahreszeugnisse für viele die Frage: Was passiert am Ende dieses Schuljahres und wie geht es dann weiter?
Ein großer Vorteil der Bildungsgänge des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs liegt darin, dass Berufsabschlüsse, berufliche Grundbildung oder berufliche Kenntnisse und gleichzeitig alle allgemein bildenden Schulabschlüsse - vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur – erreicht bzw. nachgeholt werden können.
Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg bietet deshalb am Samstag, den 19. Februar zwischen 9.00 und 13.30 Uhr für interessierte Schüler und Lehrer einen Beratungstag an.
Den Besuchern wird aber nicht nur viel Einblick über die weiteren schulischen und beruflichen Möglichkeiten am GBBK gegeben - auch für das leibliche Wohl wird hinreichend durch das Team der Hauswirtschaft um Marianne Lopatenko mit der Fachschule für Hauswirtschaft (Integrationsklasse) gesorgt.
Ein erster Überblick über die große Vielfalt der Bildungsgänge:
Allgemeine Hochschulreife und Berufsabschluss Erzieher (EA): Eingangsvoraussetzung für den Erwerb des Abiturs sind die Fachoberschulreife mit Qualifikation oder die erfolgreiche Absolvierung der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales. Der kombinierte Bildungsgang bietet die Möglichkeit, neben der Hochschulreife nach 3 Jahren auch eine Ausbildung als Erzieher durch ein folgendes einjähriges Berufspraktikum zu erzielen. Dieser Bildungsgang steht selbstverständlich auch Schülern von Gymnasien offen, die sich im Rahmen des G 8 nach der Klasse 9 hierhin umorientieren wollen.
Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen (FO): Um das „Fachabi“ zu erwerben, ist die Fachoberschulreife notwendig. U. a. werden im Rahmen eines Jahrespraktikums im 1. Schuljahr (2 Schultage / 3 Tage im Betrieb) berufliche Kenntnisse und eine attraktive Vorbereitung in den Berufsfeldern „Soziales“ (Erziehen, Anleiten, Beraten, Versorgen, Betreuen, Pflegen) und „Gesundheit“ (Heilen, Beraten, Pflegen, Betreuen, Medizinische Technik) erworben. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Fachhochschulreife am Ende des 2. Schuljahres ist auch ein Studium an einer Fachhochschule möglich
.Die Fachhochschulreife oder die Fachoberschulreife in Kombination mit einer einschlägigen Berufsausbildung sind Voraussetzung für den Berufsabschluss „Staatlich anerkannter Erzieher“(FS). Integrierte Praktika und ein abschließendes Berufspraktikum sind Bestandteile der insgesamt dreijährigen Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik. Hier kann zusätzlich, sofern noch nicht vorhanden, auch das „Fachabi“ erworben und damit ein Studium an einer Fachhochschule ermöglicht werden.
Ausbildung Kinderpflege / Qualifikation für die Kindertagespflege (BK): Hier ist als Eingangsvoraussetzung ein Hauptschulabschluss nötig. Pädagogische, pflegerische und hauswirtschaftliche Arbeit z. B. in Kindertageseinrichtungen, Familien oder selbständige Betreuung im eigenen privaten Haushalt („Tagesmutter“) werden in einer zweijährigen schulischen Ausbildung vermittelt. Ein erfolgreicher Berufsabschluss als „Staatlich geprüfter Kinderpfleger“ bzw. der Erwerb der Fachoberschulreife ermöglicht anschließend auch die Aufnahme einer Erzieher-Ausbildung.
Berufsausbildung zum Sozialhelfer (BS): Diese zweijährige schulische Ausbildung setzt mindestens den Hauptschulabschluss voraus. Es werden Kenntnisse und Einblicke in den Berufs- und Arbeitsfeldern der Gesundheits- und Sozialpflege u.a. durch Praktika vermittelt. Neben dem Berufsabschluss wird außerdem die Fachoberschulreife ermöglicht und anschließend kann eine Erzieher- oder Heilerziehungspfleger-Ausbildung aufgenommen werden.
Berufsfachschulen im Berufsfeld Ernährung / Hauswirtschaft oder Körperpflege (BFH): Hier werden im Rahmen einer zweijährigen Ausbildung neben der Fachoberschulreife eine berufliche Grundbildung für den gesamten ernährungsgewerblichen und hauswirtschaftlichen oder körperpflegerischen Bereich vermittelt. Für die Aufnahme ist der Hauptschulabschluss notwendig.
Berufsgrundschuljahr im Berufsfeld Körperpflege oder Gesundheit (BGK;BGG): Auch hier wird neben beruflicher Grundbildung der Erwerb der Fachoberschulreife ermöglicht. Ein hoher Anteil an Fachpraxis ist ein besonderes Merkmal dieser Bildungsgänge. Die berufliche Grundbildung kann erstes Ausbildungsjahr im Ausbildungsberuf „Friseur“ anerkannt, Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich „Kosmetik“ oder Krankenpfleger / Arzthelfer eröffnet werden. Eingangsvoraussetzung hierfür ist mindestens der Hauptschulabschluss.
Hauptschulabschluss - Fehlanzeige? In einem Jahr ist dieser möglich, wenn man sich für das Berufsorientierungsjahr (BO) entscheidet. Diese Schulform dient der Vorbereitung zur Aufnahme einer Berufsausbildung und soll Kenntnisse und Fertigkeiten in den Berufsfeldern Ernährung und Hauswirtschaft sowie Körperpflege vermitteln.

Auch über die Bildungsgänge „Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in“ (FH) und „Berufsabschluss Servicekraft“ (BSK), die am GBBK-Standort in Lüdenscheid angeboten werden, wird informiert.
Weitere Informationen und Auskünfte können interessierte Schüler und Eltern am 19. Februar ab 9.00 Uhr im Gebäude des GBBK an der Schulstraße 5 erhalten. Parkmöglichkeiten sind in der Heinrichsstraße ausreichend vorhanden. Telefonisch ist die Schule unter der Rufnummer 02391/54642 (Montag bis Freitag 8 bis 14 Uhr) zu erreichen. Anmeldungen für die einzelnen Bildungsgänge sind am Beratungstag oder auch ab sofort direkt online über www.schueleranmeldung.de möglich. Weitere Informationen oder das Anmeldeformular sind auch im Internet unter www.gertrud-baeumer-bk.de erhältlich.

 
Vorweihnachtliches Familienfest am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg. Oberstufe der Kinderpfleger lud Familien ein.
„Dankeschön“ für freundliche Aufnahme während des Praktikums
Die Oberstufe der Kinderpfleger bedankte sich auf besonderer Weise bei „ihren Pflegeeltern“, bei denen sie ihr Familienpraktikum absolviert haben. Das Praktikum hatte die Ziele, pädagogische, pflegerische und hauswirtschaftliche Kenntnisse in Familien, in denen mindestens ein Kind unter drei Jahren ist, umzusetzen.
Für die freundliche Aufnahme in den Familien, wo alle Schüler viel Unterstützung erfahren konnten, wollten sie sich mit einem Fest revanchieren. So planten sie unter Leitung der Fachbereichsleiterin für Kinderpflege Christina Juckenack und Fachlehrerin Miriam Schenke eine Veranstaltung für die ganze Familie.Mit musikalischer Ausschmückung – Kinder, Schüler und Eltern sangen nach Leibeskräften – einem reichlich bestückten Buffet und intensiver Kinderbetreuung ließ sich der Vormittag am GBBK gut aushalten.
Die Eltern lernten sich kennen und tauschten sich untereinander sowie mit Eltern und Schülern aus. Währenddessen nutzten die Kinder begeistert die vorbereiteten Spielmöglichkeiten. Kuschel-, Lese-, Bau- und Malecken wurden intensiv genutzt und boten reichlich Möglichkeit für Spiel- sowie Erlebnisereignisse. So war es auch nicht verwunderlich, dass alle gemeinsam nach fröhlich verbrachten Stunden enthusiastisch das beliebte Lied „Alle Leut geh'n jetzt nach Haus“ sangen. Fachbereichsleiterin Juckenack und Fachlehrerin Schenke lobten am Ende das Engagement der Schüler, die den Kindern, Eltern und sich selbst einen gelungenen Vormittag beschert hatten: „Es ist schön zu sehen, dass die Schüler sich hier gut einbringen und auch zeigen, wie positiv sie von den Eltern aufgenommen und unterstützt worden sind!“
 
Gertrud-Bäumer-Schüler informierten sich über alternative Energieerzeugung im heimischen Raum.
50:50 – Projektgruppe des GBBK besichtigte Sorpestausee und Windkraftanlage in Balve-Beckum
Das heimische Berufskolleg auf der Bredde ist schon seit Jahren zertifizierte Umweltschule in Europa. Im Rahmen der Projektgruppe 50:50 finden sich in jedem Schuljahr zahlreiche Lehrer und Schüler zusammen, um nicht nur über Umwelt- und Klimaschutz zu reden, sondern um einerseits sich vor Ort über Projekte zu informieren und andererseits aktiv sinnvolle Lösungen z.B. zur Reduzierung von Co2 an der Schule anzubieten und umzusetzen. Insgesamt finden während des Schuljahres rund fünf Exkursionen statt, um möglichst intensiv und umfangreich die Schüler der verschiedenen Bildungsgänge weiterzubilden.
Den Startpunkt bildete der Sorpestausee, dessen Staumauer und Kraftwerk in Augenschein genommen wurden. Zugleich informierte ein Mitarbeiter des Ruhrverbandes, der als Betreiber die Stauseen im heimischen Raum „betreibt“, über dessen Aufgaben.
Nächste Station war die gerade neu erstellte Windkraftanlage in Balve-Beckum. Bau- und Projektleiter Christian Kinzelt von der Firma Energy Farming aus Duisburg stellte die Funktionsweise der Anlage, die just am gleichen Tag in Betrieb ging, vor.
Nach kurzer Mittagspause mit rustikaler Brotzeit bei Fachlehrerin Sieglinde Drees in Balve, bildete dann die Luisenhütte in Balve-Wocklum, die kulturhistorisch auch zu den „alternativen“ Energienutzern gehörte, den Abschluss der Tagesexkursion.
Zufrieden zeigten sich die beiden Fachlehrerin Sieglinde Drees und Sandra Grothmann nach dem Ende der Exkursion: „Wir hatten das Ziel, dass unsere Schüler alternative Energien vor Ort kennen – und verstehen lernen. Ich glaube, dass die Schüler durch das vielfältige Programm einen guten Eindruck gewinnen konnten!“
Dies bestätigten auch die teilnehmenden Schülerinnen Xenia Beresin und Mareike Kleindopp aus der Stufe 12 der Fachoberschule: „Wir konnten viele interessante Aspekte der alternativen Energiegewinnung kennenlernen und haben einen guten Eindruck gewonnen, was für ein weites Feld dieses Thema für die Zukunft ist!“
 
Der neue Bildungsgang: "Staatlich geprüfte Servicekraft"
Der Bildungsgang "Staatlich geprüfte Servicekraft", der bisher am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg als Schulversuch angeboten wurde, ist nun in das Regel- Bildungsangebot aufgenommen worden. Dies bedeutet, dass die Schule für das kommende Schuljahr keinen Beschränkungen hinsichtlich der Schülerzahlen unterliegt. Das Berufskolleg geht davon aus, dass dieser praxisnah aufgebaute Bildungsgang, der zunächst nur am Standort Lüdenscheid angeboten wird, sich zunehmendem Interesse erfreuen wird. Im Rahmen von insgesamt vier Praktika, die im Hotel, in der Systemgastronomie und in Großküchen abgeleistet werden, erhalten die
SchülerInnen einen tiefen Einblick in das künftige Betätigungsfeld und erreichen zusätzlich bei entsprechenden schulischen Leistungen am Ende der zweijährigen Ausbildung die Fachoberschulreife. Innerhalb des Schulalltags sind unterschiedliche Projekte für die SchülerInnen von besonderer Bedeutung, denn hier liegen Vorbereitung und Durchführung konkreter Aufgaben in ihrer Hand (s. Fotos) d.h. sie arbeiten unter Bedingungen des späteren Berufslebens. Und nachdem sich die anfängliche Nervosität gelegt hat, kommen sie mit gestärkten Selbstbewusstsein aus den Projekten heraus!
 
 
Gertrud-Bäumer Berufskolleg: Schüler und Lehrer reisten zum Umweltkongress nach Stralsund
50:50 – Projekt auf internationalen Kongress „Energy and Management“ / Schüler und Lehrer nahmen an dem durch das EU-Parlament geförderten Programm zum Thema „Energieeffizienz an Schulen“ teil
Das heimische Berufskolleg auf der Bredde ist schon seit Jahren zertifizierte Umweltschule in Europa. Im Rahmen der Projektgruppe 50:50 finden sich in jedem Schuljahr zahlreiche Lehrer und Schüler zusammen, um die Themen Umwelt und Klimaschutz nicht nur durch Worthülsen „auszuschmücken“, sondern um durch aktive Umsetzungen sinnvolle Lösungen an der Schule anzubieten und umzusetzen.
In der vergangenen Woche hatten vier Schüler des heimischen GBBK die besondere Ehre, an einem internationalen Kongress in Stralsund teilnehmen zu dürfen. 120 Schüler, Lehrer und Entscheidungsträger aus zehn europäischen Ländern waren dort zusammengekommen, um auf einer zweitägigen Veranstaltung das Thema „Energieeffizienz an Schulen“ zu diskutieren.
Wie zwölf andere europäische Schulen konzipiert die Projektgruppe 50:50 des GBBK Projekte zur effizienten Energienutzung, führt diese durch, dokumentiert sie und reflektiert sie mit den Partnern.
Beim Schulkongress stellten die vier Schüler der Projektgruppe die heimischen Aktivitäten vor und tauschten sich mit anderen Schulen aus. Neben den einzelnen Workshops und Vorträgen konnten die Schüler und ihre Begleitlehrer Sieglinde Drees, Sandra Grothmann und Peter Treudt auch an Baumpflanzaktionen und Exkursionen an die Ostsee teilnehmen, wo sie sich über die Auswirkungen des Klimawandels informieren konnten.
Zufrieden zeigte sich Fachlehrerin Sieglinde Drees nach dem Ende der Exkursion: „Die Fahrt zum Kongress war sehr effizient und hat unserer Projektgruppe einige neue Ansätze zur Weiterarbeit gegeben!“
 
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Abitur oder Berufsausbildung? Am GBBK geht beides!!
Als Alternative zum Abitur am Gymnasium bietet das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg den Bildungsgang „Erzieher/-in und allgemeine Hochschulreife“ an. Dieser Bildungsgang bietet den Schülerinnen und Schülern die Chance der Doppel-Qualifizierung, d.h. sie erhalten die Möglichkeit sowohl das Abitur als auch den Berufsabschluss zur Erzieherin/zum Erzieher zu erwerben.
Drei Jahre dauert die theoretische Ausbildung (vergleichbar mit der gymnasialen Oberstufe), die pro Jahr ein Praktikum beinhaltet und am Ende mit der Abiturprüfung abschließt. Anschließend kann das Berufspraktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung absolviert werden (im Kindergarten, Jugendzentrum, Heim etc.), das zur Erlangung der staatlichen Anerkennung zur Erzieherin/zum Erzieher erforderlich ist.
Für alle Schülerinnen und Schüler, die Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben, stellt dieser Bildungsgang eine klare Alternative zum Abitur am Gymnasium dar. Diejenigen, die ein Studium im Bereich der Pädagogik anstreben (Lehramt, Sozialpädagogik etc.), können auf diesem Weg grundlegende Vorkenntnisse erwerben.

Na, neugierig geworden? Wer noch mehr über diesen Bildungsgang und seine Vorteile erfahren möchte erhält dazu die Gelegenheit.
Am 30. 11. 2011 finden um 18.00 Uhr im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg am Raithelplatz 5 in Lüdenscheid und am 07.12.2011 um 18.00 Uhr in der Schulstraße 5 in Plettenberg Informationsveranstaltungen zum Bildungsgang „Erzieher/-in und allgemeine Hochschulreife“ statt. Sowohl Eltern als auch Schülerinnen und Schüler sind zu dieser Veranstaltung recht herzlich eingeladen. Lehrerinnen und Lehrer werden den Bildungsgang vorstellen und gemeinsam mit den jetzigen Schülerinnen und Schülern aus dem Bildungsgang für Fragen zur Verfügung stehen.

 
Informationsversanstaltung zum pädagogischen Beirat amGBBK
Seit einigen Jahren existiert am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid und Plettenberg ein pädagogischer Beirat, der sich aus berufserfahrenen sozialpädagogischen Fachkräften der kooperierenden Kindertageseinrichtungen und Lehrkräften der Schule zusammensetzt. Dessen Aufgabe ist die Sicherung des wechselseitigen Bezugs der Lernorte und ihr beständiger Austausch in Form gegenseitiger Information, Beratung und der Entwicklung eigener Vorhaben. Die Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern erstreckt sich jedoch nicht nur auf Kindertagesstätten. Im Rahmen ihrer Erzieherausbildung absolvieren die Studierenden des GBBK ebenfalls Praktika in Heimen, Offenen Ganztagsgrundschulen, Jugendzentren etc. Daher ist es nun ein Anliegen der Lehrkräfte des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs, auch die Vertreter und Vertreterinnen dieser Einrichtungen stärker in die Zusammenarbeit einzubinden. Zu diesem Zweck findet am 16.11.2010 um 10.00 Uhr am GBBK in Lüdenscheid (Raum B110) eine Informationsveranstaltung und gleichzeitig eine konstituierenden Sitzung des pädagogischen Beirats statt. Herzlich eingeladen zu diesem Treffen sind alle Vertreter der kooperierenden Jugendeinrichtungen. Bei diesem Treffen sollen gemeinsame Erwartungen, erste Zielsetzungen formuliert und Vertreter der jeweiligen Arbeitsfelder als Mitglieder des pädagogischen Beirats gewählt werden. Ansprechpartnerinnen für dieses Treffen sind Frau Juckenack und Frau Sperlich.
 
 
Lebensraum Umwelt als Spielort für Kinder
Abiturklasse am Gertrud-Bäumer-Berufskollegs gestaltete kreative Spiellandschaften für Kinder im Kunstunterricht / Angehende Abiturienten analysierten im Hinblick auf ihre Ausbildung als Erzieher unterschiedliche Sichtweisen von Kindern und Erwachsenen / Ausstellung bis zu den Herbstferien
„Lebensraum Umwelt als Spielort für Kinder“, so lautete das Kursthema der Jahrgangstufe 13 zu Beginn des Schuljahres. Die PEA 3 aus dem kombinierten Bildungsgang Abitur / Ausbildung Erzieher griff diesen Inhalt im Rahmen eines Kunstprojektes bei Fachlehrerin Cristin Schmelcher gerne auf.Nach einer ersten Auseinandersetzung mit der Unterscheidung zwischen Spielorten, die von Erwachsenen für Kinder errichtet worden waren und denen, die von Kindern selbst gewählt wurden, erfolgte im Unterricht eine genauere Analyse von Spielorten. Während Kinder bei Spielorten eher die Bedürfnisse Abenteuer, Ruhe, Wissen, Bewegung und Wahrnehmung suchen, sind für Eltern und Aufsichtspersonen mehr die Aspekte Übersicht und Sicherheit ausschlaggebend. Darüber hinaus hatte Fachlehrerin Schmelcher als Leitlinie vorgegeben, möglichst viele Naturmaterialien wie z.B. Holz, Moos, Streurasen, Erde und Steine zu verwenden.
Das theoretisch Erarbeitete floss dann in die Planung eines „idealen“ Spielortes und dessen Umsetzung in ein Modell ein. Mit viel Enthusiasmus und Kreativität entstanden so im Rahmen des Unterrichts zahlreiche unterschiedliche Spielorte, welche die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen herstellten. „Es hat viel Spaß gemacht, sich in die Sichtweise eines Kindes hinein zu versetzen und dies dann auch kreativ zu gestalten“, so eine Schülerin der Klasse PEA 3. Ab dieser Woche sind nun die „kleinen Kunstwerke“ in der Pausenhalle ausgestellt und Fachlehrein Cristin Schmelcher zeigte sich sehr erfreut über die gestalterischen Fähigkeiten ihres Kurses: „Die Klasse hat bewiesen, dass sie nicht nur theoretisch Sachverhalte analysieren kann, sondern auch überzeugende Qualitäten bei der praktischen Umsetzung besitzt!“ Standortleiter Lutz Schäfer verwies zugleich auf zu fördernde Eigenschaften im Rahmen der Ausbildung am Erziehungswissenschaftlichen Gymnasium des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs: „Bei uns spielt Kreativität der Schüler wegen unseres erziehungswissenschaftlichen Schwerpunktes eine besondere Rolle, da nach Absolvierung des Abiturs innerhalb von drei Jahren durch ein einjähriges „Anerkennungsjahr“ zugleich die Ausbildung als Erzieher erreichbar ist!“
 
Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Bildungsgangübergreifende Fahrt zur polnischen Partnerschule
Umfangreiches Besuchsprogramm nach Auschwitz und Krakau / Vorbereitung des 20jährigen Bestehens der Schulpartnerschaft im nächsten Jahr / Sparkasse Lüdenscheid unterstützte die Fahrt zur polnischen Partnerschule /Unlängst besuchte eine Gruppe von 38 Schülern und drei Begleitlehrern des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs die polnische Partnerschule in Myslenice. Im dortigen modernen Internat fand die bildungsgangübergreifende Gruppe für fünf Tage Unterkunft und wurde auch reichlich mit gutem Essen versorgt. Bei dem umfangreichen Besuchsprogramm wurde das nur 30 km von Myslenice gelegene Krakau besucht.
Neben der Altstadt und dem jüdischen Viertel besichtigte die Gruppe auch die Wawelburg, in der unlängst der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommende Präsident Lech Kaczynski beigesetzt worden ist. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem finstersten Kapitel der deutschen Geschichte wurde für Schüler des GBBK bei der Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau möglich. Die hier gesammelten Eindrücke machten allen deutlich, wie wichtig ein freundschaftliches und demokratisches Miteinander zwischen Staaten und Menschen ist. Das freundschaftliche Miteinander ist 65 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges und 21 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges zwischen deutschen und polnischen Schülern erfreulicherweise Normalität.
Nicht nur beim Besuch und bei der Teilnahme des Unterrichts in der polnischen Partnerschule wurde dies deutlich, sondern auch bei einem gemeinsamen Grillabend, wo Schüler und Lehrer beim Lagerfeuer bis tief in die Nacht Gespräche führten und zusammen feierten. Jaroslaw Klimczuk, Religionslehrer am heimischen Gertrud-Bäumer-Berufskolleg und Vorsitzender des Partnerschaftsvereins für die Schulpartnerschaft, freute gerade der Aspekt des geselligen Miteinanders. „Hier wurden die geknüpften Kontakte vertieft und schnell Freundschaften geschlossen!“ Er betonte, dass auf allen Ebenen für Schüler und Lehrer mit der Fahrt wertvolle Erfahrungen gemacht wurden und man sich auf beiden Seiten nun auf die Feierlichkeiten anlässlich des gemeinsamen Jubiläums sehr freue.
Auch Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke stellte die guten und intensiven Beziehungen zur polnischen Partnerschule heraus: „Kurz vor dem 20. Geburtstag im nächsten Jahr ist die deutsch-polnische Partnerschaft also „erwachsen“ geworden und auf einem guten Weg!“ Sie hob hervor, dass es im Rahmen der Europäischen Union auch noch weitere Ideen zum Ausbau der Partnerschaft gebe und damit die Beziehungen nicht „gealtert“ seien. Besonders dankte sie der heimischen Sparkasse, die mit ihrer Unterstützung eine bildungsgangübergreifende Fahrt auch für sozial schwächere Schüler erst möglich gemacht habe.
 
Gertrud-Bäumer Berufskolleg: 1100 Euro an das Love Society-Projekt in Indien
Er ist noch vielen Plettenbergern gut in Erinnerung – der „Brückenbautag“ nach Christi Himmelfahrt: Zahlreiche Vereine, Organisationen und Bürgerinnen und Bürger engagierten sich in vielfältiger Weise für andere Menschen und schafften damit neue Verbindungen zwischen unterschiedlichen Lebenswelten. Das Projekt „Love Societey“ betreuten Schüler verschiedener Klassen des GBBK in Plettenberg. Mit Spezialaktionen wie dem Bemalen von T-Shirts, dem Schminken von Kindern, einem Schokokusswettessen und dem allgemeinen Sammeln von Spenden wollten die Schüler des Berufsgrundschuljahres Körperpflege, der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales sowie der Erzieher-Abiturklasse um Schülervertretungsmitglied Sebastian Volbert und um die SV-Lehrerinnen Christine Bieker und Sieglinde Drees konkrete Hilfe leisten.
Das beschauliche Dorf Kutra im indischen Bundesstaat Orissa ist die Wirkungsstätte für die Love Society, einer Organisation, welche sich zum Ziel gesetzt hat, den Ärmsten der Armen Unterstützung zu kommen zu lassen. Mit dieser Hilfsorganisation kam der Fachlehrer für Englisch und Deutsch Mike Keylock bei seinen zwei Indienbesuchen im letzten Jahr in Kontakt und konnte die segensreiche Arbeit vor Ort mit eigenen Augen betrachten. Schnell stand sein Entschluss fest, Unterstützung auch über das heimische Berufskolleg zu organisieren.
Da bot der 'Brückenbautag' eine ideale Möglichkeit, Engagement von Schülern zu aktivieren und zugleich auch das Projekt der Love Society bekannt zu machen!“ freute sich Keylock über die gelungene Aktion. Er dankte insbesondere dem Mitglied der Schülervertretung Sebastian Volbert und den Kolleginnen Christine Bieker und Sieglinde Drees, die zusammen mit den Schülern 1100 Euro durch ihren intensiven Einsatz am „Brückenbautag“, bei den Vorbereitungen und auch beim Sammeln von Spenden von Schülern und Lehrern im Nachhinein organisiert haben.
„Vor Ort in Indien ist das eine Menge Geld, mit dem man viel bewirken kann!“ betonte Keylock. Die Love Society habe sich zur Aufgabe gemacht, Schulkinder zu fördern bzw. Schulbildung überhaupt zu ermöglichen, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben z.B. durch den Aufbau von Kleingewerbe und das traditionelle Wissen um Kunst und Kultur auch jungen Menschen zu vermitteln. Allein 40 ehrenamtliche Helfer kümmern sich um 40 Waisen und 60 Schulkinder. SV-Lehrerin Christine Bieker zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden und gab das Lob an ihre engagierte Schülervertretung weiter: „Die Schüler haben sich für eine gute Sache intensiv eingesetzt und gezeigt, was sie alles leisten können!“
 
 
Brustkrebsworkshop am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg
Brustkrebs ist die am häufigsten auftretende Krebsform bei Frauen. Deshalb hatte sich die Lehrerin und Ärztin, Frau Dr. Zayc-Schmidt, entschlossen, Frau Hanisch, „Breast Care Nurse“ vom Brustzentrum im Klinikum Hellersen, in den Biologieunterricht der Berufsfachschule für Körperpflege einzuladen. Diese lieferte den 15 Schülerinnen aus „erster Hand“ einen Einblick in den aktuellen Wissensstand über diese Erkrankung, da sie eine Spezialausbildung besitzt, die sie unter anderem zur Früherkennung und Begleitung von Patientinnen mit Brustkrebs befähigt.
Nach einem Film über eine junge Brustkrebspatientin, wurden den Schülerinnen Zeitpunkt und Techniken der Selbstuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs vermittelt. Dazu verteilte Frau Hanish Silikon-Übungsmodelle mit eingebauten „Tastbefunden“, an denen die Schülerinnen Befunde ertasten und hinterher überprüfen konnten.
Mit großem Interesse und Eifer verfolgten die Schülerinnen die Ausführungen von Frau Hanisch, arbeiteten mit den Übungsmodellen und stellten eine Unmenge von Fragen. Einstimmige Einschätzung von Schülerinnen und Lehrerin: “Das war eine ganz beeindruckende Erfahrung, die unbegründete Ängste vor Vorsorgeuntersuchungen abgebaut hat und in den Freundeskreis und in die Familien hineingetragen werden wird.“
 
 
Gertrud-Bäumer-Berufskolleg: Lüdenscheid ist auf einem guten Weg
Die Unterstufe der Heilerziehungspflege des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs hat einen Selbsterfahrungstag in der Lüdenscheider Innenstadt durchgeführt.
Die Studierenden waren in Kleingruppen unterwegs, um die Barrierefreiheit zu testen, das Verhalten der Mitmenschen kennen zu lernen sowie eine Ahnung zu bekommen, wie sich Menschen mit überwiegend körperlicher Behinderung fühlen. Dabei simulierte jeweils eines der Gruppenmitglieder eine Behinderung (Rollstuhl, Rollator, Blindheit, Taub-/Stummheit, Tourette-Syndrom, Narbe im Gesicht, Krücken).
Die Studierenden haben erfahren, dass neben einigen nicht barrierefreien Geschäftseingängen, z. T. große Umwege im Stern-Center mit dem Rollstuhl in Kauf genommen werden mussten. Obwohl es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt, ist die Innenstadt aber auf einem guten Weg, barrierefrei zu werden.Die Reaktionen der Mitmenschen reichte von hilfsbereit und rücksichtnehmend bis hin zu anstarren und kommentieren.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in der Gesellschaft einen Bedarf an Aufklärung zu geben scheint, um bezüglich Menschen mit Behinderungen verständnisvoller und toleranter zu werden sowie mehr Integration zu leben.
Die Studierenden der Unterstufe der Heilerziehungspflege bedanken sich bei Henning Grützbach (Leiter des DRK in Plettenberg) und Sabrina Golland (Auszubildende Rettungsassistentin), die bei den Vorbereitungen halfen, indem sie einem Studierenden eine entstellende Narbe ins Gesicht schminkten.
 
 
Warum sollte jeder zur Wahl gehen? Fachoberschule nahm Einladung des heimischen Abgeordneten Schick gerne an / Besichtigung und intensive Diskussion im Düsseldorfer Landtag
„Gerade in den Superwahljahren 2009 und 2010 ist das Verständnis von politischen Abläufen in der Demokratie von besonderem Interesse!“ betonte Sieglinde Drees, Fachlehrerin für Politik am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg bei der Einführung gegenüber dem heimischen Landtagsabgeordneten Thorsten Schick im Düsseldorfer Landtag. Drees und Standortleiter Lutz Schäfer begleiteten die beiden Oberstufen der Fachoberschulen für Gesundheit und Soziales, die von MdL Schick zu einer politischen Bildungsfahrt nach Düsseldorf eingeladen worden waren, um den Schülern Einblick in die Arbeit des Landtags zu geben.
Diese Möglichkeit nahmen die Schüler gerne an und konnten nach einer interessanten Führung durch das Landtagsgebäude mit Überblick über Funktion, Geschichte und Arbeit des Landtags mit dem Abgeordneten diskutieren. Die Schüler hatten viele Fragen zu unterschiedlichen Themen und mussten auf Antworten nicht lange warten. Ob zum neuen Thema Jugend, zu Kopfnoten, zur aktuellen Wirtschaftskrise oder zur Schulpolitik, Thorsten Schick ging der Diskussion mit den Schülern nicht aus dem Wege.
So waren auch alle Beteiligten am Ende sehr zufrieden mit dem Tag: „Ich hätte nicht gedacht, dass Politik auch interessant sein kann und Politiker auch richtig unterhaltsam!“ äußerte eine Schülerin als die Gruppe am späten Nachmittag wieder heimkehrte.
Standortleiter Lutz Schäfer freute sich über das Interesse der Schüler: „Wir möchten erreichen, dass sich junge Menschen auch mit der Demokratie und ihren Gepflogenheiten indentifizieren!“
   
Gertrud-Bäumer-Berufskolleg-Lüdenscheid: Wahrnehmungsförderung ohne Grenzen
Früh morgens trafen sich die angehen Erzieher/innen des Getrud-Bäumer-Berufskollegs in Lüdenscheid zu einer Exkursion zur Pestalozzischule Kierspe. Dort lernten sie ein Diagnoseprogramm zur Schulfähigkeit von Kindergartenkindern kennen und erhielten Einblick in verschiedene Fördermöglichkeiten. Dazu entführte sie Frau Molter in eine spannende Unterwasserwelt, die viele Wahrnehmungsmöglichkeiten bereithielt.
Mit viel Spaß an der Arbeit vermittelte Frau Molter ihre spezielle Förderarbeit, wobei die Schüler/innen Förderstationen und Motorikräume durchliefen und dabei spielerisch ihre Wahrnehmung testeten und spezialisierten. Nach getaner Arbeit folgte das Vergnügen im Bällebecken bzw. Snoozelenraum. „Wir haben viele neue Eindrücke gesammelt, die wir für unser späteres Berufsleben gut gebrauchen können“, so die angehenden Erzieher/innen.